Beiträge von tom_www

    Ich warte auf die Zeit, wo die Mehrheit endlich "wieder" begreift, dass ein Forum wie dieses hier einen deutlich grösseren Mehrwert bietet als die allermeisten social networks.

    Ob nun Facebook, Instagram oder TikTok ... sind meiner Meinung nach alles Zeitkiller und dann auch noch (für mich) vollkommen ohne einen Mehrwert.

    Ich frage mich: wo, wann oder wie bringt mich der Inhalt dort irgendwie weiter und ich finde einfach keine zufriedenstellende Antwort.

    Mein Facebook-Newsfeed mutiert seit Monaten zur allerschlimmsten Spamschleuder, Instagram hat mir noch nie irgendetwas geboten und ist allerhöchstens "ab und zu" vielleicht mal eine gewollte Ablenkung. Mit TikTok kann ich rein gar nichts anfangen. X (ehemals Twitter) ist nach meinem Empfinden immer schon ein reiner Hype von Politikern und Medien gewesen. Die Allgemeinheit nimmt X doch nur wahr, wenn es in den Medien erwähnt wird. Telegram als Messenger ist bedeutungslos wegen der geringen Verbreitung und sinnvolle Gruppen oder Kanäle - ohne Geschwurbel - zu finden oft schwierig. Whatsapp ist aufgrund der Verbreitung leider ein Zwang, dem man kaum entkommt. Ich mache mir seit Jahren keine Freunde dort, weil ich wirklich jeden (!) dort anschreibe, dass ich keine unkommentierten Weiterleitungen von ungeprüften Inhalten (aka Spam) haben will.

    Foren sind seit Jahrzehnten (?) eine Quelle für Informationen und den gezielten Austausch ... glücklicherweise mit Menschen, die auch mal bereit sind, mehr als 4 Wörter zu lesen und zu schreiben. Die Grenze zur "Überinformation" oder "zu viele Informationen nicht auf den Punkt gebracht" ist fliessend aber da sehe ich die Admins in der Pflicht.

    So sehe ich das .. vielleicht werde ich langsam auch einfach nur zu alt für die moderne Kommunikations-Welt ?!

    Tatsächlich ging es bei mir schon unter WIN los, dass ich ein Kategorienmenü nicht mehr genutzt habe. Super (Windows) Taste und einige Buchstaben der Anwendung, die man will und ENTER ... geht einfach in den allermeisten Fällen schneller ... die allerwichtigsten Programme sind in der "Leiste" und/oder im Dock. Seit Linux nutze ich das Menü gar nicht mehr ... in keiner Desktopumgebung.

    Trotzdem habe ich es noch gerne .. weiss eigentlich gar nicht so richtig - warum ?! xD

    Jau, keine Frage. Ich würde den Cinnamon-Desktop nicht nutzen, wenn ich damit nicht zufrieden wäre.

    Es geht mir auch nicht darum, die Qualität einer der Desktopumgebungen zu bewerten. Mir ging es nur darum, von Euch zu hören, wie Ihr mit dem Thema "nachinstallierter Erweiterungen" umgeht und wie hoch ihr die Gefahr beurteilt, wenn dann der gemoddete Desktop mal aktualisiert wird. Geht dann nix mehr ... ist der Desktop quasi broken oder fällt der Desktop dann in eine Art FallBack-Modus und funktioniert wie gewohnt nur ohne Erweiterungen?

    Ich bin Linux Mint Cinnamon Anwender, verschliesse mich aber den anderen Desktop-Umgebungen nicht. KDE ist bei mir aktuell raus und Gnome konnte ich mich bisher nicht mit anfreunden, will dieser Umgebung aber eine Chance geben. Je mehr Videos ich dazu sehe, umso mehr Interesse wird bei mir geweckt.

    Ich habe schon einige Videos dazu gesehen, wie Gnome angepasst werden kann.
    Ich bin immer wieder erstaunt, wie flexibel diese Oberfläche ist.

    Richtig fasziniert war ich von einem Beitrag von KSK Royal, der am Beispiel von Fedora mit Gnome den Gnome Extension Manager und seine 10 Favoriten an Erweiterungen installiert.

    https://kskroyal.com/top-10-must-in…ome-extensions/

    Nun aber meine Frage: Was passiert eigentlich, wenn ich einen mittels Erweiterungen top optimierten Desktop habe und Gnome wird aktualisiert. Besteht da nicht die Gefahr, dass die Erweiterungen nicht mehr funktionieren und ich vor einem Desktop sitze, der quasi broken ist? Ich bin bisher immer nach dem Grundsatz gegangen, nur so viele Erweiterungen wie unbedingt nötig zu installieren - die Anzahl also zu minimieren - eben wegen der Möglichkeit, dass mir ein Update alles zerschiessen kann.

    Habt Ihr da schon Erfahrungen gemacht?

    Die Originalfrage von Dir war: Warum läuft es bei Dir, wo andere Probleme haben.

    Da fällt mir als eine mögliche Ursache gleich sofort "Workflow" ein. Ein Beispiel, über das wir jüngst geschrieben haben: Anbindung einer NAS. Wenn ich nicht weiss, was ich machen muss, gehe ich auf keinen Fall den Weg über die FSTAB ... ich bevorzuge den durch die Desktopumgebung vorgegebenen und durch Windows so anerzogenen grafischen Weg. Das kann funktionieren. Wie wir bei einigen Oberflächen sehen, muss dem aber nicht so sein. Ab dem Moment, wo es grafisch über den Desktop nicht funktioniert, sind Umsteiger wie ich direkt erstmal hilflos. Wie in einem meiner KDE Beiträge beschrieben, kann man den Zustand hinnehmen (= Probleme) oder man macht sich die Arbeit, sich in die FSTAB einzulesen und hängt sein Gerät so ein, wie es von Linux eigentlich vorgesehen ist. Ich befürchte aber, dass viele Umsteiger vielleicht gar nichts von dem Weg über die FSTAB wissen. Sie geben entweder auf oder nehmen Linux (in diesem Fall) als Krückenlösung mit Problemen hin.

    Du gehst den Weg, Dein System "von Anfang an" so zu installieren, wie es wahrscheinlich von Linux vorgesehen ist. Händisch peu a per und Du siehst sofort, wo etwas hakt und kannst eingreifen.

    Grafische Installer versuchen, einem den Einstieg zu erleichtern, nehmen einem aber auch die Verantwortung ab, sich in das System einzuarbeiten, was "auch" ein Erfolgsargument für Windows war.

    Ich selber nutze Linux Mint Cinnamon seit einem halben Jahr und weiss von Linux ... ehrlich ... wahrscheinlich NIX ... es lief einfach. Ein kleines Problem für Dich bedeutet für mich, dass meine Systemwelt zusammebrechen kann :winking_face: ... vielleicht liegt da der sprichwörtliche "Hase im Pfeffer" (hoffentlich heisst das so) xD

    Danke für Deine ausführliche Antwort.

    Stimme Dir vollkommen zu, dass ich auch über meinen Workflow nachdenken muss. Der kann nicht identisch mit dem von Windows sein oder bleiben. Hinsichtlich des Einhängens von Laufwerken scheint mir Deine Vorgehensweise wesentlich besser.

    Zum Einen habe ich mit Linux Mint Cinnamon eine Distro, die "für mich" quasi alles out of the box bietet und zum anderen wollte ich unbedingt mal darauf hinweisen, dass die ganzen Videos, die so erstellt werden zu Oberflächen wie KDE auch durchaus mal problematische Dinge ansprechen sollten. Es ist bei diesen Oberflächen (hier insbesondere KDE) nicht alles gold was glänzt, ich wünschte, es wäre so xD

    Gerade zum Einhängen im ganz speziellen, weiss ich, dass Linux ganz andere Lösung parat hat aber KDE bietet es ja an, ein Laufwerk über Dolphin zu mounten. Niemand sagt dann aber, dass der Zugriff anderer Programme auf dieses Laufwerk eben NICHT gut oder gar nicht funktioniert. Oder auch die Ansichten pro Ordner zu speichern, was auf Netzlaufwerken bei mir gar nicht funktioniert, oder auch sich die Fensterposition von Programmen zu merken, die man schliesst und sie dort wieder zu öffnen .. unheimlich nervige Schwächen bei KDE. Ich reite zwar jetzt nur auf KDE rum aber es geht mir generell darum, dass Testvideos durchaus auch mal in die Tiefe gehen können und nicht nur die Grundfunktionen zeigen sollten. Aber da wiederhole ich mich jetzt nur.

    Ich bin Euch allen dankbar für Eure Videos, lerne sehr viel dadurch ... bissel Manöverkritik sollte aber auch erlaubt sein :winking_face:

    Danke Dir für Deine Antwort.

    Ehrlich gesagt, sollte das weniger ein Fragenkatalog an Dich/Euch sein als ein Hinweis. Wenn ich Youtube-Videos - ich sag jetzt mal pauschal - "von Euch" sehe, dann würde ich mir etwas tiefergehende Tests wünschen als nur die Grundfunktionen eines Desktops, von denen man eben weiss, dass sie in aller Regel funktionieren. Das war eigentlich die Grundaussage (mein Wunsch), den ich mit meinem Post verdeutlichen wollte.

    Die von mir beschriebenen Problemchen (?) sind allermeist als Bugs bei KDE bekannt (Spectacle ausgenommen).
    Sich zB die Fensterposition beim Schliessen zu merken, soll in der Vergangenheit als Bug schon behoben wiorden sein ... angeblich seit Wayland gehts wieder nimmer.

    Hallo,

    schaue gerne die Videos auf PinguinTV und auch anderen Kanälen zum Thema Linux.

    Ich bin zwar kein besonderer Fan vom Distro-Hopping aber ok - leben und leben lassen :winking_face:

    Bei den Tests zu den verschiedenen Oberflächen wie Cinnamon, Gnome oder KDE gehen mir die Tests allerdings nicht annähernd weit genug. Was ich da oft sehe, sind die Grundfunktionen der grafischen Desktopumgebungen, bei denen ich sowieso davon ausgehe, dass sie funktionieren. Vielleicht liege ich falsch aber mir fehlen konkrete Use-Cases, die ausprobiert werden, denn da würde man zB bei KDE einiges finden, was zumindest mich echt negativ erstaunt. Eigentlich - vom optischen Standpunkt gesehen - finde ich KDE super - ich gebe zu, ich bin kein Fan von Gnome.


    Kurz zur Situation in der ich teste:
    - mehrere Personen im Haushalt, die mit 3 Handies, zwei Laptops, zwei PCs und einem Tablet unterwegs sind
    - wir greifen mit allen Engeräten gemeinsam auf einen Datenbestand zu, der sich auf einer NAS befindet
    - dort sind unsere komplette Ablage, Schriftverkehr, alle Fotos, Videos etc gespeichert

    Testbedingungen: KUBUNTU, FEDORA (neueste) mit KDE und Wayland

    (1) Dolphin Ansichten pro Ordner
    Dolphin hat die Option, sich pro Ordner die Anzeigeart (Liste, kompakt etc) zu merken. Auf der lokalen Festplatte funktioniert das. Greift man auf eine NAS zu, Fehlanzeige. Wenn ich nun zwischen den Ordnern für Texte, Tabellen etc zu den Fotos wechsel, muss ich jedesmal die Ansicht manuell wechseln. Wieso klappt das lokal aber nicht auf Netzlaufwerken????

    (2) Fensterpositionen
    KDE kann sich die Position eines Fensters, wenn ich es schliesse, nicht merken. Es gibt soweit ich das gesehen habe, auch keine Möglichkeit, dies einzustellen. Neue Fenster werden standardmässig zentriert geöffnet. Es einfach da zu öffnen, wo es geschlossen wurde, geht nicht. Eine Kleinigkeit, die "für mich" unheimlich nervig ist. In Foren wird darauf hingewiesen, dass man Fensterregeln festlegen kann ... ja das geht ... aber warum so umständlich ? Wenn ich nächste Woche, morgen oder gleich auf die Idee komme, dass mein Messenger einen Zentimeter weiter rechts sein soll, dann müsste ich die Regel erstmal ändern, damit das dann auch dauerhaft umgesetzt wird ... verrückt.

    (3) Netzlaufwerke
    Unter Dolphin kann man ein Netzlaufwerk wie eine NAS einhängen. Das funktioniert gut. Nun kann man mit Dolphin auf zB die NAS wechseln und dort ein Dokument (zB LibreOffice Writer) öffnen und am Ende auch wieder speichern. ABER ... öffnet man Writer (ohne Dolphin zu nutzen) und schreibt einen neuen Text, will den dann auf der NAS speichern, dann klappt das gut BIS zu dem Moment, wo man speichern sagt. Das klappt nämlich nicht.

    (4) Spectacle
    Ich weiss nicht, wie andere Screenshots machen. Ich bin es gewohnt (Linux Mint Cinnamon), eine Tastenkombi zu drücken, markiere dann direkt mit der Maus den Bereich, den ich "haben" will lasse die Maus los und fertig. Der Shot ist in der Zwischenablage und ich kann direkt in zB Textverarbeitung oder Messenger wechseln und den Screenshot dort verwenden. Hat das mal jemand mit dem Tool von KDE ausprobiert ? Kann sein, dass viele Menschen mit diesem Tool namens Spectacle klarkommen. Für meinen Use-Case ist es teilweilse gar nicht einsetzbar und bedeutet Zeitverlust. Klar kann ich das Tool wechseln aber es geht mir hier darum, KDE als Oberfäche für mich zu beurteilen und dieses Tool ist nunmal vorgegeben.

    (5) Zugriff auf Wallet
    Ich nutze einige Webseiten als Webapp. Klappt mit Chromium sehr gut. Man kann eine Webseite aufrufen und sie als App "installieren", wonach sie sogar eine Verknüofung im Starter bekommen und oder auf die Taskleiste gebracht werden können. Chromiium benötigt dafür nach meinen Tests keinen Zugriff auf die Wallet (Passwortspeicher von KDE). Ich habe Chromium also keinen Zugriff auf die Wallet erlaubt. Danach wird man IMMER mit Meldungen zugeschüttet, dass ein Programm erfolglos versucht hat, die Wallet zu nutzen. Wieso kann man diese Meldung nicht deaktivieren? Es blieb mir am Ende nichts anders übrig, als den Zugriff zu ERLAUBEN, damit ich diese Meldungen nicht mehr "wegmachen" muss.

    (6) Verzahnung des Systems mit GoogleCloud
    Linux Mint bedient sich hier bei dem Gnome Projekt aber es funktioniert. Man kann seinen Google Account mit dem System verbinden, sieht dann die Kalendereinträge, kann über Nemo auf den DriveX Cloudspeicher zugreifen, Sehr schöne Lösung. Wird bei KDE auch angeboten ... nur ... funktioniert rein gar nicht :winking_face:

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    Im Vergleich mit Linux Mint Cinnamon (was sicherlich bissel altmodischer aussieht) muss ich für mich feststellen, dass KDE nur Probleme bedeutet, wo Cinnamon out of the box Lösungen hat. Für Viele werden diese Kleinigkeiten kaum erwähnenswert sein, mich nervt es "in Summe" so sehr, dass KDE für mich absolut nicht einsetzbar ist. Ich würde mir wünschen, dass die Youtuber, die aktuell viele Distros "testen" auch mal ein wenig mehr in die Tiefe gehen und etwas mehr zeigen als nur die Grundfunktionen einer Oberfläche, die sowieso funktionieren.

    PS.: Ich will niemanden angreifen mit meinen Aussagen. Habe nur meine Empfindungen während meiner Tests dargestellt.