Beiträge von diabolusUmarov

    Mahlzeit!

    Ich will auch mal was hier schreiben und ich habe auch ein gutes Thema.

    Zugegeben, im Ursprung habe ich mit Schedule I geholt, weil es überall quasi Viral aufgetaucht ist und offensichtlich viele an diesem Spiel Interesse haben. Das nahm ich als Hinweis, dass dann bestimmt auch ein paar Lets Plays davon sehen wollen. In den Videos selbst hat mich das Spiel noch nicht so besonders abgeholt. Drogen anbauen und verticken, nicht so ganz meine Welt. Dazu noch ein Wohnmobil? Breaking Bad lässt grüssen.

    Nun haben Gwen und ich ja angefangen es zu spielen und schon nach den ersten paar Videos hatte ich so den Wunsch, es auch Offscreen zu zocken. Aber ja, die liebe Zeit. Doch dann kam Gwen und regte an, wir könnten es ja Offscreen zusammen spielen. Die Idee gefiel mir, also haben wir es umgesetzt. Die Idee dahinter war auch, wir könnten ja unser Spiel dann ebenfalls auf zwei Rechnern aufnehmen mit zwei Cams. Leider ist ihr Laptop dafür aber zu schwach.

    Mittlerweile haben wir wirklich viele Stunden in das Spiel versenkt. Insgesamt, mit den Videos, sind wir bei runden 100 Stunden. Eigentlich ein Problem, da ich deshalb mittlerweile schon einige Nachtschichten einschieben musste, was schlecht für meinen Schlaf ist. Das ist aber ein anderes Thema.

    Was kann ich jetzt zu dem Spiel sagen? Nun, es ist überschaubar vom Umfang her. Das Spielprinzip ist relativ simpel, die Möglichkeiten in der aktuellen Version relativ mager. Es gibt nur ein paar Locations, die man sich kaufen kann, eine begrenzte Anzahl an Autos, deren Nutzen auch nicht unbedingt sinnvoll ist, der Kundenstamm hält sich, aufgrund möglicher Dealer, ebenfalls in Grenzen. Lediglich die Anzahl an Kombinationsmöglichkeiten mit den Drogen ist fast schon übertrieben.

    Nichts desto weniger hat das Spiel einen richtigen Suchtfaktor. Man macht eigentlich immer das Gleiche, hat irgendwann sehr viel Geld, welches man aber nicht wirklich braucht und dennoch will man einfach weiterspielen. Dabei kann ich nicht einmal sagen warum. Es ist einfach so. Wir wollen einfach weiterspielen. Zwar gab es schon hier und da Momente, wo wir uns das nächste Update herbeigesehnt haben, aber dennoch war noch nicht der Punkt erreicht wo einer gesagt hätte, er hat keine Lust.

    Was dieses Spiel bisher von anderen Spielen deutlich abhebt, sind die Mini-Games im Spiel. Eigentlich besteht das Spiel in grossen Teilen nur daraus. Drogen anpflanzen, ernten, verpacken usw. Alles ist ein kleines, liebevoll gemachtes Minispiel. Liebevoll ist hierbei ganz gross geschrieben. Jede Station, an der man etwas machen kann, hat seine eigene Mechanik. Sei es, die Drogen per Hand in ein Tütchen zu packen, die Tüten mit der Erste aufreissen oder das Plopp, wenn man einen Behälter für Samen öffnet. Auch die Meth Produktion ist echt schön gemacht. Man muss zum Beispiel auf die Temperatur achten oder das fertige Meth dann mit einem Hammer zerschlagen. Wirklich schön gemacht mit viel Liebe zum Detail.

    Darüber hinaus hat das spiel eine fast schon atemberaubende Atmosphäre. Jeder Charakter in diesem Spiel spawnt nicht einfach am Treffpunkt und verschwindet nach dem Deal einfach wieder. Nein. Alle in dem Spiel sind dauernd irgendwo anzutreffen. Lucy zum Beispiel wohnt neben dem Diner, arbeitet in der Apotheke und verbringt seine Mittagspause auf einer Bank neben dem Basketball Platz. Macht man mit ihr einen Deal ab, kann man sie beobachten, wie sie zum Beispiel ihre Arbeit verlässt, den Weg zum Deal läuft und dann dort wartet. Im Anschluss kehrt sie dann wieder zu ihrer Arbeit zurück.

    Das gilt wirklich für alle vorkommenden Charaktere. Der eine arbeitet im Tattoo laden, Meg findet man über Tag in der einen Tankstelle und in der Nacht in der anderen. Anna arbeitet beim Frisör, Hank, Ray und Herbert haben ihr eigenes Geschäft usw. Das witzige ist, haben die während der Arbeitszeit einen Deal, sind ihre Läden auch wirklich leer. Will man zum Beispiel bei Handy Hank Erde oder so kaufen und der hat gerade einen Deal, muss man dann doch zu Dans Hardware, weil Hank eben gerade nicht anwesend ist. Klauen kann man dann aber auch nicht.

    Auch allgemein sind das nicht einfach NPCs, die einfach da sind. Die haben alle einen eigenen Tagesablauf. Dan von Dans Hardware zum Beispiel, geht nach seiner Schicht hinter seiner Kasse weg, verlässt den Laden und läuft nachhause. Hank von Handy Hank macht das Gleiche. Doch der steigt danach in sein Auto und fährt nachhause. Die Leute sitzen im Taco Tickles zum essen, gehen wegen ihrer Wäsche in die Laundery, gehen ins Casino setzen sich in den Park usw. Der eine schaut mal auf sein Handy, andere fahren mit ihrem Auto rum, kurz gesagt, die ganze Stadt ist wirklich lebendig. Im Gegensatz zum Beispiel vom Supermarktsimulator gibt es jeden Charakter auch nur einmal. Beim Supermarkt laufen die Leute auch dauernd draussen rum, wiederholen sich dabei aber immer wieder. Hier gibt es jeden nur einmal und jeder hat sein eigenes "Leben" in dieser Stadt. Das macht alles irgendwie so viel realer.

    Spannend ist das Spiel dabei im Grossen und Ganzen nicht. Es gibt die Ausgangssperre von 9 Uhr Abends bis 5 Uhr Morgens. Wird man da draussen erwischt, was allerdings nur für die Spieler gilt, wird man gesucht und im schlimmsten Fall verhaftet. Man findet aber schnell Wege, wie man seinen Status wieder loswerden kann. Darüber hinaus ist die Polizeipräsenz über Tag wirklich abartig hoch. Überall laufen Polizisten im Doppelpack rum. Ab 9 stehen sie aber nur noch an genau einer Position. Das heisst, die ganze Ausgangssperre ist eigentlich für die Katz. Es gibt unendlich viele Schleichwege, an diesen Polizisten vorbei und mit einem Auto ist man auch schneller dran vorbei, als sie einen erwischen und wenn doch ist man schnell genug weg, so dass sie einen im Regelfall nicht verhaften. Das macht die Sache etwas, sagen wir mal unspannend. Waren wir am Anfang noch erpicht, unser Kram vor 9 Uhr auf die Reihe zu kriegen und dann den Wohnort nicht mehr zu verlassen, sind wir mittlerweile noch bist tief in die Nacht unterwegs. Teils zum Dealen, teils für die Produktion. Die Uhr bleibt dabei um 4 Uhr Morgens stehen, man kann aber dennoch die meisten Dinge erledigen. Pflanzen und so wachsen zwar nicht, aber die Trockungsstationen laufen noch, man kann abpacken, Ballen pressen usw. Selbst die Tankstellen bleiben geöffnet und man kann Samen und sonstige Substanzen bei den entsprechenden Händlern kaufen.

    Was in dem Spiel auch wirklich gut gemacht ist, sind die Arbeiter, die man sich holen kann. Die haben zwar hin und wieder kleine Bugs, wenn sie sich irgendwo fest klemmen, davon aber aus ist die Möglichkeit, wie man diesem die Arbeit und alles zuordnen kann wirklich gut gemacht und bietet die Möglichkeit, eine richtige Produktionskette zu automatisieren. Das ist etwas aufwendig, funktioniert aber tadellos.

    Alles in allem kann ich nur sagen, dieses Spiel punktet mit seiner Liebe zum Detail. Mit einer überschaubaren Palette an Möglichkeiten, die sind dafür aber durchdacht und funktionieren hervorragend. Zudem muss man bedenken, wenn sich daran nichts geändert hat, wird dieses Spiel von einer einzigen Person entwickelt. Hier scheint auch das Augenmerk auf Qualität statt Quantität zu liegen. Anstatt zu Beginn eine riesige Welt mit schier unerschöpflichen Möglichkeiten anzubieten, die dann womöglich überall an echten Problemen leiden, ist hier alles noch in einem eher begrenzten Rahmen, wirkt aber fertig entwickelt. Hier und da mit kleinen Kinderkrankheiten, die ich als Entwickler aber wohlwollend in Kauf nehme. Man kann einfach nicht jede Verhaltensweise und jede Möglichkeit des Spielers vorhersehen.

    Durch den grossen Erfolg des Spiels sehe ich die Zukunft auch absolut positiv. Im nächsten Update soll unter anderem rivalisierende Banden oder Kartelle eingefügt werden, was dem Spiel mehr Spannung verschaffen könnte. Aber auch hier gebe ich dem Entwickler einen dicken Daumen nach oben. Nach Plan soll jeden Monat ein grosses Update eingespielt werden. Aktuell ist der späte Juli angepeilt. Nun, später Juli haben wir schon und ein Release-Datum wurde noch nicht bekannt gegeben. Tatsächlich stimmt mich das jedoch positiv. Anstatt ein fixes Datum zu nennen und dann vielleicht etwas zu veröffentlichen, was noch nicht fertig ist, scheint der Entwickler sich hier die Zeit zu nehmen. Mir persönlich ist es um Längen lieber, dass man sich die nötige Zeit nimmt und das Release-Datum für ein Update nach hinten rutscht, als wenn man etwas unter Druck entwickelt und dann halbfertig auf die Spieler loslässt. In wie vielen Spielen hatte ich das schon, dass mit jedem grösseren, pünktlichen Update mehr Probleme aufgetaucht, als verschwunden sind. Nein, nein. Wenn er noch Zeit braucht, dann soll er sich die Zeit nehmen, wenn dann hinterher das Update den Spielgenuss weiter erhöht und nicht den Frust-Faktor.

    Bliebe noch der Mehrspieler-Modus. Im Gegensatz zu den Meisten anderen Spielen benötigt man keinen Server. Server kann man ohnehin derzeit nur per Mod realisieren. Das heisst, einer macht den Host und die anderen treten bei. Das führt allerdings hier und da auch zu Problemen. Mitspieler fliegen gerne mal raus, was wahrscheinlich auf die Internetverbindung zurückzuführen ist. Das an sich wäre eigentlich nur nervig, doch hat es einen unangenehmen Nebeneffekt. Tritt der Spieler wieder bei, ist sein Inventar leer. Das ist gerade in der Anfangsphase wirklich ein Problem, wenn ein Spieler gerade mit massenhaft Ware unterwegs ist und die ist dann weg. Auch das Bargeld ist dann in aller Regel futsch. Gerade am Anfang ist das nicht nur ärgerlich, sondern kann auch zu einem echten Problem mutieren. Man hat vielleicht einige Deals angenommen, hat den aktuellen Warenbestand dabei und fliegt dann raus. Die Deals bleiben bestehen, aber man hat keine Ware mehr. Die Deals gehen dann also flöten, was sich unter Umständen negativ auf das Wohlwollen der Kunden auswirkt. Hier heisst es also geschickt handeln. Immer nur das dabei haben, was auch wirklich notwendig ist und dessen Verlust man verschmerzen kann.

    Noch eine, sagen wir mal Unzulänglichkeit beim Mehrspieler. Zu zweit ist das okay. Einer kümmert sich um die Drogen, der andere geht dealen. Doch schon ein dritter Mitspieler lässt dann Langeweile einkehren. Zumindest am Anfang. Man hat eine begrenzte Anzahl an potentiellen Kunden. Zudem gibt man ja auch noch Kundschaft an Dealer ab. Dann tritt, zumindest am Anfang, schnell der Punkt auf, wo einer dealt, einer pflanzt und der Dritte im Bunde nichts zu tun hat. Später im Spiel, wenn die Produktion entsprechend gross ist, wirkt sich hier aber der Platz aus. Man kann nicht die komplette Produktion in eine Location verlagern. Kann man schon, aber dann ist die Ware knapp. Das heisst, früher oder später fängt man an, die Produktion zu verteilen. An dem einen Standort wird nur gepflanzt, an einem anderen getrocknet und am nächsten verpackt. Dann muss man aber dafür sorgen, dass die abgeernteten oder produzierten Drogen von A nach B kommen und dann womöglich auch noch nach C. Will man die ganze Palette, also Gras, Meth und Kokain anbieten, wird das schon eine stressige Angelegenheit. Dabei rede ich noch gar nicht vom mixen. Hier sind denn drei Spieler oder womöglich mehr keine schlechte Idee.

    Mein Fazit. Für jeden, der gerne ein Geschäft aufbaut, Minispiele und ähnliches mag, dabei aber keine Lernkurve will, nach welcher man eigentlich den Doktor-Titel verliehen kriegen sollte, der ist bei Schedule I mehr als gut aufgehoben. Der Preis ist auch nicht dramatisch, meiner Meinung nach und der Suchtfaktor wirklich hoch. Gerade wenn man es mit anderen Spielern spielt, vergehen die Stunden da sehr schnell, auch wenn man eigentlich dauernd das Gleiche tut.

    und dies ist ja auch richtig so - sonst stellt man nach 10 Jahren plötzlich ferst, dass der weibl. Chat-Partner doch ein Mann ist*

    Bei uns im Eck war der Chat von Radio Salü eine ganze Zeit extrem beliebt. Das war noch die Zeit, wo nicht jeder eine Digitalkamera, Handy mit Kamera oder einen Scanner hatte. Ich hatte dort immer richtig meinen Spass. Fakes entlarven. Ach, war es so schön. Kiddis, die sich als Frau ausgegeben haben. Fast alle waren ca 170 gross, natürlich lange Haare, 50 Kg mit mörderischer Oberweite. Das war dann immer mein Einstiegspunkt. Ja, wie gross ist denn gross? Was spricht denn der BH. Oh, 105b. Oder 100a, 95c usw. Ich fand es so herrlich. Einfach angemerkt, dass das ja nicht ganz so gross ist. Ach, kommt immer drauf an, wie der BH ausfällt. Und dann sind die Zahlen gestiegen. Zum schreien echt. Keine Ahnung von nichts, aber dicke Backen machen. Auf den Hinweis, dass man bei 50 Kg wohl kaum einen Unterbrustumfang von 105 zustande bringt, kamen so tolle Ausreden. Okay. Einmal bin ich dann doch voll auf die Nase gefallen. Ich hielt einfach 60 Kg mit 95dd für sehr unwahrscheinlich. Doch die Dame lud zu einem Treffen ein und na ja, ich lag falsch. An dem Hering hingen wirklich solche Geräte. Das sah dann aber doch auch irgendwie merkwürdig aus. Aber egal. Ich hatte in der Zeit wirklich viel Spass im Chat.

    dass ihr ein Onkel aus Afrika hunderttausende Dollar vererbt hätte

    Japp, so einen Fall kenne ich. Aber ein Öl Scheich, welcher vor seinem 21 Geburtstag 10 Mio verschenken muss, sonst wird er enterbt. Selbstverständlich hätte mein Bekannter erst einmal 5.000€ überweisen müssen, um die Transaktion in die Wege leiten zu können und der Schlumpf war schon drauf und dran sein Auto zu verkaufen und hatte schon Pläne, was er mit den 10 Mio machen wird. Für Argumente war der nicht zugänglich. Erst die Frage, warum jemand der 10 Mio verschenken kann, nicht die 5.000 für die Transaktion aufbringen kann, hat sein Gehirn angefangen zu rattern. Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob der es nicht doch gemacht hätte. Zum Glück brachte der die 5.000 nicht zusammen vor dem Stichtag.

    Glaub mir, ich mich auch. Zumal gerade die eine von der Sorte ist, die noch nicht einmal sexuell bezogene Witze unkommentiert lassen kann und falls mal wirklich das Thema Sex in der Runde auf dem Tisch liegt immer die Anmerkungen, dass man über so etwas nicht spricht. Dann aber Angst haben. Man sagt ja, stille Wasser sind tief. Aber die, die noch erzählen das sie still sind, scheinen abgründig zu sein.

    Ach, hab ich ja ganz vergessen dazu zuschreiben. Ich hab sie auch gefragt, wen sie auf dem PC alles als Kontakte irgendwo gespeichert hat. Keine. Kopfschütteln bis zum Schleudertrauma.

    Da hast du natürlich nicht Unrecht. Gerade mit Autos hatte ich da schon echt tolle Tricks, wo mir in der Werkstatt dies und das erzählt wurde, was ja eine Menge kostet, dann aber was anderes gemacht wurde.

    Das mit den Sternen ist natürlich auch richtig. Trifft auf den auch im Grunde zu, nur anstatt Sterne ist es Musik. Der hat da Mischpulte und keine Ahnung was alles, da stehe ich davor wie ein Ochse und warte auf Heu.

    Ich sehe das Grundproblem aber in dem Verhalten, da steht Bank oder Rechnung und dann hakt der logische Verstand einfach aus. Wenn ich doch noch nie etwas mit der ING-Diba zu tun hatte, dann muss da doch ein Haken sein. Wenn ich eine Rechnung von einer Firma bekomme, von der ich noch nie gehört habe, kann da doch etwas nicht stimmen.

    Da habe ich noch einen wirklich witzigen Fall, der nur bedingt was mit Computer zu tun hat. Der gleiche Bekannte hat vor einem Jahr oder so ein Schreiben per Post von Riverty bekommen. Das ist unter anderem ein Inkasso. Dort wurden ihm irgendwas um die 30€ für eine nicht bezahlte eBay Monatsgebühr berechnet. Ich muss dazu sagen, dieser Mann meidet eBay. Der war noch nicht einmal dort auf der Seite. Der kauft alles bei Amazon. Der gesunde Menschenverstand würde jetzt sagen, ich hab noch nie irgendwas mit eBay zu tun gehabt, habe dort kein Konto usw. da muss ein Fehler vorliegen. Was macht er? Geht zur Bank und bezahlt. Erzählt mir dann etwas später, dass sein Misstrauen gegenüber ja begründet ist, wenn die so ein Mist bauen. Es gab natürlich eine Diskussion und die gipfelte in einer E-Mail an Riverty. Wohl gemerkt, über die Adresse von deren Homepage. Die Antwort war, wie ich es mir gedacht habe. Dort gibt es weder dieses Aktenzeichen, noch ist mein Kollege dort bekannt. Also Fake. Uns wurde auch mitgeteilt, dass offensichtlich viele dieser Schreiben im Umlauf sind und auch schon Anzeige dahingehend erstattet wurde. Tja, 30€ verschenkt.

    Mahlzeit!

    Morgens knapp halb zehn in Deutschland.

    Das das grösste Sicherheitsrisiko vor dem PC sitzt, konnte ich heute wieder am Live und in Farbe bewundern. Denn heute Morgen bekam ich schon zwei Anrufe, dabei ruft mich so gut wie nie jemand an, da ich wirklich, wirklich ungern telefoniere.

    Anruf 1, eine Bekannte, die immer auf sehr konservativ und angepasst macht:
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    Ich brauche Hilfe. Weisst du, wie ich BTC kaufen kann?

    Warum?

    Jemand hat meinen PC gehackt und sagt, er hat Bilder und Videos gemacht und will die jetzt an alle in meinen Kontakten schicken.

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    Das Gespräch ging natürlich noch weiter. Vielleicht kennt ja von euch jemand diese Mail. Ich bekomme die so drei bist vier Mal in der Woche. Das Witzige ist, genau so etwas hatte ich vor Jahren schon von einer anderen Dame. Die hatte aber wenigstens einen Laptop mit integrierter Kamera, während diese Dame an ihrem PC gar keine Webcam hat. Das weiss ich, denn ich habe ihr den PC damals eingerichtet. Es ist also schon technisch unmöglich, dass sie bei ihren Aktivitäten am PC gefilmt wurde. Wo ich mich aber in beiden Fällen vor lachen unter den Tisch rollen könnte, auf welchen Seiten treiben sich diese Damen rum, dass sie so in Panik verfallen? Ich konnte sie dann beruhigen und sie davon abbringen, ihr Erspartes in BTC umzusetzen. Es zeigt mir aber mal wieder, wie trotz Aufklärung die Nutzer immer noch auf solche Mails hereinfallen. Die psychologische Wirkung ist ungebrochen. Denn auch wenn sie, was sie ja offensichtlich tut, in ihrer Freizeit an ihrem PC auch verruchte Seiten nutzt, hat sie trotzdem keine Webcam und hätte schon an diesem Punkt stutzig werden müssen. Das aber nun schon die zweite Frau deshalb so panisch wird, finde ich belustigend und auch interessant.


    Anruf 2, ein Herr gehobeneren Alters, dem ich eigentlich Verständnis und objektive Denkweise zuschreibe:

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    Ich habe ein Problem. Die Bank hat mir geschrieben, es lägen Unstimmigkeiten in meinem Zugang vor und ich soll mich einloggen, um das zu prüfen. Aber egal wann ich auf den Link klicke, ich komme nicht in den Account. Immer ist Login oder Passwort falsch.

    Welche Bank?

    ING-Diba

    Du bist doch bei der Sparkasse. Hast du überhaupt ein Konto dort?

    (Kurze Denkpause)

    Nein, hab ich nicht.

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    Ich kenne diese Mails. Die sind optisch wirklich gut gemacht. Gibt es eben von ING-Diba, Commerzbank und diversen anderen. In den letzten Jahren hatte ich leider oft solche Hilferufe. Die Leute lesen nur Bank, Problem und fürchten sofort um ihr Geld. Die Psychologie scheint hier so hart zu reagieren, dass überhaupt nicht nach der Bank selbst geschaut wird. Denn schon da müsste doch den Benutzern klar sein, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Wenn man kein Konto bei einer solchen Bank hat, dann muss doch bei der Mail irgendwas faul sein. Aber nein, der unbedarfte Benutzer versucht sofort, dass Problem zu lösen.

    Jetzt muss man sich im vorliegenden Fall mal die Konsequenzen überlegen. Der klickt also auf den Link. Für einen Phischer schon ein klares Zeichen, die Mail Adresse ist aktiv, schon bringt sie auf dem Schwarzmarkt mehr Geld und womöglich kommt jetzt bald im Sekundentakt Spam. Noch problematischer ist, der hat jetzt mehrfach seinen Benutzernamen und sein Passwort auf der Seite eingetragen. Ergo, irgendwer hat nun diese Daten in seiner Datenbank und muss nur noch die einzelnen Banken abgrasen, diese Daten dort eintragen und irgendwann ist er drin und dann ist das Geld auf der richtigen Bank wirklich in Gefahr. Zum Glück konnte ich den dann davon überzeugen, sofort seine Daten bei seiner Bank zu ändern. Hat er getan, hat auch sein Konto gecheckt und dort ist noch alles in Ordnung.


    Ganz ehrlich. Mir geht das nicht in den Kopf. Spam, Phishing und Co sind kein neues Phänomen. Eigentlich ist es schon ein Urgestein. Aufklärung zu dem Thema gibt es seit vielen, vielen Jahren und wenn ich jemandem mit seinem PC helfe weise ich auch immer eindrücklich und mehrfach daraufhin, nie irgendwo auf einen Link zu klicken. Es sei denn natürlich, man hat sich irgendwo registriert, soll sie E-Mail bestätigen und die kommt auch wirklich von der Seite, wo man sich angemeldet hat. Davon ab ist meine Botschaft aber immer klar. Kennst du den Sender nicht, klick niemals auf einen Link und schon gar nicht, wenn du dich über den Link anmelden sollst. Aber, aus irgendeinem Grund bleibt das nicht hängen.

    Über die Jahre hatte ich in dem Zusammenhang eigentlich schon alles. Da kommt eine Mail mit einer angehängten Rechnung. Was tut man? Man klickt auf die Rechnung. Weil Rechnung hat etwas mit Geld zu tun und da muss man sofort handeln. Ob nun die Mail von irgendeinem Vertrieb kommt, von dem man noch nie gehört hat spielt keine Rolle. Da spielt Rechnung, die wird geöffnet. Was passiert? Rasomeware, neue Toolbars im Browser, seltsames Verhalten des PCs, ungewöhnlich hoher Netzwerktraffic und was weiss ich. Natürlich wird auch der dringliche Hinweis, wichtige Daten immer auf einem Wechseldatenträger zu sichern ignoriert. Oder, er wird befolgt, doch der Wechseldatenträger bleibt einfach immer angeschlossen. Warum? Weil es nervig ist, immer erst das USB-Kabel einzustecken. Mein Mitleid hält sich dann immer stark in Grenzen.

    Auch ein wiederkehrendes Verhalten, wo ich immer nur mit dem Kopf schütteln kann. Es gibt ja dann auch gerne Leute, die auf die Sicherheit ihres Systems Wert legen. Da wird dann Monat für Monat Geld für Software ausgegeben, damit man auch ja von Viren und Co geschützt ist. Doch, was nützt das? Dann kommt so eine Mail, man klickt auf den Anhang und ich werde dann angerufen, weil man zum Beispiel eine Rechnung nicht öffnen kann, da der Virenscanner dann immer anschlägt. Doch, anstatt in dem Moment seinen Verstand einzuschalten, werde ich kontaktiert mit der Frage, wie man diese Meldung umgehen kann. Man muss ja schliesslich zum Beispiel an diese Rechnung kommen. Aus irgendeinem mir nicht nachvollziehbaren Grund, hakt auf einmal das logische Denken aus. Da schickt jemand, von dem man noch nie etwas gehört hat, eine Rechnung. Schon da müsste man aufmerksam werden. Klickt man dann doch auf die Rechnung und der Virenschutz springt an, müsste man ebenfalls stutzig werden. Aber nein. Für den Verstand zählt aus irgendeinem Grund nur, warum man diese Datei nicht öffnen kann. Auch wird dann gerne über den Virenschutz geflucht, der einem aber unter Umständen gerade den Arsch gerettet hat.

    Vor einigen Jahren war es richtig übel bei Facebook. Als ich dort noch reingeschaut habe, kamen von einigen Leuten aus meiner Liste auf einmal Werbelinks über den Messenger. Meist kurz darauf gefolgt mit der Aussage dieser Leute, dass ihr Account gehackt wurde. Der Grund war immer der Gleiche. Es kam eine Mail vermeintlich von Facebook mit auffälligen Aktivitäten im Account und dem Hinweis, wenn man sich nicht über den Link einloggt, wird der Account gesperrt. Zu der Zeit die Lebensader vieler, vieler Menschen. Natürlich wird dann da panisch drauf geklickt, man kommt auch zu einem wirklich gut nachgebautem Facebook, dort gibt man seine Daten ein, geht aber nicht. Die Seite leitet dann auf das echte Facebook um und schon geht der Login. Der vermeintliche Nutzer wähnt also den Fehlversuch in einem Tippfehler.

    Ja. Das ist hacken in Reallife. Nicht dieses hektische Getippe, wo dann dutzende Fenster auf dem Bildschirm aufgehen, irgendwas läuft und auf einmal ist man drin. Nein. Man schickt eine Mail und bekommt was man will. Warum denn den PC auf Schwachstellen prüfen, einen Weg finden diese zu nutzen und dann auch noch gegen Virenscanner, Firewalls und Co antreten, wenn doch die grösste Sicherheitslücke vor dem PC sitzt? Die bereitwillig ihre Sicherheitsvorkehrungen aushebelt?

    So. Das musste ich jetzt einfach mal loswerden. Mein Verständnis schlägt im roten Bereich an und kommt nicht dahinter.

    Dabei spielt es sicher eine Rolle welche Hardware man einsetzt

    Das ist garantiert mit ein entscheidender Punkt.

    Verständnis bei evtl. Problemen hat, und ob man gewillt ist sich intensiver mit Arch zu beschäftigen.

    Bedingt. Ein Verständnis für Probleme kann bei keinem OS schaden, denn jedes kann mal irgendwo zicken. Gleiches gilt auch für das beschäftigen. Wobei ich mich auch erst da intensiver mit Arch beschäftigt habe, als es schon eine Zeit lang lief und ich Interesse an Basteln hatte.

    dass der Prompt und das Modell hinter der KI essentiell sind

    Absolut richtig. So bescheuert es klingt, wenn man mit der KI freundlich "spricht", sind die Antworten oft ausführlicher und besser, als wenn man Befehlston verwendet. Ob das jetzt absichtlich so ist oder durch die Trainingsdaten entstanden ist weiss ich nicht. Ich behandle ChatGPT immer so, als wäre es ein Programmierer bei mir, den ich im Hilfe bitte.

    Bei Chat-GPT hängt die Qualität der Antwort ebenfalls ganz entscheidend auch von dem Modell ab

    Das ist richtig. Sobald ich die Meldung bekomme, dass mein Kontingent bis xx:xx Uhr aufgebraucht ist, ist die Unterhaltung beendet. Ab da kommt einfach nur noch Schwampf. Ausserdem funktionieren dann die Canvas nicht mehr und die sind zum Coden essentiell.


    Aber zurück zum Thema. Wie wird denn die virtuelle Maschine bei dir gestartet? Geht einfach ein Fenster auf? Wenn ja, schau mal, ob du das auf Spice umstellen kannst. Dann brauchst du zwar noch einen Viewer, aber ich habe nur positive Erfahrungen damit gemacht. Früher habe ich alles über VNC gemacht. Bis ich dann mal Sound von meinem Proxmox wollte. Bin gewechselt und seither nutze ich das nur noch. Gibt es auch oft extra Treiber dafür.

    Meistens sieht die Realität anders aus

    Das ist richtig. Wie heisst es so schön? Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen.


    Ich kann die Vorgehensweise durchaus nachvollziehen. Alles soll möglichst aussehen wie aus einem Guss, auch wenn viele verschiedene Tools eingebunden werden. Zudem soll alles so benutzerfreundlich wie möglich sein und am Besten noch Idiotensicher. Robust soll es sein, höchste Funktionalität bei geringstem Aufwand bieten. Womöglich auch noch so viele Leistungsanpassungen wie möglich fürs Gaming bieten.

    kann gut sein, dass dann ICH dann der "Fehler im System" war

    Ich kann mir aber in der Tat vorstellen, dass die Probleme mit den Anpassungen der verschiedenen Distributionen zu suchen sind. Da wird meiner Meinung nach oft viel verbogen und geändert, was allerdings in der Regel auch einen Grund hat und nicht willkürlich ist und wenn da ein Update was ändert, kommt es zu Problemen. Die sind wahrscheinlich auch gar nicht mal so gravierrend. Man müsste sie nur finden und wahrscheinlich über ein Installationsmedium via chroot dann lösen. Die Ironie dabei ist dann aber die. Die Macher eine solchen Distribution wollen ja eigentlich, dass ein Benutzer genau so etwas nicht machen muss. Also händisch irgendwo eingreifen.

    Ich weiss jetzt nicht genau, wie du gegenüber KI eingestellt bist. Aber auch bei qemu hat mir ChatGPT mit den Einstellungen schon sehr geholfen. Deepseek hingegen hat mir ein komplettes Startskript zerschossen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei VirtualBox eine anscheinend unscheinbare Einstellung viel verändern kann. Ich bin aber zu lange weg von VirtualBox, um die da einen fundierten Rat geben zu können. Deshalb meine Anregung zu einer KI. ChatGPT ist da oft fast schon erschreckend präzise.

    Als Beispiel kann ich da Virtual Studio Code nennen. Ich bin anhänger der BSD bzw. Allman-Formatierung. Also die geschweifte, öffnende Klammer kommt bei mir der Lesbarkeit halber in eine eigene Zeile. Ich habe mich in den Einstellungen wund gesucht, wie ich das korrekt umstellen kann und bin gnadenlos gescheitert. ChatGPT hat mir in ganz banalen Schritten die richtigen Einstellungen gezeigt. Die hätte ich ohne nie gefunden.

    Das wäre meine.

    hatte da doch öfter Probleme (updates - Ende-Gelände^^)

    Ohne das ich jetzt Arch verteidigen will, man liest es ja schliesslich doch immer mal wieder, zumindest bei Arch basierten Distros. Ich kann das einfach nicht nachvollziehen. Ich all den aktiven Jahren hat nicht in Update mein System beeinträchtigt. Okay, es gab schon hier und da mal ein paar Probleme mit dem AUR, weil da ein Paket raus genommen wurde und yay deshalb nicht fertig updaten wollte. Aber das war mit der Deinstallation dieses Paketes erledigt und hat auch nie irgendwo Auswirkungen auf das System gehabt. Wobei ich auch dazu sagen will, deinstallieren im OWU-Style. Also per GUI ohne basteln. Mein Futro läuft ja jetzt auch schon einige Zeit und hat schon viele Updates hinter sich, genau wie der eine Laptop.

    Der Minimalismus ist gar nicht so selten in einigen Distributionen. Bunsenlabs ist dabei aber trotzdem noch "luxuriös" zu bedienen. Das fasziniert mich so daran. Es ist klein und so unglaublich fix, aber benutzen kann man es ganz herkömmlich. Das habe ich so noch bei keiner anderen Distribution gesehen. Ich hab meine "Reisetasche". Die hab ich immer dabei, wenn ich irgendwo hin gehe. Da ist unter anderem mein Vaio Laptop drin. Eben Pentium M, 1GB Arbeitsspeicher usw. Allgemein nutze ich den eigentlich immer dann, wenn ich unterwegs bin, langeweile hab und dann damit auf meine Entwicklerumgebung gehen und arbeiten kann. Der war aber auch schon öfters im Einsatz, wenn jemand mal schnell was im Netz suchen wollte und so. Kam noch nie von irgendeiner Seite, dass das Ding aber langsam ist oder so.

    Hat jetzt zwar nichts mit dem Thema zu tun aber ich habe Open Clip Art Library gelesen. Das waren noch Zeiten mit diesen CDs. Hab ich schon unterm Amiga benutzt. Du hattest hunderte von Bildchen und die waren, damit man sie auch sicher auf die CD brennen konnte, alle auf Urheberrecht geprüft. Das war toll. Heute muss man im Netz ja doch vorsichtig sein.

    es geht darum den alten Laptop weiter am Leben zu erhalten (Stichwort: Nachhaltigkeit)

    Da ist meine Erfahrung ganz klar, wenn nichts mehr geht nimmt man Bunsenlabs. Keine Ahnung wie die das anstellen, aber das läuft selbst auf einem Pentium M noch hervorragend.

    da ich es irgendwie in die Richtung von Ordnerberechtigungen eingeordnet hatte

    Das ist lustig. Denn meine ersten Berührungspunkte mit chroot haben mich ebenfalls in diese Richtung denken lassen. Ich hatte dabei das Wort zerpflückt, wenn auch falsch. ch kenne ich von changedirectory, also chdir oder cd eben. Root ist der Administrator. Aber anstatt changeroot darauf zu bauen habe ich changedirectoryroot draus gebastelt und ging davon aus, dass man damit in einen Ordner mit Root-Rechten wechseln kann, ohne sudo oder su. Für mich hat das Sinn ergeben bei Ordnern, wo man mit ls den Inhalt nicht auslesen kann, wenn man die Rechte nicht hat. Ich wurde dann eines besseren belehrt.

    wenn man direkt zum Chef gehen kann

    Wie ich ja geschrieben habe. Wenn man sich Tipparbeit sparen will.