Du hast meine Antwort schon gegeben. Flatpak, Distrobox, Podman...
Ich habe nichts dagegen, verwende auf meinen Servern ja eigentlich auch immer Docker für die Anwendungen und baue mir meine Container in der Regel auch selbst. Auch unter Void setze ich Flatpak ein, wenn es die benötigte Software nicht in den offiziellen Paketquellen gibt.
keine Abhängikeit zu System oder anderen Programmen
Hier kommt aber der Knackpunkt. Was brauche ich dafür eine Distro? Das kann ich unter jeder machen. Selbst Gentoo könnte ich bis zum Desktop installieren und dann so betreiben. Auf meinem Pi zum Beispiel läuft PiOS, auf einem meiner Server Arch. Aber das spielt keine Geige, da ich eben dort vorwiegend Docker verwende. Das Betriebssystem dient dort also nur dazu, docker zu starten. Genau deshalb setze ich auf den Servern auch Docker ein. Damit mir das OS egal ist. Sollte das aus irgendeinem Grund mal den Dienst quittieren installiere ich es einfach neu bis Docker drauf ist und kann dann wieder meine Container starten.
Vielleicht bin ich einfach altmodisch, aber auf meinen eigentlichen Arbeitsgeräten will ich schon, dass die Software nativ eingebunden ist. Warum? Weil ich dann nicht für jedes Programm ein eigenes OS mitschleppen muss. Weil ich mir dann sicher sein kann, dass die Software auch auf alle notwendigen Laufwerke ohne explizite Rechtevergabe zugreifen kann. Weil dann die Performance besser ist. Stichwort zocken. Als ich zu Arch gewechselt bin hatte ich Steam zu Beginn auch mit Flatpak laufen. Lief zwar, aber die FPS waren nicht so wie unter Gentoo zuvor. Ausserdem fand ich es etwas merkwürdig, dass zum Beispiel Nvidia einmal auf meinem System und dann wieder im Flatpak akualisiert werden musste. Ich also 2x den Treiber drauf hatte.
Ich sehe kein Problem darin, mit Flatpak und Co Software zu installieren, die es in den offiziellen Paketquellen nicht gibt. Aber das Betriebssystem zum Starter für Flatpak zu degradieren halte ich für fragwürdig. Kann man machen, kann seine Vorteile haben, frisst aber Speicherplatz und Ressourcen. Zudem, wie ich ja schon erwähnte, ist es dann auch völlig egal, welche Distro man verwendet. Sie spielt in dem Szenario schlicht keine Rolle mehr. Sie muss Flatpaks installieren und starten können. Alles andere wird überflüssig und genau da behaupte ich mal, braucht man keine spezielle Distro. Denn wie schon gesagt, Ich kann bei jeder Distro einfach auf die Software aus den Paketquellen ignorieren und immer alles mit Flatpak installieren.
Wenn man es mal genau nimmt, dann kann man das Gleiche mit VoidIX machen. Installieren, was ja wunderbar funktioniert und ab da alles mit Bauh installieren. Kommt man zum gleichen Ergebnis.
Wie gesagt, ein solches Konzept hat absolut seinen Sinn, sonst würde ich es ja nicht auf meinen Servern einsetzen. Alleine schon, viele verschiedene Webserver betreiben zu können, die alle unabhängig voneinander laufen, alle ihre eigenen Module dabei haben und man bei einer Schwachstelle nicht ins ganze System kommt nebst der Robustheit, da vom OS unabhängig, ist eine wirklich tolle Sache. Oder das ich die Distro darunter einfach austauschen kann. Aber hier sollte man nicht vergessen, was ich an Ressourcen durch das Mitschleppen der ganzen OS verliere, gewinne ich durch Headless, da meine Server natürlich keine grafische Benutzeroberfläche haben. Wobei ich bei Docker den Vorteil habe, ich weiss allerdings nicht ob es Flatpak mittlerweile genauso macht, da ich in all meinen eigenen Container Alpine verwende, wird da nur einmal ein Alpine-Container benötigt. Ich schleppe also auf dem physischen Speicher nur einmal das OS mit.
Für den Einsatz als Desktop kommt mir sowas, aus genannten Gründen, nicht ins Haus. Deshalb ist mein Interesse an dieser Distro auch Null.