Beiträge von diabolusUmarov

    Basic hab ich allerdings mit dem C64 quasi abgelegt. Ich hab noch ein paar Kleinigkeiten mit AmigaBASIC gemacht, bin dann aber über ARexx doch schnell zu C. Mit Stolpersteinen da mir das mit GUI und so am Anfang schwer gefallen ist. Aber seitdem bin ich treuer C/C++ Anhänger.

    Oh man waren das noch Zeiten. Ich hatte damals den ersten Amiga500 auch eigentlich wegen den Spielen. Hab dann aber auch schnell für mich entdeckt, was man noch alles mit den Dingern machen kann. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich immer so sein wollte wie mein Papa. Also irgendwas verwalten, schreiben, organisieren. Bevor ich eine Festplatte hatte hab ich mir Workbench-Disketten gebastelt wo dann nur ein Editor drauf war oder eben so Software. Ich hab damit alles organisiert. Von meinen Videofilmen über mein Spielzeug, hab so Tagebuch geführt und dann, als ich entdeckt hatte das es zwischen Mann und Frau schöne Unterschiede gibt, auch eine Auswertung meiner Baggerversuche. Wobei sich dann auch schnell raus stellte, Schüchtern sein ist ein echter Grund zu versagen ;). Ich hatte damals auch recht schnell eine 1 MB Speichererweiterung und eine 100 MB Festplatte. Wenn ich überlege, die hat 1000DM gekostet.

    Ich hatte aber auch einen Freund mit Atari ST. Ein super Gerät wie ich fand vorallem vom Design her dem Amiga um Länge voraus, was ich auch heute noch so sehe. Auf jeden Fall waren wir damals immer belustigt, wenn dann jemand mit einem 286 ums Eck kam, der seine Spiele immer über DOS starten musste. Und die Performance, wenn der dann mal Windows 3.1 gestartet hat. Es war einfach köstlich.

    Da sieht man aber auch mal, wie schlechtes Marketing gute Produkte einfach zerstören. Von der Taskleiste mal abgesehen hatte mein AmigaOS 1.3 schon alles das, was auf dem PC erst mit Windows 95 Einzug gehalten hat. Ich konnte auf meinen Amigas immer alles das machen, was meine Kumpels auf ihren PCs auch konnten, oft nur besser und schneller und für weniger Geld. Aber eine Firma hast du damals niemals dazu gebracht, anstatt einem PC einen Amiga für die Firma anzuschaffen, obwohl man mit dem wirklich alles das tun konnte, wie mit einem PC auch. Nur für weniger Geld. Aber keine Firma wollte ein Spielgerät für die Arbeit haben. Tja, so kann es gehen. Bill Gates war einfach ein viel zu guter Geschäftsmann.

    Das finde ich immer wieder lustig. Auch wenn ich immer mal wieder damit zu tun hatte, ich kam nie aus der DOS-Zeit. Eigentlich habe ich mich damals immer darüber gewundert, warum meine Freunde auf ihren PCs immer mit DOS gewühlt haben, während ich immer alles mit Mouse und Tastatur gemacht habe. Ohne erst ein Windows starten zu müssen. Für mich ergab das irgendwie nie Sinn.

    Allerdings habe ich auch damals auf dem AmigaOS sehr oft in der Shell gearbeitet. Ich hab aber schon immer gerne getippt. Ausserdem, in allen coolen Filmen wo irgendwas mit Computern gemacht wird, tippen die Leute sich einen Ast. Natürlich total unsinniger Weise, aber irgendwie gehört das für mich zum Computer dazu.

    Ist jetzt vielleicht etwas Offtopic, aber ist ja mein Thread ;).

    So um die Zeit von Jurassic Park habe ich mir damals einen Workbench-Ersatz mit CanDo gebastelt. Damals war ich noch zu doof für C mit GUI. Da gab es dann verschiedene Knöpfe um Programme zu starten, Spiele usw. Auf der rechten Seite war oben das Jurassic Park Logo und direkt darunter hatte ich eine Shell. Das war voll witzig. Aber CanDo war nun nicht gerade Ressourcen-Schonend und in der Zeit hatte ich nur 4 MB von denen fast 2 nur für meine Oberfläche drauf ging. Also ist das dann bald wieder verschwunden. Aber cool war es trotzdem. Immer schön in der Shell randaliert.

    Also ich sage mal so. Auch wenn ich Xfce schon länger von allen meinen Rechnern geworfen habe, da es in meinen Augen seinen Status als Leichtgewicht verloren hat und ich es eigentlich deshalb dort eingesetzt habe, würde ich über die Leistungsfähigkeit von Xfce nichts negatives sagen wollen.

    Auf dem Rechner meiner Frau läuft es seit Jahren und sie hat daran nichts zu meckern. Ich kann soweit auch alle positiv genannten Punkte bestätigen. Auch kann ich nur sagen, die Zeiten, indem man mit Xfce ein Kompromiss für magere Hardware eingegangen ist, als Funktionalität zu Gunsten von Leistung getauscht hat, sind schon lange vorbei. Aber eben, in meinen Augen hat es dadurch auch seinen Platz als Leichtgewicht verloren.

    Um es mal so zu sagen. Ich habe lange Xfce zum Beispiel auf meinem Futro genutzt. Um eben Ressourcen zu schonen für Dinge für die ich diese eher brauche. Doch mit Xfce4 ist die Leistung meines kleinen Arbeitspferds immer weiter gesunken. Darüber habe ich glaube ich auch hier im Forum schon drüber berichtet. Ähnliches auch auf meinen doch sehr schwachen Laptops. Aus diesem Grund musste Xfce dann schliesslich weichen. Als Ersatz verwende ich Mate oder Lxqt. Wobei Mate jetzt auch nicht so das Leichtgewicht ist, aber auf dem Furto deutlich besser läuft.

    Auf meinem Hauptrechner beschränke ich mich gar nicht auf einen Desktop. Hauptsächlich läuft da Gnome da es mir Funktionalitäten bietet, die kein anderer Desktop vorweisen kann. Da muss ich dem Pinguin noch einmal danken, denn ohne sein Video damals hätte ich Gnome nicht die neue Chance gegeben. Allerdings ist Gnome ja ein dickes Schwein, anders kann ich es nicht sagen. Allerdings hat mein Computer offensichtlich genug Power, um selbst mit Gnome auf 3 Monitoren im Hintergrund noch jedes Spiel mit vollen Einstellungen mit über 60 FPS spielen zu können. Auch Starfield, Once Human, Prey usw. Ausser Farming Simulator 25, der will einfach nicht über die 40 FPS kommen obwohl nur 50% der Grafikkarte verwendet wird und der Prozosser quasi ignoriert wird. Achso, alles in FullHD. Mehr können meine Monitore nicht.

    Sollte ich dann doch mal mehr Power brauchen, dann wechsle ich einfach auf AwesomeWM oder Lxqt. Da geht dann die Luzi richtig ab.

    Trotzdem bleibe ich dabei. Ob KDE, Cinnamon oder Xfce. Da bekommt man schon richtig was geboten.

    Das sollte eigentlich direkt funktionieren. Schau mal ob du bei den Eingabequellen noch irgendwo Englisch drin hast. Das hatte ich mal und das wurde immer bevorzugt.

    Alternativ versuch mal folgendes im Terminal

    Code
    localectl --no-convert set-locale de_DE.UTF8
    localectl --no-convert set-keymap de-latin1-nodeadkeys
    localectl --no-convert set-x11-keymap de pc105 nodeadkeys

    Wahrscheinlich musst du das als root oder mit sudo machen. Das wäre die händische Art.

    Ich habe noch etwas entdeckt. Wenn ich nach der Installation topgrade ausführe wird mir qemu aktualisiert. Ist das Absicht? Also mich würde das jetzt nicht stören aber so für den Ottonormalanwender ist das doch etwas viel Speicherplatz oder?

    Hier fühl ich mich einfach wohl. Klingt jetzt komisch, ich weiß.

    Klingt überhaupt nicht komisch. Ist bei mir im Endeffekt genauso denn ich könnte ja zum Beispiel auch Manjaro verwenden aber es zieht mich dann doch zu Arch. Eigentlich zu Gentoo aber das habe ich ja erklärt. Genauso wie Void einfach kein Heimathafen für mich darstellt. Obwohl ich nicht sagen könnte warum.

    Tatsächlich (bei Void), dann muss ich mich wohl korrigieren.

    Bis vor kurzem hätte ich da noch zugestimmt. Aber mittlerweile ist es bei meinem Void so, dass wirklich täglich ein paar Updates reinkommen. Wohingegen sich bei Arch irgendwie die Update zu reduzieren scheinen. Hab gestern Abend das letzte Mal Updates gemacht und laut Pamac ist immer noch alles aktuell. Normalerweise beginnt der Arbeitstag mit Updates. Auch interessant.

    ich habe überhaupt keinen Grund unbedingt auf die letzte (aktuellste) Software setzen zu wollen

    Ich eigentlich auch nicht. Aber ich hatte schon immer irgendwie den Drang das es die neuste Version von irgendwas sein soll. Das war auch nicht immer ein Vorteil. Aber trotzdem. Vielleicht hat es auch was damit zu tun, dass ich selbst Software entwickle. Bei meinem grössten Projekt mache ich auch oft Updates, welche die Benutzer gar nicht merken. Dann habe ich Routinen verändert, Abfragen effizienter gemacht usw. Das merkt der Benutzer nicht, mir erleichtert es aber dann oft das Leben da mit fortschreitender Erfahrung einige Dinge auf anderem Wege logischer sind, als wie ich sie zu Beginn gebaut habe. Vielleicht will ich deshalb immer das Aktuellste.

    Das fängt schon bei der Versionierung an. Ich bin Anhänger von Rolling Release weil ich da einfach irgendwann einmal mein OS installiere und das dann nur noch update. Ich muss also nicht auf eine neue Version warten um grössere Änderungen nutzen zu können. Das ist für mich ein riesiger Vorteil.

    Dann im Grundsatz ist Debian für seine etwas ältere Software bekannt. Das ist auch etwas was ich nicht so mag. Genau genommen hat das keinen tieferen Grund aber ich habe es gerne aktuell. Ausserdem bin ich Kernel-Süchtig und freue mich über jeden neuen Kernel, auch wenn der mir effektiv keinen Vorteil verschafft.

    Natürlich kann man auch Debian in einen Testing-Modus bringen. Das ist ja aber nicht seine Wohlfühlzone sage ich mal. Schlussenedlich steckt unter jeder Distro ja der Linux-Kernel und genau genommen kann man aus jeder Distro auch eine andere stricken. Aber das ist ja nicht Sinn der Sache würde ich mal sagen. Denn nach dem Gedankengang holt man sich einfach den Vanilla-Kernel und bastelt gleich selbst alles so wie man es haben will. Sowas hab ich sogar schon versucht aber das ist so zeitaufwendig, nee.

    Ob es eine Anforderung gibt die nur Arch erfüllen kann, nein. Meine Anforderungen an ein Linux ist, ich baue mir das so zusammen wie ich das will. Aus dem Grund installiere ich Arch auch immer von Hand und verwende nie einen Installer.

    Die Anforderung erfüllt aber auch Gentoo und das sogar noch krasser da ich dort nicht nur sagen kann was ich alles haben will, sondern in den Programmen selbst noch sagen kann, was alles drin sein soll. Kleiner, schneller, effizienter. Nach wie vor ist Gentoo meine absolute Lieblingsdistro aber sie verlangt viel Zeit und die habe ich nicht.

    Aber auch Void erfüllt allgemein meine Anforderungen. Aber da ist etwas weshalb ich es nicht als meine Distro in Betracht ziehen will. Allerdings kann ich auch nicht sagen was es ist, denn ich habe Void mittlerweile täglich für verschiedene Dinge in einer VM im Einsatz und erwäge auch die Anschaffung eines weiteren Futros als Entwicklungsumgebung wo ich höchst wahrscheinlich dann Void einsetzen werde. Das ist dann aber auch wieder mit Zeit und Geld verbunden also nicht akut. Dennoch habe ich auch ein Projekt bei einem Bekannten in seiner Firma am laufen, der Pinguin ist da ja ein super Unterstützer, bei dem ebenfalls nur Void zum Einsatz kommt und er ist so zufrieden, dass er nun weitere Rechner in seiner Firma umrüsten will. Obwohl das Ganze eigentlich als Testprojekt für seinen neuen Standort geplant war. Also Void ist definitiv auch ein Kandidat, der meine Anforderungen erfüllen kann.

    Warum kann aber nun "nur" Arch meine Anforderungen erfüllen? Nun das ist ganz einfach. Ich habe dort freie Hand von der Installation bis hin zur eingsetzten Software. Die Software ist aktuell und die Ressourcenanforderungen nach der Installation weisen auch ein eher schlankes System aus. Der Knackpunkt, weshalb Arch mein Favorit ist ist dann aber die Zeit. Arch läuft bei mir seit vielen Jahren, ist durch 4 Rechner von AMD zu Intel gewandert und es läuft einfach und läuft und läuft. Ich hatte noch nie ein wirkliches Problem mit einem Update und wenn dann kam das aus dem AUR. Ich muss nichts basteln und kann einfach damit arbeiten. Egal jetzt ob ich programmiere, Bücher schreibe, spiele, oder mit Blender aktiv bin. Noch nie habe ich einen Start durchgeführt, der verunglückt ist. Bei Gentoo ist das ja relativ häufig. Ich hatte auch noch nie das Verlangen nach einem Tool wie Timeshift oder so. Da ich daran noch nie Bedarf hatte. Wobei das nicht ganz richtig ist, einmal wäre es mir wirklich zu Gute gekommen, als ich für meinen Pi Arch auf die Karte machen wollte und versehentlich alles über mein System kopiert habe. Danach ging natürlich nichts mehr, aber ich konnte dennoch alles wieder reparieren ohne Neuinstallation.

    Kann nur Arch das erfüllen? Nein. Ich bin mit ziemlich sicher, ich könnte mir auch ein Debian so basteln, dass es alle meine Ansprüche erfüllt und genauso stabil über Jahre hinweg im Dauereinsatz läuft. Deshalb bezeichne ich mich auch als Fanboy. Genau genommen könnte ich dir keinen plausiblen Grund nennen, weshalb nur Arch oder Gentoo für mich in Frage kämen. Alles sind persönliche Dinge, die aber letzten Endes auch ein Debian, Fedora, SuSe und Co erfüllen könnten. Arch erfüllt mir einfach nur meine Anforderungen ohne das ich was umstellen, basteln oder verändern muss.

    Dazu sei aber auch gesagt, wenn jemand Debian bevorzugt oder einen anderen Distro-Stamm, dann stellt das für mich kein Problem dar. Ich würde nie jemandem, der eine andere Distro verwendet, zu Arch überreden wollen. Fragt mich jemand, was ich empfehlen würde, wäre es aber Arch oder je nachdem auch Void. Das ist aber auch schon alles.

    Ich war schon drauf und dran es mir selbst anzuschauen da es mich echt mal juckt zu sehen was durch eine Community so entsteht. War dann in deinem Video von diesem Primo auch wirklich begeistert. So etwas sieht man selten und wenn dann ist es oft eher rudimentär gemacht. Hier gefällt es mir richtig gut und zum Beispiel Pamac könnte man in diese Richtung auch aufhübschen.

    Aber schlussendlich ist es auch nur ein Debian. Was nicht böse gemeint ist. Ich bin eben ein Arch-Fanboy mehr ist das nicht. Seit Void konnte ich bisher keine andere Distro (Gentoo zählt nicht) mehr fesseln und auch Void schafft es nicht mich davon zu überzeugen meine Distro zu werden.