Beiträge von diabolusUmarov

    Okay. Btrfs ist jetzt endgültig bei mir durch!

    Anfang des Jahres habe ich mir eine externe 2,5 Zoll 1 TB Platte (HDD) bei dem Laden mit dem grossen M gekauft. Die versuchen die Dinger verzweifelt loszuwerden wodurch die Preise immer weiter fallen.

    Auf der Platte habe ich Btrfs drauf gepackt und seither sind meine Bücher dort gespeichert. Vorvorgestern hatte ich schon das Problem, dass die Platte nicht richtig vom System erkannt wurde. Okay, kann passieren. Hängt ja über USB dran, da kann ja das Kabel mal gewackelt haben. Vorgestern konnte ich dann wieder mehrfach nicht drauf zugreifen, was gerade beim speichern fies ist. Aber gut, kann passieren. Gestern gab es dann mehrfach Ein-/Ausgabefehler. Kenne ich eigentlich nur von kaputten USB-Sticks. Hilft aber nichts, Daten sind futsch. Was ein Glück, dass ich immer brav alles mit Git sichere und so keine Verluste habe.

    Gut. Kann ja an der Platte liegen. Nur weil die Neu ist, muss sie ja nicht intakt sein. Also frisch formatiert, mit dd Daten drauf geschrieben. Geht, geht nicht, geht, geht nicht. Sieht also wirklich nach Platte aus. Zur Sicherheit die Nummer dann mit ext4 durchgezogen. Was soll ich sagen? Geht. Ich kann 900 Dateien mit 1 GB schreiben, eine mit 950 GB, auch wechselnde Grössen. Geht alles. Ich hab dann aus Spass mal meine Ark Videos drauf kopiert. Das sind so 800 GB. Geht. Ich kann jedes anschauen. Keines macht irgendwo Probleme.

    Okay. Dann könnte es ja daran liegen, dass ich beim umstellen des Filesystems etwas korrigiert habe. Also wieder Btrfs drauf und Videos kopiert. Ein-/Ausgabefehler. Schon beim 2. Video.

    Fragt mich jetzt nicht, wie so etwas zustande kommen kann. Ich weiss nur, ich hatte seit Jahren keine Datenverluste auf meinen Festplatten. Dieses Verhalten kenne ich nur von USB-Sticks oder SD-Karten, die ihren Geist aufgeben. Aus dem Grund ist das Thema Btrfs jetzt für mich durch. Ich werde zwar mit DevilsGirl noch die Videos zu Timeshift und Snapper machen, danach kommt mir aber kein Btrfs mehr auf die Platte.

    Falls jemand eine Idee hat, woran das liegen könnte, ich bin ganz Ohr. Das würde mich wirklich interessieren.


    Es macht übrigens überhaupt keinen Spass, so viel Daten zu generieren oder zu kopieren. Das dauert selbst mit USB 3 ziemlich lange.

    Ich habe auch eine Notebook für 1.500 Euro gekauft. Aber nicht wegen dem Office, sondern der Programmierung und den Videos, die ich da mache.

    Meins hat vor ca. 4 Jahren auch 1.400 gekostet. Aber das Ding muss auch alles können. Von billigen schreiben bis hin zu Spielen. Das kann es auch. Wobei meine Tochter mittlerweile meckert, dass die Frames in Ark unter Windows 11 immer weniger werden. Wer meine Videos zu Ark gesehen hat der dürfte gerade in der letzten Session meine Verwunderung mitbekommen haben, dass Ark auf einmal mehr FPS hat. Wobei ich 0 an irgendwas geändert habe.

    Das Geld sehe ich auch vollkommen zurecht ausgegeben. Der Knecht wird noch lange seinen Dienst verrichten können. Sie mein NetBook. über 10 Jahre Alt, Atom Prozessor, trotzdem benutze ich es jeden Tag.

    Schade finde ich, dass dein Bekannter sich wie viele andere Anwender aus irgendwelchen Gründen, nicht trauen, ein Linux zu installieren.

    Alles eine Sache des Marketings. MS-DOS und Windows sind nicht wegen ihrer Leistung gross geworden, sonder einzig und alleine durch das Verkaufstalent von Bill Gates. Man verdient aber mit Linux kein Geld. Ergo ist da auch keiner hinten dran, der eine geschickte PR ins Leben ruft.

    Mahlzeit!

    Wenn man nicht schlafen kann, hat man Zeit zum schreiben ;).

    Mir ist da jetzt etwas gar lustiges widerfahren. Über einen Chat hat mich ein Zuschauer meine Videos gefragt, warum ich immer Arch verwende. Ich würde ja langsam zu einem Arch-Fanboy mutieren. Das fand ich interessant und bin auf die Diskussion eingegangen, die aber komplett sinnlos war. Der Vorwurf, ein besseres Wort dazu fällt mir nicht ein, war schlicht der, ich sollte doch nicht immer alles auf Arch zeigen, sondern wechselnde Distros einsetzen. Mein Gegenargument war, dann baut jemand ein Arch wie in meinen Videos und sitzt dann da und wundert sich, weil man etwas zum Beispiel unter Debian oder Fedora anders installiert und bei ihm geht es nicht. Das Argument zog aber nicht denn wer Linux benutzt, der sollte damit zurecht kommen. Das zog dann nicht bei mir.

    Dazu will ich aber mal was sagen.

    Ja, ich setze immer Arch ein. Aber nur aus dem einfachen Grund, da liegt meine grösste Erfahrung. Warum? Weil ich es am intensivsten einsetze. Warum soll ich denn immer wieder bei Null anfangen? Klar, der Linux-Teil funktioniert überall gleich. Das heisst aber auch, unter Arch trifft das genauso zu. Ich sage überhaupt nicht, dass Arch und nur Arch eine gute Distro ist. Wer mit Mint klar kommt, der setzt eben Mint ein. Wer OpenSuse nutzt, der nutzt eben diese Distro. Wer PCLinux mag, der benutzt eben das und wer lieber ein BSD verwendet, der verwendet eben ein BSD. Besser und schlechter definiert sich in meinen Augen dadurch, ob etwas nach Wunsch funktioniert, oder eben nicht. Klöppelt einer eine Distro zusammen, wo jedes Mal ein Absturz bei der Installation eines Programms erfolgt, oder nach einer Installation auf einmal irgendwas nicht mehr funktioniert (Jetzt nicht mit Gentoo anfangen!) und man dauernd basteln muss, dann ist es eine schlechte Distro. Meiner Meinung nach. Da das aber auf keine der grossen Distros und ihrer Ableger meines Wissens nach der Fall ist, sind alle gut.

    Von daher. Ich setze aus Erfahrungsgründen in meinen Videos Arch ein. Fertig. Ich verwende dort auch durchgehend Arch, um dem geneigten Zuschauer auch die Möglichkeit zu geben, dass gesehene bei sich umsetzen zu können, insofern er auch Arch nach meinen Videos installiert hat. Es macht keinen Sinn in dem einen Video Arch zu installieren, im nächsten dann aber was mit apt zu installieren. Das verwirrt nur.

    Mahlzeit!

    Da der Post irgendwie in zu viele Bereiche passt, setze ich ihn mal hier rein. Es geht um Linux im Allgemeinen. Daher kann ich ihn schlecht zu irgendeiner Distro passen. Es geht zwar um Arch in dem Fall aber analog geht das auch mit allen anderen Distributionen.

    Vorgestern, also Samstag, waren wir zum Essen eingeladen. Ein Bekannter hat mir dabei total Stolz seinen neuen Laptop präsentiert. Schon ein Gerät, auf welches ich so ein wenig neidisch geschaut habe. Okay, der Preis war auch entsprechend hoch.

    Mir stellte sich da aber eine Frage. Der Kollege hat eigentlich den gleichen Laptop wie ich und benutzt den ausschliesslich für Büroanwendungen. Also nichts da mit spezifischer Windows-Software. Der braucht auch keines der üblichen Killer-Features eines Microsoft Office (Sarkasmus), wodurch ich dann doch wissen wollte, warum er sich jetzt so ein Teil besorgt hat. War in meinen Augen einfach unsinnig und ich ging davon aus, er wollte Geld ausgeben wegen der Steuer. Kennt man ja.

    Aber nein. Sein alter Laptop sei ihm zu langsam geworden. Hmm. Wie kann denn so ein Teil zu langsam werden, bei popliger Office-Software? Also habe ich nachgefragt. Standardprogramme. Office, Thunderbird, Firefox und Co. Ausser Thunderbird war das für mich jetzt nicht schlüssig. Thunderbird neigt ja dazu, Ressourcen zu fressen wie ein grosser. Aber das alleine konnte es ja kaum sein. Also hat er mir das Teil vorgeführt.

    Nach 19 GB Müll im Mülleimer und noch einmal etwa das Doppelte an Update-Kram und sonstigem Schrott, lief die Kiste schon wieder um einiges Flotter, was ihn echt verwundert hat. Da er diesen Laptop aber ja nicht mehr nutzen wollte, sollte jetzt zu den Kleinanzeigen, machte ich ihm dann den Vorschlag, wir könnten doch mal Linux drauf zimmern. Er war einverstanden, es kamen aber wieder die bekannten Kritikpunkte. Bastlersystem, kompliziert im Umgang, unsicher mit den Daten bla bla bla. Selbstredend habe ich dann Arch installiert. Nicht weil es die beste Distro ist, sondern weil ich damit die meiste Erfahrung habe. Spielte aber auch keine nennenswerte Rolle, es ging nur um eine Demonstration. Das hat auch weniger als 20 Minuten gedauert, trotz händischer Installation. Ich glaube wirklich, ich habe da eine ganz vernünftige Anleitung gestrickt, die ich aber noch etwas verfeinern werde.

    Okay. Das Ding startet und er war schon beeindruckt. Auch wenn Windows 10/11 ja nicht mehr Wochen braucht, bis es hochgefahren ist, war Arch trotzdem schneller. Plasma hat dann genau das gemacht, was ich davon erwartet habe. Er sah die Oberfläche und die erste Reaktion: "Sieht ja wie Windows aus!". Ha, nächter Pluspunkt. Es kam aber sofort die Kritik, wie soll man denn da was installieren, wenn kein Browser drauf ist?

    Ich habe ihm Discover vorgeführt. Wie erwartet hat er nicht verstanden, warum denn da die ganze Software drin ist. Ich hab ihm versucht es mit dem Handy zu erklären. Playstore und so. Irgendwie war er skeptisch.

    Also Firefox installiert, Thunderbird und WPS-Office. Dazu noch den hplip Druckertreiber mit Cups. Hat auch alles nicht lange gedauert. Ging laut seiner Aussage schneller, als alles über den Browser zu installieren. Wer hätte es erwartet.

    Seine Verwunderung war sehr gross. Da war alles drauf, was er haben wollte, nichts hat Lizenzgebühren verlangt und alles lief flüssiger. Er hat dann auch schnell von seinem neuen Laptop einige Dokumente auf einen Stick gezogen und das auf dem alten Laptop ausprobiert. Seine Verwunderung stieg, denn alles war genau so, wie es sein sollte. Auch ein Probedruck liess ihn staunen. Dann schnell eine Anbindung auf sein Onedrive. Alle Dokumente da, alle nutzbar. Alles sehr einfach und schnell.

    Fazit:

    Er war irgendwo schockiert. Sein neuer, fast 2.000€ teurer Laptop bot ihm auf einmal überhaupt keinen Vorteil mehr. Die Programme starten gleich schnell bis schneller (Office kann ja ein echtes Schwein sein), alle Dokumente sind nutzbar und die Bearbeitung funktioniert gleich gut. Es ist eben nicht möglich, mit schnellerer Hardware ein Dokument schneller bearbeiten zu können. Das hängt schliesslich vom Anwender ab, nicht von der Hardware.

    Ich weiss jetzt noch nicht, ob ihn Linux überzeugen konnte. Spass scheint es ihm gemacht zu haben. Ob er jetzt aber dem alten Laptop eine neue Chance gibt, oder auf dem neuen Laptop auch Linux haben will, kann ich noch nicht sagen. Seine Aussage war aber klar. Mal schnell viel Geld grundlos aus dem Fenster geworfen!

    Da ich mir jetzt nicht ganz sicher bin, was die in deinem Home-Verzeichnis zu suchen haben würde ich mal annehmen, die kannst du löschen. Du kannst aber mal in den Einstellungen deines Druckers in Cups schauen, wo der die Dateien sucht. Wenn er sie nicht im Home-Verzeichnis sucht, kannst du sie löschen.

    Was verwendest du für einen Drucker?

    Wenn ich lese, wie lange dein Arch schon läuft... Ich hatte immer Angst davor, daß es Probleme bei Updates gibt und deshalb Arch noch nie eingesetzt... Man hört ja immer wieder davon...

    Ja, man hört. Das ist das Problem an der Geschichte. Wenn ich mich mit Leuten unterhalte, die ein Rolling Release einsetzten, hört man nie von Problemen. Ausser bei Gentoo. Aber ein sauber laufendes Gentoo wäre auch irgendwie nicht im Sinne des Erfinders ;).

    Ich hab ja schon gesagt, bei AUR Paketen kann es vorkommen, dass eines irgendwann beim Updaten Probleme verursacht, weil es Abhängigkeiten will, die veraltet sind. Das liegt in aller Regel an fehlender Pflege. Das destabilisiert aber das System nicht. Dann läuft eben diese eine Anwendung nicht. Oder sie läuft, lässt sich aber nicht mehr aktualisieren.

    Dazu sei ja auch gesagt, ich setzt Arch ja nicht nur auf einem Gerät ein. Auf den Anderen spiele ich zwar nicht so viel mit dem System rum, aber es läuft dennoch und bekommt seine Updates.

    Also alles in allem, dieser Mist von wegen Rolling Release sei unstabil und riskant, gehört in das Reich der Mythen und Legenden.

    Mahlzeit!

    Irgendwie finde ich die Idee, warum man mit seiner Distro so glücklich ist, wie es Linuxanwender bei Fedora ausgedrückt hat, ziemlich gut. Deshalb mache ich das jetzt auch.

    Es dürfte bekannt sein, dass meine bevorzugte Distribution von Linux ja Arch ist. Das soll nicht heissen, dass es die beste Distro ist, jeder die gut finden muss oder etwas der Gleichen. Es ist nur eben für mich die beste Distro.

    Aber warum?

    Nun, Arch kommt mit einem sehr kleinen Installationsmedium. Man kann es von Hand und per Installer installieren, wobei ich ja bekanntlich die Hand-Methode bevorzuge. Ist aber auch wieder Geschmacksache.

    Ich habe sämtliche Freiheiten. Ist Arch installiert, dann entscheide ich und nur ich, was sonst noch installiert wird. Selbst Xorg wird mir nicht per default aufs Auge gedrückt und wenn ich es nicht brauche, dann bleibt es einfach weg.

    Dazu finde ich die offiziellen Paketquellen in Verbindung mit AUR einfach grossartig. Es gibt sehr, sehr viel Software in den offiziellen Quellen und wenn man dort etwas nicht findet, dann nimmt man es aus dem AUR. Was ich in dem Zusammenhang erwähnenswert finde, wer ein Programm aus AUR gut findet, der kann auf der Seite dafür voten und ab einer bestimmten Anzahl positiver Stimmen wird es in die offiziellen Paketquellen übernommen und gepflegt. Halte ich für ein wirklich gutes System. Auf die Art wissen die Betreuer der offiziellen Quellen, welche Software beliebt ist und in die Quellen aufgenommen werden sollte.

    Arch ist aber auch extrem robust. Ich bastle eigentlich dauernd dran herum und es geht einfach nicht kaputt. Ausser man bügelt das Arch vom Raspberry Pi drüber, dann hat es seine Probleme. Ist aber auch reparierbar. Mein Arch ist tatsächlich nach wie vor das erste Arch, dass ich jemals installiert habe. Man kann es in meinem Blog verfolgen. Erst war es in einer VM, dann habe ich es auf meine Platte kopiert und seither läuft es. Dabei ist es von einem Sempron zu einem Athlon gewandert, dann zu einem i3 und schliesslich zu einem i5. Ich habe dabei nie eine Neuinstallation vorgenommen! Auch die immer wieder gerne als riskant angesehenen Updates eines Rolling-Release haben bei mir noch nie Probleme gemacht. Einzig sei zu sagen, wenn ein Paket aus dem AUR nicht mehr aktualisiert wird und irgendwann Versionen von Abhängigkeiten verlangt, die veraltet sind, läuft entsprechendes Programm eben nicht mehr. Das deinstalliere ich dann aber ohnehin, denn wenn es nicht gepflegt wird, geht es auch nicht mit der Zeit und muss mit der Zeit gehen.

    Es gab bislang nie Probleme mit irgendwelcher Hardware. Egal was ich dran gesteckt habe, es läuft. Auch was W-Lan und Bluetooth angeht, funktioniert das einfach. Das kann ich von einem NetBook, drei Laptops und meinem Futro bestätigen. Auch die Mikros von Singstar laufen sofort, oder auch Gamepads.

    Was mir auch immer wieder positiv erfreut, Arch müllt nicht wirklich zu. Klar, Cache und so können schon eine gewisse, unnötige Grösse erreichen, aber gerade beim deinstallieren von Programmen fliegen auch wirklich die Abhängigkeiten raus, die nur von dem Programm benötigt werden. Das gefällt mir einfach sehr gut, macht es schliesslich eine Neuinstallation wegen zugemülltem System überflüssig.

    Um es auf den Punkt zu bringen. Mein Arch läuft und läuft und läuft. Es verträgt meine Spielereien, ich bekomme all meine benötigte Software ohne auf Flatpak oder Snap ausweichen zu müssen, alles an Hardware funktioniert und es lässt mich einfach nicht im Stich. Egal auf welchem Gerät.

    Ein Wechsel der Distro steht bei mir völlig ausser Frage. Warum? Was kann mir eine andere Distro bieten, was Arch nicht hat? Da bliebe dann eigentlich nur noch Gentoo übrig. Dieses installieren durch Bauen des Quellcodes mit den massiven Optimierungsmöglichkeiten spiegelt für mich noch etwas mehr den Geist eines unixoiden Betriebssystems wieder. Das erkauft man sich aber mit dauerndem Basteln und dafür fehlt mir dir Zeit.

    Das heisst aber nicht, dass ich mir keine anderen Distros mehr anschaue oder keine mehr interessant finde. So hat es mich ja wirklich gejuckt, Debian auf meinen Vaio zu zimmern. Das hat mich wirklich gereizt und ich bin auch zufrieden damit auf dem alten Ding. Würde Arch vielleicht besser laufen? Nein! Denn Arch ist ja rein 64-Bit. BunsenLabs finde ich ebenfalls sehr gelungen und wie ich bereits im Post von Linuxanwender gesagt habe, will ich auch mal wieder Fedora in eine VM schieben.

    Dabei sei klar gesagt. Sollte ich zum Beispiel bei Fedora erkennen, dass es mir mehr liegt als Arch, würde ich auch wechseln! Bislang ist es aber so, dass mich noch keine Distro davon überzeugen konnte, mein Arch ersetzen zu können. Wie gesagt, mein Arch macht alles was es soll. Ich kenne mich mittlerweile gut damit aus und habe keine Kritikpunkte. Wie eine andere Distro das schlagen sollte, weiss ich eigentlich nicht.

    Es sei aber auch klar gesagt, dass hier meine Meinung zum Tragen kommt. Was ich von Arch behaupte, kann ein anderer auch von einer anderen Distro behaupten. Schlussendlich ist es eine Kombination aus Anwender und Betriebssystem. Die muss stimmen. Dann ist es völlig egal, welche Distro. Nicht nur welche Distro. Wenn jemand absolut glücklich mit Windows oder MacOS ist, dann trifft es genauso zu.

    Das ist natürlich richtig. Was braucht ein Server vorinstallierter Kram? Es ist schon etwas her, aber ich habe einem Freund geholfen, in seiner kleinen Firma alles auf Linux umzustellen. Als der mir die Preise für seinen IT-Fachmann gezeigt hat, ist mir fast schlecht geworden. Der hatte auch einen Server. Aber frag nicht was für einen. Das war die pure Power. Hat auch entsprechend gekostet. Wofür? Da war auf einer einzigen Platte einige Freigaben drauf, wo seine Leute dann Daten speichern konnten. Quasi ein massiv OP NAS. Der Server hatte um einiges mehr Power als die alten Laptops seiner Angestellten.

    Jetzt der Klopper. Der hat da irgendein auf Debian basiertes Linux auf dem Server. An sich ja nichts schlimmes. Aber. Was braucht denn ein NAS LibreOffice, Gimp und noch so ein Kram? Was braucht ein NAS Xfce? Riesiger Schwachsinn!

    Wir haben dann alles auf diesem Server an Daten gesichert. Dann hab ich jeden Rechner geplättet, überall Arch drauf gemacht und dann dem Server ein neues Leben geschenkt. Aber anders. Ich hab zwar auch wieder Xfce drauf gepinselt, aber dieses Mal mit Begründung. Denn sämtliche Angestellten haben dort jetzt einen Benutzer und für jeden wird ein VNC gestartet. Die loggen sich von ihrem Rechner nur noch da drauf ein, haben in ihrem Home-Verzeichnis alle Laufwerke eingebunden, auf die sie Zugriff haben sollen und seither läuft das dort alles.

    QT Design hat mich immer interessiert, aber richtig warm bin ich damit nicht geworden. Es ist so mächtig. Wenn ich mir die Demos auf Youtube ansehe, dann frue ich mich immer wieder, was da alles so erstellt werden kann. Richtig coole und schön aussehende Sachen.

    Qt ist definitiv der Hammer. Es gibt nichts, was man damit nicht machen kann. Das schöne ist, es ist alles in einem. Auch die Portierung dann auf Windows ist ein pures Kinderspiel. Auch die Programmierung selbst finde ich nicht wirklich schwer. Überraschenderweise. GTK ist da deutlich merkwürdiger zu programmieren. Wohl gemerkt, ich baue meine Oberflächen im Programm selbst und nicht über einen Creator. Aber eigentlich nur, weil mir das Spass macht. Ich habe nichts gegen solche Tools auszusetzen.

    Rechnungsprogramme sind nachdem alles auf Elster laufen bzw. transportieren muss, extrem aufwendig. Aber so zum Hobby und zur Übung ist es bestimmt eine super Sache.

    Na so weit ist das alles bei mit nicht. Ich will da Kunden eintragen, Produkte, dann alles beim Erstellen der Rechnung einfach auswählen und hinten kommt eine Rechnung raus gefallen. Natürlich mit Luft nach oben. Veröffentliche ich dann auch Open Source. Falls ich jemals damit fertig werde. Ist eine kleine Spielerei. Ob das jemals jemand ausser mir nutzt weiss ich nicht. Ist mir aber irgendwo auch egal.

    Der Browser muss ja heute alles verarbeiten. Es läuft ja immer mehr Browser-seitig. Wenn du die Scripte alle nicht zuläßt, ist das Internet nur noch ein schwarzes Loch. Cloud Anwendungen ziehen zudem richtig die Power. Es wird immer mehr.

    PHP ist da noch am einfachsten. Java schraubt an der Performance, leider nicht rauf, sondern runter. Die Browser müssen immer mehr leisten. Player, Musik, Video, dann die ganzen Plug In Geschichten, die für Sicherheit und Optik da sind. Ja ja, da geht einiges so flöten. Logisch.

    Ganz genau und das finde ich wirklich mies. Auf meiner ToDo Liste ist sogar ein eigener Browser drauf. Aber nicht nach HTML5 Standard. Das soll wirklich ein Browser werden, der zum anzeigen von Webinhalten da ist. Bliebe jetzt die Frage warum. Denn logischerweise funktionieren dann moderne Seiten nicht drauf. Wird auch garantiert eine Totgeburt. Aber ich will es mal gemacht haben. Wäre doch mal was. Ein Web was wirklich das ist, was es ursprünglich mal war. Anzeigen von Inhalten.

    Richtig cool wäre es, wenn mein Projekt Hirnfrei eine so grosse Community hat, dass die auch damit arbeiten, weil sie meine Inhalte sehen wollen. Das wäre richtig cool. Mal abwarten.

    Genau. Anwender sehen es aber komplett umgekehrt.

    Als ich mit meinem grossen Projekt angefangen habe, hat alles so ausgesehen, wie ich es mir vorgestellt habe. Als dann Leute angefangen haben damit zu arbeiten, kamen sofort die Klagen. Das ist mies, dort sieht nicht gut aus, hier ist umständlich usw. Wo ich mir nur dachte, was haben die denn für Probleme? Dummerweise wird ein Programm vom Anwender benutzt, nicht vom Entwickler.

    Ich hatte Atari zur Schreibmaschine gewandelt.

    Ich meinte jetzt diese Spielkonsole von ganz am Anfang.

    Aber warum letztlich soviel Speicher drauf geht, kann ich auch nicht sagen.

    Genau das ist das Problem. Das sehe ich auch nur bei LibreOffice, denn WPS-Office und FreeOffice haben das Problem nicht. Selbst wenn ich da grosse Dokumente mit Bildern lade, läuft auf meinem NetBook immer noch alles flüssig. Was mich auch nicht verwundert, denn eben auf dem Amiga 1200 mit 4MB Arbeitsspeicher hatte ich damit auch nie Probleme. Auch nicht mit Bildern. Also kann ich das nicht nachvollziehen. Es hat sich ja nichts geändert. Es ist immer noch purer Text mit TTF. Es ergibt keinen Sinn, wenn man dafür unmengen an Speicher braucht, wenn man es damals nicht brauchte.

    Zugegeben, auf dem Amiga mit vielen Bildern war das Scrollen etwas nervig. Der hat die Bilder eben immer so geladen, wie sie auch angezeigt wurden. Das ist natürlich heute mit dem Speicher besser. Aber ich bemängele ja den Speicherbedarf bei reinen Textdokumenten. Man muss sich mal vor Augen halten. Mein grösster Text hat 2,4MB. Das sind über 2.000 Seiten. Wofür braucht man beim laden und bearbeiten dann Gigabyte und noch mehr? Was machen die mit dem Speicher? Das ist doch bescheuert!


    Wenn ich heute höre, es reichen 4 GiG RAM nicht merh, aber hallo, was ist da passiert?

    Hast du dir mal einen Browser angeschaut? Das ist die eierlegende Wollmilchsau die auch noch selbst strickt. Da gibt es durchaus Gründe, warum das alles so fett ist. Aber eben auch, vieles wird einfach rein geklatscht und fertig. Optimierung? Bei PHP und Javascript ist es ziemlich unsinnig, viel zu optimieren. Das wird einmal abgearbeitet und fertig. Okay bei PHP zumindest. Ich mag diese Entwicklung auch überhaupt nicht. Mittlerweile gibt es ja auch viele Programme, die man installieren kann. Aber die verwenden Electron. Juhu. Machen also auch nur so, als wären sie native Programme. Nicht meine Welt.

    Ich habe im Moment ein paar Programme, an denen ich bastle. Insofern mal Zeit ist. Zum Beispiel ein Programm zur Rechnungserstellung. Gibt es schon, weiss ich. Aber ich programmiere eben gerne. Das läuft nicht im Browser. Das hat seine eigene GUI mit Qt. Das ist meine Welt! Das alles im Browser gemacht wird hat natürlich Vorteile. Man muss nichts installieren und kommt von jedem Computer, auf dem ein Browser läuft, auch dran. Aber der wirkliche Vorteil ist die Bequemlichkeit. Man hat im Browser viel schneller eine Oberfläche gezimmert, als für ein Programm. Wobei das eigentlich auch nicht so schwierig ist.