Beiträge von diabolusUmarov

    Im Prinzip gebe ich dir Recht. Damit kriegt man einige vor dem Ofen hervor gelockt. Bei einem habe ich das vor Jahren sogar mit Erfolg so gemacht. Hat aber auch nur bei dem geklappt.

    Hier kommt aber ein grosses Aber. Eigentlich die Meisten, denen ich bislang versucht habe zu helfen, kriegst du damit nicht. Denn die sehen in einem Computer etwas zum schnell benutzen. Kommst du denen mit kompliziert, sind sie raus. Nicht weil sie dumm sind, sondern weil sie daran einfach 0 Interesse haben. Mir könnte auch jemand kommen und was von stricken erzählen. Ja, toll, aber ich kaufe meine Klamotten einfach irgendwo im Laden. Für mehr reicht mein Interesse einfach nicht. Ich will die Zeit dafür nicht aufbringen. Egal wie toll man seine Kleidung damit individualisieren kann, egal wie viel man dabei spart.

    Bei Epic muss man hin und wieder basteln. Das liegt aber am Laucher, nicht an den Spielen. Unter Steam ist bei mir noch kein Spiel besser gelaufen als uner Windows. Aber auch nicht schlechter. Wine ist eben keine Emulation oder VM. Das das keiner akzeptiert finde ich krass.

    Meiner Meinung nach hat es ein Umsteiger aber wirklich sehr schwer mit Linux. Alleine die ganzen Distros. Das Thema hatten wir ja erst. Jemand der hilft ist definitiv ein Vorteil.

    Da hast du mich falsch verstanden, oder ich mich schlecht ausgedrückt.

    Die Videos vom Pinguin halte ich für sehr wichtig. Wenn jemand Einsteigen will, dann sind solche Videos Gold wert, da man dort die verschiednen Distros betrachten kann, ohne sie selbst installieren zu müssen. Zudem geht unser Pinguin ja auch auf verschiedene Dinge ein, die man dann auch mal in Aktion sieht ohne danach suchen zu müssen. Das schafft eine Referenz, um in dem riesigen Haufen an Distros ein wenig durchblicken zu können.

    Auch meine ich nicht, dass sich das Forum auf das "Kern"-Linux beschränken. Das ist eher etwas für spezialisierte Foren. Da hier aber gerade Ein-/Umsteigern geholfen werden soll wäre das nicht wirklich praktisch. Wie es hier läuft ist in meinen Augen gut so.

    Was ich sagen wollte war, es ist eigentlich unsinnig zu sagen, Debian ist das Beste, oder Arch, oder Fedora. Denn überall steckt banal ein Linux dahinter. Einer mag es vielleicht lieber stable und versioniert. Der wäre bei Arch falsch. Ein anderer hat es lieber aktuell als rolling-release. Der ist dann bei Debian falsch. Das sind so im Grossen und Ganzen die grundlegenden Unterschiede. Da ist es einfach Geschmacksache. Es sollte nur das Verständnis vorhanden sein, dass Ubuntu nicht anderes ist als Fedora und OpenSuSe nichts anderes als Arch. Denn überall steckt einfach nur Linux dahinter.

    Und noch eine Bemerkung von mir. Ich gehe nicht deshalb immer wieder auf Arch ein, weil ich jemand missionieren will. Ich habe eben die grösste Erfahrung mit Arch. Das ist alles. Das ist keine Bewertung.

    Da gibt es viele. Ich nehme mal an, du loggst dich ein, der Bildschirm wird schwarz und dann ist der Login-Manager wieder da. Wenn ja stimmt tatsächlich etwas mit den Rechten nicht.

    Log dich ein und schau mal im /home Verzeichnis nach den Rechten des alten Home-Verzeichnis. Falls das nicht mehr da ist ist das schlecht. Wenn es noch da ist, könnten die Rechte nicht stimmen. Ich würde annehmen, dass nicht mehr der richtige Benutzer der Besitzer ist. Insofern es nicht nach Namen geht, steht da die ID. Da würde ein chown als SuperUser angeraten.

    Die 1.000 <- Derivate sind für mich das Problem. Egal auf was die nun aufbauen.

    Das Problem ist in meinen Augen folgendes. Es ist sehr, sehr einfach, eine Distro zusammenzukleben. Man nimmt sich den Calamaris und haut da das rein, was man selbst gut findet. Am Ende dann noch eine Homepage die verspricht, es ist klein, schnell, super zum spielen und keine Ahnung was. Im Prinzip sieht man die gleichen Phrasen auf fast jeder Homepage eines Derivats von irgendwas. Ich nenne mit Absicht keine der grossen Distros, da es bei allen gleich ist.

    Ich merke es ja selbst. Mittlerweile habe ich einem ganzen Berg voll Anwendern, den OWUs, beim Umstieg geholfen und habe immer wieder die gleichen Anfangsschwierigkeiten gesehen. Deshalb denke ich, wenn ich einen Calamaris zusammenbaue, der ein Arch (weil ich eben mit Arch die meiste Erfahrung habe) mit Plasma installiert, ohne grossen Schnick-Schnack, also auch ohne die Wahl des Dateiformats und dann den Anwender quasi zwingt, sich einen Browser selbst zu installieren (um den Vorgang zu demonstrieren), müsste das einem potentiellen Umsteiger zusagen. Das Ganze dann noch Linux 10 Pro genannt, in Anlehnung an Windows, könnte das doch die Umsteiger hinterm Ofen hervorlocken.

    Hin und wieder sind eigene Tools dabei, die auch oft echt gut gelungen sind. Dummerweise führt das zum ausdünnen fähiger Entwickler, weil jeder der Meinung ist, es besser machen zu können. Was hat man nicht schon alles gesehen? Eine Distro, die unglaublich tolle Designs usw. bietet. Dafür ist die Distro nichts besonderes. Andere Distros sehen "kacke" aus, haben aber voll coole Tools. Es wäre für Linux in meinen Augen durchaus sinnvoller, wenn die Entwickler für Linux entwickeln würden und nicht für ihre hauseigene Distro.

    Das ist meine Meinung dazu.

    Hinzu kommt noch, es ist total egal, welche der grossen Distros hintendran stecken. Schlussendlich ist es Linux. Teilweise könnte man sogar sagen, teilweise ist es ein unixoides Betriebssystem. Es ist also komplett egal, welche Distro man verwendet. Der Grundstock ist der Gleiche. Unterschiede gibt es in der Hauptsache bei den Paketmanagern und die machen trotzdem das Gleiche. Sie installieren ein Programm. Wenn ich eine Distro unter den Fingern habe, die ich noch nicht kenne, muss ich nur schauen, wie der Paketmanager funktioniert. Der Rest ist immer das Gleiche. Es mag hier und da kleine Abweichungen geben, aber am Ende macht das die Kuh nicht fett.

    Und Tada, da haben wir das Killerfeature von Linux oder generell unixoiden Betriebssystemen. Du hast die Macht. Du machst es so wie du willst. Du magst keine Leisten? weg damit. Du willst alles bunt und mit tausend Icons? Mach es. Du willst gar keine grafische Oberfläche? Dann benutzt du keine.

    Dumm daran ist nur, du musst auch wissen was du willst. Die meisten Anwender wissen es gar nicht. Weil sie nie eine Wahl hatten. Wie viele definieren denn Linux durch die Oberfläche? Sie nutzen lieber keine Ahnung Mint, weil der Desktop so schön aussieht. Oder sie haben eine Distro installiert, mit der sie alle angestrebten Aufgaben erledigen können und löschen die, weil eine andere Distro eine schönere Oberfläche hat.

    Das ist mit ein Grund warum ich sage, wer sich ernsthaft für Linux interessiert, der sollte auch mindestens 1x seine Distro von Hand installieren. Einfach um zu sehen, dass Linux schon dann vollständig einsatzbereit installiert ist, wenn noch gar keine grafische Oberfläche vorhanden ist und die im Endeffekt auch nur ein Programm ist.

    Also ich komme auf kein ganzes Jahr aktive Windows-Nutzung. Ich mag dieses Konzept eines einzelnen Desktops einfach nicht. Beim Amiga konnte ich nahezu jedem Programm einen eigenen Screen zuweisen, oder einen Screen öffnen und dort weitere Programme hinzufügen. Windows hat nur diesen einen Desktop und das hat mich schon immer sehr genervt. Ja, mittlerweile kann man auch unter Windows mehrere Desktops öffnen, aber wer benutzt das?

    Ich kann Windows aber nicht überall was negatives ankreiden. Die Taskleiste kommt eben von Windows95. Vielleicht hat er das auch irgendwo geklaut, aber zum ersten Mal sah ich das wirklich bei Windows95 und das hat sich ja auch durchgesetzt.

    Für mich war aber die Zeit mit Windows XP immer unangenehm. Mir hat das keinen Spass gemacht. Ja, es hat funktioniert, aber ich hatte nie ein Wohlgefühl wie beim Amiga. Fairerweise muss ich aber auch sagen, ich habe das unter Linux auch nicht gänzlich.

    Bottles ist im Prinzip ein Frontend für Wine. Ähnlich PlayOnLinux zum Beispiel. Es hat einige interessante Eigenschaften, muss ich sagen. Auch kann man Proton von Steam damit verwenden. Oder war das Herroic? Erschlagt mich nicht, wenn ich da jetzt Mist erzähle.

    Mit Bottles konnte ich DCS-World zum laufen bewegen. Okay, mittlerweile weiss ich auch was ich falsch gemacht habe unter Wine, aber ist jetzt egal. Zudem kann man in Bottles die Umgebungen neustarten und ausschalten. Geht mit purem Wine auch, aber mit etwas Aufwand.

    Bottles hat definitiv was.

    Das Microsoft und Apple so eine Macht haben liegt einzig alleine an Bill Gates und Steve Jobs. Gates hat sein MS-DOS schon mit Lizenzen an IBM verkauft, bevor er überhaupt eins hatte und Jobs wusste zu überzeugen. Sonst hätte er es nicht geschafft den Untergang von Apple gerade durch Gates zu verhindern. Man kann ihnen lahme Betriebssysteme vorwerfen. Aber Beide sind und waren unglaublich gute Geschäftsleute. Kalt wie eine Hundeschnauze und absolut von sich überzeugt. Die sahen ihre Chancen und haben sie einfach genutzt. Egal wie viele Leute ihnen gesagt haben, es wird nichts. Deshalb haben die Beiden auch meinen tiefsten Respekt. Auch wenn ich die Betriebssysteme nicht mag. Wobei das MacOS ja mittlerweile einen BSD Unterbau hat und demnach Linux nicht unähnlich ist. Aber gut, man kann auch UNIX vermasseln.

    Wie sehr der Erfolg an der Führungsspitze zu suchen ist, sieht man auch gerade am Amiga. Die Hardware war ihrer Zeit voraus und das OS sowieso. Dann aber Fehlentscheidungen. In der Branche darf man sich nicht auf einem guten Produkt ausruhen. Da muss nachgelegt werden immer und immer wieder. Der IBM-PC war nie als Erfolg gedacht und schau an was draus geworden ist.

    Wie oft wurde ich belächelt, weil ich in meiner einstigen Firma mit einem Amiga gearbeitet hatte, statt einem PC. Weil Amiga ist ja ein Spielcomputer. Ja, konnte er wirklich gut. Besser als der PC mit MS-DOS. Ich habe mit dem Ding immer mehr gearbeitet als gespielt. Es gab auch hervorragende Software. Finalwriter und Wordworth mussten sich hinter dem damaligen Word nicht verstecken und TurboCalc konnte die in Excel erstellten Tabellen lesen und verarbeiten. Aber falsche Entscheidungen an der Spitze haben aus dem Amiga eine Spielkonsole gemacht, die technisch irgendwann nicht mehr mithalten konnte. Tja. Da haben es Gates und Jobs besser gemacht.

    Das ist sehr einfach. Auf den meisten Geräten ist Windows vorinstalliert. Ausserdem wollen die Meisten ohnehin nur zocken. Windows ist ja ausserdem cool. Irgendwann kommt aber das Einsehen, dass hier was hakt, dort was klemmt und dann kommen die Datenschützer. Alles böse, alle wollen nur dein Schlimmstes. Irgendwann da wollen dann viele weg von Windows aber nicht weg von Windows, wenn du verstehst.

    Mit einer VM hast du das Problem, dass auch noch das ganze Windows mit geladen wird. Wine ist hingegen, auch wenn es hier im Forum schon anders gesagt wurde, eine Art Zwischenschicht, welche die Windows API auf die Linux API umbiegt. Da ist also kein Windows dahinter. Die Windows-Befehle werden nur so geändert, dass sie zu Linux passen und die Antworten entsprechend auch. Das spar massig Ressourcen.