Beiträge von diabolusUmarov

    Und wehe man schreibst so was wie "Unter Windows ist Workflow XY aber besser gelöst"

    Ist es auch in vielen Belangen. Oder war es zumindest. Wenn ich an meine Anfänge mit NetBSD denke, da musste ich die CD noch von Hand mounten und dann war das Ding auch wirklich zu, bis ich es ausgehängt habe. Erst da ging die Schublade wieder auf. KDE hatte das damals lustig gelöst. Man hat eine CD eingelegt und die eingehängt. Zum aushängen hat man das Icon in den Müll geschoben. Fand ich witzig.

    Es gibt einen Grund, warum viele Oberflächen Windows ähneln. Das Konzept ist nämlich nicht schlecht! Da kann mir auch keiner was anderes erzählen. Allerdings hat Microsoft da den Fehler gemacht, einfach auf dem gewohnten sitzen zubleiben. Unter Linux wurde die Oberfläche nachgebildet, weiterentwickelt und schau an, mit Windows 11 gibt es jetzt viele Elemente, die entweder von Linux oder vom Mac kommen. Tja, nicht aufgepasst.

    Werde ich mir mal anschauen.

    Aber zum Thema Mittel beschränkt. Ich bin der Meinung, die schnelle Entwicklung in der Hardware ist ungünstig. Es macht ja überhaupt keinen Sinn mehr, eine Software zu optimieren. Siehe LibreOffice, was ich ja schon öfters beschrieben habe. Warum braucht eine aktuelle Software für puren Text mehr Leistung, als ein NetBook von vor 12 Jahren mit 1GB Arbeitsspeicher bieten kann, wenn Software von vor 30 Jahren mit 4MB das Problem lösen konnte?

    Ich erinnere mal an Geräte wie den Atari VCS, den C64 oder das Super Nintendo. Da hatte man eine einzige Hardware und wenn man da noch mehr rauskitzeln wollte, dann musste man sich eben etwas einfallen lassen und nicht auf die nächste Grafikkarte, den nächsten Prozessor oder noch mehr Speicher warten. Der Atari konnte am Ende viel, viel, viel mehr, als die Entwickler je gedacht hätten. Weil findige Entwickler die Software perfekt genutzt haben. Beim C64 und dem Super Nintendo genauso. Wenn ich überlege, dass es mittlerweile eine optimierte Version von Doom gibt, die flüssig auf einem Amiga 500 läuft ohne Speicherweiterung oder Turbokarte, da sieht man, was eigentlich alles mit der Hardware möglich wäre.

    Mich würde wirklich interessieren, was die Hardware von heute mit extrem optimierter Software leisten könnte.

    Da fällt mir aber auch ein, dass die DDR ja auch einen eigenen Computer hatte, auf dem stark optimierte Software lief und ihre Aufgaben bewältigen konnte.

    Okay, dann ist es gut. Hatte schon so meine Probleme mit von Hand compilierten und installierten Programmen. Wenn die mal drin sind kriegt man sie kaum wieder raus und eben auch Updates muss man auch selbst suchen. Wenn es aber in Pamac drin ist ist alles cool.

    Da gehörst du aber zu einer Minderheit. Die Meisten die ich kenne, die richtig hart mit Linux unterwegs sind, greifen mich sehr gerne an, weil ich lieber WPS Office nutze als LibreOffice. Lieber Quelloffen und neue Hardware kaufen, als irgendwas proprietäres nutzen. Alleine schon, dass ich eine Nvidia Grafikkarte nutze, wird mir oft angekreidet wegen dem Treiber.

    Es sind schon viele Hardliner unterwegs. Das muss man sagen. Ich bin jetzt auch schon einige Male richtig angegriffen worden, weil ich meine Amiga Videos im Emulator mache und nicht auf echter Hardware. Klar. Ich hab ja einen Goldesel im Keller.

    Mit Python werde ich mich in naher Zukunft dann auch beschäftigen müssen. Für ein paar meiner Projekte gibt es für den Pi Pico leider nur Python Werkzeuge und ich hab keinen Bock, es selbst in C nachzubauen. Na, mal schauen. Also ich habe nichts gegen Python. Ich bin aber mehr der C/C++ Mensch.

    Den Wert von freier Software muss man selbst erkennen

    Im Falle des Betriebssystems bin ich voll bei dir. Was aber Anwendersoftware angeht, da wird der Wert von Software, nur weil sie quelloffen ist, in meinen Augen gerne überschätzt. Bestes Beispiel LibreOffice. Das wird gehypt, weil es quelloffen ist. Aber wenn man es startet wirkt es sofort altbacken. Okay, damit kann man ja noch leben. Geht es dann aber ans eingemachte merkt man, dieses Ding wurde auch nur mehr oder minder gut zusammen geklöppelt. Wie ich ja selbst schon erleben musste. Wenn man nicht mehr als 100 Seiten reinen Text mit einer einzigen Schriftart auf einem älteren NetBook bearbeiten kann, weil ab da das arbeiten durch Verzögerungen nicht mehr funktioniert, dann ist das einfach nicht komisch. Denn wieso sollte eine Textverarbeitung so viele Ressourcen benötigen, wenn es vor Jahrzehnten auf dem AmigaOS mit 30 MHz und 4 MB Arbeitsspeicher problemlos ging? Trotz TTF und Live-Rechtschreibkontrolle? Es behindert mich bei meiner Arbeit. Jetzt könnte man natürlich fragen, warum ich das auf dem NetBook mache. Kann ich aber auch beantworten. Ich hatte damals keinen Laptop. Für draussen hatte ich einfach nur mein NetBook und ich wollte Zeit mit meinen Kindern verbringen. War mit denen auf dem Spielplatz und wollte aber auch gleichzeitig an meinem Buch arbeiten. Ging aber nicht. Weil das NetBook für LibreOffice zu schwach war.

    Was soll ich also mit einer freien Software, mit der ich nicht arbeiten kann? Abiword ging, produziert aber keine docx die ich eben für Amazon brauche. Nützt mir also auch nichts. Dann benutze ich doch lieber proprietäre Software, mit der das arbeiten auch möglich ist. WPS Office und FreeOffice haben selbst mit 1.000 Seiten Text auf dem NetBook keine Probleme.

    Auch ein Beispiel ist Gimp. Das ist ein super Programm und ich nutze es auch sehr gerne. Braucht aber jemand die Funktionalität von Photoshop, dann geht Gimp schlicht unter.

    Freie Software ist super und ich mag das auch wirklich gerne. Aber ein Programm ist nicht sofort toll, nur weil es quelloffen ist.

    hä? wie kann denn root von ".." Besitzer sein?

    Das habe ich jetzt auch noch nicht gesehen.

    versteh einer Linux^^

    So ganz sicher bin ich mir nicht, was es damit auf sich hat. Hab aber gerade geschaut und bei mir gehört .. auch root. Scheint also in Ordnung zu sein.

    Generell, wenn der eingeloggte Benutzer als Besitzer eingetragen ist, dann reicht das völlig. Gruppen brauchst du nur dann, wenn du etwas ausführen willst, was dir nicht gehört, du aber in der entsprechenden Gruppe bist und diese Gruppe neben Lesen- auch noch Schreibrechte hat. Das ist meistens nur dann notwendig, wenn du viele Benutzer in einem System hast.

    Im Prinzip gebe ich dir Recht. Damit kriegt man einige vor dem Ofen hervor gelockt. Bei einem habe ich das vor Jahren sogar mit Erfolg so gemacht. Hat aber auch nur bei dem geklappt.

    Hier kommt aber ein grosses Aber. Eigentlich die Meisten, denen ich bislang versucht habe zu helfen, kriegst du damit nicht. Denn die sehen in einem Computer etwas zum schnell benutzen. Kommst du denen mit kompliziert, sind sie raus. Nicht weil sie dumm sind, sondern weil sie daran einfach 0 Interesse haben. Mir könnte auch jemand kommen und was von stricken erzählen. Ja, toll, aber ich kaufe meine Klamotten einfach irgendwo im Laden. Für mehr reicht mein Interesse einfach nicht. Ich will die Zeit dafür nicht aufbringen. Egal wie toll man seine Kleidung damit individualisieren kann, egal wie viel man dabei spart.

    Bei Epic muss man hin und wieder basteln. Das liegt aber am Laucher, nicht an den Spielen. Unter Steam ist bei mir noch kein Spiel besser gelaufen als uner Windows. Aber auch nicht schlechter. Wine ist eben keine Emulation oder VM. Das das keiner akzeptiert finde ich krass.

    Meiner Meinung nach hat es ein Umsteiger aber wirklich sehr schwer mit Linux. Alleine die ganzen Distros. Das Thema hatten wir ja erst. Jemand der hilft ist definitiv ein Vorteil.

    Da hast du mich falsch verstanden, oder ich mich schlecht ausgedrückt.

    Die Videos vom Pinguin halte ich für sehr wichtig. Wenn jemand Einsteigen will, dann sind solche Videos Gold wert, da man dort die verschiednen Distros betrachten kann, ohne sie selbst installieren zu müssen. Zudem geht unser Pinguin ja auch auf verschiedene Dinge ein, die man dann auch mal in Aktion sieht ohne danach suchen zu müssen. Das schafft eine Referenz, um in dem riesigen Haufen an Distros ein wenig durchblicken zu können.

    Auch meine ich nicht, dass sich das Forum auf das "Kern"-Linux beschränken. Das ist eher etwas für spezialisierte Foren. Da hier aber gerade Ein-/Umsteigern geholfen werden soll wäre das nicht wirklich praktisch. Wie es hier läuft ist in meinen Augen gut so.

    Was ich sagen wollte war, es ist eigentlich unsinnig zu sagen, Debian ist das Beste, oder Arch, oder Fedora. Denn überall steckt banal ein Linux dahinter. Einer mag es vielleicht lieber stable und versioniert. Der wäre bei Arch falsch. Ein anderer hat es lieber aktuell als rolling-release. Der ist dann bei Debian falsch. Das sind so im Grossen und Ganzen die grundlegenden Unterschiede. Da ist es einfach Geschmacksache. Es sollte nur das Verständnis vorhanden sein, dass Ubuntu nicht anderes ist als Fedora und OpenSuSe nichts anderes als Arch. Denn überall steckt einfach nur Linux dahinter.

    Und noch eine Bemerkung von mir. Ich gehe nicht deshalb immer wieder auf Arch ein, weil ich jemand missionieren will. Ich habe eben die grösste Erfahrung mit Arch. Das ist alles. Das ist keine Bewertung.