Beiträge von diabolusUmarov

    Mahlzeit, Leute!

    Irgendwie langweilt mich Xfce auf dem Futro. Doch meine Jagd nach einer Alternative gestaltet sich leider schwer.

    Dicke Schiffe wie Cinnamon, Gnome und Plasma scheiden aus. Der soll rennen.

    Jetzt habe ich ja schon Cutefish und Pantheon ausprobiert. Die gefallen mir auch beide, haben aber beide den gleichen Schönheitsfehler. Keine Workspaces. Ich weiss um ehrlich zu sein gar nicht,wie man auf Dauer mit noch einem Arbeitsplatz zurecht kommt. Ich gehe da ein. Okay, Pantheon hätte wohl mindestens 2, doch da ich auf den Futro mit TigerVNC zugreife, scheitere ich an der Supertaste. Die scheint nicht übertragen zu werden.

    Ich suche also einen Deskop, der gerne aussehen darf wie Cutefish und Pantheon, der aber definitiv mehrere Workspaces kann. Er sollte klein sein, aber auch bequem. Wie Xfce oder Mate zum Beispiel. Damit fallen dann AwesomeWM, Fluxbox, Openbox und so auch aus. IceWM und Enlightenment sind auch nichts für mich. Die habe ich auch schon getestet.

    Budgie könnte mir gefallen. Aber anscheinend gibt es da auch keine Workspaces oder ich bin zu blöd sie zu finden.

    Hat jemand eine Idee?

    Ein kleines Update von meiner aktuellen Erfahrung mit Gnome.

    Ich setze Gnome nach wie vor ein und hatte bislang noch kein Verlangen danach, zu Cinnamon zurückzukehren. Was mich echt beeindruckt, muss ich sagen.

    Es sind aber auch viele kleine Dinge, die man anfangs gar nicht so merkt, die aber dennoch positive Auswirkungen haben.

    Da wäre zum Beispiel der Platz, den man hat. Oben ist nur diese wirklich schmale Leiste und der ganze Rest ist frei. Das Dash, was ich ja zum Dock gemacht habe, verschwindet komplett und taucht wirklich dann auf, wenn man es braucht. Schade finde ich da nur, dass man aus dem Menü Anwendungen die Programme nicht ins Dash schieben kann, sondern über Aktivitäten gehen muss. Ist aber nur halb so schlimm, so etwas macht man ja nicht dauernd.

    Auch das Dock selbst gefällt mir wirklich sehr gut. Die Icons, der leichte Schatten, es sieht einfach echt gut aus. Ich mag es definitiv!

    Was ich hoch interessant finde, Gnome konnte mich die letzten Jahre einfach nicht mehr für sich gewinnen. Ein paar kleine Variationen, dank dem Video vom Pinguin, die Neugier steigt und seither kann es sogar gegen Cinnamon bestehen.

    das ich manche sachen erklären müsste

    Nicht nur du.

    Vielleicht auch denke ich an manche Sachen gar nicht oder ist so selbstverständlich oder sonstiges

    Ganz genau. Das denke ich nämlich auch. Ich mache das einfach. Weil ist ja logisch. Zumindest für mich, aber ich habe es schon X-Mal gemacht und weiss worum es geht.

    ich freu mich darauf

    Ich bin auch. Kriegt die Angestellt der kleinen Firma ISIS eine Stimme :winking_face:

    Mahlzeit Leute!

    Ich würde gerne eure Meinung zu einer Idee von mir wissen. Vielmehr die Idee meiner Tochter.

    Es geht darum. Sowohl ich, wie auch der Pinguin und eigentlich jeder, der Videos über Distros und die Installationen macht, tut dies immer mit Erfahrung. Ob jetzt tiefgreifendere Erfahrung, oder eher geübter Benutzer. Auf jeden Fall haben wir alle mindestens einmal eine Distro installiert.

    Meine Tochter kam nun auf die Idee, es mal anders zu machen. Sie installiert nach meiner Anleitung. Sie ist am Computer nicht schlecht und hat Linux auch schon benutzt, aber noch nie installiert. Das heisst, während ich weiss, was die Befehle machen, warum ich etwas mache und was es bewirkt, fehlt ihr dieses Wissen. Das bedeutet, es sollten sich Fragen ergeben, die sie mir dann stellen und ich beantworten kann.

    Natürlich Arch, weil das eben mein Ding ist. Von Hand, von 0 bis bereit zur Benutzung. Also auch mit Desktop usw. Vielleicht auch mit Programmen, je nachdem wie gut es läuft.

    Was haltet ihr von der Idee?

    allerdings Fedora ohne irgendetwas läuft auch einwandfrei

    Genau das ist es ja, was mich immer wieder stutzig macht. Bzw. warum ich noch nicht den Sinn eines speziell für Gamer optimierter Kernel.

    dennoch hat Nobara einiges gepatched

    Das zweifle ich auch nicht an. Auch bei anderen Distros nicht. Aber wenn ich mir die Liste so anschaue fällt mir etwas auf.

    kernel patched with steam deck support
    kernel patched with microsoft surface support (https://github.com/linux-surface/…ter/patches/6.1)
    kernel patched with asus-linux patches for better asus laptop compatibility. (https://gitlab.com/asus-linux)

    kernel patched with Lenovo Legion Linux support (https://github.com/johnfanv2/LenovoLegionLinux)

    Diese Patches sind sicherlich sinnvoll, um die Distro auf vielen Geräten lauffähig zu machen. Aber, wenn ich mich und einige Gamer betrachte, die mit Linux spielen, da stösst das bitter auf. Denn da hätte ich dann Support für Geräte im Kernel, die ich gar nicht habe. Wird das auch noch beim booten automatisch geladen, gehen mit Ressourcen flöten für etwas, was ich überhaupt nicht benutze. Klar, eventuell haben die das so gemacht, dass diese Komponenten nur bei Bedarf geladen werden und nicht statisch im Kernel sind. Als ich jedoch damals noch mit Gentoo unterwegs war und mir meinen Kernel noch selbst gebaut habe waren Patchs, ohne sie direkt in den Kernel zu integrieren, immer irgendwo problematisch. Das mag an Gentoo gelegen haben, da bin ich mir nicht ganz sicher, aber etwas patchen ohne es fest einzuknoten war immer so eine Sache.

    Also so ganz lüftet sich das Geheimnis nicht.

    Es kann zum Segen werden, wenn man Videos wie die vom Pinguin hat, wo man sich die Distros mal anschauen kann, ohne selbst alles installieren zu müssen. Spart Zeit.

    Davon abgesehen ist es aber eher ein Fluch. So viele Distros bewerben sich mit super schnell, super klein, bla bla und sehr viele davon sind mal wieder irgendein Debian. Die Unterschiede sind oft marginal und beschränken sich eigentlich nur auf den Desktop. Hin und wieder hat mal jemand ein paar extra Tools gebastelt, die zuweilen wirklich nützlich sind, oft aber irgendwann nicht mehr gepflegt werden, an der Lokalität schwächeln usw.

    Für Umsteiger ist es definitiv ein Fluch. Egal ob man jetzt von Windows oder Mac kommt, man kennt eigentlich nur einen Desktop und erwartet dann auch, dass Linux nur einen Desktop hat. Tja, dem ist aber nicht so. Linux definiert sich nicht durch seine Oberfläche. Jede Distro kann im Endeffekt jeden Desktop haben, oder auch alle gleichzeitig.

    Um "seine" Distro zu finden muss man sich eigentlich erst Gedanken machen.

    1. Will man versioniert oder rolling.

    2. Was erwartet man vom Desktop, oder will man vielleicht gar keinen?

    3. Was erwartet man vom Paketmanager?

    4. Will man einen grafischen Paketmanager, oder einen einen für den Terminal?

    5. Will man basteln, oder muss alles Out of the Box funktionieren?

    Dann kann man auf die Jagd gehen. Aber bitte nicht über die Distro eigenen Homepages Denn da ist jede Distro die beste, geilst, schnellst, stabilste. Lieber Videos schauen und dann entscheiden.

    Aber auch dann muss die Distro kein Volltreffer sein. Am Ende muss man doch ausprobieren.

    Für sehr wichtig halte ich auch, dass man bereit ist zu akzeptieren, dass Linux anderer Wege geht, wie beispielsweise Mac und Windows. Wie oft habe ich schon gehört, dass sich jemand eine andere Distro installiert hat, weil ihm der dortige Desktop besser gefallen hat. Dabei ist der Desktop ja nicht fest in Linux verlötet. Hat man zum Beispiel Plasma, findet aber Cinnamon geiler, dann installiert man einfach Cinnamon und startet den über den Login-Manager. Ist das dann doch nicht toll, geht man wieder zu Plasma zurück und probiert vielleicht mal Xfce, oder Gnome.

    Man mag mich ja jetzt für verrückt halten, aber wer es wirklich ernst mit Linux meint, der sollte eine Distro mindestens einmal von Hand installiert haben. Nicht, weil es umständlich ist, sondern weil man dabei sehr viel lernt. Eben auch solche Dinge wie das mit dem Desktop. Da sieht man dann, dass man an einem gewissen Punkt ankommt, dass OS eigentlich vollständig installiert und einsatzbereit ist, aber man ja gar keine Oberfläche hat. Man findet auch keine Standardoberfläche. Schon merkt man, es ist alles gar nicht fest verdrahtet. Man hat die Wahl. Wobei es beim Login-Manager ja nicht anders ist. Viele verwenden LightDM. Habe ich auch lange. Bin aber jetzt zu sddm.

    In meinen Augen versteht man alles erst dann richtig, wenn man es mal selbst zusammengebaut hat. Deshalb habe ich meine Videos mittlerweile so aufgebaut, dass ich die Installation mit Absicht von Hand zeige. Wenn man es nicht selbst machen will, kann man sich dann immerhin anschauen, wie es geht. Inklusive Fehler, die ich mache und die ich bewusst nicht raus schneide. Damit will ich auch zeigen, welche Fehler auftreten können, wie man die Fehler sucht und beheben kann. Ohne gleich alles neu machen zu müssen.

    Natürlich ist das alles kein Muss. Man kann natürlich auch auf diesen Umstand verzichten. Aber auf jeden Fall sollte man bereit sein, Linux zu verstehen und nicht erwarten, dass es so funktioniert wie andere Betriebssysteme.

    Deshalb eben der Fluch. Es gibt soooooo viele Distros und das sind alles die schönsten, schnellsten und besten. Dabei hat der überwiegende Teil den gleichen Unterbau.

    Müsste ich mir eine neue Distro suchen, müsste die Software in den Paketen aktuell sein, der Paketmanager unkompliziert und es müsste mir die Freiheit lassen, die Software einzusetzen, die ich haben will. Also nicht proforma mal etwas installieren. Danach würde ich schauen, welchen Desktop ich will, welche Software usw.

    Und nein! Es müsste kein Arch sein. Wie Pinguin Debian gezeigt hat konnte ich mir durchaus vorstellen, auch das einzusetzen!

    Da bin ich mal 2 Tage nicht da, mutiert mein Threat zu Ratschlägen für Umsteiger. Tztztz.

    Manjaro für Umsteiger ist definitiv okay. Wäre aber nicht meine erste Wahl. Manjaro geht ja bei Updates manchmal etwas merkwürdig vor. Da kommen extra Updates für die Lokalisierung, auch mal für den Kernel, ich finde das manchmal unsinnig und verwirrend. Aus meiner Erfahrung mit Umsteigern war Manjaro auch eher semi optimal. Gerade die, die alles wie bei Windows erwarten, tun sich damit gerne schwer.

    Leider bin ich im Moment an dem Punkt, wo mir die Wahl für ein Umsteiger OS tatsächlich schwer fällt. Immer wenn ich denke, ich habe die möglichst perfekte Wahl getroffen, findet sich dann doch immer wieder ein Fallstrick. Viel hängt davon ab, wie bereit der OWU ist, sich auch etwas neues anzugewöhnen. Wenn er damit keine Probleme hat, ist Manjaro sicher eine sehr gute Wahl.

    Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, ich wollte hier eigentlich Erfahrungen mit versioniert und rolling sammeln.

    ist eine Distro für Gamer, angepasster Kernel usw.

    Das ist so ein Geheimnis, hinter das ich noch nicht gekommen bin. Was soll da am Kernel angepasst sein? Ich finde dazu nirgendwo Infos. Kann ja jeder was behaupten. Ich könnte mir vorstellen, dass der Kernel nur die nötigsten Module hat, um möglichst viele Ressourcen zu schonen. Mehr fällt mir dazu nicht ein.

    Das Thema ist eigentlich genial, da wird es nie ein Ende geben :thinking_face: , denn den einen wird nix über ein Stable gehen (wer sagt eigentlich das ein Rolling nicht stabil ist oder sein kann) der andere wiederum möchte nie mit der "abgehangen" Software arbeiten.

    Mein Gedanke war ja auch, die Unterschiede zu sammeln. Für bessere Antworten, wenn man danach gefragt wird. Soll kein Glaubenskrieg sein. Sachlich wäre mein Ziel.

    Mit Stable hast du aber Recht. Bei Gentoo hatte ich anfangs auch Stable und bin dann zu Testing. Aber das hiess da glaube ich anders. Gab nie wirkliche Probleme im System.. Manchmal hat ein Programm gezickt, weil das ebuild noch nicht ausgereift war, sonst lief aber eigentlich alles.

    Bei Arch wüsste ich jetzt auch nicht, was da instabil sein sollte. Mit AUR Paketen, die nicht vom Entwickler kommen, kann es mal haken. Das macht das System aber auch nicht instabil. Im schlimmsten Fall funktioniert eben das entsprechende Programm nicht. Das würde ich jetzt aber nicht instabil nennen. Bestenfalls nervig.

    Was die Appimages angeht, stimme ich dir voll und ganz zu. Man macht aus seinem Programm ein Appimage, was sich der Benutzer runterladen und benutzen kann. Auch das deinstallieren ist eifnach, da man nur diese eine Datei löschen muss. Das hat in meinen Augen sehr viele Vorteile, sowohl für den Entwickler, als auch den Benutzer. Eigentlich sollte ein Appimage auch immer sauber betrieben werden können, da es ja alles mitbringt, was es zum Betrieb benötigt.

    Das bringt aber auch den ersten Nachteil mit sich. Ein Programm von mir hat als reines Programm weniger als 500 Kb. Das AppImage ist aber über 400 MB gross, weil sämtliche Abhängigkeiten mit drin stecken. Das widerspricht eigentlich der Funktionsweise von Linux. Normalerweise, in meinem Fall ist es Qt5, greifen die Programme ja auf geteilte Bibliotheken zurück. Das heisst, wenn man Qt5 auf dem Rechner hat , können sämtliche Anwendungen darauf zugreifen. Beim Appimage bringt jedes Programm sein eigenes Qt5 mit.

    Noch ein Nachteil kann sein, dass man nicht immer auf Systemverzeichnisse zugreifen kann. Gerade Flatpak und Snap spielen ja in ihrem eigenen Sandkasten und kommen da auch nur auf Umwegen raus. So hatte ein Bekannter von mir das Problem, dass er Erweiterungen von OBS-Studio nicht einbinden konnte. Er hatte das als Flatpak installiert und musste die Erweiterungen auch in das von Flatpak angelegte Verzeichnis installieren. Das zu finden war aber auch nicht so ganz einfach.

    Es ist irgendwie wie immer. Auf einen Vorteil folgt auch Meistens ein Nachteil.

    Es wird eine VM angelegt, startet und ausser einem schwarzen Bildschirm mit einem blinkenden Cursor ist da nix...

    Gilt das auch für das Installationsmedium? Dann wäre es der Grafikkartentreiber. Die Distro will wahrscheinlich den Xorg-Server, oder Wayland starten und der Grafikkartenteiber crasht. So sieht es auch aus, wenn man Arch mit einem legacy Treiber verwendet und der passt nicht zum Kernel.

    Du kannst ja mal versuchtn Strg+Alt+F2 zu drücken, ob dann eine Konsole mit Login erscheint. Ich weiss aber nicht genau, wie das bei Virtmanager geht. Wenn du einfach so die Tastenkombination drückst, wandert wahrscheinlich dein OS in die Konsole. Kannst du aber wieder wechseln mit Strg+Alt+F1 oder F7.

    Wenn in der virtuellen Maschine aber dann eine Console mit Login auftaucht, ist es mit grosser Wahrscheinlichkeit der Grafikkartentreiber.

    Ja ich weiß gehört hier nicht hin, aber bei WIN11 hat ein (System) Update nach Neuinstallation ca. 90 Min. gebraucht. Horror!!

    Ich denke schon, dass es her gehört. Denn Windows ist ja auch ein versioniertes OS und ich habe ja kein Linux angesprochen und es ist im Cafe. Also passt es doch.

    Bei Windows finde ich es einfach mies, dass es einfach Updates macht, obwohl man feste Zeiten dafür vergeben hat. Es macht einfach sein Update und sagt nicht einmal was. Kam nicht selten vor, dass mein Windows total mies lief und ich mir nicht erklären konnte warum. Erst beim runterfahren bekam ich dann die Meldung, dass Updates gemacht wurden. Das greift für mich einfach viel zu viel in meine Entscheidungsgewalt ein. Auch, dass nach jedem Update wieder ein Icon von Edge auf dem Desktop liegt. Ich will den nicht, benutze den nicht und lösche das Icon ja auch nicht aus Spass. Trotzdem klebt es immer wieder da.

    Es wäre nichts dagegen zu sagen, wenn es sich ausschliesslich um sicherheitsrelevante Updates handeln würde und man eine Information bekäme. Aber wenn man kein Update wollte und auf einmal was in der Leiste ist, was überhaupt nichts mit Sicherheit zu tun hat, finde ich das einfach falsch.

    ann lieber ein Flatpak verwenden

    Da würde ich dir sogar zustimmen. Wenngleich ich selbst tatsächlich eher Snap verwende. Aber auch nur, wenn ich eine Software 2x haben möchte. Beziehungsweise 2x die Software starten möchte, die aber nur einen Start zulässt. Aber ob Flatpak oder Snap, dass ist ja wieder ein Thema, für ein ganz anderes Video :winking_face:

    Man hat aber trotzdem wieder das Problem, werden die Flatpaks oder Snaps auch ausreichend gepflegt? Zioone hatte da ja schon Schwierigkeiten. Da rennt man unter Umständen dann wieder in die gleichen Probleme.

    Ich konnte auf der Seite jetzt nicht entnehmen, wo das Problem liegen könnte. Dachte, dass es vielleicht rein mit EFI läuft und man das in der VM angeben muss. Den Fall hatte ich schon. Aber das konnte ich dort nicht finden, wäre aber trotzdem eine Möglichkeit.

    Es kann auch sein, dass keine generic Treiber für die Grafik verwendet wird. Aber auch dazu habe ich leider nichts gefunden.

    Dafür ist die FAQ voll listig.

    1. Frage

    - No

    2. Frage

    - No

    3. Frage

    - No

    Liest sich lustig. Wäre auch einfacher gewesen.

    "Bevor du fragst, NEIN!"

    Ja ich weiß das kann vermutlich immer passieren aber bei einem Rollig-Release ist die Gefahr größer nach einem Update Probleme zu bekommen.

    Diesen Effekt kenne ich bestenfalls von legacy Nvidia-Treiber, als bei alten Grafikkarten. Da muss man wirklich hin und wieder Hand anlegen, nach einem Update. Ist eigentlich auch kein Hexenwerk, für reine User aber sicherlich ein Ärgernis.

    Ich für meinen Teil würde deine Aussage komplett rumdrehen. Ich hatte schon weit mehr Probleme mit versionierten Distros, als mit rolling Release. Bei versionierten war jedes grosse Update für mich immer eine Zitterpartie, die in den meisten Fällen auch in die Hose ging.


    warum dann nicht als Beispiel wieder ein Debian Stable, einmal eingerichtet und ich hätte für Jahre meine Ruhe und benutze es einfach

    So habe ich auch schon gedacht, deshalb hatte meine Frau ja Mint auf dem Rechner. Das Stable kann hier aber zum Problem werden. Denn es ist ja nicht nur das OS Stable, sondern auch die Software. Ist man ein, sagen wir mal "Insel" User, also man macht seinen Kram ohne gross Kontakt zu anderen Usern, ist das kein Problem. Meine Frau hingegen tauscht sich auch mit anderen Usern aus, die zum Beispiel Gimp einsetzen. Da kam es dann schon zu dem Fall, dass ein Bekannter von ihr zu einer Frage bei Gimp meinte, sie solle es mal so und so versuchen. Das Problem war, der hatte das aktuelle Gimp, meine Frau die Stable-Version, die ein gutes Stück hinten dran war. Das brachte sie an den Punkt wo sie meinte, sie wäre vielleicht zu Doof dafür. Bis es sich eben aufgelöst hat, dass die Beiden verschiedene Versionen verwenden.

    Bei meiner Tochter ein ähnliches Spiel. Die hatte auf ihrem ersten, ziemlich alten Laptop damals Bunsenlabs drauf. Die Tutorials zu Gimp waren aber mit einer deutlich neueren Version, weshalb einiges in ihrer Version nicht so funktionierte.

    Also Stable kann ein Segen sein, aber auch ein Fluch.

    Mahlzeit!

    Da ich gerade wieder eine Diskussion bezüglich der Frage, lieber ein versioniertes oder ein rolling Release OS dachte ich, man könnte sich ja mal darüber austauschen.

    Ich bin ja ein Freund von rolling Release. Das kenne ich eigentlich erst seit Gentoo, aber seither finde ich es einfach super.

    Warum?

    Das ist ganz simpel erklärt. Es gibt einfach keine Probleme beim umstellen auf eine neue Version, da es schlicht keine gibt. Meine Frau hat lange Mint eingesetzt und da kam es eigentlich immer zu irgendwelchen Problemen. Selbst wenn das Update geklappt hat, kam es im Nachhinein zu Problemen und nicht selten habe ich dann alles neu gemacht. Da ich aber das Home-Verzeichnis generell auf einer anderen Partition, oder Platte liegen habe, waren ihre Daten wenigstens sicher und recht schnell war auch alles wieder so, wie es gewohnt war.

    Gentoo ist wahrscheinlich jetzt aber kein positives Beispiel für RR. Da kommt es bei Updates so oft zu Konflikten und Problemen, die man dann erst auflösen muss, dass da kein wirklicher Vorteil zustande kommt. Wobei sich das mittlerweile auch geändert haben kann, bin von Gentoo ja schon eine Zeit weg.

    Arch macht dahingehend aber bei mir, meinen ganzen Geräten, meiner Frau und jenen, denen ich es eingerichtet habe, nie irgendwelche Probleme. In einem anderen Beitrag habe ich schon gesagt, dass AUR Pakete hin und wieder mangels Pflege zu Probleme führen können, dass beeinträchtigt das System jedoch nicht.

    Man könnte als Kritik anführen, dass es gerade bei Arch dauernd zu Updates kommt. Ich selbst mache auf meinem Desktop und meinem Futro mehrfach täglich Updates. Stört mich auch nicht, es sei denn es ist mal wieder ein neuer Kernel dabei, der einen Neustart fordert.

    Viele mögen aber diese ständigen Updates nicht. Dazu kann ich nur sagen, es ist kein Windows. Die sind keine Pflicht und das OS macht auch nicht mal einfach so ein Update, weil es gerade will. Wer keinen grafischen Manager verwendet, bekommt ohnehin nicht mit, ob Updates vorliegen. Vor Pamac habe ich immer nur Montags ein Update gemacht, was sich bei den Laptops, dem Pi und dem NetBook sowie dem Rechner meiner Frau bis heute auch so durchgesetzt hat. Es ist also kein Zwang, bei Updates auch sofort die Updates durchzuführen. Auch bei den grafischen Paketmanagern kann man, wie der Pinguin in seinen Videos ja schon demonstriert hat, die Prüfung auf Updates individualisieren.

    Von meiner Sicht her ist also ein rolling Release die Methode der ersten Wahl. Ich sage aber extra, aus meiner Sicht. Ich sage also nicht, nur rolling Release ist toll.

    Jetzt würde mich interessieren, wie ihr das sehr. Habt ihr weitere Kritiken an rolling Release? Wo liegt bei euch der Vorteil eines versionierten OS?

    Wie läuft das eigentlich bei versionierten Distributionen? Klar, Sicherheitslücken werden für das System dann keine mehr geschlossen, aber ist es so wie bei Windows? Wenn der Support weg fällt, kann man die Version dann in die Tonne treten, weil Software auch nicht mehr mitspielt?

    Kann ich mir bei Linux jetzt nicht denken, aber es wäre in gewisser Hinsicht auch Logisch im Hinblick auf Sicherheit.

    Mahlzeit!

    Ich weiss, es gibt schon ein Thread wegen Gnome 43, aber ich möchte einen Thread mit Erfahrungen, Tipps und so starten. Das könnte für Leser interessant sein. Wenn die Forum-Admins das anders sehen, bin ich aber auch nicht böse.

    Anfangen will ich mal mit meiner Geschichte zu Gnome. Das habe ich schon damals, so 96/97 unter NetBSD verwendet und damals war das noch harte Handarbeit. Bis man da alle Abhängigkeiten gefunden und compiliert hatte, bis man dann gleiches mit allen Gnome Komponenten hinter sich hatte, da war schon viel Geld wegen den Downloadzeiten mit dem 28.8er Modem futsch. Kann man sich heute wahrscheinlich gar nicht mehr vorstellen. Es waren, wenn ich nicht ganz falsch liege, insgesamt so 300 MB. Damals eine kaum zu schaffende Zahl. Hätte ich damals nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, wäre mir das auch nicht möglich gewesen. Ich schätze mal, der ganze Download dürfte damals schlussendlich so zwischen 200 und 400 DM gelegen haben. Aber gut, damals war das für mich nicht nennenswert. Damals, heute würde ich zusammen brechen ;).

    Okay. Fortan war ich aber Fan von Gnome und hatte es auch immer auf allen unixoiden Betriebssystemen im Einsatz. Dann kam Gnome3. Erst hatte ich mich gefreut, dann schnell festgestellt, dieses neue Konzept gefiel mir gar nicht. Konnte man vorher bis zum Schatten der Elemente alles einstellen, waren die Einstellmöglichkeiten auf einmal fast alle weg. Klar, über CSS Dateien hätte man da noch einiges regeln können, aber CSS ist ja auch immer wieder so eine Sache. Manchmal überschreibt etwas einen anderen Eintrag, man findet ewig nicht, wo das Problem liegt usw. Selbst der Linus, also der Entwickler von Linux, hat sich damals gegen Gnome 3 ausgesprochen, da es dem Geist von Linux, eben alles anpassen zu können, widersprochen hat.

    Also, weg von Gnome 3. Das ich damit nicht alleine war sieht man auch daran, dass schon recht schnell Mate entstanden ist, was ja ein nach wie vor gut gepflegter und weiter entwickelter Fork von Gnome 2 ist.

    Ich war sehr lange aktiv mit Mate unterwegs. Irgendwann hat mich dann Xfce gefangen, ich hab auch Enlightenment versucht, Fluxbox habe ich eine Zeit eingesetzt, wie auch IceWM und eine ganze Zeit lang AwesomeWM, welches ich mit vielen eigenen Konfigurationen, da ist die Konfiguration ja in Lua geschrieben, Lua ist eine Programmiersprache und deshalb kann man extreme Dinge damit machen, bis ich schlussendlich bei Cinnamon gelandet bin, was ich bis vor ein paar Tagen noch durchgehend auf meinem Desktop eingesetzt habe.

    Soviel zur Vorgeschichte.

    Jetzt kommt da der Pinguin ums Eck und installiert Arch mit Gnome. Mein erster Gedanke, warum Gnome? Aber gut. Video angeschaut und zack, hier eine Erweiterung, da ein Theme, dort noch eine Erweiterung und was soll ich sagen. Ich war sofort interessiert, Gnome wieder eine Chance zu geben.

    Gesagt, getan. Also Gnome installiert, einige der gezeigten Erweiterungen, ein bisschen an den Einstellungen gespielt und seither läuft es bei mir und ich muss sagen, ich bin echt zufrieden damit!

    Zu den Vorteilen, die ich sehe, zählt definitiv der zweite Monitor. Cinnamon hat da die Angewohnheit, wechselt man den Workspace auf einem Monitor, wechselt auch der auf dem anderen Monitor. Das ist jetzt kein wirkliches Problem, aber manchmal nervt es etwas. Bei Gnome schiebe ich einfach das, was ich auf dem 2. Monitor haben will dorthin und schau an, es bleibt dort. Egal wie ich den Workspace auf dem Hauptbildschirm wechsele. Gefällt mir sehr gut!

    Was mich im ersten Moment etwas gestört hat, waren die Aktivitäten. Also wenn man die Mouse oben Links in den Eck zieht, dass dann die Aktivitäten angezeigt werden. Fand ich nicht toll und habe deshalb die Window-Liste eingebunden. Die hat mir aber auch nicht so gut gefallen, da alle Fenster mit vollem Namen angezeigt werden. Das wirkt alt und von Connamon bin ich gewohnt, dass dort nur das Icon zu sehen ist. Doch bevor ich mich daran machen konnte dort auch etwas zu ändern, haben mich die Aktivitäten überzeugt. Dank denen braucht man ja gar keine Window-List. Einfach die Mouse in Eck geschoben und das entsprechende Fenster ausgewählt. Window-List also wieder weg, jetzt habe ich mehr Platz und komme trotzdem sehr bequem an die Fenster, wenn auf einem Workspace mehrere offen sind. Oder auch direkt in ein Fenster auf einem anderen Workspace. Gefällt mir auch sehr gut!

    Mit der Erweiterung Dash to Dock habe ich dann jetzt das Dash als Dock. Einziger Unterschied ist eigentlich, als Dash muss man erst auf Aktivitäten, als Dock ist es einfach unten in der Leiste. Hatte es zwar am Anfang wie der Pinguin auch an der Seite, doch da habe ich dann ein Problem. Mein Hauptbildschirm sitzt vor mit,, der zweite Monitor ist links daneben. Mache ich das Dock auf die rechte Seite, klappt es ptima auf dem Hauptbildschirm. Auf dem zweiten Monitor sitzt es aber dann genau am Übergang. Da dann die richtige Stelle zu finden, dass das Dock erscheint, ist nicht immer ganz einfach. Baue ich das Dock auf die linke Seite, habe ich das gleiche Problem auf dem Hauptbildschirm. Also sitzt das Dock jetzt unten, da klappt es auf beiden Monitoren.

    Mir gefälltauch, dass man die Grösse verändern kann. Ich habe die Skalierung auf 0,9 gestellt und jetzt sind viele Elemente kleiner, aber trotzdem sauber zu erkennen. Spart mir wieder Platz.Ja, Platz brauche ich wirklich. Gerade beim programmieren, schreiben, oder in Blender. Da heisst es einfach, je mehr Platz, desto besser. Diese Option habe ich bei anderen DEs bistlang noch nicht gefunden. Klar, in AwesomeWM geht das auch, aber durch LUA geht dort eigentlich alles.

    Die Benachrichtigungen gefallen mir zudem auch sehr gut. Sie sind dezent oben in der Mitte, könnte man zwar umstellen, aber mir gefällt das, sie sind dazu auffällig genug, um sie auch wahrzunehmen. Normalerweise klatschen Benachrichtigungen immer massiv ins Bild, egal bei welcher DE.

    Beeindruckt hat mich dabei auch die Integration von Pamac. Egal bei welchem DE, normalerweise wird nur das Symbol angezeigt und ob alles aktuell ist, oder ob es Updates gibt. Gnome zeigt einem sogar an, wie viele Pakete ein Update wollen und welche das sind. Finde ich echt toll!

    Als Kritikpunkte kann ich bislang nur nennen, dass die Anzahl der Workspaces nicht so einfach erhöht werden kann. Es gibt zwar die Möglichkeit dazu, aber bislang wurden dann trotzdem nur 2 angezeigt. 2 sind mir aber definitiv zu wenig und auch Erweiterungen brachten nur bedingt Abhilfe. Die vom Pinguin gezeigte Lösung per Skript war hingegen erfolgreich. Da finde ich es aber schade, dass man da so basteln muss.

    Desweiteren ist die obere Leiste ein Ärgernis für mich. Nicht die Leiste selbst, sondern dass man die nicht auch gleichzeitig auf dem zweiten Monitor anzeigen lassen kann. Auch hier hat mir der Pinguin zwar eine Möglichkeit gezeigt, die funktioniert bei mir allerdings nicht. Das Beste, was bislang zu erreichen war, war über eine Erweiterung. Sobald ich auf dem Hauptbildschirm etwas im Vollbild laufen habe, wird die Leiste auf den 2. Monitor geschoben. Das hilft zwar, aber irgendwie fühlt es sich nicht befriedigend an. Ist zwar subjektiv, aber das gehört eben dazu.

    Mein Fazit bislang ist also, Gnome ist, wenn man mit Erweiterungen arbeitet, echt gut. Im Vergleich zu Xfce, welches ich kürzlich erst als Ersatz für Cinnamon probiert habe, habe ich derzeit noch nicht den Wunsch verspürt, zu Cinnamon zurückzukehren.

    Wenn ich wieder ein Update vom Kernel habe, was ja nicht lange dauern dürfte, schaue ich mal nach dem Speicherverbrauch direkt nach einem Neustart. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, da wird Gnome sich nicht besser schlagen als Cinnamon. Stört mich aber nicht. Wenn ich zum Beispiel spiele, wechsele ich ohnehin auf AwesomeWM. Linux ist da ja zum Glück wirklich problemlos. Ausloggen, mit anderem DE einloggen, fertig. Wobei ich sagen muss, beim ausloggen hat man hinterher nicht so viel Speicher frei, wie nach einem Neustart. Da bleibt also irgendwo was zurück. Aber in dem Fall ist ein Neustart, seit SSD, ja auch kein Problem mehr. Von meiner alten HDD hat so ein Neustart schon seine Zeit gebraucht.

    Okay. Das soll erst einmal reichen. Ich experimentiere noch ein bisschen, dann habe ich bestimmt wieder was zum tippen :winking_face:

    Gibt es öfter Probleme bei Updates?

    Ich hatte noch nie eins, obwohl ich hin und wieder von Problemen höre. Das sind aber fast immer Probleme, die durch AUR Pakete auftauchen. So hat der Viewer "Mirage" zum Beispiel Abhängigkeiten, die nicht mehr gepflegt werden. Also zumindest das AUR Pakt wird nicht mehr gepflegt. Dann kommt es zu Problemen und Abbrüchen bei einem Update. In solchen Fällen ist dann empfehlenswert, ein solches Paket zu entfernen. Sollte man das allerdings brauchen, was bei Mirage aufgrund der doch vielfältigen Alternativen nicht der Fall sein sollte, muss man ein bisschen in den AUR Paketen mit der PKGBUILD spielen, damit das wieder funktioniert.

    Ansonsten sind mir keine Probleme mit Updates bekannt. Jetzt bin ich mir im Moment gar nicht so sicher, wie lange ich Arch aktiv einsetze. Aber mindestens 5 Jahre, wenn nicht länger. Auf einigen Rechnern. Desktop, Laptop, NetBook, Futro, zeitweise auf dem Pi3. Wie ich schon geschrieben habe, wenn es um Timeshift und Co ging, gab es bei mir auf keinem System irgendwann ein Bedarf an einem solchen Snapshot und das dürfte ja ein Beleg für die Robustheit von Arch sein.

    Ich habe auch schon lang nicht gepflegte Arch-Systeme wieder problemlos updaten können. Da gab es lediglich das Problem von abgelaufenen Zertifikaten, was man aber mit einem simplen

    Code
    sudo pacman -S archlinux-keyring

    beheben kann. Danach lief das Update durch, auch wenn es seine Zeit gedauert hat.

    Ich kann dieses Leben im Netz auch nicht verstehen, obwohl ich es gute 5 Jahre selbst gemacht habe. Aber nicht, weil ich nicht gerne unterwegs war, sondern weil ich einfach zu kaputt war. Ich habe damals in einem Gerüstbaubetrieb gearbeitet, wo zwar pünktlich gestartet wurde, aber wann man dann zurück kam, dass wusste niemand. Ich hab da fast eine Phobie gegen die freie Natur entwickelt. Hätte ich da nicht SecondLife gehabt, wäre ich wahrscheinlich wirklich vereinsamt.

    Wie aber Menschen, die einen normalen Arbeitstag haben, ihre Freizeit nur noch mit Facebook, Instagram und TikTok verbringen können, dass erschliesst sich mit nicht. Ich war zum Beispiel gestern mit meiner kleinsten Tochter Schlitten fahren. Oder im Sommer sind wir draussen. So Sachen wir UNO spielen, oder sonstiges. Im Pool gammeln, so stelle ich mir das vor. Was viele da machen, verstehe ich nicht.

    Aber deine Fragen mit Bewusstsein, Angst usw. Tja. wie will man das simulieren? Das Problem ist ja, man weiss ja nicht einmal, was Bewusstsein ist. Man kann ja nicht ein echtes Bewusstsein nehmen, eine KI daneben halten und vergleichen. Denn wie gesagt, was ist Bewusstsein? Was ist Leben. Da gibt es ja nicht einmal nennenswerte Theorien. Der Eine sagt, Bewusstsein besteht ab etwa dem 2. Lebensjahr, weil Kinder sich dann im Spiegel erkennen, Andere sagen, es beginnt mit dem ersten Herzschlag. Da ist dann wieder die Sache, wenn ich eine KI so aufbaue, dass sie nach einiger Lernerfahrung einen Spiegel sieht und sagt, dass sie sich selbst betrachtet, ist es dann ein Bewusstsein?

    In Sachen Angst ist das schon etwas einfacher. Was ist Angst? Ein Mechanismus der uns sagt, da bleiben wir lieber weg. Das nachzubauen ist gar nicht so schwer. Sagen wir, in meinem Bot würde ich ein Netz einbauen, was Gefühle lernen soll. Mein Bot fährt dann irgendwohin, stürzt zum Beispiel eine Treppe runter und dann ist was kaputt. Das Netz könnte das dann so lernen, Treppen sind Gefährlich, da bleiben wir lieber weg. Es wäre im Prinzip der gleiche Mechanismus wie beim Mensch. Oder anderes Beispiel. Ein Hund kommt angelaufen, packt sich den Bot und spielt damit. Dabei geht was kaputt. Aus den Daten könnte das Netz dann lernen, wenn bestimmte Geräusche auftauchen, ist Gefahr im Verzug. Was ein verstärktes überprüfen der Umgebung auslösen würde, wo nach dem Muster Hund gesucht wird. Könnte man ebenfalls als Angst definieren.

    Glück ist das Gleiche. Das Netz könnte zum Beispiel lernen, wenn wenn der Energiespeicher leer wird, muss der Bot sein Solarpanel zur Sonne ausrichten. Anstatt also einfach per Programm statisch einzuknoten, wenn die Spannung einen bestimmten Wert erreicht hat dreh dich zur Sonne, würde das Netz aufgrund der niedrigen Spannung das Signal auslösen, nach Energie zu suchen. Könnte man als Hunger definieren. Wenn dann die Ausrichtung zur Sonne so ist, dass die Energie aufgefüllt wird, könnte das Netz dann das Signal auslösen, alles tutti, was man mit Freude, oder Befriedigung definieren könnte.

    Und Tada, schon haben wir das Problem. Sind das dann Gefühle? Dann kann man anfangen sich zu fragen, was man denn selbst für Gefühle hat. Hunger heisst, man braucht Energie. Freude heisst, man hat irgendein Bedürfnis zufriedenstellend befriedigt. Angst heisst Vorsicht.

    Da braucht dann auch keiner mit Liebe zu kommen. Denn auch das kann man einem Bot beibringen. Der Bot, den ich zum Beispiel da bauen will, ist sehr einfach. Es wäre wahrscheinlich kein überirdischer Aufwand, den mit Werkzeug auszustatten, um aus den entsprechenden Teilen ein Replikat anzufertigen. Okay. Es wäre eine 1:1 Kopie. Also nichts da mit genetischer Variation. Das wäre auch nicht schlimm, denn die Genetik ist eigentlich nur dafür verantwortlich, Verbesserungen einzufügen, die Spezies weiterzuentwickeln. Klar, man könnte natürlich einer KI auch beibringen, welche Probleme die vorherrschende Bauweise hat und wie man die verbessern könnte. Aber da wird es für mein Projekt dann doch utopisch.

    Ich könnte aber sehr wohl folgendes machen. Der Bot kann nur dann eine Reproduktion zum "Leben" erwecken, wenn er zusammen mit einem anderen Bot sein Wissen kombiniert. So könnte ich den Dingern Schnittstellen einbauen. Lustigerweise sogar eine männliche und eine weibliche. Oder anders gesagt, der männliche Bot bekommt einen Stecker, der weibliche eine Buchse. So. Der weibliche Bot ist dabei mittels einer Nabelschnur mit der Reproduktion verbunden. Einfach um bei der Geschlechterverteilung zu bleiben. Als der männliche Bot steckt seinen Stecker in die Buchse des weiblichen Bot, der per Nabelschnur, in dem Fall wäre das ein Kabel, mit der Reproduktion verbunden ist. Er dadurch können sie den neuen Bot aktivieren, wobei aus beiden Speichern jeweils 50% der gespeicherten Gewichte übertragen werden. Auch wenn der neue Bot eine 1:1 Kopie wäre, wäre sein "Bewusstsein" die Summer seiner Eltern. Es wäre also ein wirklich ganz neuer Bot, bei dem man die Eigenschaften seiner Eltern beobachten könnte und der durch neue Erfahrung dann seinen eigenen Weg geht.

    Okay. Mit 2 Bots wäre es natürlich Schwachsinn, da Liebe einzubauen. Es gibt nur 2, also wäre es ja sinnbefreit, so einen Reiz einzubauen. Denn falls die Beiden sich nicht leiden können, ist die Population schon am Arsch. Gäbe es aber eine Gruppe von Bots, wäre das Spielchen schon anders. Ich erwähnte ja die Neugier. Die kann man natürlich auf optische Reize nicht anwenden. Alle Bots sind gleich, haben vielleicht nur ein bestimmtes Merkmal, was sie als männlich und weiblich ausweist. Jetzt könnte aber einer der männlichen Bots Interessen an einem bestimmten weiblichen Bot entwickeln. Vielleicht weil dieser, aus welchem Grund auch immer, beim aufladen immer eine bestimmte Stelle aufsucht, oder die Linie nicht ganz akkurat verfolgt, oder was auch immer. Irgendetwas, was ihn eben von den anderen Bots unterscheidet und was das Interesse des männlichen Bots weckt. Ist da auch ein Fortpflangungstrieb im Spiel, wird der Bot sich mit diesem weiblichen Bot paaren wollen und im Endeffekt ist das die minimale Form von Liebe. Oder es könnte auch anders laufen. Wenn zum Beispiel die Bots aufgaben erledigen sollen und zwei der Bots merken, dass sie als Team die Aufgaben besser erledigen können. Also im Endeffekt ist Liebe auch nichts besonderes.

    Wo du absolut Recht hast ist mit der Tatsache, dass ein menschliches Gehirn um so viel leistungsfähiger ist, als jede Art von Computer. Betrachtet man die Grösse, was so ein Gehirn alles speichern und zu Stande bringen kann und dabei gerade mal 20 Watt aufnimmt, dann ist das schon ziemlich heftig. Wenn man dann noch bedenkt, dass ein Gehirn neue Bahne und Verknüpfungen anlegen kann, da scheitert es schon bei der Nachahmung. Wie gesagt. Analog wäre das viel, viel, viel leichter. Jedes Neuron ist ein fester Widerstand, der durch Potis mit allen anderen Neuronen verbunden ist. Vorne legt man eine Spannung an und hinten kommt eine andere Spannung raus. Binäres Rechnen zum Beispiel. Vorne werden zB 5 Volt angelegt, also eine 5. Hinten sind eine Reihe LED. Sagen wir 5 für 5 Bit. Dann müsste als Ergebnis

    Code
    00000101

    Erscheinen. Also wenn jede Zahl eine LED ist und 0 ist aus 1 ist an. Wenn nicht, dann dreht man so lange an den Potis, bis es stimmt. Viel Leistung würde nicht durch so ein Netz gehen und besonders interessant wäre, sobald man vorne eine Spannung anlegt, hat man hinten das Ergebnis. Das wäre verdammt schnell, egal wie komplex.

    Wenn man sich das aber mal bildlich vorstellt, ein Gehirn hat Milliarden Neuronen und alle sind mit Synapsen verbunden. Das wäre dann ein richtig, richtig, richtig grosses Teil.


    Die Verbindung zu LinuxNews/ChatGPT

    Also meine Antworten beziehen sich genau auf das hinter dem /.