Beiträge von diabolusUmarov

    Bedingt gebe ich dir da Recht. Nicht was Krypto angeht. Spekulanten dürften davon jetzt zwar die Nase voll haben, aber das war ja nie der Grundgedanke, sondern eine Währung frei von Kontrolle und Inflation. Da hege ich die Hoffnung, dass gerade Bitcoin dann jetzt von einem Spekulationsobjekt doch noch seine wahre Bestimmung erfüllt.

    Was KI angeht, da bin ich aber voll bei dir. ChatGPT ist keine KI, so wie man den Begriff verstehen sollte. Man muss auch keine Angst haben, dass der Staubsauger irgendwann ein Bewusstsein entwickelt und seinen Besitzer versklaven will. Auch ChatGPT wird niemals auf die Idee kommen, die Weltherrschaft an sich reissen zu wollen. Egal wie viel es lernt.

    Die meisten Menschen machen sich aber keine Gedanken, was Intelligenz eigentlich ist. Noch weniger, wie der Mensch, oder der Hund funktioniert. Deshalb ja mein Beispiel mit Baymax. Am Ende des Films könnte man annehmen, Baymax hat ein Bewusstsein entwickelt und ist menschlich. Bricht man aber seine Handlungen auf das Wesentliche runter, dann ist dem eben nicht so. Er lernt Verfahren, die das Wohlbefinden seines Patienten steigern. Mehr nicht. Egal wie es den Anschein hat.

    Genau hier setzen dann auch meine Experimente ein und eines ist mir schnell klar geworden. Ein neuronales Netz alleine ist komplett sinnlos. Das braucht Input und auf den Output muss reagiert werden. Wie ich zu meinen Experimenten ja gesagt habe, ich musste dem Ding erst eine Motivation, oder Instinkt geben, sonst wäre überhaupt nichts passiert. Genau da liegt der Knackpunkt und genau da geht auch mein nächster Schritt in dieser Hinsicht hin.

    Ich will als nächstes einen richtigen kleinen Roboter bauen. Also ein kleines Fahrzeug. Dafür will ich einen Pi Pico einsetzen und das Teil soll zu Beginn überhaupt nichts können. Es soll also selbst lernen, wie es seinen Antrieb einsetzt. Das wird es aber nicht tun, wenn es keine Aufgabe hat. Also wird sein Grundinstinkt sein, einer weissen Linie zu folgen. Also hat es den Instinkt sich zu bewegen. Muss aber, ähnlich wie im realen Vorbild, erst einmal lernen, wie es sich zu bewegen hat.

    Und genau hier fängt es schon an. Denn mit einem neuronalen Netz wird es nicht getan sein. Wie auch? Denn eigentlich müsste das so programmiert sein, dass dieses Netz selbstständig Leitungen zu den Motoren legen müsste. Geht aber nicht. Also muss ich diesen Schritt selbst durchführen, also die H-Brücken der Motoren mit dem Mikrocontroller verbinden. Das Netz bekommt seine Motivation. Folge der weissen Linie. Dieser Instinkt rudert nun jeden einzelnen Durchgang durch das Netz. Hinten raus feuern dann Neuronen, die irgendetwas zu den Motoren schicken. Dann wird geprüft, ob entsprechendes Neuron auch das richtige gemacht hat. In meinem Beispiel wäre das also, es gibt vier Ausgabeneuronen. 1 wäre linker Motor vorwärts, 2 linker Motor rückwärts, 3 rechter Motor vorwärts, 4 rechter Motor rückwärts. Soll der Bot dann einer geraden Linie folgen, muss es also lernen, für seine Aufgabe Neuron 1 und 3 zu feuern.

    Da geht es dann gleich weiter. Denn um zu wissen, ob es richtig war und ich ihm das nicht immer sagen muss, muss da eine Möglichkeit sein, das Ergebnis zu prüfen. Also ein Sensor der zeigt, der Bot befindet sich über der weissen Linie. Rechts und Links davon sollte also gleichmässig viel nicht weiss sein. Dann ist es prima. Okay, mit einem gewissen Schwellwert. Genau die Mittellinie zu treffen wäre etwas zu heftig.

    Also. Um so einen Bot selbstständig über eine weisse Linie fahren zu lassen, braucht es eine Eingabe, in dem Fall der Instinkt, eine Handlung, die Bewegung und dann eine Kontrollmöglichkeit, also einen Sensor.

    Das sollte vom Pi Pico auch problemlos gestemmt werden können. Es wird etwas dauern, klar, aber es sollte zu realisieren sein.

    Viel einfacher könnte ich das aber realisieren, indem ich einen statischen Algorithmus einbaue. Also wenn vom Sensor die Eingabe kommt, dass Links und Rechts die Abweichung von Weiss innerhalb bestimmter Parameter ist, feuere Pin 1 und Pin 3.

    Wie aber die Bezeichnung schon sagt, es ist statisch. Baue ich da jetzt eine Kurve ein, wird bei der statischen Variante folgendes passieren. Der Bot kommt bis zu der Kurve, die sagen wir mal nach Rechts abbiegt. Dann wird die Abweichung von Weiss grösser, überschreitet den zulässigen Parameter und der Bot bleibt stehen.

    Mit einem neuronalen Netz aber nicht. Der kommt dann an die Kurve und fängt an auszuprobieren, was er feuer muss, um auf Kurs zu bleiben. Irgendwann wird er dann lernen, er muss nur 1 feuern, dann wandert der weisse Bereich wieder in die Mitte.

    Nach X Zyklen wird das dann so stabil sein, dass man die unmöglichsten Kurse aufmalen kann und er Bot wird folgen, ohne das man selbst irgendwas am Programm geändert hat. Der fährt dann und fährt und fährt, bis irgendwann die Energie alle ist und auch dann versucht er es so lange, bis die Energie sogar für den Mikrocontroller zu schwach ist.

    Und schon steht man vor dem nächsten Problem. Denn egal wie perfekt dieses Netz am Ende arbeitet, es wird nie mehr tun können, als einer weissen Linie zu folgen. Aus biologischer Sicht heisst das, es folgt so lange stur seinem Instinkt, bis es stirbt. Das könnte man sogar auf so ein Netz übertragen. Denn speichert man die Gewichte der Synapsen nicht, dann ist hinterher alles erlernte weg, was so etwas wie dem Tod gleichkommt. Man wäre aber ziemlich blöd, wenn man die Werte nicht speichern und später wieder laden würde.

    Das zeigt aber das eigentliche "Problem". So eine KI macht immer nur das, was man ihr vorgibt. Deshalb wird ein Staubsauger auch nie etwas anderes machen, als seine Arbeit. Um einen lernfähigen Algorithmus ist immer ein Programm gebaut und das gibt am Ende die Funktionsweise vor. Egal wie viel die KI darin lernt.

    Aber genau das ist auch das spannende. Leider kriegen das die meisten Nutzer von KI gar nicht mit. Denn wenn man sich darüber Gedanken macht und sich irgendwann die Frage stellt, wie funktioniert das eigentlich bei mir, dann stellt man recht schnell fest, auch im Mensch, oder jedem anderen Lebewesen muss es irgendwo ein statisch verknotetes Etwas geben, was unsere Handlungen vorgibt. So ist es ja auch. Wir haben das Bestreben zu überleben. Wir wollen uns fortpflanzen usw. Das kann man dann natürlich auch auf eine KI übertragen. Man baut einfach weitere Instinkte ein. Beispielsweise den Überlebensinstinkt. Der funktioniert sogar relativ simpel. Man muss nur den Energiespeicher überwachen und einen Schwellwert einbauen. Ab einer gewissen Spannung tritt der Instinkt, der Linie zu folgen, zugunsten des Überlebensinstinkt in den Hintergrund. Da könnte man die KI darauf trainieren, zum Beispiel ein Solarpanel möglichst gut zur Sonne auszurichten. Wäre auch kein grosser Aufwand, denn der Bot müsste sich dann nur entsprechend drehen.

    Wirklich knackig wird es aber dann, wenn man so einem Bot auch noch Neugier beibringen will. Dafür reicht dann ein Netz nicht mehr. Ausser man will eine statische Neugier, die man einprogrammiert. Das wäre aber langweilig. Also käme da ein weiteres Netz zum Einsatz. Möglichst auf einem eigenen Mikrocontroller. Das wird initiiert und kann dann von sich aus lernen, was den Bot neugierig macht und was nicht. Einfach Anomalien rein werfen und dann per Zufall entscheiden lassen, ob etwas interessant ist, oder nicht. Wenn zum Beispiel abseits der weissen Linie ein Fleck ist, der sonst nicht auftaucht, oder so. Man kann ja auch beim Mensch nicht sagen, warum der eine dies interessant findet und der andere nicht. Also wäre Zufall hier adäquat. So könnte die Neugier den Instinkt übersteuern und der Bot könnte über so eine Anomalie fahren. Ist seine Neugier befriedigt, also sind X Zyklen abgelaufen und die Neugier lernt, dass es gar nicht so interessant ist geht es zurück auf die Linie, oder zum aufladen.

    Das ist am Ende wirkliche KI. Ein Bot der nicht einfach stumpf das tut, was ein Programm ihm vorgibt, sondern der diverse Reize hat, auf die er individuell reagieren kann. Eben so, wie er es gelernt hat.

    Nach meiner Erfahrung heisst das aber, da sind viele Netze am Werkeln. Ein Netz für die Steuerung, eins für die Neugier, eins für Sensoren usw. Und trotzdem wird es am Ende ein Roboter bleiben. Denn auch wenn es Hollywood ja gerne anders zeigt, auch für Emotionen wie Freude und Hass müsste man ein eigenes Netz einbauen. Denn jedes Netz ist ja spezialisiert. Okay, man könnte natürlich ein pervers grosses Netz mit Milliarden von Neuronen basteln, wo man oben was rein wirft und unten kommt dann was selbst gelerntes raus. Aber dazu fehlt uns die Hardware. Ich glaube auch nicht, dass man so etwas mit einer ähm Von Neumann(?) Architektur auf die Reihe kriegt. Der Energiebedarf wäre abartig. Das wäre schon eher mit analoger Technik realisierbar. Die wäre dann aber abartig gross.

    Dinge wie ChatGPT sind eine wirklich beeindruckende Sache. Auch was die Erkennung von Strukturen und Objekten angeht, hat mich so manche KI schon stark beeindruckt. Zu nennen wäre da Deepfake. Damit haben wir selbst schon rum gespielt und ich hab aus meiner Tochter ihre lieblings Manga-Figur gemacht. Okay, mein Computer war da massiv an der Leistungsgrenze, aber funktioniert hat es trotzdem. Das ist schon sehr beeindruckend. Aber man sollte KI als einen eigenen Begriff ansehen und das "Intelligenz" nicht so wörtlich nehmen.

    Alles um dann zu merken, dass eine KI nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Seitdem ich mich mit dem Thema befasse und hinter die Mechanik dahinter gekommen bin, hat mich schon einige Male der AHA-Moment erfasst. Gerade in der Hinsicht, dass viele sich ja sorgen machen, eine KI könnte zu viel lernen, ein eigenes Bewusstsein entwickeln usw. So interessant und vielversprechend die Technik auch ist und das ist sie definitiv, schlussendlich sitzt um so eine KI immer ein Programm drum rum, was die KI steuert.

    Gut zu sehen ist das im Film Baymax. Wenn man sich Baymax dabei wirklich ganz genau anschaut merkt man, egal wie menschlich er zu wirken scheint, er simuliert alles nur. Weder hat er ein eigenes Bewusstsein, noch macht er etwas gegen seine Programmierung. Bis zum Schluss ist er nur bemüht, den Gesundheitszustand seine Patienten zu verbessern.

    Die grösste Stärke eine KI ist auch ihre grösste Schwäche. Das lernen. Klar, bei ChatGPT wurde die KI mit unglaublich vielen Daten programmiert. Trotzdem lernt sie mit jeder Anfrage weiter. Genau da kommt dann das Problem ins Spiel. Man kann einer KI nicht sagen, dieses lernen ist gut, dieses ist schlecht. Erklärt man einer KI lange genug, dass 2+2=6 ist, wird sie es lernen und fortan ist dieses Ergebnis richtig und daraus leiten sich dann schnell weitere Fehler ab. Aktuell ist ChatGPT zu stark trainiert, um einfach so etwas falsches zu lernen. Aber irgendwann wird es irgendwelche Freaks geben, die es direkt drauf anlegen, irgendeinen Schwachsinn zu lehren. Oder, beim trainieren schleicht sich ein Fehler ein, der nicht entdeckt wird und dann seine Kreise zieht.

    Das habe ich in meinen eigenen Experimenten selbst lernen müssen. Ich spiele immer mal wieder mit neuronalen Netzwerken. Dabei habe ich selbstverständlich nicht solche Datensätze zur Verfügung, wie Google oder Microsoft. Bei mir fällt falsches Training sehr schnell auf. Mein bisher bestes neuronales Netz war so angelegt, dass es in einer Art virtuellem 2D Raum Energiepunkte einsammeln musste. Das Netz hat dabei einen einzelnen Punkt gesteuert, der ein gerades Sicht von 4 Punkten in Bewegungsrichtung hatte. Der Punkt konnte sich um jeweils 90 Grad drehen und ich in Bewegungsrichtung immer um einen Punkt bewegen. Es gab einen Rand, Hindernisse und Energiepunkte. Als Motivation habe ich den Instinkt verwendet, die eigene Energie zu erhöhen. Das war alles. Den ganzen Rest musste das Ding selbst lernen. Also erst seine Fähigkeiten bis hin zu dem Verhalten zu suchen, sein Suchverhalten zu optimieren und das es bei den Energiepunkten seinen Instinkt befriedigen kann.

    Soweit so gut. Das hat auch tatsächlich oft funktioniert. Meine beste KI dabei konnte sich über 2 Stunden erfolgreich am Leben halten. Es war auch hoch interessant zu beobachten, wie das suchen immer effizienter wurde. Wie die KI bereits abgewanderte Regionen erst dann wieder bewandert hat, wenn in den noch nicht besuchten Bereichen nichts zu finden war usw.

    Doch während man bei einem statischen Algorithmus alle Fehler irgendwann ausgemerzt hat, ist es bei einem neuronalen Netz eben nicht so. Gerade wenn es selbstständig dazulernen soll, was ja der eigentliche Grundgedanke dahinter ist, lernt es immer weiter und das mit der sogenanten Backpropagation of Error Methode. Das heisst, wenn nach einem Durchlauf das Ergebnis nicht so ist, wie es sein soll, werden die Gewichte rückwärts angepasst. Als Beispiel, wer damit nichts anfangen kann, wenn man 2+2 in das Netz eingibt und hinten kommt 5 raus, dann stimmt das natürlich nicht. Dann wird 4 als Ergebnis genommen und die Gewichte so lange angepasst, bis bei der Eingabe 2+2 raus kommt.

    Das funktioniert in der Regel auch beeindruckend gut. Aber nie zu 100%. So kommt bei 2+2 am Ende dann 3,9999999998 raus, oder so etwas.. Das ist ausreichend genau, kann man ja schliesslich runden. Genau da ist aber auch das Problem. Beim anpassen der Gewichte ist immer irgendwo ein nicht so ganz genauer Wert dabei. Meine KI hat dann immer wieder etwas gelernt, was eigentlich nicht richtig war. Das hat sich dann quasi aufgeschaukelt und irgendwann ist sie dann zielstrebig auf Hindernisse zu, anstatt zu den Energiepunkten. In meinem Fall konnte ich das recht einfach beheben. Es war ja ein klares Ziel defininiert und wenn klar war, dass die aktuelle Handlung das nicht erreichen kann, wurde es als Fehler angesehen und weiter gelernt.

    Mach das mal bei einer KI wie ChatGPT. Dem kann man nicht einfach sagen, diese und das ist falsch. Klar, durch den massiven Einsatz von Testdaten wird es immer unwahrscheinlicher, dass da Schwachsinn gelernt wird. Es gibt aber Individuen, die einen riesigen Spass daran haben, so einer KI mit Absicht dummes Zeug beizubringen. Das ist natürlich nicht einfach, gerade auch, weil man ja echte Telefonnummern verwenden muss. Doch da ist etwas, was so einer KI nach wie vor um Welten voraus ist. Das Vorbild, also unser Gehirn. Wenn es also wirklich ein Hacker mal darauf anlegt, ChatGPT, oder eine entsprechende Anwendung zu stören, dann findet der einen Weg. Botnetze sind ja dank WiFi-Glühbirnen und ähnlichem heute so gigantisch wie nie zuvor. Wenn dann ChatGPT einmal Blödsinn in seinen Synapsen hat, dann wird es verdammt schwer, den wieder zu entfernen. Wenn nicht sogar unmöglich und man muss ein Backup einspielen. Dort sind dann aber viele Lernfortschritte nicht vorhanden.

    Also ich denke mal, was derzeit wie die intuitivste Technik überhauptanmutet, wird sich in naher Zukunft als Problemfall herausstellen. Was allerdings nicht heisst, dass man aktuell mit den Aktien echt fette Kohle verdienen kann, oder konnte.

    Aber Steam selbst, so glaube ich, entwickelt nur für Windows und Mac.

    Das ist nicht korrekt. Steam entwickelt für Linux und das ziemlich intensiv. Alleine ihre Wine-Umsetzung Proton ist extrem gut und verhilft vielen Anwendungen, auf Linux sehr gut zu laufen. Auch versucht, oder versuchte, Steam die Entwickler von Spielen, die ihre Spiele unter Steam zur Verfügung stellen dazu zu bewegen, auch eine Linux-Version bereitzustellen oder zumindest dafür zu sorgen, dass es reibungslos mit Proton läuft. Das Steamdeck läuft ebenfalls mit Linux.

    Was nun aber Flatpak anbelangt. Der Gedanke ist gut, die Umsetzung oft schlecht.

    Das die Programme meist deutlich größer sind als ihre "normalen" Repository Gegenstücke hat mich nicht gestört

    Die müssen ja grösser sein, schleppen sie ja ihre eigene Distro mit. Das ist mir in meinen Anfangszeiten von Arch aufgefallen. Immer, wenn es ein Update von Nvidia-Treibern gab, lief Steam nicht mehr, da ich es unter Flatpak installiert hatte und das ebenfalls ein Update benötigte, um den neuen Nvidia-Treiber zu installieren. Muss man aber auch erst einmal wissen. Der unbedarfte User installiert etwas über Flatpak und da er die Technik dahinter nicht versteht, versteht er auch nicht, warum da auf einmal etwas nicht mehr funktioniert.

    Ich habe mich dann erst einmal genauer mit Flatpak auseinandergesetzt und verstanden, wie es überhaupt funktioniert. Die Idee dahinter ist ja auch durchaus interessant. Du musst dein System nicht mit irgendwelchem Kram voll müllen. Werden die Flatpak Pakete auf einer anderen Platte installiert, wie das System selbst, kann man das auch neu installieren, oder eine andere Distro verwenden und nach der Installation von Flathub und eventuell dem anpassen der Installationspfade, laufen die bereits installierten Pakete ohne Neuinstallation wieder. Auch im Bereich der Sicherheit ist es interessant. Denn nutzt man ein Paket aus Flatpak, läuft das ja in seiner eigenen Maschine und wenn es in der Software Schwachstellen gibt, dann hat ein Angreifer nur Zugriff auf diese eigene, kleine Welt. Es gibt zwar Möglichkeiten aus so einem Container auszubrechen, aber dafür muss der Angreifer das auch erst verstehen und auch umsetzen.

    Genau da ist aber auch das Problem. Will man zum Beispiel etwas sicher, muss man erst einmal herausfinden, wo es überhaupt gespeichert ist. Ich wollte zum Beispiel bei Ark meine Spielstände von den lokalen Spielen sichern und musste erst mühsam suchen, wo die überhaupt gespeichert werden. Oder, man lädt etwas über einen in Flatpak installierten Browser runter. Das muss man dann auch erst suchen gehen.

    Auch die beschriebenen Probleme mit dem speichern von Einstellungen. Wird so ein Paket gestartet, dann in aller Regel in seiner Grundkonfiguration. Will man, dass Einstellungen und ähnliches erhalten bleiben, muss man die entsprechenden Pfade auf das eigentliche System umleiten. Das macht aber wieder die Idee kaputt, man könnte ja eigentlich die Distro wechseln und hinterher läuft wieder alles.

    dennoch denke ich das je nach Distro ein flatpak Sinnvoll sein kann, als Beispiel Gimp, libreoffice usw. Gerade bei LTS distros

    Da gebe ich dir vollkommen Recht. Auf die Art kann man neue Versionen, die noch nicht so gut abgehangen sind, wie Debian es ja gerne hat, installieren, ohne Gefahr zu laufen, dass man sein System instabil macht. Im schlimmsten Fall crasht dann eben nur dieses Paket und man kann es wieder entfernen. Schlussendlich sind hier aber die wirklichen Vorteile auch schon erschöpft. Gerade, wenn man eine aktuelle Distro wie beispielsweise Arch einsetzt, hat man eigentlich immer die aktuellsten Versionen von Programmen. Gerade Arch zeigt hier auch, dass man Pakete auch vollständig wieder entfernen kann. Etwas, was zum Beispiel Gentoo nicht wirklich auf die Reihe kriegt. Installiert man da etwas und will es hinterher wieder loswerden, dann muss man alle Abhängigkeiten auch deinstallieren. Arch kann das von sich aus. Wobei Arch jetzt nur als Beispiel dient und nicht implizieren soll,, dass Arch das Non+Ultra ist.

    Das ein Konzept wie Flatpak auch gut funktionieren kann, zeigt in meinen Augen Docker. Meine Server zum Beispiel haben nur die Grunddistro mit ein wenig Zusatzsoftware wie eben docker, docker-compose, git und ähnliches. Meine Container haben dabei alle ihr eigenes Verzeichnis, in dem sie auch ihre Daten speichern. Hier funktioniert das. Als ich meinen Pi3 von MicroSD auf SSD umgestellt habe, wobei die Docker-Container auf einer externen HDD gespeichert sind, konnte ich diese im Anschluss einfach starten. Okay, die Images mussten noch geladen werden, aber danach lief alles sofort so, als wäre nie etwas geschehen. Auch hat Docker den Vorteil, gerade mit docker-compose, dass bei jedem Start das Image geprüft und bei Bedarf aktualisiert wird.

    Docker hat aber gegenüber Flatpak auch einen Nachteil. Da hat man keine GUI. Zumindest habe ich noch kein Programm gesehen, welches eine hätte und auch bei meinen eigenen Images war ich noch nicht dazu in der Lage, ein GUI einzubauen. Natürlich kann man das über einen Browser machen. Portainer zum Beispiel kann man problemlos per Browser erreichen und grafisch verwenden. Oder NextCloud, OctoPrint, Homeassistant usw. Da ich aber Saas nicht als der Weisheit letzter Schluss halte, muss man schliesslich auch für kleine Anwendungen immer einen fetten Browser starten, ist das für mich nur halb optimal.

    Um jetzt die Frage des Threads zu beantworten. Fluch, oder Segen? Das hängt wohl immer stark davon ab, was man haben will, wie man es einsetzt und wie gross die Bereitschaft ist, sich den kleinen Umwegen zu widmen. Auch ist immer die Frage, wie sinnvoll es ist. Unter Mint zum Beispiel kann es durchaus ein Segen sein. Unter Arch macht man sich oft nur Umstände, die sinnlos sind. Warum sich um die Umwege kümmern, um aktuelle Versionen zu haben, wenn man die auch so kriegen kann, ohne Umwege?

    Ich will es mal so beantworten, also aus meiner Sicht. Flatpak, Snapd und Docker sind sehr gute Konzepte. Alle haben ihre Stärken und Schwächen und in jedem Fall sollte man die Technik, die dahinter steck, verstehen und verwenden können. Dann weiss man auch, ob man es braucht, oder eben nicht. Gerade im Punkt Sicherheit können diese Konzepte punkten. Auch im Bereich von Software, die unter Umständen nicht mehr weiterentwickelt werden. Sollten die nämlich auf Abhängigkeiten aufbauen, was ja eigentlich mittlerweile alle tun, die dann weiterentwickelt werden steht man manchmal vor der Frage, ist mir die Software so wichtig, dass ich die veralteten Versionen der Abhängigkeiten beibehalte? Mit den genannten Konzepten stellt sich diese Frage nicht. Da kann man die selbe Abhängigkeiten für jedes Paket in der benötigten Version installiert haben.

    Also für diejenigen, die sich die Mühe machen, hinter die Funktionsweise einer der Techniken zu schauen, kann es absolut ein Segen sein. Egal welche davon. Wer aber einfach nur installieren und benutzen will, der fängt schnell an zu stolpern und es wird zum Fluch. Keines der Konzepte ist die eierlegende Wollmilchsau.

    Ja, da kann ich dir nicht widersprechen. Ich bin ja auch auf D.tube unterwegs und unter den Top Videos ist viel Blockchain Zeugs.

    Das Problem ist auch, in vielerlei Hinsicht sind Abonnenten oft mit Groupies vergleichbar. Egal was der entsprechende Youtuber postet, die singen Lobeshymnen drauf. Ich muss betteln, dass mal jemand Namensvorschläge für die Dinos abgibt.

    Die Sache ist aber auch nicht ganz ungefährlich. Hat jemand eine gewisse Zahl an Anhängern, der Begriff ist bewusst gewählt, wird seine Meinung zu einem Gebot. Das habe ich in den Anfangszeiten der E-Zigaretten deutlich gesehen. Du konntest das beste Material im Shop haben, wenn ein entsprechender Youtuber gesagt hat, ihm gefällt das nicht, hast du von dem Zeugs nichts verkauft. Da war es dann sehr sinnvoll zu warten, welche Produkte der als toll angepriesen hat und die dann in den Shop zu nehmen. Die gingen dann auch. Selbst wenn es so ein Quatsch war wie die Evig, wo du nebenbei auf dem Display noch irgendwas spielen konntest und so. Oder Akkuträger wie die Provari. Sündhaft teuer, immer als unkaputtbar angepriesen, dann aber Videos, wie man sie repariert veröffentlicht. Hauptsache aber mal 200€ für so ein Ding ausgegeben.

    Wo ich aber Zuschauern und Abonnenten absolut etwas positives nachsagen kann, die sind hilfsbereit. So habe ich schon ein paar Dinge von einem Zuschauer gesponsert bekommen, damit ich damit Videos machen kann. Also nicht das ich irgendein Produkt damit bewerben soll. Aber mein aktuelles Projekt, wo ich den Competition Pro Joystick nachbaue, da wurden mir die Teile für finanziert. Ohne das ich Namen nennen soll, oder einen Shop, oder was auch immer. Das finde ich richtig toll. Wenn man bedenkt, dass es mittlerweile zum Alltag geworden ist, dass man jeden Cent zurückfordert, ist das wirklich erstaunlich und ich finde auch, so etwas verdient Anerkennung.

    Youtube ist auch wieder so eine Sache wie alles im Internet. Man ist davon abhängig, dass man gefunden wird. Als ich noch meinen Shop hatte war ich preislich und qualitativ gut aufgestellt. Solange ich für meine Produkte auch noch Werbung machen konnte, lief alles ziemlich gut. Aber dann hiess es auf einmal, anstatt Werbung brauche ich jetzt SEO. Da spielt es dann überhaupt keine Rolle, wie gut die Produkte sind. Es ist nur noch wichtig, wer gibt mehr Geld für SEO aus und da konnte ich mit den grossen Shops einfach nicht mithalten. 50€ im Monat waren für mich schon viel, die haben 5.000€ ausgegeben und Zack fand man mich nur noch auf Seite 10 oder so und so weit blättert natürlich keiner.

    Bei Youtube ist es noch etwas komplizierter. Da kann schon ein reisserischer Titel die Vorschläge beeinflussen. Haut man zum Beispiel Begriffe wie Mysteriös, Spektakulär oder Unglaublich in den Titel, beeinflusst das schon den Algorithmus. Ist der dann aber der Meinung, der Titel passt nicht zum Content, wird man gar nicht gefunden. Auch spielt es eine Rolle, wie regelmässig man etwas veröffentlicht. Dann die Anzahl der Kommentare, die Däumchen usw.

    Solche Tools können da sicherlich helfen. Ich denke aber auch, da wird es am Ende dann wieder sein wie bei SEO. Wer mehr ausgibt, der wird besser gefunden.

    Am Effektivsten bleibt aber, man muss nur einen grossen Youtuber finden, der den eigenen Kanal mal irgendwo erwähnt, dann knallt es. Durch die Erwähnung gehen die Views hoch, die Daumen, die Kommentare. Aber so einen finden ist auch nicht einfach. Da heisst es dann wieder Content produzieren, der so gut ist, um so einen Youtuber zu überzeugen.

    Alles nicht so einfach.

    Sicher, das Einrichten ist noch mal was anderes

    Japp, mit dem Einrichten muss man sich beschäftigen. Hier schlagen die 1.000 Möglichkeiten gerne mal um sich. Gerade weil alles, was man installiert, immer in der Grundkonfiguration kommt. Da ist Cinnamon nicht gerade hübsch, AwesomeWM kann praktisch gar nichts, Xfce ist für Umsteiger etwas verwirrend usw. Dazu kommt dann noch, dass sich nicht jeder Desktop auf die gleiche Weise anpassen lässt. Die einen haben dafür extra eine einzige Konfiguration, andere wollen alle Komponenten einzeln angepasst haben. Themes installieren sich unter Xfce ganz anders als unter Cinnamon usw. Manche Desktops wollen speziell lokalisiert werden, andere nehmen es aus der Systemkonfiguration. Vorinstalliert ist gar nichts.

    Für mich ist das ein fettes Plus, da ich ja selbst entscheiden will, was ich im System habe und wie das am Ende optisch aussieht. Ein Umsteiger oder Einsteiger denk sich nur "Das ist aber so gar nicht komfortabel und sieht mies aus".

    Das ist aber interessant zu beobachten. User, die ein System installieren und einfach nur damit arbeiten wollen, fühlen sich bei Distros wie Mint sehr wohl. Die, für die ihr System etwas individuelles ist, kommen irgendwann zu einer Distro wie Arch, wo sie alles selbst einrichten. Das halte ich für eine grosse Stärke von Linux. Man hat die Wahl. Es ist aber auch eine Schwäche, denn diese Wahl kann Umsteiger und Einsteiger ganz gerne mal überfordern.

    Das war auch nicht auf dich im speziellen bezogen. Für viele ist der Desktop aber fest mit dem Betriebssystem verbunden. Ist ja auch bei den meisten Betriebssystemen so. Deshalb füge ich es gerne an und zeige auch immer wieder, dass es unter Linux ganz normal ist, auf Wunsch seinen Desktop zu ändern oder mehrere parallel zu betreiben.

    Wahrscheinlich ignoriert er es nicht, sondern kommt mit der komischen Laufwerksbezeichnung nicht klar. Ausserdem sind da ja unglaublich viele Parameter eingestrickt. Keine Ahnung warum. Mich würde es nicht wundern, wenn deshalb diese Einträge einfach übersprungen werden.

    Jetzt wäre es noch interessant zu wissen, warum er trotzdem automatisch mounted.

    Was passiert denn wenn du

    Code
    UUID=A6C83A9FC83A6DA5 /home/zioone/Daten   ext4    defaults        0       0

    machst? Musst ext4 entsprechend anpassen, weiss ja nicht welches Filessystem du da verwendest.

    Was mich an deiner fstab etwas irritiert ist

    Code
    /dev/disk/by-uuid/A6C83A9FC83A6DA5

    Hab ich so noch nie gesehen. Fängt normalerweise immer mit UUID= an und dann kommt gleich die UUID.