Beiträge von diabolusUmarov

    VNC ist tatsächlich in der Regel wirklich sehr schnell. Da kommt natürlich Komprimierung ins Spiel, was aber auch wichtig ist, da gerade X11 ja von vorne herein als Client/Server entwickelt wurde, hat das natürlich so seine Spielereien. Es wird nicht immer alles übertragen, sondern nur die Änderungen usw. Über Remote wird in aller Regel aber gleich alles übertragen.

    Du hast aber auch Recht. Der Server schickt die Daten. Ist der aber gerade noch mit anderen Dingen beschäftigt, geht das natürlich auf die Leistung von Remote. Wenn du gerade noch compilieren und so ansprichst, je nach Einstellung quält das den Rechner ja schon ziemlich heftig. Wenn bei VNC dann eben nur die relevanten Teile übertragen werden, schont das die Leistung deutlich.

    Ich wollte mal von VNC auf RDP wechseln, da man da ja auch Sound übertragen können soll. VNC ist ja rein Grafik. Das hab ich aber relativ schnell aufgegeben. Der Gedanke dahinter war, damals hatte ich nur meinen Desktop und den Laptop meiner Frau. Der war aber sehr schwach auf der Brust und mit meiner Tochter zusammen Minetest spielen war ein Krampf für sie. Also wollte ich es so einrichten, dass sie über meinen Computer spielt und den Laptop nur als Terminal verwendet. Mit RDP keine Chance. VNC hat funktioniert, aber eben ohne Sound. Das hat sich dann aber erübrigt, als ich das Thinkpad bekommen hab.

    Du könntest vielleicht mal versuchen, AnyDesk auf dem Server mit VirtualGL zu betreiben. Dann müsste er die Grafik über die Grafikkarte, falls da was anständiges verbaut ist, schicken. Theoretisch. Mit VGL hab ich aber auch hin und wieder meine Probleme. Einmal funktioniert es super, dann wieder nicht. Wenn es aber funktioniert schauen die Leute super blöd, wenn du Ark in der Kneipe über ein NetBook mit Singlecore Atom CPU spielst. Aber kleiner Tipp. Das frisst Datenvolumen wie nicht gescheit.

    Bei Big Linux ist GParted installiert - ich habe dort aber die Funktion nicht entdecken können.

    Das ist richtig, die scheint es so dort nicht zu geben. Ich verwende immer GParted und hab auch nachgeschaut, aber auch nichts gefunden.

    Ganz ohne zusätzliche Software kann man es natürlich auch lösen. Ist aber in meinen Augen etwas umständlich. Erst mit systemctl alle laufenden Dienste abrufen, sich da durch scrollen, bis man entsprechenden Dienst gefunden hat und den dann mit systemctl disable deaktivieren.

    Im Normalfall kann man alles mit denen von Linux mitgebrachten Tools lösen. Ist nur die Frage, ob man das auch auf sich nehmen will. Es kann schon schwer nervig sein. Wenn man mal eine riesige, verschachtelte Kommandozeile gebastelt hat und dann sieht, dass es mit einem anderen Tool sehr einfach geht, wird man schnell faul ;). Ich zumindest.

    Hoffentlich klinge ich jetzt nicht wie der grosse Klugscheisse, oder so, aber ich möchte mal auf einen Denkfehler hinweisen.

    Oft höre ich "Unter X-Linux funktioniert das mit Y, aber keine Ahnung wie das unter Z-Linux geht". Also genau wie jetzt hier.

    Allgemein kann man sagen, gibt es eine Software unter X-Linux, gibt es sie auch unter Z-Linux. Das ist allerdings auch abhängig davon, wie gut die Paketquellen sind und ob es sich um eine von den Maintainern speziell für eine bestimmte Distro geschriebene Anwendung handelt, die nicht in die Paketquellen anderer Distros fliessen.

    Aber gerade bei Gnome zum Beispiel, kann man stark davon ausgehen, dass es die Tools dafür unter allen Distros gibt, die auch Gnome in den Paketquellen haben.

    Im Prinzip kann man eigentlich jede Distro in eine andere Distro umstricken. Ist aber eben wieder davon abhängig, ob es eigens geschriebene Software gibt und ob es die auch in den Paketquellen gibt. Es wäre aber durchaus möglich, aus Arch ein Mint zu basteln. Cinnamon drauf, entsprechendes Theme gewählt und die Zusatzsoftware installiert.

    gnome-disk-utility habe ich zum Beispiel auch installiert. Finde ich aber nicht besonders toll. Ist aber wohl Geschmacksache.

    Schau dir mal Systemdgenie an. Dazu hab ich auch ein Video gemacht. Die Einträge für systemctl können in diversen Verzeichnissen vorhanden sein, die kenne ich auch nicht alle. Bei Systemdgenie kannst du aber "mount" auswählen und dort siehst du, was so alles per systemd gemountet wird. Auch alles aus der fstab. Dort kannst du die Einträge disablen.

    Also da rennst du bei mir offene Türen ein. Wie unvorsichtig viele Firmen mit persönlichen Daten umgehen, schreit schon fast nach Dummheit. Daten werden einfach mal so irgendwo unverschlüsselt in die Cloud geparkt. Egal ob jetzt bei OneDrive, Drive, Evernote oder Amazon. Da liegen oft sehr sensible Daten von Personen und das unverschlüsselt. Oder aus Bequemlichkeit wird das Wlan per WPS Verschlüsselt. Stellenweise wird Kunden sogar der Zugang zum Netz gestattet und das nennt man dann Service.

    Nichts davon ist von Hause aus schlecht. Es ist nichts dagegen zu sagen, Daten auf einem externen Speicher auszulagern, gerade auch im Bezug auf Verfügbarkeit unterwegs. Doch dann bitte verschlüsselt. Aber halt. Verschlüsselung muss man ja einrichten. Kann man es nicht selbst, muss das ein ITler machen und der will dafür Geld. Ausserdem muss man auch die richtigen Schlüssel zur Verfügung haben. Das geht ja mal gar nicht!

    Oder beim WLan. Ja, es ist guter Service, wartenden Kunden den Zugang zum Internet zu gewähren. Aber das muss man ja nicht im Firmennetz machen. Aber ein Gast-Netzwerk bereitstellen, ist ja auch wieder Aufwand.

    Kurz gesagt, je grösser der Aufwand und je teurer es wird, desto mehr wird Sicherheit über Board geworfen.

    Ich kann es ja aus persönlicher Erfahrung beschreiben. Ich wollte eine Cloud, die auf einem von mir kontrollierten Rechner läuft, mit Festplatte, auf die ich physischen Zugriff habe. Das zu realisieren ist Aufwand. Man braucht einen Rechner, der auch wirklich dauerhaft erreichbar ist. Da bietet sich ein Pi natürlich an. Geringer Stromverbrauch, kleine Bauform, keine Lüfter usw. Da geht es dann schon los. Der will auch eingerichtet werden. Klar, man kann ein fertiges Image drauf bügeln. Das ist in meinen Augen aber pure Verschwendung, denn selbst ein Pi3 hat dafür zu viel Power. Wenn der dann aber eingerichtet ist, geht es direkt weiter. Daheim im Netzwerk läuft das ja super, aber wie kommt man über das Internet dran? Man will ja nicht nur zuhause die Cloud benutzen können. Aber zum Beispiel Vodafon bietet keine Möglichkeiten, eine Verbindung von draussen herzustellen. Also muss man entweder ein DynDNS Service verwenden, oder man mietet sich einen Server und tunnelt die Verbindung darüber. Habe ich gemacht, ist nicht schwer. Aber! Man will ja eine verschlüsselte Verbindung und das geht über einen Tunnel nicht wirklich gut. Also braucht man so etwas wie einen Reverse-Proxy und dafür ein SSL-Zetifikat. Ist mit LetsEncrypt ja einfach, aber dafür muss auch ein Webserver existieren, der eingerichtet sein will. Oder man macht ein VPN. Das muss aber dann auch überall eingerichtet sein und manche Apps verstehen sich nicht darauf. Probleme, Probleme, Probleme. Alle lösbar,, bei mir läuft es ja auch. Aber es ist mit Aufwand verbunden und falls man es nicht selbst kann, mit Geld und Vertrauen.

    Habe da in einer Schublade einige verbrannten Karten und mSDs.

    So eine Schublade habe ich auch. Zu Beginn meiner Linux-Zeit, als ich von Sticks und Karten noch nicht wirklich den Plan hatte, fand ich die Idee total spannend, einen Stick als Swap-Partition einzurichten. Im Vergleich zu meiner restlichen Hardware war das tatsächlich ein Gewinn. Mich hat es nur gewundert, warum auch teuere und in vielen Testberichte als durchaus robuste Sticks nach relativ kurzer Zeit die Grätsche gemacht haben. Tja, mittlerweile bin ich schlauer. SSDs sind ja eigentlich das Gleiche in Grün, wenn auch mit deutlich mehr Schreibe-/Lesezugriffen. Aber wichtige Daten speichere ich da auch nicht drauf. Meine Cloud läuft auf HDD. Ist wohl langsamer, aber die halten wenigstens. Ich habe immer noch meine aller erste Quantum Atlas und die läuft heute noch. Auch wenn 100 MB in der heutigen Zeit ja doch eher lachhaft sind. Aber, sie läuft. Meiner erste SSD hat sich exakt einen Monat nach Ablauf der Garantie verabschiedet.

    Mit einem OS auf einem Stick habe ich schon negative Erfahrungen gemacht. Je nachdem, gibt es da ja doch sehr viele Schreib-/Lesezugriffe, die so einem Stick gerne mal ans Leder gehen. Mit ein Grund, warum mein Pi auf der MicroSD nur das Boot-Verzeichnis hat und dann auf die USB-Platte geht. Der hat mir auch schon Karten gegrillt.

    Wobei das absolute Todesurteil für ein USB-Stick Gentoo ist. Das tötet manche Sticks schon bei der Installation :grinning_squinting_face: .

    Was Netzwerk angeht, schwöre ich auch auf Kabel. Ich bin nicht so der Freund von WLan, obwohl ich Anfangs ein echter Prediger war. So auf Dauer merkt man aber, dass es da einfach immer wieder irgendwo Schwierigkeiten bekommt. Am Handy fällt das nicht wirklich auf, aber wie du schon sagst, schon beim Streamen kann es nervig werden. Kann, muss nicht. Ich habe von Vodafon die Android-Box und die hatte noch nie irgendein Problem, was ich echt beeindruckend finde.

    Aber so hat bei mir alles ein Netzwerkkabel. Auch die Laptops, was immer wieder spöttische Bemerkungen verursacht. "Hast du schon gewusst? So ein Laptop hat Wlan" bla bla.

    Die Bedenken teile ich sofort. Ich würde es befürworten, wenn jeder Staat sich sein eigenes OS entiwckeln würde. Jetzt nicht von Grund auf, aber zum Beispiel auf Basis zum Beispiel von einer BSD Variante. Oder auch auf Basis des Linux Kernel. Aber rein für staatliche Zwecke. Kein öffentlicher Quellcode, keine externen Firmen. Alles Hausgemacht mit der Sicherheit, da hat keiner irgendwas hinein gefummelt. Bei Betriebssystemen wie BSD und Linux kann man sich zwar den Code anschauen, aber der Aufwand dahinter ist auch nicht gerade gering.

    Wenn jedoch ein Staat ein OS für die Bürger entwickelt, da klingeln bei mir die Alarmglocken. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, welcher Staat. Auch ein OS von unserem Staat würde ich nicht bedenkenlos einsetzen.

    Der Grund ist simpel. Nehmen wir mal an, der entsprechende Staat bastelt da was in den Kernel rein, wo dem Staat immer Zugriff auf einen beliebigen Rechner gestattet. Ich unterstelle aber direkt, es geht wirklich nur darum, Verbrechen vorzubeugen oder aufzuklären. Es würde also keine Rolle spielen, wie gut die eigenen Daten, die eigenen Nachrichten, die eigenen E-Mails verschlüsselt wären, denn der Staat könnte ja immer darauf zugreifen, da er ja Zugriff auf den Rechner hat. Selbst wenn man dem Staat zugesteht, dass dies ausschliesslich aus "guten" Gründen besteht, ohne die Nutzer ausspionieren zu wollen, wäre es trotzdem ein unangenehmer Beigeschmack zu wissen, dass jeder Zeit der Staat im eigenen System hockt.

    Also von daher, ein von einem Staat entwickeltes OS macht mich grundsätzlich skeptisch.

    Jetzt mal ausser Acht gelassen, ob es ein Derivat, eine Distro, ein Fork oder was auch immer ist. Letzten Endes sind das nur Bezeichnungen.

    Wo ich etwas skeptisch bin ist, eigene Repos. Das ist im Endeffekt ähnlich wie immer wieder das Rad neu erfinden. Solche Repos leiden oft unter dem gleichen Problem. Zu wenig Maintainer. Oder anders gesprochen, die Wahl der Software ist überschaubar. Das führt wieder zu dem Problem, welche Software findet sich in den Repos? Sagen wir mal, ich möchte meinen Rechner fürs Büro benutzen. Zwingt man mich dann zu LibreOffice? Oder habe ich die Wahl?

    Ich hoffe, ich hab das jetzt verständlich ausgedrückt.

    Die Idee dahinter ist in den meisten Fällen durchaus gut. Es gibt zum Beispiel ja Distros, die ausschliesslich quelloffene Software in ihren Paketen haben. Da sitzen dann auch oft wirkliche Profis dahinter und bevor eine Software den Weg in die Paketquelle schafft wird wirklich der Quellcode auf Schwachstellen hin untersucht.

    Und schon gibt es Probleme. Denn unter einer solchen Distro sitze ich mit meinen Nvidia-Karten echt mies da. Wer mal Nouveau ausprobiert hat, weiss genau was ich meine. Also bliebe mir nur die Möglichkeit, auf AMD Karten umzusteigen. Das hat für mich aber den Beigeschmack, ich mag diese Karten nicht. Wobei wir wieder bei dem Punkt wären, dass es eine rein subjektive Abneigung ist. Ausser den neuen Karten, die ja unter heftigen Hitzeproblemen leiden, kann ich nichts gegen die Karten sagen. Ich mag sie nur einfach nicht. Ich wäre dann aber gezwungen, auf diese umzusteigen.

    Oder, ich nutze die in den meisten Fällen vorhandene Option, doch Software zu benutzen, die gegen die Philosopie der Distro verstösst. Das weicht das Konzept dann aber auf und schon macht die Distro nicht mehr das, wofür sie gedacht ist und ich könnte auch eine andere verwenden, die von vorne herein die Möglichkeit bietet, solche Software zu nutzen.

    Das ist aber nicht als Kritik an Paradus zu verstehen. Bis gerade eben wusste ich gar nicht, dass es diese Distro überhaupt gibt und gesehen habe ich davon auch noch nichts. Es sind nur meine persönlichen Bedenken, wenn es um eigene Repos geht.

    Da bin ich aber froh, dass nicht nur ich subjektiv gesprochen mit manchen Desktops nicht klar komme. Ist wie mit Plasma. Es gibt nichts sachliches, was ich gegen Plasma sagen kann, aber ich werde damit einfach nicht warm.

    Was Zertifikate anbelangt. Das ist nicht nur bei Zulieferern so. Die Software, die ich entwickle, spuckt am Ende Formulare aus, die dann beim Amt eingereicht werden. Das sind sogenannte "gelenkte Formulare". Sprich, es wird eine Vorlage erstellt, die wird von einem Auditor abgesegnet und ausser diverse Informationen, die dort eingetragen werden, darf NICHTS daran verändert werden. Die ausgefüllten Formulare werden also beim Amt eingereicht, geprüft und dann gibt es Geld.

    Zum Zwecke der Automatisierung füllt mein Programm diese Formulare automatisch aus. Irgendwo steht dann auch immer "Ort, Datum". Auch die Informationen werden von meinem Programm automatisch eingetragen. Bei einem Update ist mir dann aber ein kleiner Fehler unterlaufen. Ich habe das Komma vergessen. Also nur "Ort Datum". Sämtliche so eingereichten Formulare wurden nicht akzeptiert. Weil zwischen Ort und Datum das Komma gefehlt hat. Wer jetzt denkt, diese Formulare werden automatisiert geprüft, der irrt. Da gibt es tatsächlich echte Menschen, welche sich um diese Formulare kümmern. Die sind dann wirklich so kleinlich und proben einen Aufstand wegen so einem Komma. Alle anderen Daten waren einwandfrei.

    Mir wurde also das Problem gemeldet, ich habe in meinem Programm das Komma ergänzt, die Formulare wurden neu erstellt, eingereicht und es gab Geld.

    Da habe ich einfach mal nachgefragt. Wenn doch alle Angaben korrekt waren, auf die es schlussendlich ankommt, wieso kann dann so ein banales Komma, welches an den Daten quasi überhaupt nichts ändert, ein Formular ungültig machen? Die Antwort war wie erwartet. Es gibt ein Zertifikat für eine Vorlage und von der darf nicht abgewichen werden. Ich dürfte das Formular nicht einmal in einer anderen Schrift ausgeben lassen. Selbst der Strich, wo die Unterschrift geleistet wird, darf von der zertifizierte Länge nicht abweichen.

    Da kriegt man doch einen Blutsturz.

    Wo bleiben die Innovationen? Ja, eine seht gute Frage. Es gibt hin und wieder Entwicklungen, die ich mit grosser Freude verfolge. So bin ich ein Freund der Kernfusion, aber schüttle immer wieder den Kopf, wenn ich was von Iter und dieser Laser-Fusion aus den USA lese. Der Tokamak mag funktionieren ja. Aber das ist ein Konzept, an dem nichts verändert wird, sondern es wird drum herum an den Symptomen geschraubt. Erinnert mich immer an die Geschichte damals mit Merkur. Wo man sich die geilste Theorie mit einem sich selbst umkreisenden Merkur gebastelt hat, bis man am Ende die Umlaufbahn damit berechnen konnte. Dann kommt dieser Einstein und zeigt, dass es auch so viel leichter geht, wenn man mal weiss, wie. Okhams Rasiermesser (korrigiere mich, wenn ich den Namen falsch geschrieben habe). Wenn man immer nur die Symptome bekämpft, ist es generell schlecht. Das kann man super auf die Kernfusion anwenden. Denn hier in Deutschland wird am Wendelstein Stellerator geforscht. Dort packt man das Übel bei der Wurzel und biegt nicht alles drum herum. Ich würde wetten, der macht am Ende das Rennen.

    Wo du Raumfahrt ansprichst. Da zeigt es sich doch auch, dass wenn politischer Einfluss dahinter steckt, einfach nur Müll bei raus kommt. Wie bejubeln sie alle die das SLS. Ich kratze mich da einfach nur am Kopf. Damals, bei den Mondlandungen, baute man eine riesige Rakete, wo nur der beinah kleinste Teil wieder zur Erde zurück kam. Alles andere war futsch. Nun sollte man denken, so viele Jahrzehnte später, da geht das doch besser. Was ist? Diese riesige Rakete startet, die Booster kommen zurück und wieder nur der fast kleinste Teil. Ähm. Was soll ich da jubeln? Wenn morgen einer kommt und mit zeigt, dass er das Automobil erfunden hat kann ich auch nur sagen, hatten wir schon einmal.

    Oder wie die NASA sich so massiv gegen wiederverwendbare Raketen stäubt. Funktioniert nicht, zu teuer, bla bla bla. Na ja. SpaceX hat jetzt die zweite Erststufe, die 15x geflogen ist. Vom Starship reden wir mal gar nicht.

    Stichwort Elektroautos. Ich bin ein riesen Fan von E-Autos. Von Elektroantrieb allgemein. Einmal durfte ich einen umgebauten 3er BMW fahren und seither bin ich begeistert. Diese unglaubliche Power vom ersten bis zum letzten Moment. Dann kommt immer das Gegenargument von wegen Reichweite. Muss ich ehrlich gesagt gähnen. Wenn ein E-Auto 300 Km am Stück fahren kann, wo liegt da das Problem? Ich kenne nicht viele Menschen, die täglich mehr als 300 Km fahren. Also hinkt das Argument in meinen Augen.

    Darauf will ich aber gar nicht hinaus. Die Entwicklung an Energiespeichern war ja ewig und 3 Tage ein kaum beachtetes Gebiet. Kaum kommt Tesla, geht die Entwicklung voran. Wie kommt das nur? Steckt da etwa Geld dahinter? Also Geld der Leute, die Öl ihr Eigen nennen? Warten wir mal die nächsten Jahre ab, wie viel der Innovationen auf dem Gebiet denn wirklich einmal für den Verkauf zugelassen werden. Ich schätze, viele werden es nicht sein. Denn wie gesagt, dass geht ja gegen die Öl-Industire. Das ist ja der Satan himself.

    Aber um noch einmal kurz zur Kernkraft zurückzukehren. Schon relativ früh gab es die Entwicklung des Flüssigsalzreaktor. Eine super Technologie, die uns das Leben stark vereinfacht hätte und wo heute nicht überall diese dämlichen Windräder stehen würden. Aber nein. So ein Ding passt nicht in ein U-Boot. Also lassen wir das. Viele Kinderkrankheiten der Technologie sind schon gelöst. Am Rest wird aber so gut wie gar nicht geforscht. Schon komisch.

    Ach ja, ich könnte das noch Stunden ausführen. Ich gehe jetzt aber essen :winking_face:

    Gar nicht. Kannst du einfach vergessen. Wenn man sie mit dem Thema Geld nicht an die Angel bekommt, ist der Kampf aussichtslos.

    Du hast alle Punkte angesprochen und ich kann dir nur Beipflichten. Ich kenne die ganzen Argumente.

    Das wohl beste Beispiel hast du aber nicht genannt. In unserer Regierung und in den Ämtern läuft Windows. Als dieser Affe Snowden mit seinen tollen Weltverbesserer-Dokumenten kam, haben alle geschrien. Microsoft hat nur gelacht. Schaut man sich die AGB für Windows 10 an, dann sollte man eigentlich wissen, dass es gar keine NSA braucht. Microsoft nimmt sich da das Recht, jederzeit ungefragt auf den mit Windows ausgestatteten Rechnern zu spionieren.

    Aber ich kleiner Entwickler muss mich verbiegen, um alle DSGVO Dinger einzuhalten. Läuft!

    Wenn ich dann die Argumente höre, Linux, oder auch irgendwasBSD seien ja eher BastlerOS, die man nicht wirklich ernst nehmen kann, kriege ich einen Anfall. Wie viel Software läuft mittlerweile als SaaS in einem Browser? Welches Betriebssystem läuft auf diesen Servern?

    Aber, man muss ja gar nicht erst bis in die kommerzielle Welt. Wie viele Gamer erzählen mir dauernd, sie nutzen kein Windows, weil sie zocken? Könnte ich auch flippen. Ich bin selbst Gamer und worauf spiele ich? Nicht unter Windows!

    Gerne. Was Bluetooth und Audio angeht, ist Linux meiner Meinung nach noch etwas hinter Windows her. Zumindest was Komfort anbelangt. Auch bei den Dongel hatte ich da hin und wieder meine liebe Not. Da muss man sich schon ein bisschen mit Linux auskennen.

    Wobei ich sagen muss, auf dem Futro mit dem internen Modul und Cutefish ist Bluetooth echt butterweich. Nur leider kann man im Moment irgendwie dort die Auflösung nicht ändern, da geht dann immer die Einstellungen für Wlan auf. Das zusammen mit der fehlenden Fähigkeit für virtuelle Desktops machen Cutefish für mich leider unbenutzbar.

    Mit den virtuellen Desktops meinte ich aber die verschiedenen Desktops, zwischen denen man umschalten kann, um nicht alle Fenster auf einem liegen zu haben, wie Windows das ja praktiziert, auch wenn es da ja mittlerweile auch virtuelle Desktops gibt.

    Das mit der Last war bei mir auch immer mal wieder ein Problem. Das hat sich dann aber quasi nebenbei gelöst, da Docker ja auch einen Schwarm nutzen kann und man damit dann einen Service auf mehrere Rechner aufteilen kann. Das ist eine echt gute Sache, auch wenn mir ein Cluster lieber wäre. Damit habe ich mich auch schon beschäftigt, aber für mich ist das noch nicht erschöpfend geklärt. Da habe ich noch viel zu viele Fragezeichen.

    Was aber die Hartnäckigkeit im Bezug auf Windows angeht, da verstehe ich auch einfach die Welt nicht. Okay. Es gibt Firmen, die sind auf Software angewiesen, die einfach nicht auf Linux läuft. Photoshop zum Beispiel. Vom Hörensagen heisst es ja, Adobe baut Photoshop mit Absicht so, dass es nicht unter Wine funktioniert. Würde mich nicht wundern, denn sonst bekomme ich fast alles zum laufen. Office will bislang auch nicht.

    Wenn dann aber eine Firma die Rechner wirklich nur wegen einer Datenbank haben, Texte schreiben und Tabellen erstellen, dann ist für mich der Einsatz von Window absolut unverständlich. Nicht, weil Linux ja so viel besser ist, sondern einfach wegen der Kostenersparnis. Letztes Jahr habe ich einem Bekannten geholfen, einen neuen Standort einzurichten. Der liess sich nicht von Linux überzeugen, hat dann lieber das ganze Geld für Windows und Office ausgegeben und bei 25 Plätzen kannst du dir ausrechnen, was er unsinnig an Geld verbrannt hat. Dazu kommt dann noch die Sache mit dem Datenschutz. Microsoft ist ja quasi der Antichrist der DSGVO. Aber wird trotzdem tapfer eingesetzt. Dann aber wieder Unsummen an Antiviren Software und was weiss ich. Irgendwas mache ich falsch. Ich muss um meine Kunden kämpfen.

    Das ist soweit korrekt was du schreibst. Unten sitzt immer entweder X11 oder mittlerweile Wayland. Da werden dann die ganzen Komponenten drauf gepackt. Gnome, KDE und Co machen dabei alle das Gleiche. Es sind quasi Sammlungen von Tools, die installiert werden, um eine bestimmte Funktionalität zu erreichen. Dazu gibt es dann noch die Windows Manager. Die sorgen für die Dekorationen um die Fenster herum.

    Du kannst zum Beispiel mit startx einfach X11 starten. Dann hast du eine grafische Oberfläche, eine Mouse, kannst aber weder die Fenster bewegen, noch sonst etwas. Das erledigen dann die Window Manager.

    Wer es besonders individuell will, der kann auch ganz Hardcore hingehen und sich seinen eigenen Desktop stricken. X11 starten, dazu dann vielleicht Mutter als Window Manager, Thunar als Dateimanager, ein Tool für den Hintergrund, eines für die Icons, ein weiteres für Docks und Leisten usw. Habe ich sogar schon gemacht, war echt pervers und am Ende auch nicht besonders schön ;).

    Fluxbox, Openbox usw. haben glaube ich den gleichen Stamm, wenn nicht sogar Fluxbox ein Fork von Openbox ist. Weiss ich jetzt nicht genau. Wenn man nicht zu viel Luxus will, kann man damit sogar echt super arbeiten. Auf BunsenLabs läuft auch Openbox mit ein paar weiteren Tool. Funktioniert einwandfrei. Man darf dann eben keine Spielereien erwarten, wie sie die "grossen" Desktops mitbringen.

    Was heisst versierter. Ich hab das auch nicht studiert, oder so. Alles pure Erfahrung. Hättest mich mal in den Anfängen sehen müssen. 90% meiner Arbeit mit Linux bestand in Fragen in den Foren. Ich hab so ziemlich gar nichts alleine auf die Reihe bekommen. Aber so nach und nach klappt das dann.

    Wir sind uns da auch nicht unähnlich. Ausprobieren ist eine grosse Leidenschaft von mir. Auch bin ich schnell gelangweilt. Auch wenn ich zum Beispiel Cinnamon echt toll finde, ich liebäugle in letzter Zeit immer wieder mit einem Ersatz. Hatte jetzt auch ein paar Tage Xfce am Start, aber irgendwie will das mit den zwei Monitoren nicht richtig. Hatte auch lange Awesome laufen. Aber so cool die Möglichkeiten der Anpassung mittels Lua ja auch ist, schliesslich ist das ja eine Programmiersprache womit man die Konfiguration extrem dynamisch gestalten kann, es frisst Zeit, die ich aber nicht investieren möchte. Habe eh zu wenig davon. Cutefish gefällt mir zum Beispiel sehr gut, aber ohne virtuelle Desktops kann ich nicht leben.

    Ich beisse mich ganz gerne in etwas fest. Docker war da zum Beispiel so ein Thema. Hatte ich nie auf dem Schirm, dann wollte ich aber NextCloud haben und in den Videos hat man da immer die Installation mittels Docker-Compose gezeigt bekommen. Also habe ich es versucht, fand es total toll und bastle mir mittlerweile meine eigenen Container. Anfang des Jahres habe ich auch einen neuen Server gemietet und auf dem sind jetzt meine ganzen Blogs in Containern untergebracht. Macht Wartung und Backups viel einfacher.

    Mein Server hier im Haus ist ein Pi 3b+. Der hat eine 12GB (kein Schreibfehler, wirklich nur 12GB) SSD wo Manjaro drauf ist. Alles andere läuft in Containern. Ist super bequem. Vorher hatte ich alles nativ drauf. Da gab es dann immer Probleme gerade mit Port 80 und so. Ein Krampf. Dank Reverse-Proxy ist auch jede Verbindung SSL Verschlüsselt.

    Aber eben, alles pures Try&Error. Wenn sich das ein Fachmann anschaut, bekommt der wahrscheinlich Schüttelfrost :grinning_squinting_face: .

    Wenn ich bedenke, wie oft ich mit mit der Fstab das System ruiniert hab. Dabei ist das eigentlich so einfach. Sagen wir mal so. Ich habe schon sehr viel Zeit im Beseitigen von Problemen versenkt, die ich selbst verursacht habe. Siehe das Beispiel mit dem Aarch64 Arch, was eigentlich auf die SD Karte für den Pi gesollt hätte. Da wäre eine Neuinstallation auch deutlich schneller gewesen, aber ich muss solche Fehler dann einfach korrigieren. Neu machen ist nicht mein Ding. Mein Arch ist mittlerweile auch durch 3 Rechner von AMD zu Intel gewandert und musste schon 3 Grafikkarten ertragen. Läuft aber immer noch.

    Schuld daran ist wahrscheinlich Tron. Genauer gesagt eine Aussage in dem Film: "Es gibt keine Probleme, nur Lösungen".

    diabolusUmarov stimmt, ohne Desktop sparst Resource. Du hast recht.

    Ist kein Muss. Ein Freund von mir hat auf seinem Server auch einen Desktop drauf und geht über VNC da drauf. Ich mag eben ssh und das macht einen Desktop überflüssig. Ist aber auch mal wieder Geschmacksache. Dir muss es gefallen wie du es tust, mir wie ich es mache. Glücklicherweise hat man ja die Wahl.

    Fuxbox werde ich mir gleich mal ansehen. Klingt interessant.

    Wenn du keine Angst vor einer Konfig in LUA hast, kannst du auch mal bei AwesomeWM vorbeischauen. Den nutze ich immer, wenn ich Videos beim spielen mache, um so viel Ressourcen wie möglich zu sparen.