Es ist generell nicht verkehrt, wenn man viele Einstellmöglichkeiten hat. Es sollte aber so etwas wie einen "Erweiterte Einstellungen" Button geben. Einerseits hat man nur die mehr oder mindert relevanten Einstellmöglichkeiten, bei Erweitert dann gleich noch einen Berg mehr. Die aber nur dann, wenn man sie auch haben will.
Ich hatte mal eine Distro drauf, da konnte ich mir das komplette Design nach Belieben zusammenklicken. Wirklich alles, bis hin zu der Farbe der Schatten und so. Schön. Nur ganz ehrlich, wer braucht das? Wenn ich nur den Hintergrund vom Desktop ändern will, dann muss ich doch nicht erst in einer unüberschaubaren Liste auf die Suche gehen. Dann kann ich auch gleich AwesomeWM benutzen. Da kann man alles selbst einstellen. Sogar mit Code, der irgendwas bei irgendeinem Event macht.
Darüber hinaus ist es auch so, meiner Erfahrung nach, dass ab einem gewissen Punkt der Benutzer ohnehin weit genug in die Materie eingedrungen ist, um seinen Kram dann über den Terminal zu machen. Oder über einen Editor. Als Windows 11 raus kam, musste ich mich öfters so tollen Argumenten stellen wie, das neue Design von Windows ist so toll, was die Entwickler da geleistet haben ist beachtenswert. Weil die Icons jetzt in der Mitte sitzen. Das ging mir so auf den Nerv, dass ich schlussendlich mein Design von Cinnamon (Windows 10 light) in einen neuen Ordner kopiert habe und nach ein paar Minuten nicht nur die Icons in der Mitte hatte (das geht ganz bequem mit der Mouse), sondern auch noch farblich und im Menü alles mehr oder weniger nach Windows 11 ausgesehen hat. Ja, da haben die Entwickler bei Microsoft echt Leistung bewiesen, wenn ich das in ein paar Minuten nachbauen kann.
Das sind so Beispiele. Ich kenne eigentlich keinen versierten Linux-User, der nicht mit dem Terminal unterwegs ist. Warum? Weil man da eben wirklich alles einstellen kann. Nano als Editor reicht da völlig aus. Ein einziges, irrwitzig kleines Tool. Warum sich da also mit überladenen Einstellbildschirmen herum schlagen?