Beiträge von diabolusUmarov

    @LinuxRentner du hast ja so Recht! Genau aus diesem Grund habe ich noch vor meinem ersten Post hier mit Pinguin ein paar Dinge abgesprochen.

    Ich kann dich aber beruhigen. Zumindest von meiner Seite werde ich versuchen, dieses Problem nicht zu forcieren. Wenn es aber so bleibt, dass alles was ich schreibe sofort angegriffen wird, bin ich ebenfalls raus.

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    So führt man Umsteiger an Linux heran und nicht: …ich nehme den Rechner erstmal mit und in einer Woche bringe ich ihn fertig installiert wieder zurück …

    Okay. Jetzt erklär mir mal bitte eins. Wo genau habe ich etwas gesagt von, ich nehme den Rechner für eine Woche mit?

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    Also, warum installierst Du das für sie?

    Es macht doch viel mehr Sinn den Anwender dabei zu haben

    Warum? Weil ich darum gebeten werde? Wo habe ich geschrieben, dass der Anwender nicht dabei ist?

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    Wenn man den Anwendern erzählt das man unter Linux Terminalkenntnisse braucht, weil man sonst keine Updates installiren kann …

    Und ihnen erzählt, das man ja auch sonst ständig ein Terminalfenster offenhalten sollte, weil man es ja eh ständig brauchen würde.

    Wo habe ich gesagt, dass ich einem Anwender erzähle, er müsse für Updates Terminal Kenntnisse haben?

    Wo habe ich gesagt, man müsse ständig ein Terminal Fenster offen halten, weil man es ja eh ständig braucht?

    Schau doch mal auf der Seite von Linux-Mint, was da zum Beispiel schon recht früh zu lesen ist. Wo würdest du die hier gezeigten Befehle eintippen? In LibreOffice?

    Oder schau mal hier. Wie wird da das Upgrade auf Mint 21 beschrieben?

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    Gute Nacht und denk mal bei der nächsten Installation für/mit einem Uder an meine Worte.

    Warum? Weil du nimmst was ich schreibe, irgendein Zeug dazu packst, von dem ich nie geredet habe und behauptest, ich liege falsch?

    Da gebe ich dir Recht @Der Linux-Mann. Oft wird aus Gründen der Bequemlichkeit anstatt einer "echten" grafischen Benutzeroberfläche einfach ein Webkit eingebaut und dann eine HTML Seite erstellt. Da ein schickes Bildchen rein, Regionen an Links geknüpft, fertig. Es mag seine Berechtigung haben, aber wirklich gut finde ich das auch nicht.

    Es ist ein bisschen wie der Trend, alles im Browser machen zu wollen. Gefällt mir persönlich auch nicht. Wenn ich ein Programm entwickle, dann läuft das gänzlich ohne einen Browser. Dank Qt und CMake ist es dann auch noch relativ problemlos auch unter Windows compilierbar. Klar, eine Anwendung im Web ist in vieler Hinsicht viel bequemer und bietet auch Vorteile. Aber da steckt dann auch oft eine Cloud dahinter und man kann nie genau sagen, was hinter den Kulissen mit den Daten so passiert.

    Ich habe es mal auf meinem NetBook versucht. Da läuft XFCE drauf. Aber ich habe auch nicht gefunden, wie man es umstellen kann. Wahrscheinlich nutzen Themes den direkten Zugriff auf CSS, wo die Opacity direkt eingestellt wird. Anders kann ich es mir im Moment nicht vorstellen.

    Das reMarkable 2 ist eigentlich nur ein elektronisches Notizbuch. Ein Tablet zum schreiben und zeichnen mit Whitepaper Display und so. Das Gerät selbst ist dabei nebensächlich. Es ging mir nur darum, dass ich dort einige Dinge nachinstallieren und verändern konnte, da es vollen Root-Zugriff gewährt, welche die Arbeit verbessern und erleichtern. Ja, da läuft ein Linux drauf.

    Damit wollte ich eigentlich nur verdeutlichen, man kann Root-Zugriff haben, der einem aber eigentlich nichts nützt, da man auch ohne alles machen kann, wofür das Gerät gedacht ist. Je nachdem kann man aber mit Root auch etwas ändern oder installieren, was die Funktion dann doch verbessert. So war das gemeint :).

    Ja, wie macht man es Umsteigern einfacher. An der Frage arbeite ich seit Jahren. Es gibt ein paar Dinge, die bei einem Umstieg hilfreich sein können.

    Was tatsächlich gut hilft ist, gar nicht erst gross von Umstieg zu reden. Also klar, die Leute kommen ja zu mir und fragen mich, ob ich beim Umstieg helfen kann. Die sehen aber nur schwarz und weiss. Also Windows löschen und Linux installieren. Davon bin ich komplett abgerückt. Ich empfehle immer, eine eigene Festplatte für Linux zu besorgen. Ich meine, eine 120 GB SSD kriegt man für um die 20€. Das tut nicht unbedingt weh und die ist auch nicht verloren, wenn dann doch lieber bei Windows geblieben wird. Da kommt dann Linux drauf. Also kann man sowohl Windows, wie auch Linux nutzen. Linux bietet dabei den grossen Vorteil, man kann mittels nfs3g die Windows Festplatte mounten. Das richte ich dann soweit auch immer alles ein. Dann haben die Leute die Möglichkeit, mit Linux-Programmen einfach an dem zu arbeiten, was sie auf Windows haben. Einige arbeiten mit Bildern, andere mit Text und Excel, wieder andere mit Videos. Bei Bildern bemängeln dann einige ganz gerne, dass der Funktionsumfang von Gimp nicht an den von Photoshop heranreicht. Hier gebe ich Zioone absolut Recht. Für Photoshop gibt es anscheinend keine wirkliche Alternative auf Linux und Photoshop mit Wine ist richtig schwer, wenn nicht gar unmöglich. Ich habe es auf jeden Fall noch nie wirklich zum laufen gebracht, was, je nach Quelle, aber an Adobe liegt, die gar nicht wollen, dass man Photoshop auf Linux einsetzen kann. Mag aber auch ein Gerücht sein. Trotzdem kommen einige dann auf den Trichter, dass Gimp ausreichend ist. Was Text und Excel angeht, habe ich durch WPS-Office nur selten Klagen gehört. Ja, es mag extreme Tabellen geben, die bei Spreadsheet nicht funktionieren wollen, aber es sind die Ausnahmen. Wenn es gut läuft, dann wird die Zeit unter Linux immer länger und in einigen Fällen hiess es schliesslich, dass Windows nicht mehr gebraucht wird.

    Als Nächstes ist da der Punkt Paketmanager. Da wage ich mich doch noch einmal zu sagen, einen Anwender aus der Windows-Welt tut sich damit schwer. Denn ja, da gibt es ja seit Windows 10 auch einen Store, aber ich kenne tatsächlich niemand, auch unter den echten Freaks, die den benutzen. Das alte Muster ist geblieben. Software lädt man sich von der Website runter und installiert es. Hier stosse ich immer und immer wieder auf echte Probleme, wie ich ja schon beschrieben habe. Da ist Aufklärungsarbeit wichtig, aber auch schwierig.

    Schlussendlich bin ich auch dazu übergegangen, Umsteigern ein Rolling-Release zu spendieren. Denn da funktioniert es so, wie bereits angemerkt wurde. Im Paketmanager die Update auswählen und Feuer frei. Distros, die auf eine neue Version upgraden müssen (nicht von den Anwendungen, sondern der Distro selbst), führen da oft zu Problemen. Das sage ich nicht, weil ich geil auf Terminals bin, sondern das ist das Feedback jener, die so eine Distro einsetzen und genau da dann Probleme haben. Also der Anwender, nicht der studierte Freak.

    Es gibt da noch so ein paar Punkte, aber ich sollte mich ja kurz halten.

    Das meinte ich ja. Das Gerät ist zum spielen gedacht und scheint ja alles mitzubringen. Von daher sieht das fehlen von Admin-Rechten da nicht so dramatisch aus. Gibt natürlich auch genug Leute, die sich da dann direkt in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen. Sehe ich aber nicht so.

    Anders ist das zum Beispiel bei meinem reMarkable 2. Das hat von Hause aus Root-Rechte und die habe ich auch schon tapfer benutzt. Da macht es dann Sinn.

    Ich habe keins. Wäre derzeit verschwendetes Geld, da ich nicht lange genug zocke. Die liebe Zeit. Aber ich kenne Leute, die eins haben und die sehen es ähnlich wie du. Begeisterung pur.

    Das man keine Admin-Rechte hat, ist jetzt auch wieder so eine Glaubensfrage. Ist es notwendig? Meine ersten Android-Geräte, musste ich auch immer sofort rooten. Wenn ich aber ehrlich sein soll, einen wahren Vorteil davon hatte ich eigentlich nie. Klar, man kann Software entfernen, die man nicht haben will. Aber da endet für mich der Nutzen dann schon wieder.

    Natürlich gebe ich dir auch Recht. Wenn man will, dann bekommt man die Rechte. SSD ausbauen, in einen anderen Computer stecken, mit chroot ins System und zb sudo nachinstallieren. Wäre jetzt für mich ein Weg. Gibt aber garantiert noch 1000 andere.

    Könnte man jetzt aber auch über Sinn und Unsinn diskutieren. Ich kenne einen, der hat Windows drauf gemacht. Man könnte vielleicht auch Heroic drauf machen und dann noch Epic-Spiele damit spielen. Wenn das nicht ohnehin schon geht. Ein Office würde ich jetzt weniger darauf installieren ;).

    SteamOS basiert seit Version 3 (also die aktuelle) auf Arch. Auf dem Steam Deck läuft aber ein Arch mit Kernel 5.13. Warum die Arch nehmen, dann aber einen uralten Kernel drauf haben, weiß der Teufel^^.

    ja werde ich mich drüber nachdenken auf meinen alten Laptop zu installieren. Noch läuft da richtiges Leap drauf. Zum Spielen taugt das Teil aber nicht mehr :grinning_squinting_face:

    Na immerhin benutzen sie Arch. Ich hab mich da schon lange nicht mehr drum gekümmert, da ich ja mein OS habe. Warum die aber einen so alten Kernel nehmen, ist mir auch schleierhaft. Hat vielleicht irgendwelche Vorteile in Verbindung mit Proton, oder Proton wird speziell auf einen Kerlen abgestimmt. Ich hab aktuell 6.0.8 und wenn ich bedenke, wie oft Updates für den Kernel kommen, ist es schon verwunderlich.

    Empfehlen will ich dir jetzt nichts, da ich den Markt nicht wirklich im Auge habe. Ich kann dir aber sagen, was ich benutze.

    Ich habe ein Lenovo Thinkpad T450 mit Ryzon 5 Prozessor. Ich jetzt schon ein paar Jahre alt, aber ich habe damit schon alles gemacht, was du beschrieben hast. Normalerweise benutzt den meine Tochter zum zocken, aber im Sommer erledige ich damit viele Arbeiten draussen im Garten. Unter anderem auch Videoschnitt mit Shotcut und was das virtualisieren angeht, so habe ich durchaus gute Erfahrungen damit in Verbindung von qemu und Windows10 gemacht.

    Ich muss gerade ein bisschen schmunzeln. Wir könnten das jetzt wahrscheinlich eine ganze Zeit weiterführen, ohne am Ende zu einem Ergebnis zu kommen. Da das dann aber auch gerne mal in Streit ausartet, sollten wir das vielleicht sein lassen.

    Nur auf eines möchte ich noch schnell eingehen. Nein, ich kann nichts, was mit Wine läuft, auf einen Stick flashen und starten. Ich kann aber sehr wohl eine virtuelle Festplatte aus qemu, oder VirtualBox auf einen Stick oder eine Platte flashen und das läuft. Denn genau auf die Art bin ich zu meinem nativen Windows 10 gekommen. Ich hatte es mit qemu installiert und wollte einfach mal wissen, ob ich diese Einfach mit "cp win.iso /dev/sdx" das Ding auf eine Festplatte kopieren und starten kann und ja, es hat funktioniert.

    Ich kann es ja aus Erfahrung sagen. Ein OWU tut sich sehr schwer mit Linux. Alleine wegen der Softwareinstallation. Zudem ist Linux einfach kein Windows. Irgendwann kommt der Punkt, wo man mal ein Terminal braucht. Davor schrecken aber viele schon zurück.

    Ich kann mich auch selbst als bestes Beispiel nehmen. Ich komme vom AmigaOS (benutze ich auch immer noch, nur leider im Emulator) und bin erst 2003, als ich mir die Hardware nicht mehr leisten konnte, kurz zu WindowsXP und war da von Anfang an unglücklich. Als ich dann nach einer Alternative gesucht habe, habe ich zuerst NetBSD eingesetzt. Damit hatte ich schon etwas Erfahrung. Wollte mir dann aber Linux mal genauer anschauen. Das fing mit Suse an, ging weiter über Fedora und wenn mich nicht alles täuscht, habe ich auch mal DamnSmallLinux probiert. Alle hatten aber das Problem, dass ich immer Windows Feeling hatte. Okay, für einen OWU ist das wahrscheinlich wünschenswert, aber wegen diesem vorinstallierten Kram und so wollte ich eben genau das nicht auch bei einem alternativen OS. Zudem bin ich dann immer wieder auf Probleme gestossen. Wo ist denn da der Task Manager? Was zur Hölle ist ein Paketmanager? Hä? Fstab? Okay, dann doch zurück zu Windows.

    Bis mir dann jemand Gentoo vorgeschlagen hat. 170 MB Installationsmedium. Geil! Da ist garantiert nichts vorinstalliert. Dazu noch eine wirklich hervorragende Anleitung für die Installation. Nach 3 Tagen war es dann soweit lauffähig. Ja, ja, compilieren mit einem AMD Sempron macht einfach keinen Spass. Dann nach 3 weiteren Tagen hatte ich es dann so zerschossen, dass selbst die Leute im Gentoo-Forum gesagt haben, da ist nichts mehr zu retten. Also, vorne. Weitere 3 Tage später hatte ich aber schon mehr den Plan, was es mit Linux auf sich hat. Da gab es ein Problem und ich hatte zumindest einen Verdacht, wo ich das lösen könnte. Dazu noch das liebe Internet, die Gentoo-Gemeinde ist wirklich grossartig und schau an. Die zweite Installation ist dann tatsächlich ein paar Jahre gelaufen. Bis ich dann so ganz aus versehen die falsche Festplatte mit fdisk bearbeitet habe. Ja, man wird über die eingehängte Platte informiert, man kann sie trotzdem vernichten. Geht ziemlich einfach ;).

    Damit will ich sagen, wer wirklich Linux benutzen will, der sollte sich auch damit beschäftigen. Wer einfach nur die Kiste anschalten und mal surfen will, oder ein Briefchen schreiben, oder was auch immer, dem steht eine eigentlich schon viel zu grosse Auswahl zur Verfügung. Die Meisten werden sich Ubuntu zuwenden um dann zu merken, dass sie mit dem Desktop nicht wirklich klar kommen, da sich Gnome3, wenn man es nicht entsprechend konfiguriert, ja doch schon stark von Windows unterscheidet. Irgendwann kommt der zu Mint. Vielleicht kriegt er das auch noch mit dem Paketmanager auf die Reihe. Aber wehe, da kommt ein Update der Distro. Das hat tatsächlich schon ein paar Leute in meinem Bekanntenkreis wieder zu Windows geführt.

    Meiner Erfahrung nach braucht ein OWU, der umsteigen will, ein Linux, was sich möglichst nah optisch an Windows orientiert. Auch halte ich ein vorinstalliertes Wine für wenig zielführend. Denn wenn die Benutzer sich einfach irgendwelche Windowsprogramme von einer Homepage ziehen können und die laufen dann auch noch, lernen sie es nie mit dem Paketmanager. Bei mir ist wirklich die meiste Arbeit die, einen OWU auf die Softwareinstallation umzustellen. Hinweise, dass es nichts anderes ist wie GooglePlay, helfen da nicht. Am Handy kriegen sie es hin, am Computer scheint es oft eine unüberwindbare Hürde zu sein.

    Was ich auch sehr problematisch finde sind die Anleitungen, die man so im Internet findet. Okay, wie ich ja selbst schon gesagt habe, viele Umsteiger werden irgendwo bei einem Ubuntu, oder Mint landen. Dann sind die Anleitungen in Ordnung. Aber wehe, einer landet bei Suse, oder Manjaro, oder Fedora. Dann machen die alles so, wie es in der Anleitung gezeigt wird, öffnen einen Terminal und geben dort "sudo apt-get update" ein und was passiert? Apt-get wird nicht gefunden. Schon ist alles scheisse. Klar, man kann von den Erstellern solcher Anleitungen nicht erwarten, dass sie für jede Distro eine eigene Anleitung schreiben und die, die es doch tun, blasen damit ihren Text so extrem auf, dass man ihn gar nicht lesen will. Aber ein Hinweis fände ich schon sinnvoll, auf welcher Distro die Anleitung beruht. Das hat von meinen Bekannten auch schon ein paar abgeschreckt.

    Gut, ich eskaliere mal wieder.

    Das von dir angesprochene Video für Einsteiger würde ich eher mit Manjaro, oder ähnlichem OS machen. Wie gesagt, gerade bei Mint brechen sich viele was, wenn da ein Update der Distro ins Haus steht. Rolling-Release mag auch seine Probleme haben, aber zumindest umgeht man damit diese Updates.

    Ich mag's nicht, wenn man mir zu viel aus die Hand nimmt. Mir wird damit die Kontrolle aus der Hand genommen, was an- und was abgeschaltet wird. Das möchte ich aber gerne selber wissen und entscheiden.

    Da bin ich vollkommen bei dir! Das ist auch mit ein Grund, warum ich grosser Fan von Gentoo und Arch bin. Die von Hand installiert und da ist nichts drauf, was irgendwer als sinnvoll erachtet. Da kriege ich bei Mint gerne mal einen kleinen Anfall. Da kriegst du den HexChat mit drauf gebügelt, transition und keine Ahnung was noch alles.

    Ich bin nicht grundsätzlich gegen vorinstallierte Software. Gerade jemand, der sich mal in Linux umschauen will wird es sicherlich freuen, dass er auch sofort etwas zum arbeiten hat. Für mich ist das aber nichts. Ich bin der Chef. Zumindest auf meinem Computer :winking_face:

    Also ich verstehe unter einem Emulator etwas anderes. Eine Software, welche eine Hardware nachbildet. Sprich quem, oder VirtualBox. Für Wine muss ich kein OS installieren. Ausserdem, wenn ich Ark nativ auf Windows spiele, habe ich die gleiche FPS, als wenn ich es unter Linux spiele. Meine Erfahrung mit Emulatoren ist aber, dass die nie die Performance der echten Hardware erreichen.

    Das soll hier jetzt aber nicht in einen Streit ausarten. Es funktioniert, damit bin ich glücklich ;).

    Also als Fan würde ich mich auch nicht bezeichnen. Hin und wieder benutze ich es, aber auch eher selten.

    Ich kann mich aber nicht mit Office-Lösungen anfreunden, die quasi in der Cloud laufen. OnlyOffice finde ich deshalb für mich nicht ansprechend. FreeOffice sagt mir noch nicht einmal was. Wie aber ein schneller Blick in die Suchmaschine gezeigt hat, kommt es von Softmaker und von denen hatte ich sogar schon ein Office, aber das hatte ein Ablaufdatum. Schaue ich mir aber mal an.

    Was LibreOffice oder OpenOffice angeht, da bin ich überhaupt kein Fan davon. Ja, es ist Open-Source, aber nur weil es so ist, muss es nicht gleich auch gut sein. Ich kann meine Meinung auch begründen.

    Ich schreibe Bücher. Die bestehen zu 100% aus Text in der Schriftart Courier New. Nichts fett, nichts kursiv, nichts unterstrichen. Keine Bilder, oder sonstiger Kram. Angefangen habe ich, weil Open Source, mit Libreoffice. Dazu sei gesagt, ich habe auch oft geschrieben, wenn ich mit den Kindern auf dem Spielplatz war zum Beispiel. Dafür habe ich ein NetBook benutzt, was ich 2011 bekommen habe. 1GB Arbeitsspeicher, 1 Kern Atom-Prozessor mit 2 Threats. Anfangs ging das auch. Doch ab etwa 100 Seiten ging das NetBook in die Knie. Ich hab getippt, bis die Zeichen aber auf dem Bildschirm erschienen, hat es noch eine ganze Zeit gedauert.

    Das fand ich keines Wegs akzeptabel. Vor vielen, vielen Jahren habe ich ein Drehbuch für einen Film geschrieben, den ich mit ein paar Freunden machen wollte. Auf einem Amiga 1200 mit 30 MHz (ja, Megahertz!) und 4 MB (ja, Megabyte) Arbeitsspeicher. Das hatte am Ende über 200 Seiten und FinalWriter hatte keine Mühe, damit umzugehen. So. 30 MHz und 4 MB gegen öhm ich glaube 1 GHz und 1 GB. Klar, das OS frisst natürlich auch. Aber das purer Text die Kiste so in die Knie zwingen kann, war für mich einfach absolut unverständlich.

    Auf der Suche nach Alternativen bin ich über AbiWord gestolpert, habe auch zeitweise mit LaTeX gewerkelt und dann WPS-Office gefunden. Schau mal einer an. Damit editiere ich auch mein 800 Seiten Buch auf dem NetBook ohne Probleme. Ja, WPS-Office ist nicht Open-Source. Es funktioniert aber tadellos und kommt auch hervorragend mit Office Kram zurecht, wie ich durch meine Arbeit weiss.

    Das hat mich wirklich tief enttäuscht und seither halte ich Abstand von LibreOffice und Konsorten. WPS-Office ist vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss, aber ich kann mittlerweile in meinem Garten auf der Liege sitzen, NetBook auf dem Schoss und schreiben. Ohne das mir das kleine Ding in die Knie geht, oder ich Online sein muss.

    Ich sage aber dazu, dass ist nur meine Meinung. Die muss man nicht teilen, ich will niemanden missionieren und habe auch kein Problem damit, wenn jemand es anders sieht.

    War nur ein Vorschlag. Es macht meiner Meinung nach einen Unterschied, ob man Dinge deaktiviert, oder sie gar nicht erst im Code sind. Der Aufwand beim Importieren hatte ich nicht. LibreWolf hat sich einfach alle Einstellungen und Co von Firefox genommen. Ist ja genau genommen der gleiche Browser.

    Nun, Du hast es schon angesprochen (Steam, Epic). aber auch wine. Das sind eigene Betriebssystem...

    Das ist nicht richtig! Steam und Epic verwenden Wine, um Windows-Spiele, aber auch andere Software unter Linux lauffähig zu machen. Wine ist aber keine Virtualisierung. Der Name Wine heisst ja ausgeschrieben "Wine is not an emulator". Wine ist ein ein Layer, der Windows Aufrufe auf Linux umbiegt. Da wird nichts emuliert oder virtualisiert. Das benutzt direkt die Hardware des eigenen Rechners.

    Was SteamOS angeht, das basiert meines Wissens nach auf Ubuntu. Ist also genau genommen auch nur eine weitere Distro. Die ist aber wirklich so abgestimmt, dass quasi alles sofort lauffähig ist, während man bei anderen Distros eventuell noch etwas fummeln, oder überhaupt Wine installieren muss.