Ja, wie macht man es Umsteigern einfacher. An der Frage arbeite ich seit Jahren. Es gibt ein paar Dinge, die bei einem Umstieg hilfreich sein können.
Was tatsächlich gut hilft ist, gar nicht erst gross von Umstieg zu reden. Also klar, die Leute kommen ja zu mir und fragen mich, ob ich beim Umstieg helfen kann. Die sehen aber nur schwarz und weiss. Also Windows löschen und Linux installieren. Davon bin ich komplett abgerückt. Ich empfehle immer, eine eigene Festplatte für Linux zu besorgen. Ich meine, eine 120 GB SSD kriegt man für um die 20€. Das tut nicht unbedingt weh und die ist auch nicht verloren, wenn dann doch lieber bei Windows geblieben wird. Da kommt dann Linux drauf. Also kann man sowohl Windows, wie auch Linux nutzen. Linux bietet dabei den grossen Vorteil, man kann mittels nfs3g die Windows Festplatte mounten. Das richte ich dann soweit auch immer alles ein. Dann haben die Leute die Möglichkeit, mit Linux-Programmen einfach an dem zu arbeiten, was sie auf Windows haben. Einige arbeiten mit Bildern, andere mit Text und Excel, wieder andere mit Videos. Bei Bildern bemängeln dann einige ganz gerne, dass der Funktionsumfang von Gimp nicht an den von Photoshop heranreicht. Hier gebe ich Zioone absolut Recht. Für Photoshop gibt es anscheinend keine wirkliche Alternative auf Linux und Photoshop mit Wine ist richtig schwer, wenn nicht gar unmöglich. Ich habe es auf jeden Fall noch nie wirklich zum laufen gebracht, was, je nach Quelle, aber an Adobe liegt, die gar nicht wollen, dass man Photoshop auf Linux einsetzen kann. Mag aber auch ein Gerücht sein. Trotzdem kommen einige dann auf den Trichter, dass Gimp ausreichend ist. Was Text und Excel angeht, habe ich durch WPS-Office nur selten Klagen gehört. Ja, es mag extreme Tabellen geben, die bei Spreadsheet nicht funktionieren wollen, aber es sind die Ausnahmen. Wenn es gut läuft, dann wird die Zeit unter Linux immer länger und in einigen Fällen hiess es schliesslich, dass Windows nicht mehr gebraucht wird.
Als Nächstes ist da der Punkt Paketmanager. Da wage ich mich doch noch einmal zu sagen, einen Anwender aus der Windows-Welt tut sich damit schwer. Denn ja, da gibt es ja seit Windows 10 auch einen Store, aber ich kenne tatsächlich niemand, auch unter den echten Freaks, die den benutzen. Das alte Muster ist geblieben. Software lädt man sich von der Website runter und installiert es. Hier stosse ich immer und immer wieder auf echte Probleme, wie ich ja schon beschrieben habe. Da ist Aufklärungsarbeit wichtig, aber auch schwierig.
Schlussendlich bin ich auch dazu übergegangen, Umsteigern ein Rolling-Release zu spendieren. Denn da funktioniert es so, wie bereits angemerkt wurde. Im Paketmanager die Update auswählen und Feuer frei. Distros, die auf eine neue Version upgraden müssen (nicht von den Anwendungen, sondern der Distro selbst), führen da oft zu Problemen. Das sage ich nicht, weil ich geil auf Terminals bin, sondern das ist das Feedback jener, die so eine Distro einsetzen und genau da dann Probleme haben. Also der Anwender, nicht der studierte Freak.
Es gibt da noch so ein paar Punkte, aber ich sollte mich ja kurz halten.