Eigentlich wollte ich mir MocaccinoOS gar nicht anschauen.
Aber wie das bei mir meistens so läuft: Ich sehe irgendein ungewöhnliches Konzept, denke kurz „Ach komm, lass gut sein“ — und fünf Minuten später sitze ich doch davor. Das Luet-/Layer-Konzept hat mich dann eben doch neugierig gemacht.
Mocaccino denkt nicht wie eine klassische Distro à la Arch, Fedora oder Ubuntu, sondern eher wie ein Linux-Baukasten mit Kategorien.
Luet unterscheidet zum Beispiel nach:
Das ist erstmal ungewohnt, aber auch irgendwie spannend. Man sucht also nicht einfach nur stumpf nach Programmen, sondern bewegt sich eher durch diese Paket-Kategorien.
Bei mir musste vor luet search ein sudo, sonst fand das Ding quasi nichts. Sehr charmant. Keine Fehlermeldung, einfach leere Realität. Genau mein Humor. 😅
Getestet habe ich unter anderem Vajo, die Luet-GUI. Installation lief sauber, aber der Startbefehl war nicht vajo, sondern:
Im Launcher war es bei mir nicht sichtbar. Also GUI-Tool installiert, aber erstmal Kommandozeilen-Schatzsuche spielen. Linux wollte scheinbar wieder, dass ich mir mein Komfortgefühl verdiene.
Interessanter wurde es bei den Layern. Gefunden habe ich unter anderem:
XFCE habe ich testweise als Layer installiert — und das hat tatsächlich wunderbar geklappt. Session war da, Start lief sauber. Da war ich kurz enttäuscht, weil ich schon innerlich die Fehlermeldungen sortiert hatte.
Hyprland gab es natürlich nicht. Weil mein Lieblings-Compositor grundsätzlich immer genau dort fehlt, wo ich gerade neugierig werde. Klassiker. 😄
Zwischenfazit
MocaccinoOS wirkt weniger wie:
Zitat
Hier ist eine normale Desktop-Distro mit großem App-Katalog.
Sondern eher wie:
Zitat
Hier ist ein modulares Linux-System aus Layern und Kategorien.
Das Konzept finde ich ehrlich gesagt ziemlich spannend.
Die UX ist stellenweise aber noch etwas… sagen wir: abenteuerlustig.
Als Daily? Nein, noch viel zu unreif
Als Testlabor ist es aber interessant!
Kurz gesagt:
Zitat
Ich muss meine erste Einschätzung korrigieren: MocaccinoOS scheint wohl doch ein Ü-Ei alter Schule zu sein. Viele kleine Teile, nicht alles sofort offensichtlich, aber genau deshalb steckt man es natürlich zusammen, weil man wissen will, ob am Ende ein Desktop, ein Paketmanager-Goblin oder ein kleiner Linux-Kobold mit Schraubenschlüssel rauskommt. 🐧🥚