Bin bei Distrowatch auf eine Distro gestoßen die fand ich jetzt mal echt spannend....StartOS, läuft mir jetzt das erste mal über den Weg. Firefox als Desktop.....klingt interessant..

https://github.com/Start9Labs/start-technologies
StartOS – schickes Spielzeug mit eigenem Konzept 😅
Ich habs endlich geschafft, mir das Ding mal anzuschauen, und was soll ich sagen? Schickes Spielzeug... 😅
StartOS ist keine klassische Desktop-Distro, sondern ein headless Server-System mit Weboberfläche. Man installiert es auf einen kleinen Server, Mini-PC oder ähnliches und verwaltet danach praktisch alles über den Browser.
Nach der Installation ist erstmal erstaunlich wenig los – den eigentlichen Server baut man sich aus einzelnen Diensten selbst zusammen.
Also quasi LEGO für Leute, die irgendwann beschlossen haben, dass Freizeit völlig überbewertet wird. 😂
Umbrel, ZimaOS und StartOS – ähnliche Idee, anderer Schwerpunkt
Vom Grundgedanken spielt StartOS in einer ähnlichen Ecke wie UmbrelOS oder ZimaOS, die drei gehen aber ziemlich unterschiedlich an das Thema heran.
Umbrel ist für mich ganz klar der Schönling der Runde.
Installieren, Browser öffnen, Apps anklicken und fertig.
Inzwischen gibt es Dateien, Fotos, Benutzer, Backups und sogar komplette virtuelle Maschinen direkt im Browser. Das fühlt sich weniger wie Serververwaltung und mehr wie der eigene kleine Cloud-PC an.
Gefällt mir verdammt gut – dafür lebt man eben auch stärker in der Umbrel-Welt.
ZimaOS wirkt dagegen eher wie der NAS-/Docker-Allrounder. Storage, RAID, Dateiverwaltung und normale Docker-Compose-Anwendungen stehen wesentlich stärker im Vordergrund.
Technisch wahrscheinlich die offenste der drei Varianten, optisch für meinen Geschmack aber auch die nüchternste.
Mein erster Kontakt bestand außerdem erstmal daraus, eine Netzwerkkollision in meiner Test-VM zu suchen.
Ein hervorragender Einstieg, wenn man eigentlich nur mal kurz gucken wollte. 😂
StartOS macht sein eigenes Ding
StartOS geht wiederum einen ziemlich eigenen Weg.
Hier wird nicht einfach irgendeine docker-compose.yml auf den Server geworfen. Dienste werden als eigene StartOS-Pakete installiert und voneinander isoliert betrieben.
Sicherheit, Privatsphäre und Kontrolle über die eigenen Daten spielen dabei offensichtlich eine ziemlich große Rolle.
Das gefällt mir tatsächlich besser, als ich zunächst erwartet hatte.
Der Nachteil: Der fertige App-Katalog ist kleiner als bei Umbrel oder ZimaOS.
Dafür kann man fehlende Dienste selbst als StartOS-App paketieren.
Was bei mir natürlich sofort aus einem harmlosen:
Zitat
ein gefährliches:
Zitat
„Na gut, dann bau ich das halt selbst.“
macht. 😅
Wer einfach jeden beliebigen Docker-Container starten möchte, wird mit StartOS wahrscheinlich nicht glücklich.
Wer sich dagegen bewusst einen kleinen, sauber aufgebauten Selfhosting-Server zusammenstellen möchte, könnte das Konzept ziemlich interessant finden.
Mein bisheriger Eindruck
Ganz grob würde ich die drei momentan so einordnen:
- Umbrel: Komfort und schicke persönliche Cloud
- ZimaOS: Storage, NAS und Docker-Flexibilität
- StartOS: Isolation, Sicherheit und bewusst integrierte Dienste
Für meinen eigenen ThinkPad lande ich nach meinem bisherigen kleinen VM-Zoo wahrscheinlich trotzdem bei Ubuntu + Homeio.
Das vorhandene Ubuntu läuft bereits, der Hardwarezugriff bleibt völlig normal und Homeio setzt mir einfach eine hübsche Serveroberfläche oben drauf.
Wobei „wahrscheinlich“ bei mir bekanntlich eine sehr begrenzte Halbwertszeit besitzt. 😂
StartOS
ZimaOS:
Umbrel2: