XFCE ist bei mir seit über einem Standarddesktop. Relativ einfach gestrickt, macht, was es soll, nicht zuviel Lametta und einigermaßen ressourcenschonend -- passt zu mir!
.... fehlt nur noch 90-60-90
.... OK, Spaß beiseite.
Allerdings hat meine Begeisterung für XFCE mitterweile einen Riss bekommen. Grund ist X11 -- die Xorg-Sitzungen fahren z.T. nicht immer oder auf einem Rechner sogar überhaupt nicht mehr hoch. Nachdem der Enrico Weigelt weg von X11 ist und XLibre gegründet hat, wird X11, soweit ich es verstehe, für Linux gar nicht mehr gepflegt (ich bin mir nicht sicher, was von der Arbeit an den X11-Versionen von OpenBSD und NetBSD da noch durchgereicht wird).
Leider ist die Wayland-Variante von XFCE noch sehr experimentell und ich verstehe einige Ansätze nicht (z.B. wie ich unter Wayland die Tastaturbelegung so einstellen kann, dass ich unter Wayland von Beginn an eine deutsche Tastatur habe --- da wird bei jeder Sitzung eine labwc-environment Datei neu generiert und die alte überschrieben und ich habe dazu bislang keine Info gefunden).
Daher neige ich momentan dazu, anstelle dessen LabWC zu benutzen, zuweilen mit XFCE-Elementen (Terminal, Leiste). Hier verstehe ich den Konfigurationsvorgang einfach besser --- ist halt meine Kragenweite: (aus meiner Sicht) irgendwie noch einfacher gestrickt, noch weniger Lametta, noch ressourcenschonender und so weiter
....
... das letzte Wort ist da aber noch nicht gesprochen. Ich komme mit LabWC nämlich einfach nicht aus dem Tee, sprich, ich kann mich nicht entscheiden, ob ich nun besser seatd oder elogind, die XFCE-Leiste oder Waybar, swaybg oder wbg für den Hintergrund usw. usf. benutze. Da habe ich auf 3 Rechnern 5 Varianten, wenn ihr versteht, was ich meine.
Also ich fand Xfce eigentlich immer altbacken. Das war meiner Meinung nach eine Fehleinschätzung. Da "geht" doch erstaunlich viel.
Da sind wir schon zu zweit. XFCE habe ich lange Zeit absolut unterschätzt.