Beiträge von Staryvyr

    Ja da hat der gute Kalle wirklich die Arschkarte gezogen --- weil über kurz oder lang seine NVIDIA-Grafikkarte nicht mehr mit dem Mainline-Kernel betrieben werden kann.

    Was soll man da empfehlen. Die Karte rausschmeißen und durch eine neuere Karte oder andere (nicht NVIDIA) Karte vom Grabbeltisch ersetzen?

    Pinguin Der 6.6. Linux-Kernel ist prinzipiell installierbar, wir könnten dem guten Kalle eine ensprechende ISO kompilieren. Die entsprechenden Kernel-Pakete können ja via

    Code
    sudo xbps-pkgdb -m manual paket

    als manuell installiert markiert werden, so dass diese nicht gelöscht werden (beim Update meine ich -- und sorry will nicht klugsch...... sondern das nur als Idee einbringen).

    Wie sieht es eigentlich bei Trixie aus, habs noch nicht installiert, interessiert mich aber schon, weil ich gerne mit Debian unterwegs bin.

    Wenn Trixie stable wird müsste ich eigentlich nur die source.list ändern ungefähr so.

    Code
    deb http://deb.debian.org/debian trixie main non-free-firmware
    deb-src http://deb.debian.org/debian trixie main non-free-firmware
    
    deb http://deb.debian.org/debian-security/ trixie-security main non-free-firmware
    deb-src http://deb.debian.org/debian-security/ trixie-security main non-free-firmware
    
    deb http://deb.debian.org/debian trixie-updates main non-free-firmware

    Wobei ich die src's auskommentieren kann oder auch löschen.

    Ist meine Ahnname richtig oder was meint ihr?

    Prinzipiell ja. Vor und nach dem Editieren bitte jeweilig das Update das Upgrade ausführen. Zum Schluss das Full-upgrade nicht vergessen.

    Hast Du schon im partition mode versucht, die Partitionen einzeln zu kopieren?

    Wenn ja und Du Probleme mit der Partitionstabelle hast, weil die 1:1 übernommen wird,
    da gibt es entsprechende Optionen (so etwas wie eine Option -k1, soweit meine grauen Zellen mich nicht in Stich lassen) im Expertenmodus.

    Auch kann ich nur sagen, die Zeiten, indem man mit Xfce ein Kompromiss für magere Hardware eingegangen ist, als Funktionalität zu Gunsten von Leistung getauscht hat, sind schon lange vorbei. Aber eben, in meinen Augen hat es dadurch auch seinen Platz als Leichtgewicht verloren.


    Vielleicht, um auf den Punkt "magere Hardware" etwas konkreter einzugehen:

    Auf verschiedenen Void-Rechnern habe ich mal getestet, was die XFCE-Umgebung so an extra-RAM zieht und dabei Werte von 240-310 MB beobachtet. Das muss jetzt nicht zwangsläufig als Leichtgewicht betrachtet werden, aber m.W. ist dies immer noch deutlich weniger als KDE, Gnome oder Cinnamon verbrauchen.

    Schließlich kommt der Speicherverbrauch des Kernels, der Dienste usw. natürlich noch dazu. Auf Hardware unter einem 1 GB RAM kann das dann schon zu Speicherprobleme führen, wenn da noch bestimmte Anwendungen wie z.B. Firefox angeworfen werden. Auf einem 2GB RAM Nettop läuft das Ganze für meine Zwecke (Präsentationen, kurze Arbeitsphasen unterwegs, Gelegenheitsurfen) aber hinreichend gut -- aber auch nicht unter jeder Distro.

    Leichtgewichtige Alternativen, die auch langfristig unter Wayland laufen, gibt es einige, aber nur m.E. nur relative wenige vom Floating/Stacking Windows Typ.


    wenn ich das ganze unter /usr/share/application/ ablege startet das nicht mehr

    Mit welcher Fehlermeldung denn (wenn Du das z.B. im Terminal ausführst)?

    Meine erste Idee war ja, dass beim ISO kompilieren da nicht entsprechende Rechte gesetzt werden, aber vielleicht denke ich grade mal wieder zu kompliziert.

    Da steht da letztendlich, dass bestimmte Pakete nicht vom Arch-Paketmanager pacman gefunden werden. Die entsprechenden Paketlisten scheinen auch zu fehlen oder nicht lesbar zu sein. Grund könnte sein, dass bei der Initialisierung des Programms etwas schiefgelaufen ist, oder da sind bestimmte Rechte z.B. für das Lesen der Repo-Dateien (oder übergeordneter Verzeichnisse, je nachdem wie das in makpgd organisiert ist) nicht für den Nutzer gesetzt. Das wären so die ersten Punkte, die ich mir genau anschauen würde.

    Genaueres kann ich dazu nicht schreiben, da ich weder Fedora noch Arch (inklusive pacman) nutze.

    ........... ich hätte eine Frage - mal wieder,

    1. was stört an Void

    2. was sind die Vorteile an Void?

    Vor ca. 10 Jahren war ich einfach nur Linux Anwender und habe mich nicht tiefer mit dem System auseinandergesetzt. Ich kann mich in mein altes Selbst aber noch einfühlen.

    Hätte man mir damals Void vorgesetzt, dann hätte mir der grafische Installer, und einfache Einrichtungs-, Verwaltungs- und Paketmanager gefehlt. Ich hatte einfach zu wenig Interesse daran, mir das im Detail beizubringen. Auch wenn ich einer Self-made-Philosophie anhänge, so hatte ich wie auch sonst jeder meine zeitliche Prioritäten einfach nicht in das OS an sich gesetzt. Auch habe ich das damit verbunden, in wenig verständlichen Texten von unmotiviert geschriebenen Dokumentationen herumwühlen zu müssen. (Ich war aber auch nicht der Typ, bei dem alles ootb funktionieren muss, nur wenn ich wie der Ochs vorm Tor steh und nicht weiter komme obwohl ich eigentlich gerade etwas Anderes erledigen muss, dann ist dass eine sehr unbefriedigende Situation.)

    Was mir damals aber immer auch gefehlt hat, ist ein System, dass

    A) wirklich ressourceneffizient läuft und B) dessen Eingeweide ich zumindest halbwegs verstehen kann, inbegriffen dass ich dem System dadurch "weniger ausgeliefert" bin

    Linux Mint ist immer noch ein tolles OS, aber um A und B beizukommen habe ich schließlich gewechselt. Ohne entsprechende Videotutorials, der Austausch in Foren wie diese etc., die mir als helfende Hand dienten und in denen ich auch helfe, hätte ich aber vielleicht nicht durchgehalten -- witzigerweise ist Letzteres aber kein technischer sondern eher ein sozialer Faktor.

    Das wäre super wenn du da etwas erstellen könntest, und ich habe Zeit 😜 also kein Stress

    OK hier endlich mal die angekündigte Anleitung für eine Minimalinstallation von LabWC unter Void. Ausgangspunkt ist, dass Void mit der Base-Iso installiert wurde und der Hauptnutzer einfach "user" heißt.

    1) Installation der Grundpakete: Zunächst müssen installiert werden

    --- labwc selbst (+ Abhängigkeiten)

    --- ein Sitzungsmanager (ich habe seatd gewählt, elogind würde auch gehen)

    --- ein Font (ich habe hier den Terminus-Font gewählt, jeder andere Font sollte es aber auch tun)

    --- einen Displaymanager und Greeter (ich habe greetd gewählt, da ist der minimalistische agreety-Greeter gleich dabei)

    Das sieht dann als Befehl bei mir so aus:

    sudo xbps-install -S labwc seatd terminus-font greetd

    2) Konfiguration vom Sitzungmanager:

    Zunächst ist der Sitzungsmanager als Service in Void einzurichten

     sudo ln -s /etc/sv/seatd /var/service  

    und der Nutzer muss in die Gruppe des Sitzungsmanagers eingetragen werden.

    sudo usermod -a -G _seatd user

    Da ich seatd gewählt habe, muss ich selbst den Runtime-Ordner für Wayland zunächst einrichten (ich habe einfach einen Unterordner im Home-Verzeichnis dazu angelegt)

     mkdir /home/user/runtime_dir ; chmod 700 /home/user/runtime_dir 

    und dies dem DM mitteilen. Zu Letzterem genügt es, eine Datei namens ".profile" in das Homeverzeichnis anzulegen mit den folgenden beiden Zeilen

    Code
    export XDG_RUNTIME_DIR="/home/user/runtime_dir"
    export WLR_RENDERER=pixman labwc

    3) Konfiguration von LabWC

    Das kann prinzipiell auch später erfolgen, aber ich gebe dies mal als dritten Schritt an, damit man gleich in der LabWC-Umgebung arbeiten kann. Ich richte hier an der Stelle auch nur das Terminal ein .. alles Andere sprengt hier jetzt den Rahmen.

    Zunächst kopiert man sich die Default Konfigurationsdateien. Dazu muss man sich unter .config einen Ordner names labwc anlegen und die Standardkonfiguration kopieren mittels

    cp /usr/share/doc/labwc/* ~/.config/labwc/

    Das gewünsche Terminal sollte installiert werden, z.b. für das Terminal vom XFCE:

     sudo xbps-install -S xfce4-terminal 

    und die Verbindung zum Menu in Void ist in der Konfigurationsdatei menu.xml im ~/.config/labwc Verzeichnis zu schaffen, indem die Zeile

    Code
        <action name="Execute" command="alacritty" />

    ersetzt wird durch

    Code
        <action name="Execute" command="xfce4-terminal" />

    4) Einrichten vom Display-Manager (DM):

    greetd muss nun wissen, das labwc gestartet werden soll. Dazu kann in der Datei /etc/greetd/config.toml die Zeile

    Code
    command = "agreety --cmd /bin/sh"

    ersetzt werden durch

    Code
    command = "agreety --cmd labwc"

    Schließlich ist noch der DM als Service zu einzurichten via

     sudo ln -s /etc/sv/greetd /var/service/ 

    und der Greeter erscheint nach kurzer Weile, bzw. auch stets, wenn der Rechner neu gestartet wird. An dieser Stelle kann man dann noch nicht viel damit mehr machen als das Terminal aufzurufen und damit zu arbeiten bzw. labwc wieder zu schließen, aber das ist aber nur der Install-Prozess, an dem sich dann das Ganze Einrichtungen und Konfigurieren anschließt.

    Wenn ihr dazu etwas wissen mögt, fragt einfach.

    Ich habe mal gehört, dass sich damit ein Teil der FLOSS-Software, die unter Linux läuft auch auf dem Mac genutzt werden kann, habe das aber nie verfolgt, weil ich Mac OS nicht auf eigenen Geräten nutze.

    Was wäre denn eine Motivation, Homebrew auf einem Linux-Rechner zu nutzen? Eigentlich ist das doch nur sinnvoll, wenn man eine sehr kleine Linux-Distro mit wenigen Paketen bzw. ohne Flatpak/Snap/Appimage nutzen will, oder?

    Kleines Update: Die neue i686-XFCE-Iso von Void, die am Sonntag herausgekommen ist, läuft ausgerechnet auf diesem Rechner nicht (genaugenommen bleibt der Start vom DE hängen). Als Default DDX Treiber von x.org wurde auf eine Variante gewechselt, die weniger Probleme mit sich bringt (als der vorherigen Treiber im xf86-intel-driver Paket, das jetzt nicht mehr dabei ist), aber unterstützt GPU's erst ab Intel Prozessoren der 4. Generation. Derzeit müsste man also doch mehr selbst basteln, wenn man Void mit DE auf diesen Rechner bringen mag.

    Void ist doch auch Rolling-Relase oder? Also einfach meins updaten?

    Btw. Luanti (vorher Minetest) hat mittlerweile auch eine Anleitung um Luanti auf Void zu compilieren. Finde ich cool.

    Ja, ist RR, einfach updaten. Das ist kein neues Punktrelease sondern nur eine eine neue ISO mit aktuelleren Programmen. Sorry, wenn ich da durch meine Wortwahl Verwirrung gestiftet habe.

    Luanti bzw. Minetest sind übrigens unter diesen Namen im Void Repo zu finden. Aber danke für die Info, dass es umbenannt wurde, das höre ich zum ersten Mal.