Beiträge von DenalB

    Ich hab gestern Abend eine Tortur durch ...

    Ich hatte mit meiner neuen Grafikkarte in EndeavourOS das Problem, dass Spiele wie z. B. Diablo IV oder Cyberpunk 2077 mit aktiviertem Ray Tracing beim Beenden immer eingefroren sind. Der Rechner selbst funktionierte weiter. Ich musste nur die Spiele abschießen. Dann kam vor ein paar Tagen eine neue Kernel- und Mesa-Version rein und die Spiele froren nicht mehr ein.

    Jetzt wollte ich es wissen und installierte mir Fedora. Hier ist noch eine Mesa-Version von Anfang Dezember installiert. Diablo IV fror nicht ein, aber Cyberpunk 2077. Also habe ich mir per Github-Anleitung Mesa Bleeding Edge installiert. Cyberpunk 2077 fror weiterhin ein.

    Ich probierte es mit Nobara 43, welches seit ein paar Tagen erhältlich ist. Hier lief dieselbe Mesa-Version, wie auch in meinem EndeavourOS. Aber Cyberpunk 2077 fror ein. Diablo IV lief auch hier ohne Probleme.

    Irgendwie kann es dann doch nicht an der installierten Mesa-Version liegen, oder?

    Jedenfalls war ich gerade dabei und dachte mir, ich installiere mir mal Debian 13. Hier scheint allerdings nicht mal meine Grafikkarte (AMD RX 9070 XT) korrekt erkannt zu werden. Sowohl bei EndeavourOS, als auch bei Fedora und Nobara war in den Systemeinstellungen die genaue Bezeichnung meiner Grafikkarte zu sehen. Debian meinte, dass ich eine AMD-Grafikkarte ohne genaue Bezeichnung nutze. Habe dann über die Backuports versucht, eine aktuellere Mesa-Version zu installieren, was wohl auch klappte. Allerdings lag diese Version noch weit hinter der eigentlich aktuellen Version. Bei der angezeigten Grafikkarte änderte sich nichts. Dann dachte ich mir, ich schaue nach einer neuen Linux-Firmware in den Backports. Aber die stammt auch in den Backports von April 2025 und lag bereits in dieser Version vor. Ich hatte dann aufgegeben und bin leider viel zu spät ins Bett ...

    Heute würde ich das Ganze gern mal in Garuda Linux und CachyOS ausprobieren. Vielleicht mache ich auch noch einen Test in der aktuellen Ubuntu-Version. Mal schauen. :winking_face:

    Immer alles ein Für und Wider.

    Kann ich total nachvollziehen.

    Ich nutze z.B. 1Password mit Familien-Account. Ja, es läuft alles auf deren Servern.

    Vor ein paar Jahren war ich auf dem Trip, alles selbst zu hosten und bezüglich Datenschutz möglichst keinen anderen Leuten Zugriff auf meine Daten zu gewähren. Damals bin ich auch von Gmail zu mailbox (bis vor kurzem noch mailbox.org) gewechselt. Also dachte ich mir, ich ziehe von 1Password weg und nutze Keepass oder KeepassXC. Habe also meine Tresor nach mailbox verlagert und diesen per WebDAV für mich und meine Frau zugänglich gemacht. Habe alles in Windows 10 und auf unseren iPhones eingerichtet. Alles lief.

    Dann bekam ich ein neues iPhone und meine Frau bekam mein altes. Sie wollte alles selbst konfigurieren und scheiterte dann daran, den Tresor für KeePass, der in meinem mailbox-Account lag, einzubinden. Ich selbst kam dann ebenfalls ins Rudern und das, obwohl ich mich mit IT auskenne und ausgekannt habe. Dann kam Corona dazu und wir begannen, zu überlegen. Damals wusste man noch nicht, wohin das böse "C" führen würde und so meinte meine Frau zu mir, was passieren würde, wenn es mich erwischen und ich im Krankenhaus liegen würde. Wie sollte sie so etwas wie einen Passwort-Manager zum Fliegen bringen?

    Das war der Punkt, der mich zum Umdenken angeregt hatte. Ich ließ mein 1Password-Abo wieder aufleben und zog erneut meine wichtigen Daten dorthin um. Seitdem sind wir dort. Hier müsste meine Frau sich nur die App installieren und sich einloggen. Von irgendeinem noch funktionierenden Gerät müsste sie das OTP in ihre installierte App eingeben und fertig. Alle wichtigen Daten sind für sie wieder erreichbar.

    Ich will damit sagen, dass eben bestimmte Abhängigkeiten nicht unbedingt schlecht sind. Sie erleichtern das Leben auch ungemein. Gerade auch im Hinblick darauf, wenn sich Leute eben mit IT nicht auskennen. :winking_face:

    Um ehrlich zu sein war mir das bei Fedora etwas zu aufwendig, um BTRFS mit Snapshots vernünftig zum Laufen zu bekommen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass mein Systemlaufwerk im BTRFS-Format immer voller wurde. Man muss da wohl regelmäßig Befehle ausführen, weil belegte Blöcke beim Löschen von Dateien nicht automatisch wieder freigegeben werden. Und ich muss sagen, ich vermisse jetzt mit EXT4 nichts. :winking_face:

    Ich bin selbst nach dieser Anleitung vorgegangen, die bei mir mit Fedora 42 und 43 funktioniert hatte.

    How to Install Fedora 42 with Snapshot and Rollback Support
    Install Fedora 42 with Btrfs snapshot and rollback support. Learn how to set up automatic snapshots for safer system updates.
    sysguides.com

    Aktuell bin ich aber wieder mit EXT4 unterwegs und lasse per Timeshift 1x täglich einen Snapshot per rsync auf eine andere SSD erstellen. Das reicht mir vollkommen aus. :winking_face: