Beiträge von diabolusUmarov

    Ich bin von Haiku auch sehr beeindruckt. Es gibt noch viele Baustellen, gerade was die Hardwareunterstützung angeht, aber im grossen und allgemeinen ein wirklich interessantes Betriebssystem. Das ich dort, mit nur ein paar kleinen Ändeungen in der CmakeList.txt ändern, ohne den Code anfassen zu müssen BareCode kompilieren konnte hat mir sehr gut gefallen. Das gibt viel Potential für Anwendungen.

    Ich verwende ganz banal yay zum umdaten und Pamac zum installieren, falls ich nicht den direkten Namen eines Programms kenne oder generell nach etwas suche. Flatpak und Co ist bei mir mittlerweile komplett verschwunden. Shelly habe ich auch drauf und finde es total cool, dass gerade bei AUR das PKGBUILD überprüft wird. Das ist echt nicht schlecht. Aber, die Gewohnheit lässt mich dann doch immer wieder Pamac starten und wenn es dann am installieren ist denke ich mir meistens, ich wollte doch da Shelly benutzen.

    Nachdem mein 10€ Aliexpress Lüfter vor ein paar Wochen mit Geräuschen angefangen hat, nach 2 Jahren im Dauerbetrieb, war es nun zeit für einen Neuen. Dieses Mal aber den im Titel beschriebenen. 40€ mit allem drum und dran. Da ist echt alles dabei, Y Kabel, wenn man keine zwei Anschlüsse auf dem Mainboard hat, Aufnahmen für AMD und Intel Prozessoren und verschiedene Sockel. Dazu noch eine Tube Thermalright Wärmeleitpaste. Ich bin vom Umfang her sehr zufrieden, kann ich nicht anders sagen.

    Ich habe auf die FPS, die RGB ja mit sich bringt, verzichtet, da die White Version mit RGB das doppelte kostet. Ausserdem steht mein PC eh unterm Tisch, da würde ich die RGB gar nicht sehen.

    Was ich hier auch sehr positiv nennen muss, ich habe in beiden Fällen die Arctiv MX6 Wärmeleitpaste verwendet. Nach den zwei Jahren war die Paste immer noch weich. Selbst dort, wo sie etwas über den Prozessor beim andrücken gequollen ist, war noch alles weich. Finde ich sehr gut. Ich verwende aber auch schon ewig Arctic und war bislang immer sehr zufirden.

    Gut. Den habe ich nun eingebaut. Vorher habe ich noch einen Test mit Daten mit dem alten Lüfter gemacht, danach mit dem neuen. Das Ergebnis seht ihr in der Grafik. Ich bin wirklich mehr als zufrieden.

    Brauchen tut man das natürlich nicht.

    Nein, brauchen tut man so vieles nicht. Zum Beispiel eine Desktop Umgebung. Es geht auch komplett ohne. Vor einigen Jahren fand ich die Idee sogar total toll. Ich habe nur in der Konsole gearbeitet und Programme auf den X-Server geschoben. Immer Vollbild, ohne Fensterdekorationen usw. Ging einwandfrei und hat wirklich sehr wenig Ressourcen gefressen.

    Aber nur, weil man etwas nicht braucht heisst es ja nicht, dass es unnötig ist. Du hast es dir so gebaut und findest es angenehm. Dann erfüllt es deinen Bedarf.

    Wenn wir hier schon etwas abseits von Linux sind, will ich auch mal einstimmen.

    Ich verwende immer wieder mal Haiki, was auf BeOS hervorgegangen ist und bin immer wieder erstaunt, wie stark das weiterentwickelt wird. Abseits der Unixoiden und Windows Welt habe ich bisher immer einen Stolperstein gefunden. Der Browser. Haiku hat Falkon und der funktioniert überraschend gut. Ich konnte bislang noch jede Seite, die ich aufrufen wollte, auch wirklich damit anzeigen. Auch das Qt6 vorhanden ist, Office Anwendungen und so finde ich wirklich grossartig.

    Leider gibt es nicht wirklich Treiber dafür. Einen Drucke bekam ich bislang nicht zum laufen und auch keinen Scanner. Auch Grafikkarten mit 3D Beschleunigung können meines Wissens nach nicht verwendet werden, also nichts mit zocken.

    Ich finde das Gesamtbild aber wirklich beeindruckend gut.

    Was mich aber wirklich vom Hocker gehauen hat, ich habe mein BareCode darauf kompiliert und zwar nur mit minimalen Anpassungen in der CmakeList.txt. Nicht im Code. Es funktioniert alles und das finde ich richtig, richtig gut.

    Negative Bemerkungen sind normal, was das angeht. Unter Linux ist man es gewohnt, dass man die Software gratis und am Besten noch mit Quelltext bekommt. Einige rechtfertigen das mit dem Anspruch, den Code auf Lücken prüfen zu können und ähnliches, in der Regel ist es aber so, dass die Leute einfach nichts bezahlen wollen.

    Im Prinzip ist es das gleiche Spiel wie mit allem anderen. Dinge wie WhatsApp, Facebook, Instagram und Co sollen kostenlos sein, aber auch keine Daten verkaufen. Das da eine massive Infrastruktur dahinter steckt, die gepflegt werden will, was viel Geld kostet, spielt keine Rolle. Dann doch lieber Daten verkaufen lassen und drüber meckern.

    Ich selbst sehe das so. Du hast da Zeit investiert, wirst noch Zeit für Wartung und Pflege investieren und andere verdienen dadurch Geld, sparen Geld oder was auch immer. Dann kannst du auch Geld dafür verlangen. Wer es nicht mag, der soll es eben nicht kaufen.

    Ich war auf GitHub und kann da auch eigentlich nichts negatives drüber sagen. Da ich aber ein Mensch bin, der sein Zeig gerne auf der heimischen Festplatte hat, habe ich mit Gitea auf den Pi gepackt und versioniere da drüber. Geht genauso wie bei GitHub, liegt aber eben auf meiner Festplatte.

    Dazu finde ich es befremdlich, meinen Code, der unter Umständen ja Geld wert ist, auf einem Server zu haben, der von Microsoft betrieben wird. Ich bin wahrscheinlich einfach nur paranoid, aber das muss nicht sein.

    Die Gaming Distributionen sind ja eigentlich auch ganz normale Distributionen mit ein paar Zusatztools, oder?

    Das ist ja das Problem. In den meisten Fällen wird zwar gross von Gamining-Distro mit Optimierungen usw. gesprochen, was genau da wie optimiert sein soll und was das für einen Sinn hat, sehe ich aber eigentlich nie. Ich habe auch das Gefühl, es sind in der Regel einfach Distributionen die schon das installiert haben, was man braucht um zocken zu können. Steam, Epic, Treiber usw. Das wäre dann aber nicht optimiert sondern vorbereitet.

    Du hast soweit Recht. Den wirklichen Umstieg auf Linux habe ich erst durch Gentoo geschafft. Weil mir alle anderen Distributionen mit den vielen DVDs und Software, die einem aufgebügelt wurden, nicht gefiel und ich ausserdem nach der Installation da stand und überhaupt keinen plan hatte, wie dieses Linux überhaupt funktioniert. Das habe ich alles erst mit Gentoo gelernt.

    Recht hast du auch, dass Gentoo und Arch sich ähnlich sind. Das war auch der Grund, warum ich Gentoo verlassen habe. Arch bietet mit viel von dem, was ich unter Gentoo schätze, ohne diesen massiven Zeitaufwand, den Gentoo fordern kann.

    Das ich zurück will hat aber andere Gründe. Gentoo installiert ja nicht, Gentoo baut alles aus den Systemquellen und dank USE-Flags kann man alles so radikal optimieren, dass das schon schlanke und schnelle Linux noch schneller und effizienter wird. Das hat mich immer stark beeindruckt, bis zum Ende. Nur eben, ich hatte dann irgendwann einfach nicht mehr die Zeit, bei jedem Systemupdate erst Stunden mit Konflikten zu verbringen, die Installation neuer Software zu einem Geduldsspiel werden zu lassen usw.

    Bei mir ist das eigentlich die Neugier

    Es geht mir ja nicht um den Grund für einen Wechsel, sondern ob man im laufenden Betrieb Unterschiede merkt.

    Nachdem aber das Ergebnis jetzt anscheinend meiner Erfahrung entspricht ist ja eigentlich die Sache relativ klar. Ein geneigter Um-/Einsteiger hat zwar die Qual der Wahl, wenn er aber dann mal ein für sich produktives System hat, spielt es eigentlich keine Rolle mehr, was drunter ist.

    Was mich aber auch fasziniert, warum will ich immer zu Arch zurück? Wobei ich sagen muss, eigentlich will ich ja sogar zu Gentoo zurück. Wobei ich ja jetzt wenn dann nur mal eine Distribution in qemu rein werfe. Wirklich gewechselt habe ich seit dem Umstieg von Gentoo zu Arch eigentlich ja nicht mehr.

    Mahlzeit!

    Zur Sicherheit mal dazu gesagt, Distrohopper ist keines Wegs negativ gemeint.

    Es ist ja bekannt, dass ich ziemlich eingleisig fahre und seit Jahren einfach ein Arch laufen habe. Da ich aber auch regelmässig Void für verschiedene Zwecke einsetze, ist mir etwas aufgefallen und ich würde gerne wissen, ob sich das auch bei anderen bemerkbar macht.

    Lassen wir jetzt mal die Paketmanager aussen vor. Was mir auffällt, wenn ich mal meine Betriebssystem auf produktive Nutzung eingerichtet habe und nichts weiter daran machen muss, dann merke ich eigentlich gar nicht mehr, unter welchem OS ich da gerade arbeite. Gerade heute ist mir das direkt Bewusst geworden.

    Kurze Geschichte. Ich habe etwas länger unter Void gearbeitet und wollte dann ein Programm installieren. Ich hab also den Terminal geöffnet und brav "sudo pacman -S ..." eingegeben, was natürlich nicht funktioniert hat. Erst da wurde mir wieder bewusst, dass ich unter Void bin und nicht unter Arch.

    Hatte von euch schon jemand ähnliche Erfahrung? Oder merkt ihr immer den Unterschied, je nach Distribution? Klar, man merkt einen Unterschied, wenn auf der einen Distribution Cinnamon läuft und auf der anderen Plasma. Aber, dass ist ja kein Unterschied der Distribution, sondern der Oberfläche, also fällt das auch raus.

    Mich würde da die Erfahrung interessieren von denen, die wirklich öfters die grossen Distributionen wechseln. Also nicht von Arch zu Catchy und zu Endevour, sondern von Arch zu Debian, zu Fedora, zu Void, zu SuSe. Merkt man da mit der Zeit, dass man einen bestimmten Distributiosstamm nutzt oder fällt das nach einer Zeit gar nicht mehr auf?

    Ich persönlich würde da sagen, es fällt nicht mehr auf. Wenn alles eingerichtet ist und man keine Programme installiert, scheint es mir überall das Gleiche zu sein. Nicht nur bei Linux. Auch zum Beispiel NetBSD, da habe ich auch die Erfahrung gemacht, wenn es mal läuft, merkt man den Unterschied gar nicht und da steckt ja ein ganz anderer Kernel drunter.

    Wo ich selbst eben direkte Unterschiede merke ist, wenn ich ein ganz anderes OS verwende. Windows ist hier ja ein gutes Beispiel. Mittlerweile ist es dort ja so, egal was du machst, es passiert zusätzlich noch irgendwas, was man eigentlich gar nicht will. Alleine wie viel KI kram da mittlerweile aufgeht. Die dauernden Fragen, ob man nicht vielleicht doch Edge verwenden will, dauernd tauchen irgendwelche Icons auf dem Desktop auf usw. Da merke ich den Unterschied direkt.

    Gegenbeispiel ist das AmigaOS, mit dem ich ja auch regelmässig zu tun habe. Das ist in allen Belangen einfach nur unglaublich schnell, obwohl ja ein 68k Prozessor mit vergleichsweise kaum Speicher emuliert wird. Trotzdem flitzt dort einfach alles. Da merkt man den Unterschied auch sofort.

    Bei unixoiden Betriebssystemen scheint das aber dann doch nicht der Fall zu sein. Jetzt eure Erfahrung bitte.

    Ich könnte da direkt keinen Favoriten nennen. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich weder irgendwas über Snap oder Flatpak installiert habe. Wie Roger-N schon sagte, ich finde eigentlich wirklich alles direkt in den Paketquellen oder in Yay. Natürlich mag nicht jeder dort all das finden, was er gerne hätte, bei mir klappt es aktuell jedoch tatsächlich immer.

    Generell würde ich auch keine Präferenz zu einem der Beiden nennen. Richtig, Snap hat Cannocical hinter sich, was man nicht unbedingt gut finden muss, es installiert seine Abhängigkeiten pro Anwendung, was Flatpak nicht macht. Das muss aber auch kein Nachteil sein. Mit ein Vorteil solcher Installationsmethoden ist unter anderem ja, dass die Anwendungen ihre Abhängigkeiten mitbringen. So laufen dann auch noch Programme, die veraltete Abhängigkeiten voraussetzen. Ich schätze mal, am Ende wäre es der Anwendungsfall, wo ich mich dann für eines der Beiden entscheiden würde.

    Sorry, mein Internet ist im Moment hinüber. Heute war ein Techniker da, anscheinend ist das Kabel kaputt. Hab jetzt eine eSim und laufe darüber. Geht erschreckend gut muss ich sagen. Jetzt ist auf jeden Fall mit Git wieder verfügbar, wenn es jemand versuchen will.

    Klar geht Kate auch und Geany habe ich sogar lange benutzt. Aber irgendwie haben beide nicht das, was ich gerne hätte. Die Grossen haben dafür dann wieder mehr, als ich eigentlich brauche. Deshalb mein Projekt.

    BSD ist wirklich so eine Sache für sich. Das war ja damals, noch mit meinem alten Modem, schon ein spannendes Thema für mich. Noch zu Zeiten, wo wirklich alles Handarbeit war. Klar, mein AmigaOS war damals viel simpler, in der Regel deutlich schneller und hat mir trotzdem nahezu alles geboten. Aber eben, es ging mir nicht darum, ob es einfach war, sondern ob es schwer war. NetBSD herunterzuladen (runde 300 MB ohne X11 mit einem 19K Modem zu Zeiten ohne Flatrate war schon hart) war schon eine Tagelange Geduldsprobe. Es dann aber noch zu installieren und zum laufen zu bringen, war wieder eine andere Hausnummer. Ich fühlte mich da schon so ein bisschen wie ein Hacker. Ein Unix, so nannte man damals diese Art von OS ja noch, installiert zu haben und es läuft, war echt eine Leistung für mich. Ich musste mir sogar ein Handbuch kaufen um überhaupt zu verstehen, wie es denn eigentlich funktioniert. Das hat mich so ein bisschen an den C64 erinnert. Gekauft, aufgebaut, aber dann überhaupt nicht gewusst, wie man da überhaupt etwas startet.

    In einer VM habe ich auch immer noch ein NetBSD installiert. Aber bei mir klemmt leider auch die Zeit. Eine ganze Zeit habe ich darüber sogar meine Entwicklerumgebungen betrieben. Ist es besser als Linux? Würde ich so jetzt nicht behaupten. Wenn alles eingerichtet ist, findet man eigentlich nicht viele direkte Unterschiede.

    Aus meiner Zeit von Damals habe ich auch noch einen Bekannten, der seit jeher nur mit NetBSD unterwegs ist. Der hat mittlerweile einen ARM Server, ein verflucht schnelles, aber nicht gerade günstiges Gerät und darauf natürlich NetBSD. Das ist schon eine witzige Sache.