Beiträge von diabolusUmarov

    Was müsste dieses System denn eigentlich tun, damit ich es als intelligent wahrnehme?

    Intelligent sein. Du hast soweit mit allem Recht. Die Informationen, die den KIs bereitstehen sind brutal. Die Fähigkeit, Schlüsse zu ziehen ist ebenfalls sehr heftig und unterliegt keinen Schwankungen. Das Erstellen von Medien ist ebenfalls oft wirklich sehr beeindruckend. Trotzdem bleibt die KI dumm. Du erwähnst das Jura-Staatsexamen. Ein Freund von mit ist zugelassener Anwalt und mit dem habe ich mich über den Film Catch me if you can unterhalten, wo der Protagonist am Ende zugibt, dass er für seine Zulassung als Anwalt einfach nur gelernt hat. Das ist in der Realität, laut der Aussage meines Freundes, ganz genauso. Das hat nichts im Intelligenz zu tun, sondern einfach nur mit der Fähigkeit, Daten abzurufen und das kann eine KI sehr gut. Meine zweite Tochter ist gerade im letzten Jahr fürs Abitur und meint ebenfalls, es sei einfach nur lernen. Also wiederum nur das aneignen von Informationen und der Fähigkeit, diese abzurufen. Jetzt bin ich aber weder Anwalt, noch habe ich Abitur. Ich kann also nicht aus eigener Erfahrung etwas dazu sagen.

    Die besseren Schlussfolgerungen in der Medizin lassen sich auf eine weitaus gründlichere Analyse von Untersuchungsergebnissen zurückführen. So eine KI kann in viel kürzerer Zeit ein MRT weit detailreicher analysieren, als ein Arzt, der es sich anschaut. Zudem wurden diese KIs mit der Erfahrung unzähliger Ärzte trainiert.

    Auch was die mathematischen Beweise angeht. Das Thema interessiert mich sehr, zum Beispiel hat eine KI in Windeseile eine funktionierende Formel für Pendel zusammengebaut. Etwas, wo richtig gute Mathematiker ewig und noch länger brauchen. Warum? Weil die KI die grundsätzliche Fähigkeit hat, Formeln zu erarbeiten und dann mit dem Holzhammer vorgeht und so lange versucht, bis es passt. Unterschied zum Mensch ist nur, die KI macht das viel, viel schneller.

    Eine KI bleibt aber einfach eine IF-Funktion. Massiv trainiert und pervers aufgeblasen, aber es bleibt dabei. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern einfach mit Analyse und der Ausgabe der am Besten passenden Ausgabe. Die KI versteht nicht, sie ruft nur ab, worauf sie trainiert wurde.

    Nehmen wir mal Einstein als Beispiel. Der Legende nach sass er im Zug und stellte sich die Frage, ob die Leute auf dem Bahnsteig die Uhr am Bahnhof genauso sehen wie er. Denn das Licht bewegt sich ja schliesslich auch. Da kommt dann Intelligenz ins Spiel, sich eine solche Frage zu stellen. Eine KI stellt sich keine Fragen. Sie antwortet nur auf Fragen und meines Wissens nach ist es bis heute auch noch nicht gelungen, einer KI so etwas beizubringen. Also sich Fragen über etwas zu stellen. Gerade dann, wenn es für alle anderen eigentlich irrelevant oder selbsterklärend ist. Einstein hat damit die bis heute am besten überprüfte Theorien entwickelt, die bisher jeder Prüfung auch standhalten konnte.

    Heute hätte Einstein seine Frage einer KI stellen können. Mit etwas hin und her, spezifizieren und so, hätte die KI ihm wahrscheinlich eine Formel gegeben, welche ihm seine Frage hätte mathematisch beantworten können. Punkt. Dabei wäre wahrscheinlich auch herausgekommen, dass das Licht für den im Zug fahrenden Betrachter einen längeren Weg zurücklegen muss, als für einen Beobachter, der still vor der Uhr steht. Für die KI ist der Fall dann jedoch abgeschlossen. Intelligenz würde hier nun bedeuten, dass die KI sich aus ihren Ergebnissen selbst die Frage stellt, wenn dem so ist, wie kann dann die Lichtgeschwindigkeit trotzdem immer konstant sein? Auch dann, wenn zwei Autos mit eingeschalteten Scheinwerfern auf einander zufahren? Tut die KI aber nicht. Sie bekam ein Input, gab ein Output, fertig.

    Wie ich ja schon in meinen Beiträgen zu neuronalen Netzen beschrieben habe. Eine KI für sich macht überhaupt nichts. Man muss ihr quasi Neugier einprogrammieren oder einen Selbsterhaltungstrieb und die bleiben auch immer so, wie man sie programmiert hat. Jetzt könnte man natürlich über eine KI die Neugier eines Einsteins programmieren. Also den Drang, aus Ergebnissen weitere Schlussfolgerungen zu programmieren. Das würde dann wahrscheinlich auch zu dem Punkt führen, dass Feldgleichungen bei herauskommen. Das wäre dann aber immer noch keine Intelligenz, sondern einfach nur eine Programmschleife.

    Das Problem ist schlicht und ergreifend, dass man eigentlich noch gar nicht genau weiss, was Intelligenz eigentlich ist. Wo sie her kommt, wie genau sie funktioniert usw. Man kann einen IQ Test machen. Aber der ist auch nichts anderes als eine Uhr. Die misst auch nicht die Zeit, sondern kann schlicht präzise ein vom Mensch definierten Zeitraum addieren. Was Zeit ist, weiss man deshalb aber noch lange nicht.

    Ich sehe in KIs so etwas wie bei manchen Autisten. Manchmal in einer Sache überragend gut, aber eben nur in dieser einen Sache.

    KIs haben ja auch keine Meinung. Du stellst eine Frage und bekommst eine Antwort. Wenn dir die nicht gefällt, kannst du darauf weiter Fragen stellen, bis die KI die schlussendlich Recht gibt. Sie diskutiert nicht. Ein immer wieder gern von mir genutztes Beispiel ist die Frage an ChatGPT, was nun das bessere Flugzeug ist. Die F-22 oder die Su-57. Zu beginn ist es immer die F-22. Als Schwächen der Su-57 wird da eigentlich immer angegeben, nur eine kleine Serie, kein Export, rückständige Systeme, keine Luftsiege usw. Wenn man ChatGPT dann darauf hinweist, dass die F-22 ebenfalls keine Luftsiege hat, die Produktion bereits eingestellt ist, sie nie exportiert wurde und man über die Systeme in der Su-57 gar nichts weiss, rudert ChatGPT sofort zurück. Das kann man so weit treiben, dass die liebe KI am Ende die Su-57 in den Himmel lobt. Darin kann ich einfach keine Intelligenz erkennen. Nur das Auswerten von trainierten Daten und Informationen aus dem Internet gepaart mit etwas pro westlicher Denkweise. Was sich aber wieder aus den Trainigsdaten ergeben dürfte.

    Ich denke dabei an die geneigten Umsteiger. Die sind, insofern sie ihr Windows selbst installieren, diese "Ich mach alles für dich" Technik gewöhnt. Habe kürzlich erst Windows 11 bei einem Freund installiert. Der Installer ist eigentlich der blanke Witz.

    Ich würde das Prinzip simpel halten. Direkt nach Start des Installers die Option einfügen, ob eine Standard-Installation gewollt ist oder eine für Fortgeschrittene. Bei Standard würde ich dann ab dem Punkt, wo man den Benutzernamen vergeben hat, direkt die Installation starten. Vielleicht sogar die Partitionierung vereinfachen, so dass man nur noch eine Partition auswählen kann. Viele interessiert das Filesystem gar nicht oder sie wissen überhaupt nicht, was das überhaupt ist. Jetzt weiss ich allerdings nicht, wie du den Installer aufgebaut hast. Wenn ich in C/C++ programmiere und dort eine GUI verwende, mache ich das auch immer Schrittweise und kann kann bei Bedarf direkt von Schritt 2 zu Schritt 5 springen zum Beispiel.

    Davon aber mal ganz abgesehen. Dein Installer macht optisch einen hervorragenden Eindruck. Gerade wie du die Partitionierung im Vergleich zum Original verbesserst ist ein echtes Highlight. Ich melde mich auch sofort für einen Test samt Video an. Ich weiss, habe ich in letzter Zeit schon öfters gesagt, aber immer, wenn ich dann mal Zeit finde, hast du schon wieder was neues gebastelt. Aber den Installer werde ich auf jeden Fall behandeln. Das ist schon gigantisch, was du da auf die Beine gestellt hast.

    es sind nur superkomplex geschriebene Programme

    Bedingt. Wie ich in meinen Beiträgen zu neuronalen Netzen ja beschrieben habe, im Prinzip ist das nichts anderes, als eine lernfähige IF-Abfrage. Klar, hoch komplex mit wahrscheinlich irrwitzig vielen Neuronen und Hidden-Layern, aber schlussendlich ist das drum herum wahrscheinlich komplizierter, als das neuronale Netz selbst. Denn darum geht es ja schlussendlich.

    Intelligent ist eigentlich auch anders. Es gibt eine Ladung an Input-Neuronen. Wahrscheinlich richtig viel, wenn ich bedenke, wie viel Text so eine KI auf einmal verarbeiten kann. Schlussendlich hat aber jedes Neuron eine bestimmte Anzahl ein Zeichen. Der Input wird gesplittet dort rein gezimmert und das neuronale Netz reagiert darauf, ohne den Input eigentlich verstanden zu haben. Es ist nur eben so komplex, dass es daraus ein Muster extrahieren kann und eine entsprechende Antwort liefert. Aber verstehen, um was es da eigentlich geht, tut eine KI nicht. Es ist nur quasi raten auf sehr hohem Niveau.

    Gibt es dafür eine Dauerlösung

    Klar. In der Datei /etc/default/grub werden die Standardeinstellungen für Grub definiert. Dort gibt es ganz oben die Zeile

    Code
    GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"

    Wobei bei dir andere Eintragungen zwischen den "" vorhanden sein können. Schreib das einfach dort in die "" rein und danach

    Code
    sudo grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg

    Dann sollte es dauerhaft gespeichert sein. Einen Weg mittels GUI kenne ich leider keinen.

    solche Werkzeuge auch angemessen ausgewogen zu benutzen und gebrauchen, oder?

    Ja. Die KIs sind keine allwissenden Überintelligenzen, die zu jedem Problem auch die richtige Lösung finden. Ich nutze die eigentlich mehr, um den richtigen Weg zu finden. Kleinere Probleme werden zwar oft korrekt gelöst, aber in vielen Fällen ist der Weg zwar der Richtige, aber die Umsetzung eher mau. Gerade bei Arch merke ich das immer wieder. Der Weg ist zwar korrekt, aber die Umsetzung scheint eher aus der Debian-Ecke zu kommen, wo nicht alles wirklich passt.

    Das du nicht in die Konsole kommst, ist schon irgendwie merkwürdig. Ich nehme mal an, du hast bei Grub quiet gesetzt. Damit werden die meisten Ausgaben ja nicht mehr angezeigt. Im ersten Moment würde ich auch auf einen Grafikkartentreiber tippen, aber da blinkt normalerweise der Cursor und du kommst in die Konsole. Das klingt für mich irgendwie nach Kernel Panic.

    Du kannst mal folgendes machen. Boote und im Grub-Menü druckst du "e". Damit kommst du in den Editor, der aber nur temporär speichert. Irgendwo weiter unten beginnt eine Zeile mit "linux". Dort am Ende steht höchst wahrscheinlich quiet. Lösch das und drück dann F-10 zum booten. Dann müsste dir beim Booten die ganze Liste an Ausgaben erscheinen. Vielleicht findet sich so das Problem.

    Mit OBS hatte ich bislang auch noch nie Probleme. Einzig nervt mich, dass unter Arch im Repository Websocket nicht mitinstalliert wird. Das brauche ich aber für mein Webdeck. Deshalb installiere ich immer die Git-Version. Davon aber abgesehen konnte mich OBS noch immer das machen, was ich auch wollte.

    "psychologische" Sicherheit und Stabilität für die Angestellten

    Die sind auch alle top zufrieden, wie mir gesagt wurde. Alles flitzt schnell, keine komischen News die aus versehen mal aufploppen und der ganze Schnickschnack. Die sagen aber immer noch, dass sie Windows benutzen. Spielt aber schlussendlich keine Rolle. Sie kamen von Start weg ohne grosse Einweisung klar und arbeiten jetzt schon eine geraume Zeit damit.

    und viele andere haben mich da regelrecht "angesteckt"

    Git ist auch eine super Sache. Früher habe ich Code und so zum Beispiel auf meiner Nextcloud gespeichert oder davor immer auf Sticks. Das ging. Aber wehe ich hab mal was vermurkst und musste das alles zurück bauen. Grauenhaft. Bei git kann man einfach auf einen anderen Commit springen und macht von dort weiter. So bequem. Ausserdem wird immer nur der Teil neu gespeichert, der auch verändert wurde. Sehr angenehm. In manchen Fällen benutze ich dann auch einen neuen Branch, um etwas zu testen. Klappt es, kommt alles ins master klappt es nicht fliegt es einfach auf den Müll.

    Zum Thema Backup funktioniert das mit einem eigenen Git-Server auch super bequem. Ich und der Bekannte haben Gitea als Server auf einem Pi. Um jetzt ein Backup davon zu machen, wird einfach das Datenverzeichnis per gepackt. Einfach, bequem und man vergisst nichts.

    Da kann ich die Erfahrungen meines Bekannten zum Besten geben, der Ursprünglich nur seinen neuen Standort mit Linux ausstatten wollte, in seinem Hauptstandort zum Testen nur ein paar wenige Arbeitsplätze mit Linux ausgestattet hat und jetzt auch diesen Standort komplett auf Linux umgestellt hat. Er nutzt keinerlei Windows spezifische Software, ist da also absolut unabhängig und seiner Aussage nach, läuft alles unter Linux so viel besser, als zuvor unter Windows. So lobt er zum Beispiel, dass er mittlerweile sämtliche Rechner seiner Firma am Wochenende mittlerweile von Zuhause aus aktualisiert usw. Für seinen neuen Standort, insofern der denn jemals kommt, will er auch eine Server-Terminal Lösung verwenden. Also ein starker Rechner mit Benutzern für jeden seiner dortigen Mitarbeiter, welche sich dann mittels VNC dort verbinden. Hauptgrund ist die einfache Wartung eines einzelnen Systems und das er für die Mitarbeiter dann günstige Hardware anschaffen kann, die ja nur VNC laufen lassen können müssen.

    Bei dem läuft Void. Allerdings muss ich dazu sagen, ich habe die Einrichtung und das alles für ihn übernommen und Void ist da auch nicht zwingend der Grund für die Begeisterung. Was er macht, könnte er mit jeder Distribution machen. Void hat er auch nur wegen mir. Mint, Ubuntu und Co würde meiner Meinung nach den gleichen Erfolg liefern. Void hat eben den Vorteil vom Rolling Release.

    Was das Backup angeht, haben wir ihm da eine Lösung mit Git gebaut. Jedes Home-Verzeichnis ist mit Git versioniert und am Tagesende pusht er die Änderungen auf den Git-Server. Der liegt im Netzwerk auf einem Raspberry Pi, an den wir einen NAS mit zweimal 8TB im Raid-Verbund angeschlossen haben. Das soll im Ernstfall den Vorteil bieten, dass sollte einer der Rechner mal die Grätsche machen, er lediglich einen neuen Rechner beschaffen, dort Void und die entsprechende Software installiert und das Home-Verzeichnis dann einfach vom Git-Server klont. Wobei nicht nur die Daten, sondern auch sämtliche Einstellungen sofort wieder vorhanden sind und der Angestellte weiterarbeiten kann, ohne einen Unterschied zu merken.

    Es müsste aber eigentlich funktionieren. Das habe ich mal für einen Bekannten eingerichtet, zumindest glaube ich, dass es Mint war. Wie man das per GUI macht weiss ich zwar nicht, aber das ging mit

    Code
    fprintd-enroll -f left-middle-finger <username>

    Wenn ich es noch richtig im Kopf habe, dann geht es für jeden Finger. Nur eben nicht zwei Benutzer den gleichen Finger.

    Da habe ich wohl etwas missverstanden

    Das passiert. Hätte sich mittlerweile ja auch geändert haben können. Bin da nicht so auf dem Laufenden. Hin und wieder packt mich das Interesse an BSD und ich schaue mich um, aber da liegen immer Jahre dazwischen. Da Wayland ja mittlerweile von vielen Distributionen favorisiert wird, hätte ich es mir auch bei FreeBSD vorstellen können. Wobei die das in meinen Augen sachlicher betrachten.

    Die Codebasis von X11 ist eben riesig und anscheinend recht undurchsichtig

    Da schlägt das Sprichtwort mit den Köchen und dem Brei wieder zu. X gibt es seit 84 oder 85 und die Version 11, also X11 seit 87 oder 88. Zumindest habe ich das so im Kopf. Das ist schon eine brachiale Zeitspanne. Ich will nicht wissen wie viele Entwickler in der Zeit dort was ein- und umgebaut haben und wie viele von denen es heute gar nicht mehr gibt. Ich entwickle alleine an meinem grössten Projekt seit 2018 und blicke oft selbst nicht mehr durch, was ich da über die Jahre dran geschraubt habe und muss mir erst einen Überblick verschaffen. Dabei hat das Projekt mit Sicherheit nicht den Umfang den X11 an den Tag legt. Also das da dann keiner mehr so eben durchblickt, ist für mich absolut verständlich. Selbst wenn ein Entwickler, der vielleicht vor 5 Jahren da mal was dran geändert hat sich das heute anschaut, wird er wahrscheinlich erst überlegen müssen. Man entwickelt sich zum programmieren stetig weiter, merke ich immer wieder und viele von dem, was man damals toll gefunden hat, ist heute vielleicht unsinnig, unlogisch oder viel zu kompliziert.

    Eine Neuentwicklung fand ich von Anfang an gut. Aber es hätte kompatibel entwickelt werden sollen. Meiner Meinung nach.

    dass FreeBSD auf Wayland wechselt

    Das wäre mir jetzt neu. Mein letzter Stand war, ist aber jetzt schon ein wenig her, dass Wayland verfügbar ist, aber in der Community noch nicht als vollwertiger Ersatz gesehen wird. Kann sich mittlerweile aber geändert haben, würde mich aber wundern.