Ich habe lange Xfce auf den Rechnern mit wenig Power eingesetzt. Es war eine sehr gute Lösung zwischen Ressourcen schonen und Luxus. Aber je mehr Xfce kann, desto weniger fällt das Ressourcen schonen weg, weshalb ich auf den schwächeren Rechnern jetzt auf Mate gewechselt bin. Auch hatte ich immer wieder den Effekt, dass nach ein paar Tagen Dauereinsatz immer wieder der Speicher komplett voll gelaufen ist, was sich seit Mate auch in Wohlgefallen aufgelöst hat und ich es damit auf Xfce zurückführe. Aber, die Meisten lassen ihren PC ja nicht dauerhaft an.
Dennoch ist Xfce ein wirklich guter Desktop und bei meiner Frau im Einsatz, die damit auch voll zufrieden ist. Ginge es aber um die Wahl, entweder Xfce oder KDE, würde ich mich für KDE entscheiden. Ohne das aber an irgendwelchen Features oder so festmachen zu wollen. Irgendwie hat KDE etwas, was mir mehr zusagt. Also die Entscheidung wäre rein subjektiv und ich würde deshalb keine Empfehlung zu Gunsten von KDE gegenüber Xfce aussprechen. Wie du ja sagst, Xfce kann man in ganz wenigen Schritten zu seinem Traum Desktop machen. Er ist aber auch Vanilla schon sehr hübsch wie ich finde. Im Vergleich zu Cinnamon auf jeden Fall. Der sieht nach der frischen Installation ja echt zum abgewöhnen aus. Lässt sich aber auch sehr einfach zum Traum Desktop umbauen.
Für mich selbst kommt Xfce aber weniger in Frage. Ich habe viele Jahre lang Cinnamon benutzt und war immer hoch zufrieden damit. Ein Video vom Pinguin zu Gnome hat mich dann aber bewogen, Gnome wieder eine Chance zu geben, nachdem mit der Version 3 ja meine Zufriedenheit damit massiv in den Keller gerutscht ist. Heute bin ich aber absoluter Gnome-Jünger. Für mich läuft der einfach so unglaublich intuitiv, obwohl Freunde von mir genau das Gegenteil behaupten.
Allerdings bin ich überhaupt kein Freund von Nautilus. Der wirkt auf mich irgendwie sehr sperrig und nicht sonderlich nutzerfreundlich. Alleine schon, dass man das Fenster nicht teilen kann stösst mir dort immer wieder übel auf. Aber, wir haben ja Linux. Von daher verwende ich in meinem Gnome Thunar als Dateimanager.
Alles in Allem kann ich aber deiner Aussage zu Xfce nur zustimmen. Das ist ein klasse Desktop.