aber ich glaube kaum daß es wesentlich schneller abläuft
Da musst du mit einrechnen, dass bei vielen die Zeit auch durch das Tippen bestimmt wird. Ich für meinen Teil kann sehr schnell tippen. Das hat mir BTX damals beigebracht. Wenn du nur 50 DM im Monat für BTX ausgeben darfst und das einem Tagespensum von ca. 5 Minuten entspricht, du in Foren aber viel zu erzählen hast, dann gibt es nur den Weg des schnellen schreibens. Ausserdem bin ich generell jemand, der für sein Leben gerne tippt. Beim Amiga 500 war ich total enttäuscht, dass man für Spiele nur eine Diskette einlegen muss. Beim C64 musste man tippen und das gefiel mir besser.
Die meisten Anwender, die ich so kenne, arbeiten jetzt zwar nicht mit dem 2-Finger-Suchsystem, aber tippen ist dennoch eher langsam. Ausserdem wollen die Meisten gar nicht tippen, sondern das Ganze am Besten mit der Mouse oder zumindest mit einem Menü regeln.
Im Endeffekt ist die Nutzung eines Installers mit einem gewissen Kosten/Nutzen-Faktor verbunden. Bei einem "normalen" Benutzer überwiegen die Kosten bei einer händischen Installation. Bei jemand, der auch wissen will was da in seinem System los ist überwiegt der Nutzen. Machst du alles von Hand, weisst du, was bei der Installation alles passiert, was eingebaut wird usw. Ein Installer ist dagegen eigentlich eine Blackbox. Zwar sagst du ihm, was du alles drin haben willst, aber du kannst trotzdem nicht sagen, was alles eingebunden wird.
Das zeigt sich ja recht deutlich bei Manjaro. Es basiert zwar auf Arch, aber dennoch werden bei der Installation da viele Dinge installiert und konfiguriert, die du in einem händisch installierten Arch nicht drin hast, ausser du gehst den gleichen Weg. Das fängt beim Design an, geht über Pamac weiter usw. Natürlich hat das seine Begründung, denn Manjaro will ja ein "Manjaro-Feeling" erzeugen, dem Nutzer eine einfache Nutzung ermöglichen usw. Das ist also gut so, bringt aber den Umstand mit sich, dass eben einiges da drin steckt und vorkonfiguriert ist, von dem du nichts weisst. Das kann dann wiederum zu Problemen führen, die man im ersten Moment gar nicht nachvollziehen kann.