Beiträge von diabolusUmarov

    Mein erstes Void habe ich nach Weg B gemacht. Ist mein bevorzugter Weg, da ich das auch bei Gentoo und Arch so mache. Ich weiss einfach gerne, was bei der Installation passiert. Das zweite Void, was ich aktiv verwende, habe ich dann mit A gemacht. Faulheit. Das 3. Void dann mit der ISO vom Pinguin. Das nutze ich aber nur wegen den SuV Videos. Meiner Erfahrung nach, wenn man ein OS aktiv nutzt kommt es schon mal vor, dass man dort etwas installiert und das bringt dann eine Abhängigkeit mit, die in einem anderen Paket fehlt. Dann läuft bei einem die Installation eines anderen Paketes locker durch, während Nachmacher in Abhängigkeitsprobleme rudern. Eigentlich müsste ich für jedes Programm Void neu installieren.

    Ich muss aber sagen, die händische Version unter Arch ist in meinen Augen wirklich schnell und eigentlich auch sehr bequem. Es sind nicht viele Schritte notwendig, sein System zu installieren. Wobei ich dazu sagen muss, ein fertiges Arch, kein für den Endanwender fertiges System. Damit tun sich auch viele immer wieder schwer. Das System ist dann einsatzfähig installiert, wenn man es booten kann. Nicht, wenn der Desktop installiert ist. Nach der eigentlichen Installation kommen dann eben noch die Punkte wie Benutzer anlegen, Lokalisieren und dann das Zeug installieren, was man im Einsatz haben will. Dennoch, je nach Internet dauert eine vollständige Version von Arch unter 30 Minuten. Also, wenn meine Tochter es nach meiner Anleitung installiert. Bei mir geht es eigentlich noch schneller, da ich zwar auch nachlesen muss, dann aber die Befehle mehr oder minder aus dem Kopf tippen kann und nicht nachlesen muss.

    Schlussendlich zählt aber nur eins. Die Installation muss durchlaufen und das System danach nutzbar sein. Dann ist es egal, wie man es macht. Ich weiss eben gerne, was da passiert und ich bin ohnehin eine leidenschaftliche Tippse. Wen das nicht interessiert, der ist mit einem Installer auf jeden Fall besser beraten. Wobei Void da in meinen Augen bei der Festplatte schon schwer hakt. Der Punkt, wo man die Partionen einhängen soll, ist mit Sicherheit für viele unerfahrene User eine Hürde. Weiss ich aus eigener Erfahrung. Schon meine Gehversuche mit NetBSD waren an dem Punkt einfach unglaublich schwer. Ich kam von einem System, dass eben eine Festplatte hat und da alles drauf bügelt. Jetzt soll auf einmal das System / haben und /boot und /home? Die können auf der Platte, aber auch auf vielen Platten sein? Es hat bei mir wirklich lange gedauert um zu verstehen, dass / kein Datenträger ist, sondern der Startpunkt des OS und alles hinter dem / ist eine Datei. Eine Festplatte oder einen Drucker als Datei anzusehen, dagegen hat sich mein Kopf einfach tierisch lange hartnäckig gewehrt. Heute finde ich das Prinzip mit getrennten Laufwerken und so einfach nur noch störrisch und undurchdacht.

    das Dumme ist: es funktioniert offenbar öfter als gedacht

    Das ist richtig, aber auch nachvollziehbar. Die Meisten Menschen mit richtig Kohle in der Tasche sind auch die, die nicht genug Zeit haben sich mit einem Thema ernsthaft zu beschäftigen. Gerade bei so komplexen Themen wie Quantencomputer, Kernfusion usw. Wenn du dich damit richtig intensiv beschäftigen willst, um hinter den wahren Kern des Forschungsstands zu kommen, musst du die Veröffentlichungen lesen. Die haben in der Regel dann irgendwo Verweise, die du auch noch lesen musst und die sind dann nicht mehr lesbar geschrieben, sondern wissenschaftlich. Wenn dir da der Hintergrund fehlt, bist du dauernd irgendwo am nachlesen, was das überhaupt ist, was die da schreiben und das musst du dann zumindest nachvollziehen können. Die Zeit haben aber die meisten Investoren nicht. Manche lassen das dann von Angestellten übernehmen, die sich darum kümmern sollen aber das sind oft auch keine Fachleute. Am Ende entscheidet dann, man will zum Beispiel in die Kernfusion investieren und achtet dann doch eher auf die offiziellen Veröffentlichungen.

    Danach kommt bei mir freeBSD

    Wie der Pinguin schon sagt, BSD ist kein Linux. Ist zwar auch Unixbasiert und lässt sich im Grunde auch genauso verwenden, hat aber dennoch Unterschiede. Wobei meine letzte Erfahrung mit NetBSD aus dem Jahr 2003 stammen dürfte und wohl nicht mehr aktuell anwendbar ist. Auf jeden Fall fehlten bei NetBSD einige Teile, die Linux mitbringt, so dass ich zum Beispiel Wine nicht out-of-the-box verwenden konnte. Da mussten erst Zusatzpakete her, die das fehlende Material von Linux mitgebracht hat.

    am ende gibt es die beste distro für einen bestimmten einsatzzweck

    Das habe ich jetzt schon oft gelesen, kann es aber nicht wirklich nachvollziehen. Ich hatte lange Gentoo und habe damit alles gemacht. Gleiches bei Arch. Egal ob spielen, Softwareentwicklung, Webentwicklung, Netzwerk, 3D, 3D-Druck, Grafik, Office, Browsen, E-Mail, Videos, Streamen, Videoschnitt und Streaming-Dienste. Nichts davon läuft so das ich denke, es müsste doch besser oder einfacher gehen.

    wenn Ihr eine VM laufen habt, nutzt Ihr dann immer die gleiche Distro?

    Nein. In meinen VMs läuft zwar oft Arch, aber auch Void ist im täglichen Einsatz. Zudem auch Debian, aber das nur, wenn mal wieder bei einem Freund am Server was klemmt, damit ich was zum testen hab.


    Alpine Linux: Für Experten, die ein extrem minimales und schnelles Setup wollen. Ideal beispielsweise für schlanke Server-Virtualisierung oder Docker-Anwendungen

    Alpine verwende ich tatsächlich in eigentlich all meinen Docker-Containern. Ich habe es aber auch schon in der VM eingesetzt. Schlank ist da gar nicht mehr der richtige Ausdruck. Aber auch die Aussage "Für Experten" trifft es sehr gut. Das Ding hat mich schon einige Male schwer ins Schwitzen gebracht und auch zur Aufgabe gebracht.

    Welches ist die beste Distribution? Die Frage ist, was willst du? Die Eierlegendewollmilchsau? Bequemer Installer, immer alles aktuell und es kann Kaffee kochen? Dann kenne ich darauf leider keine Antwort.

    Meine Erfahrung hier im Forum hat eines deutlich gezeigt. Nahezu jede hier vorgestellte und eingesetzte Distro hat dann irgendwann dazu geführt, dass der betreffende Nutzer doch wieder wechseln wollte. Das gilt für Arch basierte Distros genauso wie für Debian und Co. Ich sehe überall das gleiche Muster.

    Aus dem Grund würde ich mich scheuen, jetzt mit dem Finger auf eine Distribution zu zeigen und zu sagen, die ist die Beste.

    Was ich aus meiner Sicht hier nur sagen kann, ein pures Arch ist aktuell immer meine erste Wahl. Aber ich rede von Pur, also kein Installer. Von Grund auf von Hand.

    Jetzt zu dem Punkt, warum das meine erste Wahl ist:

    Arch läuft bei mir auf dem Futro, zwei Laptops und dem Rechner meiner Frau. Auf dem Rechner meiner Tochter und auf deren beiden Laptops Zudem auch auf meinem Hauptrechner und dort seit vielen Jahren gewandert durch mehrere Rechner. Ohne jegliche Neuinstallation.

    Was sagt mir das? Wie gesagt, mein Arch läuft auf meinem Rechner seit vielen Jahren und hat mir noch nie Probleme gemacht. Die Software ist so aktuell, dass zum Beispiel bei dem OpenSSH Problem ich schon die sichere Version drauf hatte, bevor ich die Meldung dazu gelesen habe. Es gibt eigentlich alles an Software entweder direkt in den Repositories oder im AUR. Arch läuft auf meinem Futro, seitdem ich das Video zu dem Ding gemacht habe und der läuft immer. In der ganzen Zeit war der nur zwei oder drei Mal aus.

    Dann meine Laptops. Die benutze ich nicht jeden Tag. Aber das Arch darauf läuft. Ich kann mir das Ding also nach Wochen unter den Arm klemmen und loslegen. Ich kann aber auch vorher erst die Updates machen. Die laufen auch nach Monaten noch einwandfrei durch, wenn man zuerst den archlinux-keyring aktualisiert.

    Bei meiner Frau läuft das ding auf einem Athlon II. Dort mache ich die Updates, sonst mache ich dort nichts und es läuft einfach. Selbes Spiel bei meiner Tochter. Die macht allerdings die Updates selbst. Es läuft einfach. Wie hat sie mal gesagt, man schaltet an und macht sich keine Sorgen.

    Jetzt könnte man noch den häufigsten Kritikpunkt von Arch nennen. Updates. Ja, am Tag knallen einem dauernd Updates rein. Man ist aber nicht gezwungen, diese durchzuführen. Ich selbst mache das nur morgens, egal wie oft mir Pamac neue Versionen von irgendwas anzeigt. Das kann man als Kritik ansehen, aber auch als Stärke.

    Warum sage ich aber, ein pures Arch? Das liegt unter Anderem auch wieder an den Erfahrungen hier im Forum. Ich weiss nicht, was der Installer da macht. Vielleicht konfiguriert der etwas anders oder baut was ein. Keine Ahnung. Auf jeden Fall sind die damit genannten Probleme bei mir noch nie aufgetreten. Doch wie ich ja schon in einem eigenen Threat zur Diskussion gestellt habe, vielleicht bin ich auch einfach der Auserwählte.

    Ich kann mir vorstellen, dass man meinen "Erfolg" mit Arch nun darauf zurückführt, dass ich mit Linux kein Anfänger bin. Das kann ich aber dementieren. Nicht, dass ich kein Anfänger bin, sondern dass es damit zu tun hat. Der Grund dafür ist ebenfalls simpel. Es gab einfach noch nie ein Problem, welches ich durch Erfahrung hätte lösen müssen. Bei Gentoo ja. Da hatte ich das dauernd. Aber Arch läuft einfach auf allen genannten Rechnern. Dazu kommt noch der Punkt, meine Tochter ist auch kein Profi und hat ebenfalls keine Probleme, die sie lösen müsste.


    Ich will aber auch sagen, Void sollte man hier nicht aus den Augen verlieren. Es hat seine Fallstricke bei der Installation, korrekt, aber wenn es läuft dann kriegst du es eigentlich nicht kaputt. Zumindest ist es mir noch nicht gelungen und dank dem Pinguin ist hier auch ein weit breiteres Spektrum an Software verfügbar, als es ein Standard-Void mit sich bringt. Allerdings muss ich hier sagen, meine Erfahrung mit Void ist relativ begrenzt. Ich nutze es für bestimmte Zwecke und nicht für mehr. Ich bastle dort nicht, installiere eigentlich nichts mehr usw.

    nur verläuft dann doch irgendwie alles im Sande

    Im Sande verlaufen würde ich nicht sagen. Es werden aber gerne mal sehr optimistische Meldungen ausgegeben, damit potentielle Investoren mehr Geld dafür bereitstellen.

    Zudem kommt dann auch gerne der Trugschluss der verlorenen Kosten. Wie bei den Zockern in der Kneipe. Wenn man schon 200€ in den Automaten geworfen hat, dann kann man nicht einfach aufhören, denn der grosse Gewinn steht kurz bevor.

    Da du schon die Kernfusion ins Spiel gebracht hast. Genau da sehe ich das im Moment auch. Da wird in Südfrankreich Iter gebaut. Der will und will nicht fertig werden und kostet Geld ohne Ende. Dabei zeigt sich schon, der Tokamak ist nicht gerade die optimale Bauform. Das Prinzip funktioniert. Aber man muss überall Symptome bekämpfen. Die bringen zwar kurz hohe Leistung, die fällt aber sehr schnell ab und die Reaktion kann man auch nicht lange aufrechterhalten. Dann kommt der Wendelstein 7X (oder 5X?). Also der Stellerator. Im Bau deutlich komplexer durch die Geometrie der Magnete. Aber wenn der läuft dann läuft er und vermeldet eine neue Spitzenleistung nach der anderen. In meinen Augen und ich verfolge das Thema seit Jahren mit grossem Interesse, liegt die Zukunft der Kernfusion einzig und alleine im Konzept des Stellerators.

    Und was ist mit Iter? Der wird mit Sicherheit auch zu Durchbrüchen führen, die aber nur in den Veröffentlichungen erkennbar sind. Denn das der Aufwand den Nutzen bei weitem überwiegt, wird in solchen Veröffentlichungen gerne mal unter den Teppich gekehrt. In meinen Augen wäre der einzig richtige weg, Iter abreissen und stattdessen einen fetten Stellerator bauen. Aber, wie erklärt man das? Es wurde jetzt so viel Geld in Iter gesteckt und oh sorry, es war leider eine dumme Idee, wir brauchen jetzt Geld für einen Stellerator? Das wird mit Sicherheit nicht passieren. Iter wird weiter Geld bekommen und am Ende nicht das bringen, was man eigentlich haben will. Vielleicht bringt er am Ende auch das, was man sich davon erhofft, aber schlussendlich wird es nicht zum Ziel führen, während der Stellerator nach Geld betteln muss. Hart ausgedrückt.

    Void ging niicht, aber spasseshalber Manjaro einwandfrei.

    Okay, dann sollte man mal nicht auf ein Problem mit der Platte an sich ausgehen. Ist zwar möglich, halte ich aber für unwahrscheinlich.

    Jetzt wundert mich dann aber, warum sda5? Wie hast du die partitioniert? Im Normalfall kenne ich 3 Partitionen.

    EFI oder /boot
    swap
    /

    Oder eben nur zwei, wenn man kein Swap verwenden will. Was sagt denn

    Code
    ls /dev/sda*

    Ich tippe weiterhin auf ein Problem mit der fstab. Ich hatte ähnliche Probleme, als ich von /dev/sdX auf UUID umgestiegen bin.

    Ich weiss jetzt aber nicht genau, ob ich dich richtig verstanden habe. Du sagst, du hast die Festplatte in den Laptop eingebaut und willst Void neben Windows 10 installieren. Das könnte jetzt bedeuten, dein Laptop hat 2 Anschlüsse und da werkeln jetzt 2 Festplatten drin. In dem Fall wäre ein Anhaltspunkt, dass sda falsch ist. Denn eine zweite Platte wäre normalerweise sdb.

    Insofern da jetzt aber nur eine Platte vorhanden ist, vergiss das wieder. Heisst das dann aber, du hast die Platte eingebaut und erst Windows 10 installiert?

    Ich sehe in photonischen Chips die nächste, logische Entwicklung. Im Prinzip erfindet man die Technik dahinter nicht neu, geht nur einen neuen Weg. Wie ja schon schön geschrieben wurde, Licht wird nicht warm. Davon abgesehen würde das Licht nichts anderes machen, was auch über ein Kupferdraht passiert. An und aus zur Signalübertragung. Denn was viele gar nicht auf dem Schirm haben, so ein Computer, egal was er kann, macht nichts anderes als Stom an und aus. Was für mich allerdings immer wieder faszinierend ist. Wenn ich überlege. Ich sitze hier an meinem Computer und schreibe diesen Text. Dabei läuft auf dem 3. Monitor gerade Jagd auf roter Oktober, während auf dem 2. Monitor meine Messenger angezeigt werden. Dabei ist jedes Pixel auf den Bildschirmen nichts anderes als eine unglaublich schnelle Folge von An und Aus. Auch der Ton.

    Genau wie Strom kann man auch Licht ein und ausschalten. Von daher sehe ich die Entwicklung in die Richtung gehen, einfach die Signalleitungen in den Chips von Kupfer auf Licht umzustellen. Klar, so einfach ist es in der Realität dann wieder nicht, aber ich nehme an, da geht der Weg hin. In der Theorie könnte also ein herkömmlicher Prozessor von Kupfer auf Licht umgestellt werden und dann in einem herkömmlichen Computer laufen. Darin sehr ich derzeit mehr Potential, als in Quantencomputern.

    Ich habe mich da ja bei einem der SuV Videos in die Nesseln gesetzt. Ich glaube, bei dem Thema EUOS. Wo ich sagte, KDE wäre ja wahrscheinlich auch nicht aus Deutschland. Tja, Wikipedia hat mich eines besseren belehrt. Das liegt aber daran, dass ich eigentlich nicht nach Herkunft von etwas schaue. Das ist mir ziemlich egal. Ich war nur der Meinung, damals bei NetBSD wo ich auch ein sehr frühes KDE eingesetzt habe, hätte da in der Readme was von USA gestanden. Aber gut. Das ist Jahrzehnte her und ich hab in der Zeit ziemlich viele Readmes gelesen.

    Du bist da ein Profi wenn es um Arch geht.

    Ich würde mal sagen, ich habe Erfahrung damit. Profi? Soweit würde ich nicht gehen. Ich muss bei den Arch aber auch gar keiner sein. Die haben ihren Zweck und den erfüllen sie seit der Installation. Eins davon ist sogar extra für Wine gedacht. Da spiele ich mit einem Freund alte Spiele immer. Birth of the Federation, Anno 1602 usw. Lief bislang immer alles Out of the Box. Ich installiere nicht so gerne Windows Programme auf meinem eigentlichen System. Diese ganzen Wine-Prefix und so müllen dir ganz gerne mal alles zu und wie das unter Windows ja so ist, deinstallieren lässt immer Schrott zurück.

    Das andere ist eigentlich nur für alles was mit Geld zu tun hat. Also Bank, Paypal, dort habe ich auch meine Finanzübersichten drauf usw. Heute würde ich das wahrscheinlich mit einem eigenen Benutzer und VNC machen. Aber never change a running system. Dort habe ich auch nur Arch installiert sowie Vivaldi, Evolutions und WPS-Office. Einmal installiert, seither läuft es ohne irgendwo mal eingreifen zu müssen. Was jetzt nicht ganz stimmt, denn nach dem Umstellen auf die neue Version von WPS-Office musste ich auf das neue Paket in AUR wechseln. War aber auch nichts, wo man Profi für sein müsste. Einfach das neue in Pamac ausgewählt, dass hat das Alte runter geworfen und das neue installiert.

    Beide laufen seit 2019 oder 2020. Irgendwas so um den Dreh rum.

    Kann ich leider bestätigen. Nicht direkt mit dem Fenseher, aber wir haben hier Kabel und da sind so Boxen dabei. Eine grosse, die direkt am Kabel hängt und eine Kleine, die ihr Kram von der Grossen bekommt. Die Kleine macht am laufenden Band Updates und wird immer langsamer. Wenn wir Abends im Bett noch einen Film schauen wollen, mache ich das Ding immer schon an, mache dann Abendtoilette, lasse die Hunde raus und so und wenn wir Glück haben ist das Ding gestartet, bis wir dann im Bett sind. Gruselig.

    Deine Geschichte mit einem Android TV kenne ich aber von einem Bekannten. Der schwört auf die Dinger und kauft sich quasi jedes Jahr einen neuen, damit auch alles schön flüssig bleibt. Kann ich nichts zu sagen echt.

    Wenn ich dann sehe. Wir haben irgendwo 2006 oder 2007 den ersten FlachTV angeschafft und im Schlafzimmer hängt der geerbte von meiner Mutter, den die 2004 oder 2005 bekommen hat. Die Dinger laufen 1a. Der LG hängt mittlerweile bei den zwei Kleinsten im Zimmer. Der kann gar nichts. Wirklich gar nichts ausser das Bild anzeigen und der läuft einfach. Die haben die PlayStation dran und können darüber sowohl zocken wie auch Streaming-Dienste schauen.

    Die Konzerne wollen einfach mehr verkaufen. Auf die Umwelt ist geschissen.

    Das kann ich nicht direkt bestätigen. Ich hab mal bei meinem Bekannten gewartet, als der einen neuen TV bekommen hat und die Jungs, die den Alten mitgenommen gefragt, was mit dem passiert. Ich war von der Antwort wirklich überrascht, denn die stiften die Dinger an Altenheime und Einrichtungen dieser Art. Neugierig wie ich bin wollte ich dann wissen, wohin die da gestiftet werden und der nannte ein Altenheim, welches keine 5 Kilometer von mir weg ist. Dort bin ich hin und habe nachgefragt und die haben das bestätigt. Das fand ich wirklich grossartig. Aber gut. Das ist ein relativ kleiner, lokaler Laden. So ein Konzern, ich weiss nicht, ob die sowas auch machen.


    und Landwirtschaftsmaschinen oder Flugzeugen.

    Bei landwirschaftlichen Maschinen musste ich vor ein paar Tagen lachen. Ich war im Nachbarort, in dem ich aufgewachsen bin und da fuhr ein Mähdrescher vor und, den ich noch aus meiner Kindheit her kenne. Im ganzen Ort fahren immer noch die gleichen Maschinen wie in meiner Kindheit. Während die heutigen mittlerweile auch ein Verfallsdatum haben. Klar, die können viel, viel mehr und erleichtern den Bauern die Arbeit ganz enorm. Die sind aber so voller Technik, dass Reperaturen oft teurer sind als eine Neuanschaffung. Wenn ich schon überlege, heute werden solche Maschinen geleast. Früher hat der Bauer die gekauft und wusste, die fahren in 100 Jahren noch.

    Bei Flugzeugen sehe ich das aber dann wieder anders. Die sind nicht selten 25 Jahre im aktiven Liniendienst und danach geht es in die weitaus lukrativere Frachtfliegerrei. Ausgemusterte Maschinen werden in aller Regel massiv ausgeschlachtet und der Rest wird als Altmetall verkauft und wiederverwertet.

    Musste aber auch schon zwei Autos verkaufen, weil es keine Teile mehr gab.

    Ich bin früher eigentlich nur BMW gefahren. Mein letzter war ein 750iL. Da geht wirklich nichts an der Werkstatt vorbei. Ich war mal so dreist und habe bei dem Ding die Zündkerzen gewechselt. Ist die Möhre nur noch 30 Km/h gefahren, weil der Boardcomputer Fehler im Motor erkannt hat. Bin dann in die Werkstatt, was mit 30 echt eine Herausforderung und eine Tagesaufgabe war. Dort habe ich mein Problem geschildert, die sind mit dem Testgerät zu meinem Auto, angeschlossen, was getippt, alles wieder cool. Die Kiste hat tatsächlich den Zündkerzenwechsel registriert und weil der im Computer nicht angegeben war, lief nichts mehr.

    Heute fahre ich Peugeot. Genauer gesagt einen 206 SW Bj 2000. Meine Tochter ein 207, mein Schwiegersohn einen 406 und ein guter Freund von mit bis vor kurzem einen 206 und jetzt einen 1007. Wenn da mal was kaputt ist, was nicht wirklich oft vorkommt, darf ich dann immer ran. Die Ersatzteile sind so günstig, glaubt man gar nicht. Ein fabrikneuer Kat 80€. Traggelenke 25€, neuer Kühler 30€ usw. Zudem gibt es auf Kat und Anlasser auch noch Pfand. Schickst du den alten Schrott zurück, gibt es wieder Geld. Bei meiner Tochter war der Anlasser kaputt. Sie ist in die Werkstatt, die wollten 600€ dafür haben. Wir haben es dann selbst gemacht für unter 100€. War zwar eine bescheidene Arbeit, da das Ding an einer total bekloppten Stelle sitzt, aber seither springt das Ding wieder 1a an.

    Sehe ich da meine Nachbarin mit ihrem Mercedes Bj 2023 kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Zum Einen hat das Ding dauernd etwas. Ich muss immer schmunzeln, wenn mal wieder der Leihwagen vor der Tür steht. Zum Anderen, aktuell geht das alles noch auf Garantie. Aber die läuft gerade ab und ich bin mir sehr sicher, ab da wird es richtig teuer. Bei dem Ding kannst du nicht einmal die Bremsbacken wechseln, ohne dass Mercedes per Fernzugriff die Bremszylinder zurück fährt. Da hat sie sich nicht schlecht drüber aufgeregt, da das ja nicht unter Garantie fällt. Legst du mal 400€ hin, denn wie gesagt, selbst machen geht da nicht.

    dass sie DANN verpflichtet sind, die Treiber für die Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen als OpenSource

    Das wäre super, würde aber auch viele, viele Probleme nach sich ziehen. Auf einmal sind die Treiber Open-Source und eine Community fängt an die zu frisieren. Auf einmal läuft alte Hardware besser als zu Lebzeiten und es ist kein Kauf neuer Hardware nötig. Keine neue Hardware, schwindendes Geld für Entwicklung usw. Auf einmal stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel usw. Es ist ein bisschen wie bei der F-35. Schrott mit Flügeln. Aber das Projekt einstampfen würde tausende von Arbeitsplätzen rund um die Welt gefährden.

    Damit das jetzt keiner falsch versteht. Ich bin absolut ein Befürworter für solche Ideen. Es gibt so viele krasse Entwickler rund um die Welt, welche aus Treibern mit Sicherheit brutal viel rauskitzeln könnten. Nicht, dass die eigentlichen Entwickler dafür zu blöde wären. Mit Sicherheit nicht. Aber die sitzen unter einem Chef und der sagt, mach es so und so und gut ist, wir bringen eh bald zum Beispiel eine neue Grafikkarte raus. Wenn die Leute mehr Power wollen, sollen sie sich die kaufen. Auch wenn man es nicht mehr direkt vergleichen kann, findige Entwickler haben damals aus dem Atari VCS Dinge raus geholt, die nach Hardware eigentlich gar nicht möglich gewesen sind. Heute ist natürlich alles um Längen komplexer, dafür ist die Vernetzung besser.


    Gerade bei Handies sehe ich, dass wir unsere Geräte (Android) nur deswegen tauschen

    Dazu zähle ich eigentlich nicht. Ich benutze die Dinger, bis nichts mehr geht. Alleine bei meinem Xperia Z damals. Display gerissen, neues eingebaut. Akku hinüber, neuer eingebaut. Ich hatte das Ding noch im Einsatz, da war das Z4 schon draussen. Das lebt auch noch. Damti was anfangen kann man aber leider nicht mehr. Irgendwie wird jede Software mit der Zeit so aufgebläht, dass sie nicht mehr einsatzfähig ist. Es macht einfach keinen Spass, wenn an auf eine App klickt und dann C64 Like erst was essen gehen kann, bis die geladen ist.

    Insgesamt sehe ich seine Reaktion durchaus positiv und sie zeigt, dass Linux eben nicht nur etwas fuer Nerds ist sondern auch fuer Otto-Normal geeignet sein kann.

    Auf jeden Fall. Dem habe ich Linux installiert, ein paar Dinge gezeigt und seither arbeitet er absolut ohne mein Zutun. Er wollte jetzt auch nur wissen, welche Alternativen er für LibreOffice hat. Alles andere hat er selbst gemacht.

    Er tut sich nur etwas schwer damit, wie die ganze Software in den Paketmanager kommt. Letzten Endes ist es ihm aber egal. Es funktioniert eben.