Beiträge von diabolusUmarov

    Es ist wie bei Autos, wenns Dir den 10ten BMW gekauft hast fährst kein Opel.

    Das würde ich nicht einmal so sagen. Aber die Analogie ist dennoch sehr treffend. Denn genau so etwas ist mir damals bei meiner Frau in der Kneipe auch öfters passiert. Ich sage etwas gutes über BMW, bin lange den 750iL gefahren, geht das Feuerwerk schon los. Benz ist besser, nein Audi ist besser trallala. Das ist genauso ein Kreuzzug.

    Dabei ist es am Ende auch wieder das gleiche Spiel. Ich bin bzw. war von BMW voll überzeugt. Die heutigen mit diesem abartig grossen Kühler gefallen mir überhaupt nicht mehr. Warum war ich überzeugt? Weil ich beruflich des öfteren 10.000 Km mit dem Ding gefahren bin und ausser Inspektionen war nicht einmal eine Glühbirne kaputt. Mir gefiel der Fahrkomfort, der Innenraum und die Power. Dann kommt der Kollege Audi und erzählt mir, dass BMW einfach nur Schrott ist weil dies das und jenes. Also er überzeugt, ich überzeugt und dann?

    Dann kommt Kollege Autofahrer. Der hat sich sein Auto wegen den Konditionen oder einem günstigen Kaufpreis geholt. Er fährt eben Auto. Egal ob es jetzt ein Dacia, ein KIA, ein Peugeot oder ein Volvo ist. Es bringt ihn von A nach B, so wie er das will. Dem kannst du dann erzählen wie toll doch BMW ist. Der hört es sich vielleicht an, aber interessiert sich nicht die Bohne dafür.

    Vor laaaaaaaanger Zeit habe ich mal mit so etwas experimentiert. Da war ich auf einem Server für FlightGear unterwegs, wo ziemlich aktives ATC betrieben wurde und beim fliegen tippen war nicht so der Kracher. Das hat auch überraschend gut funktioniert. Leider weiss ich nicht mehr, wie das hiess und mein Gentoo habe ich ja leider auch nicht mehr am Start :(. Irgendwas mit 2speech, aber so heissen ja viele.

    Nachdem der Server aber kommerziell wurde bin ich dann ausgestiegen und na ja, ansonsten hatte ich dafür keine Verwendung mehr. Ich tippe zu gerne, als mir diesen Spass nehmen zu lassen.

    Mahlzeit Leute!

    Gestern schrieb mich ein Ex-OWU an, dem ich beim Umstieg auf Linux für über einem Jahr geholfen habe. Der macht damit vorzugsweise WWW, E-Mail, Texte und Tabellen. In erster Linie für sein Auto, aber auch für seinen kleinen Ford-Club. Also wirklich klein, ich meine da sind 18 oder 19 Leute drin. Spielt aber keine Rolle. Er wollte auch nichts besonderes. Nachdem er jetzt länger LibreOffice (gegen meinen Rat) eingesetzt hat, wollte er einfach ein anderes Office und ist jetzt bei FreeOffice gelandet. Das aber nur am Rande.

    Ich hab ihn dann gefragt, wie er nach der Zeit nun über Linux denkt. Seine Antwort war pragmatisch. Läuft eben. Ich habe dann nachgefragt, ob er es gut findet, besser oder schlechter als Windows. Kam wieder eine pragmatische Antwort. Es läuft, mehr interessiert ihn nicht.

    Dazu sei gesagt, sein Umstieg war Windows 11 geschuldet. Er hat vor zwei oder drei Jahren einen neuen PC angeschafft und wieso auch immer, der wollte mit Windows 11 nicht laufen. Gut, da kannte ich den Trick mit "setup /product server" noch nicht. Da er keinen Bock auf basteln oder eine erneute Neuanschaffung zumindest der CPU hatte, wollte er es mit Linux versuchen.

    Mich hat das aber zum nachdenken gebracht. Wir, da nehme ich ich natürlich nicht aus, erzählen PC-Nutzern ja gerne, wie gut doch Linux im Vergleich zu Windows ist. Wir versuchen zu einem Umstieg anzuregen, viele reden auch gerne von Sicherheit usw. Nahezu Online-Konten zwang, die AGB mit den ganzen Rechten, die man Microsoft einräumt, DSGVO oder was auch immer. Gründe haben wir ja mehr als genug und ja, es sind gute Gründe. Auch beim Linux-Talk wird nach Gründen für den Umstieg gesucht.

    Da stellte sich mir dann auf einmal die Frage, warum machen wir das eigentlich? Ja, unsere Gründe sind gut, die Argumente stichhaltig. Linux ist mittlerweile ein absolut nutzerfreundliches OS usw. Wenn man mal von spezifischen Windows-Programmen absieht, kann man mit Linux genauso arbeiten wie mit Windows. Das ist soweit alles absolut korrekt und ich stehe auch dahinter. Wir stehen da aber einem Problem gegenüber. Die ganzen Argumente und Gründe taugen nichts. Denn wie mein Bekannter ja sagte. Das OS läuft, mehr interessiert ihn nicht. Gerade ich, der 90% des Tages am PC verbringt fällt es unglaublich schwer zu verstehen, dass die Meisten dieses Ding nur als Arbeitserleichterung nutzen. Das ist kein tolles Gerät mit dem man so viele wundervolle Dinge machen kann. Das ist eine Schreibmaschine mit Datenbank. Tatsächlich hatte ich schon Fälle, wo einem OWU die Tastatur wichtiger war als der Prozessor. Der hatte genaue Vorstellungen, wie seine Tastatur zu sein hatte, ob er nun aber einen 4, 8 oder mehr Kernprozessor hat von AMD oder Intel, davon hatte er keine Ahnung und gar kein Interesse.

    Okay. Das Thema hatten wir ja auch schon hin und wieder und es wird wahrscheinlich immer wieder aufkommen.

    Doch während bei mir nebenher ein Doku-Kanal lief, einfach damit es nicht einfach nur still ist, fand ich dann Parallelen zu dem, was wir da ganz gerne mal machen. Wir sind wie Kreuzritter auf einem Kreuzzug. Wir missionieren und das nicht immer gewollt. Wir ziehen durch die Lande und predigen von dem einzig wahren Gott. In dem Fall Linux. Also vergleichend gesprochen. Ich glaube kaum, dass jemand aus seinem OS eine Religion macht. Ich zumindest mal nicht.

    Was denkt ihr? Ist mein Gedankengang nachvollziehbar oder verrutschen mir gerade ein paar Gehirnwindungen?

    Das ist in meinen Augen der ideale Weg für den Umstieg. Nicht kalter Entzug, sondern Stück für Stück. Damit habe ich mit OWUs auch schon grosse Erfolge erzielt. Linux einfach neben Windows, die NTFS Platte eingebunden usw.

    Da trennt sich auch dann gerne der ernst gemeinte Umsteiger von dem "ich versuchs Mal weil ...". Wer es ernst mein springt nicht bei jedem Stolperdraht direkt zu Windows sondern schaut, wie es dann doch mit Linux funktioniert und lernt dessen Eigenheiten. Sobald die genommen sind, werden die Ausflüge zu Windows immer geringer und irgendwann heisst es, dieses dumme Windows frisst einfach ungenutzt Festplattenspeicher. Weg damit.

    Wer es aus irgendwelche Gründen machen will, ohne wirkliches Interesse zu haben, versucht eine docx Datei zu öffnen, hat dafür kein Programm, die Installation von Microsoft Office klappt auch nicht, also zurück zu Windows.

    Das verhalten kenne ich eigentlich nur, wenn der Speicher voll ist. Aber 32 GB voll zu kriegen ist nicht ganz so einfach. Da muss ich bei mir schon noch ein paar VMs gleichzeitig rennen haben oder wenn ein Vulkan-Shader berechnet wird. Das würde ich also mal ausschliessen.

    Theoretisch könnte auch die Temperatur schuld sein. Da sollte er sich aber eigentlich abschalten.

    Telegram würde ich als Übeltäter auch nicht zwingend in die engere Wahll nehmen. Auf meinem Futro laufen, neben den Entwicklerumgebung, auch immer WhatsApp, Telegram, RocketChat und Teams. Teams sogar genau genommen 3x, da es auch in beiden Entwicklerumgebungen gestartet ist. Der ist noch nie eingefroren. Da ist aber Arch drauf. Ob es aber daran liegt weiss ich nicht. Lass einfach mal Telegram weg, wegen Ausschlussverfahren.

    Browser. Hmm. So ein Browser mit vielen Tabs kann durchaus das System träge machen. Aber einfrieren? Wäre mit jetzt neu. Aber auch nicht unmöglich. Wechsel den vielleicht mal zum testen.

    Falls du die Möglichkeit hast, noch einen zweiten Rechner zu haben, würde ich dort mit ssh mal auf deinen Hauptrechner gehen und zum Beispiel dort htop oder ähnliches laufen lassen. Wenn der Rechner hängen bleibt könntest du dann zumindest vielleicht sehen, welcher Prozess da voll in den Prozessor grätscht. Oder ob der Speicher vielleicht doch voll ist.

    Du kannst auch, wenn nichts mehr geht, mal mit Strg+Alt+F1 oder F2 oder F3 usw. schauen, ob du noch in die Konsole kommst. Ob vielleicht nur die Grafik hängt.

    Danke für die Reaktion.

    Aber gerne doch, dafür sind wir doch hier.

    Ich bin jetzt kein BTRFS Experte. Aber, da ich das ja mal mit Arch händisch gebastelt habe, habe ich wenigstens etwas funktionierendes zum vergleichen und da ist mir ein Unterschied aufgefallen. Versuch es mal so:

    Code
    UUID=97f93d43-5bd4-4104-8c37-9f5c9e964444 / btrfs subvol=@,noatime,compress=zstd 0 0

    Du hast in deiner fstab überall

    Code
    /@

    eingetragen. Bei meinem Arch habe ich aber kein / drin. Mach das einfach mal weg und teste es. Das könnte der Fehler sein.

    So war es ja eigentlich mal gedacht. Es gab X11 und da konnte man über die Konsole dann grafische Anwendungen laufen lassen. Irgendwann kamen Window-Manager hinzu. Sieht man ja oft in alten Filmen wie da twm und so läuft. Ausser bei Jurassic Park, aber den Window Manager gibt es meines Wissens nach mittlerweile oder schon damals wirklich. Wenngleich ich die Nutzung für optisch interessant, effektiv aber sehr mau einschätze.

    Nimmt man es aber ganz genau, dann ist ein DE nichts anderes als eine mehr oder weniger aufeinander abgestimmte Sammlung von Tools. Ich meine in dem SuV Videos zu den Desktops da auch gezeigt zu haben, wie man Tools auch munter durchwürfeln kann.

    Tatsächlich habe ich sogar eine kurze Zeit twm für meine Entwicklungsumgebung genutzt. Irgendwie hat das so FernsehVibes wo das eben das Gesicht von UNIX war. Es ist dann aber schlussendlich doch zu unflexibel meine Meinung nach. Deshalb war es dann auch relativ schnell wieder weg.

    Mahlzeit!

    Da ja immer wieder von Tiling geredet wird, werfe ich mal AwesomeWM ins Rennen.

    Ich verwende AwesomeWM seit vielen Jahren auf schwacher Hardware, habe es sogar eine ganze Zeit nativ genutzt und es ist auch immer wieder auf meinen Entwicklungsumgebungen anzutreffen. Im Gegensatz zu anderen Desktops mit Tiling ist das bei AwesomeWM optional. Man hat verschiedene Möglichkeiten, wie man das mit den Fenster regeln will. Ich zum Beispiel verwende es wir einen herkömmlichen Desktop ohne Tiling. Mit einem einfachen Klick oben in der Leiste kann man es aber auch voll auf Tiling umstellen.

    AwesomeWM ist klein und schell. Bei meinen SuV Videos habe ich es ja bei den Desktops schon demonstriert. Alte Hardware wie ein Pentium M mit 1 GB Arbeitsspeicher läuft damit ganz hervorragend. Dabei kann man es mit der Mouse genauso gut steuern wie mit Tastenkürzeln. Auch unter VNC läuft es ganz hervorragend, was mein Hauptargument dafür ist.

    Der eigentliche Gag bei AwesomeWM ist aber die Konfiguration. Während so ziemlich jeder andere Desktop seine Einstellungen in irgendeinem hauseigenen Format irgendwo ablegt, geht AwesomeWM hier einen komplett anderen Weg. Es wird komplett über LUA konfiguriert. Man macht die Einstellungen also tatsächlich in einer Skriptsprache und das ist sowas von mächtig! Aber, anfängerfreundlich ist anders. Wer sich also auf Skripten so gar nicht versteht oder verstehen will, der ist bei AwesomeWM absolut falsch!

    Um Beispiele zu nennen, nehmen wir nur mal das Menü. Das ist in der Standard rc.lua, dem Hauptskript für die Konfiguration, fest eingelötet. Da wird also nichts gesucht und automatisch eingebunden. Natürlich kann man auch eigene Menüpunkte mit eigenen Programmen einbauen, so wie ich das in meinen Entwicklerumgebungen gerne mache und genau die Programme habe, die ich auch haben will und brauche und nicht mehr.

    Da die Konfiguration aber ein Skript ist, kann man hier einbauen was man will. Als ich AwesomeWM nativ genutzt habe, hatte ich auch ein Skript dafür eingebaut, welches meine Programme genauso gesucht und eingebaut hatte, wie alle anderen Desktops. Man könnte aber auch einfach hingehen und sich einen Ordner anlegen, dort die gewünschten .desktop Dateien rein linken und so sein Menü aufbauen. Wäre auch kein Problem.

    Zudem ist AwesomeWM vom Design her dadurch ebenfalls vollkommen frei anpassbar. So gibt es zum Beispiel auch welche, die damit die Optik und Funktionsweise der Amiga Workbench nachgebaut haben und man erkennt eigentlich keinen wirklichen Unterschied. Windows 3.11 habe ich dafür auch schon gesehen. Wer sich mit LUA versteht, dem sind hier wirklich keinerlei Grenzen gesetzt.

    Auch eigene Widgets sind damit überhaupt kein Problem und die fügen sich dann auch logischerweise nahtlos in Awesome ein. Ich hatte zum Beispiel früher mal mit dem Arduino mehrere Temperatursensoren im und am Haus ausgelesen. Die Werte hat mein Widget für Awesome ohne ein zusätzliches Programm ausgelesen und in der oberen Leiste angezeigt. Das geht natürlich bei so ziemlich allen anderen Desktops auch, da muss man aber Programme und so für aufrufen. Bei Awesome macht das die hauseigene Konfiguration.

    Starte ich zum Beispiel eine Entwicklerumgebung, werden da sofort sämtliche Programme gestartet. Alle in ihrer eigenen Arbeitsumgebung. Fensterpositionen und Grösse werden dabei automatisch gespeichert. Zudem bindet Awesome beim Start auch gleich meinen Server mittels sshfs ein. Kurz gesagt, nach einem Neustart ist meine Entwicklerumgebung sofort vollständig nutzbar, ohne dass ich erst noch irgendwas starten, einbinden oder sonst was muss. Für mich ein absolutes Top-Feature.

    Generell kann man sagen, egal welche Wünsche man an einen Desktop hat, versteht man sich mit LUA kann man jeden davon ohne zusätzliche Software auch erfüllen.

    Stimme ich dir vollkommen zu. Das ist auch etwas, worauf ich eigentlich hinaus wollte. Sicherheit ist ein Mythos. Die grösste Sicherheitslücke sitzt vor dem PC und wie viele Hacker ja sagen, es gibt nichts, in das man nicht einbrechen kann.

    Und das mit xwayland spiegelt genau meine letzten Argumente wieder. Man baut alles neu weil es ja so viel besser ist, flickt dann hinterher aber Kompatibilität ein.

    Ich sehe bei Wayland ein grosses Problem. X11 ist ja nicht gerade ein Geheimnis. Es gibt dutzig Entwickler, die seit Jahrzehnten daran arbeiten. Klar, X11 hat über die Jahre so viele Altlasten gesammelt, dass es quasi unmöglich ist, den Code zu bereinigen. Aber anstatt nach dem Wayland-Konzept, alles besser machen zu wollen, hätte man in meinen Augen das gute von X11 einfach neu implementieren sollen. Ganz ohne irgendwas neu machen zu wollen. Also quasi ein X12. Die Programme laufen, da ja nichts neu ist, der unnötige Mist fliegt raus. Da von Anfang an klar ist, was es alles können soll und muss, kann man von vorne herein einen klaren Code planen und umsetzen. Danach hätte man verbessern und alles machen können. Aber nein, man muss ja alles neu machen. Klar, vieles ist von X11 übernommen. Vieles aber wieder nicht. Man hätte den grafischen Unterbau neu aufbauen können, ohne Änderungen an den Programm vornehmen zu müssen. Dann neue Features, welche von den Entwicklern der Programme übernommen werden können, ohne sie dazu zu zwingen.

    Ich erlebe das aus eigener Erfahrung gerade. Mein grösstes Projekt hat mittlerweile über 500.000 Codezeilen. HTML, SQL, PHP, CSS und ein bisschen Javascript. Als ich damit angefangen habe, musste ich vieles überhaupt erst lernen und in der Lernkurve habe ich da viel Schrott rein gebaut. Mein Versuch, den Code mal zu cleanen, ist kläglich gescheitert. Nicht ganz unlogisch, denn wenn ich den Schwampf aus der einen Funktion raus geworden habe, war der Schwampf in einer anderen Funktion noch drin und das ist dann gerne mal gecrasht. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, bei einem Bugfix oder einer neuen Funktion dann den entsprechenden Teil zu ersetzen. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Konsequent wäre aber, wegwerfen und neu bauen. Zumal das Projekt sehr harmlos anfing und dann immer mehr "Kann man nicht auch das einbauen?" dazu kam. Funktionen, die eigentlich nur für eine Übersicht gedacht waren, haben sich mittlerweile zu Kernstücken entwickelt, von denen viel abhängt. Eine dieser Funktionen habe ich letztes Jahr dann notgedrungen komplett neu gebaut. Die alte Variante war für das, was sie mittlerweile können muss, einfach viel zu schlecht. Über Wochen habe ich von Morgens bis Abends nichts anderes gemacht und als ich es dann in die produktive Umgebung eingebaut habe, kamen über Tage Fehlermeldungen ohne Ende.

    Mittlerweile habe ich noch drei Projekte am Start. Die sind ebenfalls von "Wäre doch eine Idee" herangewachsen zu echten Monstern. Aber, von vorne Herein mit meiner Erfahrung aufgebaut. So viele Dinge, die sich im produktiven Einsatz ergeben haben, konnte ich dort von Anfang an mit einfliessen lassen. Der Code dieser Projekte ist schlank, dynamisch, sehr gut wartbar. Dazu auch modular aufgebaut. Ich kann dort sämtliche Funktionen ganz bequem austauschen, wenn ich es muss.

    Ich kann also durchaus nachvollziehen, warum man von X11 in Richtung Wayland gewandert ist. Würde ich aber nun doch auf die Idee kommen, mein grösstes Projekt neu zu schreiben, würde ich es für den Nutzer vollkommen unsichtbar machen. Bei dem Update auf Version 2 oder so würden die vielleicht die Versionsnummer sehen. Mehr aber nicht spüren. Ausser Geschwindigkeitssteigerungen und so.

    Im Prinzip verstehe ich das ja mit Wayland. Das soll der neue Standard werden und X11 ablösen. An sich nichts dagegen zu sagen. Aber wie du ja selbst sagst. Was nützt es, wenn die Programme dann nicht laufen? Ich habe bisher durchgehend negative Erfahrungen mit Wayland gemacht.

    puh das ist echt gewöhnungsbedürftig für einen alten Mann

    Bin ich bei dir. Es mag seine Vorteile haben. Aber ganz ehrlich, ich kann auch meine Fenster Rechts und Links an den Rand hauen und habe die dann auch in halber Grösse, oder oben hin für Vollbild, in die Eck für Viertel.

    Nicht viel. Ich schaue mir mal Wayland an, ob ich damit zurecht komme. Wenn nicht, wird wohl der Desktop gewechselt. Fände ich schade, denn Gnome ist in meinen Augen am intuitivsten zu bedienen, aber davor habe ich lange Cinnamon benutzt, ohne mich gross darüber beklagt zu haben.

    Das mit systemd ist für Void natürlich grosser Kackmist. Aber, auch da gibt es ja mehr als genug Alternativen. Mein Void läuft mit Plasma und ich finde es eigentlich sehr angenehm. Meine Tochter hat auf ihren Rechnern auch überall Plasma drauf und ist happy damit. Okay, unter Arch, aber da sollte es ja nicht dran scheitern. Natürlich besteht ja auch die Möglichkeit, auf GDM zu verzichten. Fand ich persönlich ohnehin noch nie so wirklich ansprechend.