Minute 1 ca. Update kam rein und hat sein System gekillt. Timeshift hat auch nichts gebracht. Baustelle.
Das habe ich mitbekommen. Vielleicht hätte er dazu sagen sollen welches Update ihm da gecrasht ist. Mir kann man eigentlich auch nicht nachsagen das ich nur harmloses Zeugs mit meinem Arch anstelle. Gerade in der Zeit, als Ark nicht auf den offiziellen Servern laufen wollte habe ich wirklich einiges auch tiefgreifendes unternommen, um Battleye zum laufen zu kriegen. Auch selbscompilierte Kernel und so. Aus meiner Gentoozeit bringe ich da ja etwas an Erfahrung mit, denn wenn man das wirklich optimiert haben will schmeisst man auch alles aus dem Kernel, was einem nichts nützt und so. Nie eine Baustelle. Ich habe auch mein Arch von Hand wieder von Aarch64 zurück auf x86_64 repariert. Ja das war eine Baustelle aber eine Hausgemachte.
Deshalb komme ich bei solchen Aussagen einfach nicht mit. In meinen ganzen Jahren mit Arch hat ein Update noch nie eine Baustelle verursacht. Wohingegen zum Beispiel das Mint meiner Frau damals nach einem Versionsupgrade einfach nicht mehr laufen wollte. Weshalb ich bei ihr mittlerweile auch Arch einsetze und das läuft ohne Schwierigkeiten. Auch als sie noch die Geforce GTX 9800 GT drin hatte und die Legacy-Treiber verwendet hat. Nie hat ein Update Probleme verursacht. Als ich versuchte Microsoft Office zum laufen zu bringen habe ich auch viel an meinem Arch geschraubt. Nie eine Baustelle. Ich hab den Prozessor gewechselt von AMD zu Intel. Einfach nur die Festplatte rein, läuft. Wenn man nicht gerade mit dd zum Beispiel ein Raspberry Image über sein System schreibt macht Arch einfach keine Schwierigkeiten.
Ich will hier auch niemand Missionieren. Jeder kann die Distro einsetzen die er will. Am Ende ist es ja trotzdem Linux. Ich verstehe nur die Probleme nicht, wie sie zum Beispiel der Mann aus dem Video hat. Zumal er dieses Problem auch nicht näher definiert, so dass ich es vielleicht nachvollziehen könnte. Irgendwo in einem anderen Post wurde ich ja mal gefragt, warum ich Arch verwende und da habe ich zum Beispiel die Robustheit angeführt. Eben weil bei mir nie irgendwas schief läuft. Ausser von Hand gemacht. Aber wer weiss. Vielleicht bin ich ja auch doch der Auserwählte, bei dem Arch einfach läuft. Keine Ahnung.
irgendwie wird das ganze Arch lastig
Da es aber um Updates geht passt es trotzdem meiner Meinung nach zum Thema.
mir ging nur die Menge an Updates auf den Wecker
Das hingegen kann ich sehr gut nachvollziehen. Wenn die Pamac-Erweiterung denn läuft kommen über den Tag wirklich oft Meldungen wegen Updates. Das manche, wie du, davon genervt sind ist definitiv nachvollziehbar. Da ist aber wohl auch der innere Monk ein Thema, denn Arch zwingt ja niemand Updates zu machen. Ich kenne aber durchaus das Gefühl, wenn da ein Update ist es auch machen zu wollen. In der Regel läuft das aber dann auch im Hintergrund und wenn nicht gerade ein Kernelupdate dabei ist braucht man ja auch keinen Neustart.
Wobei das auch ein Punkt ist. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass man den Kernel zur Laufzeit tauschen kann und das wollte ich haben. Da musste ich auch tiefgreifend an mein Arch ran. Am Ende hat es aber nicht geklappt und mir hat die Zeit gefehlt es weiter zu verfolgen. Geschadet hat es meinem Arch aber nicht.
Aber die Menge an Updates steigt bei mir mit Void mittlerweile auch. Ich habe ja eins in einer VM, was ich täglich nutze und eigentlich will es jeden Tag irgendwo ein Update.
aber auch suse, solus usw. laufen doch
Warum sollten sie auch nicht laufen? Linux ist meines Erachtens nach mittlerweile ja kein Bastel-OS mehr. Die Zahl derer, die in meinem Umfeld aus eigenem Antrieb von Windows zu Linux gewechselt sind bestätigen mir das. Ich rede jetzt nicht von OWUs sonder von Leuten, die sich mit ihrem PC auseinandersetzen. Die Resonanz ans dem Bereich ist durchgehend positiv. Nur die Ego-Shooter-Fraktion, welche Spiele mit Kernel-Anticheat spielen meckern. Der mit der Firma zum Beispiel, dem ich mit Void unter die Arme greife ist hellauf begeistert.
ich selber finde ein Rolling für mich den besseren Ansatz, aber vermutlich Geschmaksache
Sehe ich genauso. Vor Gentoo kannte ich nur versionierte Betriebssysteme. Egal ob AmigaOS oder Windows. Immer gab es irgendwann ein Update und man hat in der Regel gewechselt. Bei Windows kann ich das so nicht sagen, denn da hatte ich nur XP und von da aus ging es ja direkt zu Linux. Der Gedanke, man hat ein OS und das ist immer aktuell, nie Versionssprünge und so war für mich am Anfang ein Umdenken. Mittlerweile ist es für mich einfach nur angenehm. Wie ich ja schon schrieb, ich habe Arch exakt einmal bei mir installiert und es ist bis heute einfach nur aktuell. War bei Gentoo auch so. Wenngleich ich das mehr als einmal installieren musste. Das hab ich hier und da doch tot optimiert.
Ich verstehe aber auch den Wunsch, etwas neues auch beim Namen nennen zu können. Beim AmigaOS zum Beispiel mag ich es sehr sagen zu können ich hab das neue OS 3.2. Wobei das dort irreführend sein kann, denn aktuell ist 3.2, aber aus vergangenen Zeiten gibt es auch ein 3.9. Trotzdem. Bei Arch kann ich nur sagen ich habe Arch. Durch das rolling Release kriege ich Versionssprünge gar nicht mit. Was man gerade an Gnome immer wieder merkt, wenn hier im Forum von einer neuen Version gesprochen wird, ich schaue und ich hab das schon. Oder bei Gimp. Irgendwie fehlt mir da dieses "Oh es gibt eine neue Version, muss ich ausprobieren". Bei mir heisst es einfach nur, hab ich schon und ich hab es nicht mitbekommen. Ausser bei Gnome eben wenn mal wieder Pamac fehlt ;).
Auch wenn ich ja gerne die Vielfalt von Linux verteufle bezieht sich das ja doch immer auf Umsteiger, die durch den dichten Dschungel aus Möglichkeiten nicht durchblicken. Schlussendlich ist für mich die Vielfalt aber einfach grandios. Du kannst das so machen wie du dich wohl fühlst. Der eine bastel sich seine Desktopumgebung zurecht, der andere wechselt für einen anderen Desktop die Distro. Der eine mag rolling Release, der andere mag Versionen. Einer verwendet immer nur Flatpak, der andere nur die Paketquellen. Einer verwendet auch User-Paketquellen wie zum Beispiel AUR, ein anderer baut sich seine Software aus den Paketquellen.
Wahrscheinlich bin ich da auch ein gutes Beispiel für, denn meine Arbeitsweise unterscheidet sich von der vieler anderer. Ich arbeite nur ganz selten auf nur einem Rechner und einem Benutzer. Meine grossen Projekte haben alle einen eigenen Benutzer, da ich es sehr schätze dort nur die Dateien zu haben, die ich auch für dieses Projekt brauche. Gleichzeitig kann ich auch mit jemandem hier sitzen und weiss genau, wenn ich es nicht will sieht er nichts von dem Zeug was ich da mache. Datenschutz wäre hier das Stichwort. Vieles läuft auch auf meinem Futro, den ich, wie die verschiedenen Benutzer mit TigerVNC einbinde. Wieder anderes Zeug, hauptsächlich Server, laufen auf meinem Pi 5, den ich mir ebenfalls mit TigerVNC auf meinen Rechner hole. Ein paar andere Dinge mache ich per VM mit Void und wenn es mal sein muss der gleiche Weg mit Windows. Es kommt nicht selten vor, dass auf meinen 3 Bildschirmen 3 verschiedene Systeme laufen.
Oder auch relativ am Anfang meiner Linux-Karriere. Ich hatte einen AMD Sempron mit 4GB Arbeitsspeicher und der OnBoard Grafikkarte. Das war also Leistungsmässig irgendwo tiefste Provinz, auch wenn das zu der Zeit eigentlich aktuell war. Aber ich verwendete ja ein OS, wo Netzwerk nicht nur der Zugriff auf Dateien eines anderen Rechners darstellte. Das musste ich auch erstmal lernen. Was macht man also, wenn man noch einen ungenutzen Laptop rumliegen hat? Genau! Man bindet ihn einfach ein. Also ging mein Gentoo in den Laptop. Da hatte ich glaube ich Slackware laufen. Dort hat er die Systemfestplatte von meinem Hauptrechner per NFS eingebunden, ist mit chroot dort ins OS rein und hat Compiz und all so ein Luxuskram gestartet. Da ich mit SSH die Ausgabe ja auf meinen Hauprechner geleitet hatte lief also mein Gnome 2 auf dem Hauptrechner, Compiz und Co auf dem Laptop und ich hatte einen wirklich verspielten Desktop mit vielen Effekten und alles bei einer CPU und Speicherauslastung von nahezu 0. Machte das Sinn? Nö. Es hat nur extra Strom gefressen dafür das ich transparente Fenster hatte und so ein kram. Aber, ich wollte es, also habe ich es getan.
Die Möglichkeiten unter Linux sind einfach gewaltig. Jeder kann damit so umgehen wie er das will. Egal ob auf einem Laptop mit einem Bildschirm, einem Benutzer und keine Ahnung oder auf 10 Bildschirmen wo jeder Bildschirm einen eigenen Desktop hat. Ob der als DM nun Light-DM verwendet oder Sddm. Ob er auf DM verzichtet und nach dem Booten in der Konsole landet. Oder die richtigen Hardcore-Leute, die gar keinen Desktop haben und alles in der Konsole machen. Leute wie ich, die mit Out of the Box nichts anfangen können und sich alles lieber selbst zusammenstellen oder diejenigen, die nach einer Installation Software erwarten und einfach loslegen wollen. Man ist eben nicht auf eine Vorgehensweise beschränkt, wie es sonst alle nicht unixoide Betriebssysteme vorweisen. Mach was du willst, solange du dich am Ende wohlfühlst.