Ich füge einen weiteren Erfahrungsbericht hinzu.
Für HDDs halte ich ja Btrfs für ungeeignet. Jetzt war aber mein Gedanke, wie verhält es sich denn mit einer SDD? Dafür gab es eine einfache Möglichkeit, um es zu testen.
Ich habe dafür das gleiche Prinzip verwendet, was ich Roger-N vorgeschlagen habe. Also mein NetBook mittels dem Arch-Installationsmedium gebootet, den Krempel der Festplatte auf einen USB-Stick kopiert, die SSD mit Btrfs formatiert und zurück das Ganze. Noch Grub neu installiert, läuft.
Wobei läuft passt nicht so ganz. Es humpelt. Xfce hat ziemlich lange gebraucht, bis es gestartet war. Okay, kann passieren. Aber auch das starten von Min, oder Rocket.chat, oder was auch immer ist deutlich zäher. Auch wenn ich damit arbeite merke ich spürbar, dass vieles einfach nicht so läuft, wie ich es gewohnt bin.
Aber das könnte ja auch beim kopieren passiert sein. Ist nicht auszuschliessen. Also Gegenprobe. Das gleiche Spielchen rückwärts von Btrfs zurück auf ext4. Ergebnis: Läuft wieder wie gewohnt.
Vielleicht bin ich ja auch einfach zu blöd für Btrfs. Bei mir schiesst es sich aber immer weiter ins aus.
Meine Theorie für meine Erfahrungen ist, ich nutze Btrfs bislang auf diesem nicht gerade leistungsstarken Computer (aus dem Video mit DevilsGirl) und auf dem NetBook. Beides nicht gerade High-End Geräte. Aus heutiger Sicht wahrscheinlich nicht einmal Low-End. Mein NetBook ist von 2010 und hat einen SingleCore Atom Prozessor.
Da ich jetzt mal annehme, dass die SSD nicht zu schlecht für Btrfs ist und ich hier ja bislang noch keine Effekte, die mir aufgefallen sind, bei anderen gelesen habe würde ich mal darauf tippen, dass Btrfs Rechenleistung braucht. Würde mich auch nicht wundern, da ja beim Schreiben Versionen erstellt und gespeichert werden. Was Snapshots natürlich begünstigt. Ich würde es für möglich halten, dass Btrfs nicht nur eine SSD benötigt, sondern auch ein gewisses Mass an Rechenleistung. Wenn dem so ist, mag es für Benutzer die Bedarf an Snapshots haben durchaus interressant sein, während ich es mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht weiter benutzen werde.