GeothermiK
Beiträge von Kirutin
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OMG!!! Ich feier diesen Bericht gerade abgöttisch! 🤣
BSD ist jetzt zwar nichts, was mich persönlich direkt anfixt — wobei, FreeBSD-DNA steckt ja eh schon in meiner PS5. xD
Und da läuft’s scheinbar sogar besser als auf manchem Desktop-PC.
Aber Fehlermeldungen gibt’s halt überall. Vor allem, wenn Kiru irgendwo die Finger dran hat. Dann ist das kein Betriebssystemtest mehr, sondern ein Belastungstest für die Realität.

Spaß beiseite: Genau solche Erfahrungsberichte liebe ich. Nicht trocken runtergeschrieben nach dem Motto „Installation lief, Paketmanager macht Paketmanager-Dinge“, sondern mit echten Eindrücken, kleinen Stolperfallen, Humor und diesem schönen „ich hab’s einfach mal ausprobiert“-Gefühl.
Danke für diesen herrlich erfrischenden Eindrucksbericht zu GhostBSD.
Hat richtig Spaß gemacht zu lesen. Love it! 👍 -
überzeugt - DAS teste ich mal


Da bin ich ja mal gespannt, wie du sie findest. 😁
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...aber ich weiß das ich nichts weiß....
Ich mag diesen Satz sehr von Sokrates - wollte ich nur mal Anmerken

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finde das hat nix mit Neu oder Umsteiger zu tun, ist hat so bei mir, mach zwar viel oder gut fast alles mit den bordeigenen Mitteln ......find ich das nicht mach ich mich halt mal so auf die Suche....


Ja, da habe ich mich am Ende wohl etwas zu sehr auf Ein- bzw. Umsteiger fixiert, weil ich in Sachen Linux selbst noch ziemlich grün hinter den Ohren bin. 😅
Am Ende ist es wahrscheinlich einfach persönlicher Workflow. Der eine macht fast alles mit Bordmitteln, der nächste nutzt extra Tools, und wieder jemand anderes schaut eben lieber mal klassisch im Browser nach.
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Nein, natürlich nicht. Ich habe mal einem Linux eingerichtet, der hatte ausschliesslich Windows Software drauf und war glücklich. Warum nicht? Der fand das total toll, dass er so ziemlich alles seiner Software einfach weiter betreiben konnte.
Es ist ja auch eigentlich bequem, sich die Software auf diesem Weg zu laden. So macht man das ja auch beim AmigaOS. Ich finde es einfach schön, wenn ich da eine Zeile eintippe oder in Pamac schaue und es direkt installieren kann. Gerade in den offiziellen Repositories wo man relativ sicher sein kann, dass man das bekommt, was man auch haben will (Chip *hust*). Aber prinzipiell sehe ich darin keinen wirklichen Nachteil.Ja, da bin ich voll bei dir.
Viele Wege führen nach Rom. Die einen sind schön gepflastert, die anderen etwas holpriger, aber am Ende kommt man meistens trotzdem an.
Gerade als Umsteiger hat man halt noch alte Routinen drin. Wenn es funktioniert und man grob weiß, was man da tut, sehe ich da auch kein Drama.
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Arch und Anime … Irgendwie sieht man das so oft zusammen.
Ja, Arch und Anime sind irgendwie so eine natürliche Linux-Unterart geworden.

Arch zieht Bastler und Ricing-Leute an, Anime liefert die Optik, und irgendwo zwischen AUR, Hyprland, Fastfetch und Waifu-Wallpaper entsteht dann sowas wie Nyarch.
Eigentlich hat Nyarch nur laut ausgesprochen, was bei vielen Arch-Setups sowieso schon heimlich passiert.
Wenn man meine eigenen Setups sieht, merkt man wahrscheinlich auch recht schnell, dass ich optisch nicht gerade weit weg von Anime-/Otakukram bin.

Ich mag diesen Stil einfach: Wallpaper, Farben, Bootscreen, Terminaloptik, kleine Details im Desktop — wenn das zusammenpasst, fühlt sich ein System für mich direkt mehr nach „meins“ an.
Was ich aber spannend finde: Distros, die diesen Anime-/Weeb-/Otaku-Vibe wirklich von Haus aus leben, kenne ich gar nicht so viele.
Spontan fallen mir eigentlich nur ein:
Nyarch – ganz klar Arch für Weebs.
PikaOS – eher Gaming-/Debian-Schiene, aber vom Vibe her für mich irgendwo in der Ecke.
Ultramarine – Fedora-basiert, nicht direkt Anime-Distro, aber mit genug Meme-/Community-Charakter.
Wenn jemand noch mehr Distros kennt, die sowas wirklich von Haus aus mitbringen: immer her damit.

Ich finde solche Projekte irgendwie charmant, auch wenn ich sie am Ende meistens nicht dauerhaft nutzen würde.
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Was heisst rückständig? Wenn es doch für dich funktioniert, ist doch alles prima. Ich finde es bei Umsteigern aber so witzig, wenn die Windows Like auf die Homepages gehen, sich die exe oder msi ziehen und sich dann wundern, warum es nicht geht. Oder schlimmer, wenn da von Hause aus schon Wine installiert ist, wenn es dann eben doch geht. Besonders schön, wenn sie etwas über Chip laden und dann noch deren hauseigenen Installer nutzen, der ja so gerne noch extra Zeugs installiert.
Ich denke, man kann es diesen Usern gar nicht verdenken. Solche Routinen brennen sich einfach irgendwann ins Muskelhirn ein. 😅
Früher war das unter Windows ja völlig normaler Alltag: Webseite auf, ".exe" oder ".msi" laden, installieren, fertig. Das hat lange genug auch einfach funktioniert. Heute hast du, wie du schon sagst, leider oft noch irgendeinen Beifang/Bloatware-Kram dabei. Wieder ein Punkt mehr gegen Windows. 😅
Ich war selbst noch bis Anfang Januar Windows-Nutzer, seit ungefähr 97, angefangen mit Win95. Vielleicht lande ich genau deshalb bei Linux auch immer wieder im Browser auf der Repository-Seite. Alte Gewohnheiten sterben langsam. 🤣
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Für mich persönlich ist Secure Boot eher nervig als hilfreich, weil ich auf meinem privaten Rechenknecht ständig Distros teste, externe Systeme boote und mit Bootloadern herumspiele. Wichtige Daten liegen da auch nicht wirklich drauf, also ist der praktische Nutzen für mich überschaubar.
Deshalb bei mir: kein Secure Boot. 😅
Ich verstehe aber völlig, warum es gerade bei mobilen Geräten auch privat sinnvoll sein kann. Wenn ein Laptop öfter unterwegs ist oder man generell möglichst wenig Angriffsfläche beim Booten haben will, sieht die Sache schon wieder anders aus.
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Ja, wenn NixOS erstmal klick macht, wird’s plötzlich richtig spannend. 😅
Man kann es sauber über Config, Flakes und Home Manager bauen — oder erstmal ganz normal nutzen.
Gerade praktisch finde ich:
"nix profile install nixpkgs#paketname" → wenn etwas bleiben soll
"nix run nixpkgs#paketname" → wenn man es einfach mal starten will
"nix shell nixpkgs#paketname" → wenn man ein Tool nur kurz testen möchte.
Das macht NixOS für mich so interessant: Man muss nicht alles sofort fest ins System nageln, sondern kann viel ausprobieren, ohne sich direkt das System vollzumüllen. Man sollte nur ab und zu die Garage aufräumen — Garbage Collection lässt grüßen. 😄
Dazu kommen noch Software-App und Flatpaks, wenn man es bequem mag. Man muss also nicht erst den ganzen Maschinenraum verstehen, nur um den Lichtschalter zu benutzen.
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LuxusprobleM
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Ich bin gestern über eine Distro gestolpert, bei der ich gleichzeitig lachen und nicken musste:
Nyarch Linux
Kurz gesagt:
Arch Linux, aber für Weebs.

Ja, das Ding gibt es wirklich. Und ja, es nimmt den Anime-/Otaku-Winkel ziemlich ernst. Nyarch ist im Kern natürlich keine komplett neue Linux-Welt, sondern eine Arch-basierte Distribution mit eigener Optik, eigenen Tools und sehr klarer Zielgruppe.
Also nicht:
Zitat„Wir sind die seriöseste Enterprise-Lösung für produktive Arbeitsumgebungen.“
Sondern eher:
Zitat„Hier ist Arch, aber mit Catgirls, Anime-Optik und Nyaa-Energie.“
Und ganz ehrlich? Als kleiner Otaku-kun mit Linux-Schaden hat mich das natürlich direkt angesprochen.

Was direkt auffällt: das GRUB-ThemeWas mir sofort positiv aufgefallen ist, war das GRUB-Theme. Das ist wirklich hübsch gemacht. Nicht nur irgendein Wallpaper ins Bootmenü geklatscht, sondern es wirkt schon wie Teil des Gesamtkonzepts. Wenn man schon eine Weeb-Distro baut, dann bitte auch konsequent ab Bootloader.
Der Nyarch AssistantDer spannendere Punkt ist für mich aber der Nyarch Assistant.
Das ist kein komplett neu erfundener KI-Assistent, sondern ein Fork von Newelle. Newelle ist ein Linux-AI-Assistent, der ursprünglich nicht speziell für Nyarch gebaut wurde. Nyarch hat daraus eine eigene Version gemacht, optisch und funktional stärker auf das Anime-/Weeb-Konzept angepasst. Auf GitHub wird NyarchAssistant auch ziemlich direkt als „Nyarch Linux Assistant (Newelle Fork)“ beschrieben.
Und das finde ich eigentlich ziemlich interessant.
Weil die Idee dahinter nicht nur ist:
Zitat„Hier ist ChatGPT, aber mit Animebild.“
Sondern eher:
Zitat„Wir bauen einen Linux-Assistenten ins System ein, der zu dieser Distro passt.“
Der Nyarch Assistant wirkt also wie eine Mischung aus Linux-Helfer, Chatbot, Systembegleiter und Anime-Maskottchen. Je nach Version und Setup kann er mit lokalen oder externen Modellen arbeiten, Ollama wird erwähnt, es gibt Erweiterungen, Websuche, Dateiverwaltung, teilweise sogar Dinge wie VRM-/3D-Modell-Support, Call Mode, Wakeword, Memory/RAG-Kram und solche Spielereien.
Natürlich muss man da realistisch bleiben.
Das ist nicht plötzlich Jarvis.
Und es ersetzt auch nicht eigenes Denken, Terminal, Wiki oder Fehlersuche.Aber als Konzept finde ich das schon ziemlich cool. Gerade weil Linux-Anfänger oft vor dem Problem stehen:
Zitat„Ich weiß nicht mal, was ich fragen soll.“
Ein eingebauter Assistent kann da zumindest eine Einstiegshilfe sein. Nicht perfekt, nicht magisch, aber als Begleiter im System schon irgendwie charmant. Vor allem, wenn er nicht trocken wie ein Enterprise-Support-Bot wirkt, sondern komplett in diese Anime-Distro-Identität eingebettet ist.
Gleichzeitig gibt es natürlich bessere und flexiblere Wege, wenn man ernsthaft lokale KI nutzen will. LM Studio, Ollama direkt, Open WebUI, eigene Distrobox-Setups und so weiter. Der Nyarch Assistant ist für mich weniger der technisch beste KI-Weg, sondern eher ein Teil des Gesamterlebnisses.
So nach dem Motto:
Zitat„Wir bauen nicht nur Arch mit Anime-Wallpaper, wir geben der Distro gleich noch eine kleine digitale Begleiterin mit.“
Und ja, das ist irgendwo absurd.
Aber auch ziemlich passend.

Catgirl Downloader und andere EigenheitenDazu kommen noch andere eigene Tools, zum Beispiel ein Nyarch Updater und sogar ein Catgirl Downloader.
Braucht man das?
Nein.
Ist das fragwürdig?
Natürlich.
Passt es zur Distro?
Leider ja.

Und genau das ist für mich der Punkt: Nyarch weiß ziemlich genau, was es sein will. Es versucht gar nicht erst, die perfekte Distribution für alle zu sein. Es ist eine Nischendistro für Leute, die Arch mögen oder ausprobieren wollen und gleichzeitig Anime-/Meme-Optik feiern.
Unter der Haube bleibt es ArchUnter der Haube bleibt es aber natürlich Arch. Das heißt: Rolling Release bleibt Rolling Release. Wenn etwas kaputtgeht, hilft einem am Ende nicht das Catgirl, sondern trotzdem Terminal, Wiki und ein bisschen Hirn.
Als ernsthaftes Hauptsystem würde ich Nyarch persönlich eher nicht nehmen. Dafür ist es mir zu speziell und zu sehr Spaßprojekt. Mein Daily bleibt da eher CachyOS beziehungsweise langfristig vielleicht NixOS.
Aber als Kuriosität, Spielwiese oder einfach als „Ich will mal sehen, wie weit man Arch in Richtung Anime drehen kann“-Experiment finde ich Nyarch ziemlich cool.
Mein FazitBraucht die Welt Nyarch?
Wahrscheinlich nicht.
Ist es trotzdem schön, dass es sowas gibt?
Irgendwie ja.
Linux muss nicht immer nur ernst, trocken und vernünftig sein. Manchmal darf eine Distro auch einfach sagen:
Nyaa.

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Das sieht schon ziemlich nice aus.
Vor allem in Verbindung mit Bazzite in der KDE-Version oder allgemein mit Systemen, die eher für Handhelds, oder den Betrieb am heimischen Fernseher gedacht sind, finde ich so einen Bigscreen-/TV-Modus ziemlich spannend.
Für einen normalen Desktop ist das vielleicht eher nice to have, aber für Couch-Betrieb mit Controller ergibt das für mich richtig Sinn. Steam Big Picture deckt natürlich schon viel ab, aber wenn die Oberfläche selbst stärker auf große Bildschirme ausgelegt ist, wirkt das Gesamtpaket gleich deutlich runder.
Ich stelle mir das ziemlich gut vor: kleiner Mini-PC am Fernseher, Bazzite KDE drauf, Controller verbunden und dann Steam, Streaming, Emulatoren oder Medienkram bequem vom Sofa aus nutzen.
Ich glaube, ich brauche langsam doch einen Mini-PC, der meiner PS5 Gesellschaft leistet.

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TranszendenZ
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Geht das nur mir so, oder fühlt man sich manchmal total rückständig, wenn man sieht, was andere für Tools nutzen? 😅
Wenn ich ein bestimmtes Paket suche, lande ich oft noch klassisch auf der Repository-Webseite oder suche im Browser danach. Und Updates mache ich meistens einfach über eigene Bash-/Shell-Aliase, weil ich dann genau weiß, was ausgeführt wird.
Dann sehe ich bei anderen Tools wie topgrade, opi, Paket-TUIs und sonstige Helfer und frage mich: Bin ich da einfach altmodisch unterwegs?
Wie macht ihr das im Alltag?
Terminal-Suche?
Repo-Webseite?
Eigene Aliase/Skripte?
Oder Universal-Updater?Mein Workflow funktioniert, aber manchmal fühlt es sich an, als würde ich Repositories noch mit Kompass und Öllampe erkunden, während andere einfach ein Tool starten und fertig sind. 😄
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FirmamenT
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Kann ich gut nachvollziehen - geht mir genauso bei Arch- und Debian-based Distros, sowie bei Ubuntu-Derivaten - es ist vertraut und ich benutze es immer wieder gerne ! Z.Z. nutze ich CachyOS zum Spielen und als Daily Driver und MX Linux zum Arbeiten (wenn ich denn mal wieder arbeitsfähig bin...
).NixOS finde ich auch sehr interessant, habe mich aber noch nicht ran getraut...
MX Linux fand ich am Anfang meiner Linux-Reise auch richtig interessant. Das ist wirklich eines der entspannteren Systeme, wenn man einfach ein solides und unaufgeregtes Linux haben möchte.
CachyOS nutze ich aktuell tatsächlich auch als Daily Driver. Nicht mal hauptsächlich wegen des Kernels, sondern weil es von Haus aus sehr bequem eingerichtet ist. Ich bin da ehrlich: Mein Hauptsystem soll mir möglichst wenig Kopfschmerzen machen, aber trotzdem flexibel genug bleiben, wenn ich wieder etwas ausprobieren möchte.
NixOS wirkt von außen wilder, als es beim ersten Reinschnuppern tatsächlich ist. Es gibt sogar einen grafischen Installer mit LXQt, XFCE, KDE und GNOME zur Auswahl. So habe ich es auch erstmal in einer VM getestet. Dass die Doku direkt lokal mitgeliefert wird, fand ich auch ziemlich angenehm.
PS: Weiterhin gute Besserung!
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Also mich juckt es nicht. Ich bin mit meinen System und Distro sehr zufrieden.
Das freut mich zu lesen. Ich glaube, am Ende haben wir alle irgendeinen Daily Driver, in den wir booten, wenn wir einfach nur entspannt unsere Zeit am Rechner verbringen wollen.
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Wenn ich sehe, wie HerrRossi, juppsupp und tojacket sich durch die endlose Wüste der Linux-Distros wühlen, juckt es mich natürlich auch immer wieder in den Fingern. Man schaut erst nur zu, nickt vernünftig und sagt sich: „Nein, diesmal bleibe ich ruhig.“ Drei Minuten später lädt man dann doch wieder irgendein ISO herunter.
Nach Void Linux bin ich also bei NixOS gelandet. Erst ganz harmlos: ein paar Tage in einer VM mit GNOME, nur mal schauen, nur mal fühlen, ganz unverbindlich natürlich. Wie das bei Linux eben immer läuft, war aus „nur mal schauen“ dann relativ schnell der Gedanke: Ach komm, Bare Metal wird schon nicht explodieren.
Und erstaunlicherweise ist es auch nicht explodiert. Im Gegenteil: NixOS hat mir bisher sogar weniger Kopfschmerzen bereitet als Void Linux. Was mich dabei am meisten reizt, ist diese Idee, das eigene System nicht einfach Stück für Stück zusammenzufrickeln, sondern es in einer Config ziemlich klar zu beschreiben: So soll es aussehen, so soll es sich verhalten, genau das soll installiert sein.
Das fühlt sich erstmal ungewohnt an, aber auch ziemlich mächtig. Fast so, als würde man seinem System nicht mehr hinterherräumen, sondern ihm vorher einen Bauplan hinlegen. Und genau dieser Gedanke hat mich gerade ziemlich am Haken.
Ich glaube, NixOS wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen. Als Nächstes will ich mir Flakes anschauen und herausfinden, wie man die Configs sauber und übersichtlich strukturiert, bevor aus der schönen Systembeschreibung wieder der nächste liebevoll gepflegte Kabelsalat wird.
Gleichzeitig merke ich aber auch: Je tiefer ich ins Linux-Universum eintauche, desto wahrscheinlicher wird es, dass ich am Ende doch wieder irgendwo bei Debian Stable oder einer Immutable-Variante von Fedora lande. Aber bis dahin treibt mich noch die Neugier — und die Kopfschmerzen werden einfach professionell ignoriert.