Beiträge von diabolusUmarov

    Respekt, was Du Dir da für eine Mühe machst.

    Mühe würde ich das nicht einmal nennen. Es macht Spass und bietet eine gewisse Befriedigung wenn man sieht, da kann man noch was raus holen, hier kann man einsparen und dort optimieren. Das hat auch einen gewaltigen Lernfaktor. Früher habe ich zum Beispiel, für Koordinaten, jeweils eine Variable verwendet. Das ist jetzt nicht viel Speicher, aber es ist Speicher. Auf 1920x1080 hat man, auch wenn man ein grösseres Spielfeld hat und scrollt, eine überschaubare Grösse. Ein normales Int ist dafür eigentlich schon overpowerd. Ich habe mittlerweile gelernt, meine Koordinaten in eine einzige Variable zu schreiben. Indem ich einfach die Bits an eine bestimmte Stelle schiebe. Das funktioniert tadellos und spart Speicher und Speicherzugriffe. Macht jetzt keinen nennenswerten Unterschied, aber es geht. Auf einem Mikrocontroller, der ja wirklich nur begrenzt Speicher hat, kann das aber schon einen massiven Ausschlag geben.

    Ich wünschte die heutigen (Pro) Spielentwickler würden sich auch diese Mühe machen.

    Das würde ich mir auch wünschen. Die haben aber ein Problem, welches ich nicht habe. Die haben einen Abgabetermin. Das heisst, dass Spiel muss dann fertig sein, wenn es nicht um Rockstar geht und wenn das gerade so zum Termin fertig ist, viele sind es ja nicht einmal, dann bleibt überhaupt keine Zeit mehr, irgendwas zu optimieren oder zu tricksen.

    Es ging dann sogar soweit, das direkt beim Spielstart auf Intel Karten überprüft wurde und der Start dann verweigert wurde.

    Das ist schon eine ziemlich harte Nummer. Ich bin der Meinung, so etwas dürfte es gar nicht geben. Wenn es eben auf bestimmten Karten mies läuft, hat man eben Pech gehabt. Aber direkt Karten ausschliessen ist schonf frech.

    In The Expense ist das ja schon ziemlich krass dargestellt. Nichts da mit Trägheitsdämpfer und künstlicher Schwerkraft. Da wird die Schwerkraft über den Schub erzeugt, genauso wie Einstein ja schon sagte. Bist du in einem geschlossenen Raum kannst du nicht unterscheiden, ob dich ein Objekt mit seiner Masse mit 1G beschleunigt, oder ein Antrieb.

    Mars ist aber auch eine witzige Sache. SpaceX will ja zum Mars. Da habe ich oft das Gefühl, Mond ist nur so ein, weil die NASA das eben macht Projekt. Eigentlich sollte man aber annehmen, man generiert auf dem Mond Treibstoff zum Beispiel durch Elektrolyse und startet von dort in Richtung Mars. Starship kann das aber nicht nutzen, da die auf Methan/Sauerstoff setzen. Anscheinend ist es einfacher, auf dem Mars Methan zu generieren, als Wasserstoff. Ist schon frech, wenn die Himmelskörper nicht kompatibel sind.

    Ja, mal wieder der Wettlauf. Wer sichert sich auf dem Mond die besten Standorte? Wer baut die erste Basis am Südpol wegen dem Wasser? Wo ich mich dann frage, wie klein ist der Mond eigentlich? Nach dem Weltraumvertrag darf niemand einen anderen Himmelskörper als sein Eigentum beanspruchen. Das heisst, wenn jetzt die Chinesen eine Basis am Südpol bauen, können andere Nationen doch einfach ein paar Kilometer weiter eine bauen. Aber gut, wir werden sehen, wie es weiter geht. Wie ja schon geschrieben, lieber die Milliarden in ein Raumfahrtprogramm stecken, als in einen Krieg. Wer weiss, vielleicht kriegen die da oben ja wirklich Helium3 gewonnen und treiben die Kernfusion damit voran. Wäre doch mal was.

    Die 5090 spiegelt aber wundervoll die heutige Entwicklung wieder. Wir kloppen einfach alles rein, die kaufen das schon. Deshalb finde ich so frische Ansätze durchaus gut. Besonders dann wenn man sieht, die arbeiten daran, die entwickeln daran. Was man ja bei dem Boost nur durch die Treiber gesehen hat. Seither habe ich die Karten auf dem Schirm.

    Ich bin überhaupt kein Freund dieser sturen draufhauen Technik. Die Ressourcen heute machen es einem aber auch zu einfach. Ich habe ja vor einigen Monaten begonnen, mit meiner Tochter ein Spiel zu entwickeln. Ich baue das Spiel, sie zeichnet die Grafiken. Dabei ist mir eines aufgefallen. Ich wollte das Spiel von Beginn an für möglichst viele Plattformen auslegen. Also nicht nur Linux/Windows, sondern auch Haiku und bei mir darf natürlich das AmigaOS nicht fehlen. Begonnen habe ich mit der Entwicklung der Engine auf Linux. Da geht das mit SDL ja super bequem. Jedes Frame in FullHD komplett rendern juckt eine heutige Grafikkarte/CPU ja überhaupt nicht. Ich habe da aber die Voraussetzung, dieses Spiel muss auf jeder Plattform gleich aussehen. Also auch auf dem Amiga in FullHD laufen, mit den gleichen Grafiken usw. Auf Linux waren 60 FPS von Anfang an kein Problem, egal was ich drauf geworfen hab. Aber auf einem Amiga mit 68060 und 128 MB Ram? Vergiss es. Linux 60 FPS, AmigaOS 2 FPS. So etwas ist für mich eine Herausforderung und ich habe so lange optimiert, bis auch auf dem Amiga 60 FPS stabil waren. Danach auf Linux kompiliert und schau mal an, wie die CPU Last quasi in den Leerlauf gefallen ist, wie der Speicherbedarf sinkt und die Grafikkarte eigentlich auch nur noch im Idle läuft. Gleiches Ergebnis mit massiver Einsparung an Ressourcen.

    Heute heisst es sehr oft einfach nur noch, ich dresche einfach wild auf der Hardware rum und wer es mit allen Effekten spielen will, der muss sich bei Bedarf eben einen neuen PC kaufen. Da hoffe ich jetzt einfach mal, da durch die steigenden Preise für Ram und Grafikkarten die Entwickler vielleicht doch auf die Idee kommen, um keine Umsatzeinbrüche zu riskieren, doch mal wieder etwas mehr zu optimieren.

    Es wäre schön, wenn das in Bildung, Gesundheit, Umwelt und Wohlstand fließen würden.

    Oh ja! Krieg ist so ein unnützes Konzept! So oft heisst es, es ist für den Frieden und Gerechtigkeit und was auch immer. Aber wenn man sich die Kriege so anschaut ist es oft die Gier nach Rohstoffen. Gerade der zweite Irak-Krieg ist ja ein Paradebeispiel. England hat konkrete Hinweise oder Beweise, dass es dort Massenvernichtungswaffen gibt. Dann der Krieg und oh schau, keine Massenvernichtungswaffen. Aber haufenweise Geld und vor Allem Menschenleben verheizt.

    Ich hab mich auf jeden Fall für die Crew gefreut, dass sie gesund zurückgekommen sind.

    Oh ja, ich auch. Hab die ganze Landung verfolgt. Beim Wiedereintritt musste ich aber an Artemis I denken und das da bei der Landung mit de Hitzeschutz ja nicht alles so toll gelaufen ist. Aber wo dann die Fallschirme auf gingen und der Kommandant so ganz cool gefunkt hat "Ich sehe 3 Schirme aus dem Fenster", es war schon wirklich cool. Ich habe sowieso die ganze Mission verfolgt und auch oft in den Live-Stream geschaut.

    Von dem Beteiligten wird kaum noch jemand greifbar sein.

    Und selbst wenn. Deren Erfahrung beruht auf einer Technik, mit der man heute niemand mehr hinterm Ofen hervorlocken könnte.

    Im Prinzip lernt man noch mal neu.

    Da hast du natürlich absolut Recht. Nur lernt man das "Alte" neu. Als hätte man bis heute nichts dazu gelernt.

    Auch wenn es heute alles neu ist, muss das extrem zuverlässig sein

    Natürlich muss es das und das habe ich ja schon angesprochen. Bei Artemis II kann man empirisch nicht von extrem zuverlässig sprechen. Die Rakete ist zuvor nur einmal geflogen, nach vielen Verzögerungen und die Kapsel hatte hinterher auch einige nicht ganz so schöne Probleme gezeigt. Zudem hat SpaceX auch gezeigt, wie wertvoll es sein kann, die Raketen wieder auf den Boden zu bringen. Nicht nur, dass man die dann betanken und wieder starten kann, man kann sie auch untersuchen und sehen, wo alles gut gelaufen ist und wo nachgebessert werden sollte. Zudem stellt, in meinen Augen, die Landung der ersten Stufen kein wirkliches Sicherheitsrisiko da. Wenn die Landung schief geht, ist die Crew dadurch nicht gefährdet. Okay, die erste Stufe zu landen, wäre wohl zum grössten Teil unnütz, da die ja eigentlich nur aus Tank besteht. Eine abwerfbare Antriebseinheit stelle ich mir jetzt aber auch nicht so kompliziert vor, die dann mit Fallschirmen zur Erde segelt. Diese Triebwerke sind nicht gerade günstig.

    Ich sage mal so. Gäbe es SpaceX und Blue Origin nicht, würde ich die ganze Sache gar nicht so kritisch betrachten. Die machen aber eben vor, dass eine Landung absolut möglich ist und eine massive Kostenersparnis und eben auch Erfahrungsgewinn mit sich bringt.

    Ein bisschen ist es so, wie der in der Schwerelosigkeit schreibende Kugelschreiber. Dafür kann man 1.000.000$ ausgeben oder man nimmt einfach einen Bleistift.

    Meine hauptsächlichen Bedenken sehe ich hier einfach in den Kosten. Das SLS ist so unglaublich teuer und ein Wegwerfprodukt. Da muss nur der nächste Präsident:in kein Fan der Raumfahrt sein, sieht den Kostenfaktor und bricht das Programm wieder ab.

    Mahlzeit!

    Ich bin bekennender Raumfahrt-Fan und immer total begeistert, wenn ein Starship abhebt und gefangen wird. Nun war da Artemis II, was ich mit ein bisschen gemischten Gefühlen betrachtet habe. Ich war mir nicht sicher, ob die nicht ein wenig zu viel Druck machen. Bei Apollo stand man massiv unter Teitdruck, trotzdem hat man mehr getestet, als bei Artemis. Nun, die sind zum Mond geflogen, weiter als jemals jemand zuvor und sind jetzt erfolgreich gewasser. Hat also geklappt.

    Jetzt mein Aber. War das ein Meilenstein? Betrachten wir die Sache mal nüchtern. Da ist eine riesen grosse Rakete, die ins All geschossen wird und zum Mund fliegt. Schon auf dem Weg zum Mond ist fast alles dieser riesigen Rakete schon weggeworfen. Die Kapsel fliegt zum Mond, kommt zurück, dann wird auch das Service-Modul verschrottet. Die Kapsel landet, wird jetzt wohl untersucht und wandert dann ins Museum. Nichts von dem, was da gestartet ist, existiert noch und das letzte Bisschen wird auch nie wieder fliegen.

    Hmm. Habe ich da jetzt Artemis oder Apollo beschrieben? Genau das ist das Problem. Ja, dieses Mal waren 4 Leute in einer bisschen grösseren Kapsel. Die Computer an Board durften sich auch Computer nennen und die Materialien sind mit Sicherheit auch besser. Davon aber abgesehen, ist es 1:1 Apollo. Ich sehe da 0 Fortschritt. Ich gehe mir morgen auch einen fetten Lambo kaufen, fahre damit einmal ins Kino und verschrotte ihn danach.

    Warum mir das bitter aufstösst. Es hiess ja immer, wiederverwendbare Raketen sind zu teuer, zu wartungsintensiv, zu riskant. Hmm. Falcon 9? Die Dinger starten, kommen zurück und fliegen dann erneut. Weit öfter, als man am Anfang prognostiziert hat. Aber, dann ist da auch noch Starship, wenn auch noch nicht im Betrieb. Dieses riesige Monster, was leistungsstärker ist als das SLS, startet, Starship und Booster trennen sich, der Booster kommt zurück, fliegt punktgenau zu seinem Startturm und wird dort einfach gefangen. Mindestens einer ist ja auch schon ein zweites Mal geflogen.

    Wenn ich das mit Artemis vergleiche, kann ich eigentlich nur den Kopf schütteln. Ja, ich weiss, ich hab noch nie eine Rakete gebaut und zum Mond geschickt. Ich behaupte aber auch nicht, dass ich es besser kann. Ich vergleiche nur Artemis mit Starship. Das ist keine Vision, keine tolle Idee mit ein paar Computeranimationen. Das ist ein Konzept was funktioniert! Bewiesen. Ja, es ist noch nicht einsatzreif. Das wird aber kommen, da mache ich mir keine Gedanken.

    Natürlich spreche ich der NASA und der ESA hier meinen Respekt aus. Die Leistung ist schon grandios, gar keine Frage. Ich bin nur der Meinung, die haben ein über 50 Jahre altes Konzept neu aufgelegt. Da kann ich dann nicht da stehen und staunen. Sie haben es damals mit deutlich schwächerer Technik geschafft. Es wirkt für mich so ein bisschen wie ein retro Computerspiel remasterd. Innovation sehe ich da keine.

    Mahlzeit!

    Beim arbeiten schaue ich ganz gerne Filme und Serien. Möglichst welche, die ich entweder schon kenne oder die keine Konzentration von mir verlangen. Bei Disney+ bin ich eben über diesen Film gestolpert und ich hatte da keine wirklich hohen Erwartungen. Ein Tron ohne Tron? Tron kam mir schon bei Legacy viel zu kurz. Aber okay. Theoretisch also das, was ich will. Etwas, wo ich nicht hinschauen muss.

    So die erste Hälfte vom Film hat das auch ganz gut geklappt. Hier mal bisschen Raster, da mal bisschen Programme in der realen Welt und der Plot selbst jetzt auch nicht gerade der Knaller. Irgendwie mal wieder sehr aus den Fingern gesaugt, nichts im Vergleich zum original Tron.

    Hier spoilere ich dann jetzt deutlicher.

    Dann kam jedoch ein Moment, der mich brutal abgeholt hat. Ares wird auf Flinns alten Spielraster gebeamt. Da steht nun also dieses futuristische Programm in wirklich dem Raster aus dem ersten Film. Natürlich nicht mehr von Hand gezeichnet, aber trotzdem voll Authentisch. Schon kommt ein Bit angeflogen und gibt ihm einen Lichtrenner. Ja, der von Damals. Damit fährt Ares dann, in 90 Grad Winkeln, genau in das Loch, welches beim Lichtrennen aus dem ersten Teil in die Wand gesprengt wurde.

    Was mich da abgeholt hat und warum ich auf einmal brutale Tron Vibes hatte war folgendes. Schon Tron Legacy fühlte sich für mich nicht wirklich nach Tron an. Alles so detailiert und diese Farben usw. Tron war ja auf dem Raster sehr steril. Für mich ein klarer Fakt, heute kann man mehr, also wird das im Film auch gezeigt. Aber genau in dieser Szene, wo Ares auf den alten Raster kommt, hat es in meinem Kopf Klick gemacht. Ich habe den modernen Look immer für "Angeberrei" der Visual-Effekts Leute gehalten. Früher von Hand gezeichnet, heute geben wir mit hartem CGI an. Dadurch kam mir ein Gedanke nie. Es geht gar nicht um Angeberei der Filmemacher. Der Raster in Legacy und Ares ist eben genau das, was wir ja auch real bei den Spielen sehen. Bessere Grafik, mehr Speicher, mehr Rechenleistung. Die Raster in Legacy und Ares sind also nicht übertrieben. Sie laufen schlicht auf einem massiv besseren Computer! Als das in meinem Kopf Klick gemacht hat, war ich mit einem Mal voll bei der Sache und tatsächlich finde ich es auf einmal sogar richtig gut und authentisch!

    Kurz gesagt, ich hatte wenig Erwartungen an den Film, die wurden so etwa die erste Hälfte auch nicht erfüllt. Aber jetzt, boah. Genial!

    Allerdings muss ich trotzdem sagen, der Plot ist und bleibt dämlich. Man merkt so richtig, man will einen weiteren Tron Film machen, hat Ideen wegen dem Raster, den Fahrzeugen usw. und da muss eben irgendeine Story drum rum. Aber der Kunstgriff mit dem alten Raster war genial!

    Würde ich den Film deshalb empfehlen? Nun, ich würde sagen, man muss ihn nicht gesehen haben. Ihn nicht zu sehen ist kein Verlust. Es schadet aber auch nicht, wenn man ihn sich anschaut. So meine Meinung.

    Exot würde ich dich nicht nennen. Als ich damals zu Linux bin war das mit den Treibern noch so eine Sache. Ausser Nvidia war es eigentlich nicht wirklich möglich, ohne Nvidia die Kiste wirklich ins Laufen zu bringen und da ich seither mit Nvidia zufrieden bin, sah ich keinen Grund zu wechseln. Vor zwei oder drei Jahren habe ich dann günstig eine RTX 2060 Super geschossen und da die auch beim Spielen ihren Zweck voll erfüllt, sehe ich keinen Grund für einen Wechsel.

    Tatsächlich würde ich aber, wenn ich mir jetzt eine neue Karte holen würde, auch definitiv eine Arc ins Auge fassen. Das ist bei mir aber immer ein Prozess, bis ich mich da entscheide. Das muss bei mir eben alles zusammenpassen. Klar, eine 5090 würde mich schon stark reizen, aber das würde auch neues Mainboard und Prozessor bedeuten usw. Ausserdem haben die Dinge ja Preise, dafür kaufen sich andere Autos. Da rennt mir die Relation weg.

    Ich habe überall Probleme mit Wayland. Das fängt bei TigerVNC an und hört bei OBS Studio auf. Ich müsste quasi meine fast komplette Arbeitsweise ändern und ganz ehrlich, darauf habe ich keine Lust. Es mag an den Nvidia-Treibern liegen, aber ich habe eben eine Nvidia-Karte, mit der ich auch sehr glücklich bin. Man darf mich aber auch nicht als Wayland-Hater sehen. Wer es nutzen will und keine Probleme damit hat, dem sei es gegönnt. Ich will es nur einfach nicht haben.

    Generell macht Evolution hier ja keine Probleme. Alle meine E-Mail Adressen kann ich klaglos abrufen und die GMail Adresse wäre jetzt kein nennenswerter Verlust. Der Kalender hingegen stört mich. Aber gut, da werde ich dann wohl oder übel mal basteln müssen, damit ich das über meine NextCloud regeln kann. Wollte ich ohnehin schon machen. Aber alles wieder Zeit, die ich damit verschwenden muss, weil Gnome jetzt so einen Furz fährt. Linus hat ja schon damals schwer über Gnome 3 geklagt.

    Aber eigentlich, treten die sich damit ja auch nur selbst ans Bein. Unbedarfte Nutzer interessieren sich nicht dafür, ob das jetzt alles exklusiv verzahnt ist. Die nutzen Gnome, so wie es kommt und die, die mehr Plan haben, steigen dann ganz simpel auf einen anderen Desktop um. So kann man die Nutzer natürlich auch vergraulen.

    Mahlzeit!

    Seit gestern habe ich Probleme damit, in Evolution auf Google zuzugreifen. Sowohl die E-Mail Adresse, wie auch der Kalender. Nachdem ich jetzt ein wenig gegraben habe ist mir aufgefallen, Gnome lässt nicht mehr zu, dass man das Kontroll-Zentrum oder die Online-Konten verwendet, wenn man nicht unter Gnome unterwegs ist.

    Das finde ich wirklich erschreckend. Linux rühmt sich damit, dass man da quasi machen kann, was auch immer man will und Gnome fängt da mit Grenzen an? Ich darf Gnome-Zeugs nur noch nutzen, wenn ich auch Gnome verwendet? Prinzipiell würde mir das gar nicht auffallen, da ich ja eigentlich Fan von Gnome bin. Aber Gnome schreibt mir dann ja auch gleichzeitig vor, dass ich Wayland benutzen muss. Das finde ich tatsächlich überhaupt nicht gut und es spricht gegen den Geist unixoider Betriebssysteme. Wir predigen dauernd, wie frei und offen Linux ist und dann stellt Gnome da ein Bein?

    Ich finde es toll, dass du von Grund auf installieren willst. Egal ob Void, Arch, Gentoo oder was auch immer, es ist Handarbeit, manchmal frustrierend, aber der Lernfaktor ist einfach viel höher. Meine eigentliche Linux-Karriere begann ja mit Gentoo. Einfach aus dem Grund, ich wollte kein vorgebasteltes Linux mit vorinstallierter Software haben, da hatte ich einfach zu viele Windows-Vibes bei. Gentoo ist sehr gut auch auf Deutsch beschrieben, es war dennoch wirklich stressig. Gelohnt hat es sich aber auf jeden Fall. Auf einmal habe ich verstanden, was eine fstab ist, was es mit diesem "In Linux ist alles eine Datei" auf sich hat usw. Später dann auch, was aber Gentoo spezifisch ist, was es mit diesen USE-Flags auf sich hat, warum man bei fast jeder Installation von Software diese erst anpassen und gegebenenfalls demaskieren muss.

    Da habe ich aber auch erst gelernt, wann eine Installation des Grundsystems abgeschlossen ist. Denn für mich gehörte zuvor eigentlich eine grafische Benutzeroberfläche zum System. Aber nein. Die bootfähige Grundinstallation ist überraschend schnell installiert, kann aber nichts. Das ist bei Arch und Void das gleiche Spiel. Gentoo war hier dann noch so freundlich, dass mit der Installation einer Desktopumgebung auch die Abhängigkeiten wie der xorg-server installiert wurde. Kann man zwar abschalten, es war aber per Default an. Das heisst, ich habe zum Beispiel Gnome installiert und danach war der xorg-server drauf und ich konnte Gnome auch starten. Nachdem ich dann herausgefunden hatte, dass zur Oberfläche gar kein DM mitinstalliert wird. Das ist ein Extra und das muss man dann auch noch aktivieren, sonst landet man immer in der Konsole. Arch hingegen und ich glaube Void auch, installieren xorg oder Wayland nicht per default mit, was ich auch erst einmal nachvollziehen musste. Anfangs fand ich das eher bescheuert, es hat aber seinen Sinn. Mein Server zum Beispiel hat weder Xorg noch Wayland, aber AwesomeWM und TDE, die ich mit TigerVNC starte.

    Void war dann aber wieder eine Herausforderung, da dort, wie der Pinguin ja schon gesagt hat, ein paar Dinge anders laufen. Kein Systemd usw, wo man erst einmal umdenken muss.

    Schlussendlich kann ich nur noch einmal betonen, wenn du den Weg gehst, lernst du auf jeden Fall einiges mehr, als wenn du einen Installer verwendest.