Beiträge von diabolusUmarov

    Mahlzeit!

    Kürzlich meinte mein Kopf, er müsse sich mal wieder mit Banalitäten beschäftigen. So meinte meine Frau zu einer Freundin, sie hätte gerade Kaffee aufgesetzt. Mein Kopf malte sich da dann aus, sie hätte mit einem Boot-Stick den Kaffee installiert. Ich muss dazu sagen, Kaffee ist nicht mein Geschäft. Schwarz schmeckt er mit nicht und ich sehe nicht ein, warum ich dann Literweise Milch und Kiloweise Zucker da rein ballern soll, damit es schmeckt. Da trinke ich die Milch lieber pur. Aber das ist ein anderes Thema.

    Mein Kopf hat dann angefangen zu arbeiten. Seit wann heisst es, wenn man ein Betriebssystem einrichtet, dass man es aufsetzt? Früher hiess es doch auch, in Installiere das Amiga OS 3.1 oder Windows oder MS-DOS. Irgendwo habe ich den Moment verpasst, seitdem man es aufsetzen nennt.

    Wieso ist das denn so? Wieso installiert man Brave, aber setzt ein OS auf? Ergibt das irgendwie Sinn?

    Ich hatte jetzt ein paar Tage wieder Xfce als Desktop für eine meiner Entwicklerumgebungen und irgendwie lief das erschreckend zäh. Nicht wirklich langsam, aber es fühlte sich nicht wirklich weich an. Cinnamon vorher im 2D Modus war da einen Zacken flüssiger, obwohl es ein Dickschiff ist. Bin dann jetzt zu tde gewechselt und das ist ein ganz anderes Gefühl. Etwas altbacken, aber voll funktional, schnell mit allem Komfort. Keine Ahnung, was die bei Xfce da machen. Alles mittels X11 wohlgemerkt. VNC und Wayland verstehen sich nicht so gut.

    Ohne gute Community braucht man sich Linux nicht anntun

    Zumindest mal, wenn man experimentierfreudig ist. Ich kann dir sagen, ich hab das Gentoo-Forum da auch dauernd mit meinen Fragen gelöchert und ich glaube kaum, dass ich ohne die jemals zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen wäre. Heute, mit Mint, Manjaro und wie die ganzen anderen Distributionen heissen, geht es eigentlich auch ohne, aber eben auch ohne Lerneffekt.

    Wobei mir aber auch die Anfänge mit NetBSD in den Sinn kommen. Meine Güte, da war ich Dauergast im IRC und habe die Leute da augenscheinlich sogar richtig genervt. Alleine, die ganzen Skripte, um mit dem Modem ins Internet zu kommen. Boah, was eine Qual und ohne die hätte ich da niemals den Weg gefunden.

    Auf jeden Fall freue ich mich, wenn es jetzt funktioniert. Da hab ich dich ja richtig verstanden hoffe ich.

    sowas von liebevoll detailiert vorbereitet

    Da bin ich ganz bei dir. Hier und da auch das verspielte, ich benutze die ISOs wirklich sehr gerne.

    /var/service/lightdm' konnte nicht angelegt werden: Die Datei existiert bereits

    Vielleicht mal löschen und dann neu verlinken. Halte ich zwar für eher unwahrscheinlich, aber versuchen schadet auch nicht.

    Was ich mir vorstellen könnte, insofern du das mit DIS gemacht hast, dass erst nach dem Start von lightdm umgeschaltet wird und es eben dann funktioniert.

    Alternativ, ich weiss aber nicht genau, ob das heute noch so funktioniert. Aber in meinen ersten Gehversuchen mit Gentoo musste ich bei Grub in der Zeile mit linux noch eine 5 dazu schreiben. Ja, einfach eine einfache 5. Habe ich dann immer am Ende hinzugefügt, um den runlevel (hiess glaube ich so) zu ändern. 3 war glaube ich Standard und hat nur die Konsole ohne Grafik gestartet. 5 war mit Grafik und dann lief auch auf einmal der Displaymanager. Ich habe auch eine ganze Zeitlang X über die Konsole gestartet. Gefiel mir im Prinzip, aber irgendwie war mein innerer Monk damit nicht zufrieden. Kannst du ja mal beim booten testen, indem du mit e editiertst. Dann vielleicht auch mal dabei nomodset entfernen zum testen.

    Hmm. Dann würde ich mal annehmen, lightdm wird nicht beim booten gestartet, wenn du in der Konsole landest. Du kannst mal versuchen, lightdm von Hand zu starten um zu testen, ob es auch funktioniert. Also einfach sudo lightdm. Wenn das geht, ist wahrscheinlich der Service nicht für boot eingerichtet.

    Code
    sudo ln -s /etc/sv/lightdm /var/service/

    sollte dann Abhilfe schaffen.

    Okay. Ist ein bisschen komplizierter, wie ich sehe. Konnte es auch nicht testen, also Nutzung auf eigene Gefahr :winking_face:

    Zuerst brauchst du ein Ordner, wo du Skripte ablegen kannst.

    Code
    sudo mkdir -p /etc/sv/vgaswitcheroo

    Da bastelst du ein kleines Skript rein, was beim Booten die diskrete Karte, insofern dein Mac das eben hat, aktiviert wird.

    Code
    sudo nano /etc/sv/vgaswitcheroo/dis

    Da kommt dann folgendes rein

    Bash
    #!/bin/sh
    echo DIS > /sys/kernel/debug/vgaswitcheroo/switch
    exit 0

    Natürlich muss das ausführbar sein also

    Code
    sudo chmod +x /etc/sv/vgaswitcheroo/dis

    Und da Void das ja als Link haben will, wird es noch entsprechend verlinkt

    Code
    sudo ln -s /etc/sv/vgaswitcheroo /var/service/

    Ich kreuze mal die Finger und sage, damit sollte eine vorhandene Karte entsprechend aktiviert werden.

    Es sind auf jeden Fall ein paar interessante Punkte drin, die ich nicht auf dem Schirm habe. Das könntest du auf jeden Fall mal testen.

    Code
    In /etc/modprobe.d/ die Datei radeon.conf anlegen, falls nicht vorhanden
    
    options radeon si_support=0
    options radeon cik_support=0
    options radeon runpm=1

    Und das könnte auch interessant sein

    Code
    sudo gpu-switch -i

    Wobei du wohl gpu-switch wahrscheinlich erst installieren musst.

    Auf die Idee, dass an die Grafikkarte erst aktivieren muss, bin ich so nicht gekommen. Kann auch sein, dass man es nicht muss, aber ein Versuch ist es wert.

    Steht ja auch im Log. Der radeon Kernel wird geladen, dann kommt "[KMS] drm report probe method for modesetting" und dann wird radeon wieder entfernt. Irgendwo liegt da also was im Argen. Was sagt denn

    Code
    1. lspci -nnk | grep -A3 VGA
    2. modinfo radeon

    Was du auch mal versuchen kannst ist das Kernelmodul direkt zu laden

    Code
    sudo modprobe radeon

    Ich habe mal ein wenig recherchiert. Bei der Grafikkarte brauchst du xf86-video-ati und das Kernelmodul radeon. Sollte eigentlich kein Hexenwerk sein. Normalerweise erkennt X11 die Karte auch automatisch. Falls nicht, könntest du eine Konfig für X11 verwenden. Bei Bedarf dürfte ich dir da eine zusammen basteln können. Für 3D müsste dann mesa-dri funktionieren. Wobei ich aber auch sagen muss, meine Kenntnisse über Radeon-Karten ist ziemlich rudimentär, da ich noch nie eine hatte.

    Du kannst mal schauen, ob die Firmware auch installiert ist

    Code
    xbps-query -Rs linux-firmware

    wenn ich da nicht irre, mache ich selten. Falls nein die einfach installieren. Ich weiss noch, damit hatte ich unter Arch ganz am Anfang mal etwas Stress auf meinem Laptop. Alles installiert, nur die Firmware nicht. Aber eigentlich gehe ich davon aus, dass die installiert sind.

    Was du in Grub testen kannst, sind folgende Befehle. Teilweise hier schon genannt, nur der Vollständigkeit halber

    Code
    nomodeset
    (falls alles schwarz bleibst, kommst du wenigstens in die Konsole. Wurde ja schon beschrieben)
    
    radeon.modeset=1
    (damit erzwingst du die KMS. Wurde auch schon genannt)
    
    radeon.dpm=0
    (Schaltet Dynamic Power Management ab. Wie ich gelesen habe, spackt das ganz gerne mal und heizt die Grafikkarte in den Energiesparmodus, was ebenfalls ein schwarzes Bild ergibt)

    Eine Möglichkeit sehe ich aber auch noch. Ein kleiner Fehler, der mir bei Arch in einer VM unterlaufen ist, weil alles schnell, schnell gehen musste. Da habe ich schlicht den xorg-server vergessen. Unter Gentoo war ich immer gewohnt, dass ein Desktop automatisch auch einen xorg-server installiert. Unter Arch ist das anscheinend nicht so. Im Prinzip könnte man es als Fehler betrachten, da man xorg-server als Abhängigkeit sehen könnte, seit ich aber viel mit VNC unterwegs bin weiss ich, xorg-server ist keine Abhängigkeit. Auf dem Furto zum Beispiel habe ich keinen installiert, da ich dort nur mit VNC oder SSH drauf gehe und keinen brauche. Zur Sicherheit könntest du das mal prüfen mit

    Code
    xbps-query -Rs xorg-server

    Halte ich für eher unwahrscheinlich, aber sicher ist sicher.

    Kerngeschichte ist eigentlich der BUS. Also das, was alle Bauteile miteinander verbindet. Dann gibt es den Prozessor. Der macht hat einen Satz von Funktionen, welche nach einander abgearbeitet werden. Beispielsweise das Kopieren eines Werts in den Speicher oder ablegen auf den Stack usw. Das benötigt aber auch Platz, wo man so etwas ablegen kann. Damit kommt man zum Speicher. Im rudimentärsten Fall ist da eine simple Tastatur angeschlossen und ein Ausgabegerät. Display, Monitor usw. Um jetzt mal simpel zu bleiben, lasse ich mal Filesysteme und Wechseldatenträger weg und verwende ein Rom.

    Es passiert dann folgendes. Der Prozessor liest über den BUS die Daten vom Rom, von oben nach unten. Das ist eine Liste der Befehle, die der Prozessor verarbeiten kann und das tut der dann auch. Zum Beispiel könnte im Rom ein Menü gespeichert sein. Das heisst, der erste Befehl könnte sein, schiebe den Inhalt von Speicher X auf das Display oder den Monitor. Dabei spielt der BUS die zentrale Rolle. Der wird, in der Regel, auch über den Prozessor getaktet. Bei 10 MHz würden also in einer Sekunde 10x die vorbereiteten Daten über den BUS geschoben.

    Mal auf ganz rudimentär beschrieben. Der Chip8 ist dafür fast schon ein gutes Beispiel, auch wenn der ja rein softwaremässig ist und eigentlich keinen BUS hat.

    das ist absolut richtig, ich habe schon so viele gesehen und ehrlich gesagt habe ich mir noch nie so viele Gedanken gemacht wie man Partitionen anlegt, und vor allem wie das schreiben

    Wie gut ich das kenne. Als ich mit meinem grossen Projekt angefangen habe, wurde noch alles in Dateien gespeichert. Für mich damals ganz normal. Aber, je umfangreicher alles wurde, desto schwieriger wurde es und die Geschwindigkeit war eine Katastrophe. Also musste eine Datenbank her. Absolutes Neuland für mich. Hat aber funktioniert. Und wieder, wenn du mal ein paar tausend Datensätzen da drin hast, dann wird da auch einiges auf einmal sehr langsam. Also Gehirnschmalz einsetzen, sich näher damit befassen usw. Jetzt hatte ich kürzlich den Fall, dass die Kundschaft in Probleme gelaufen ist. Je nachdem wie gut das Internet ist. Also musste ich mir meine alten Funktionen anschauen und das war gruselig. Für alles hatte ich damals einzelne Datenbankabfragen, die dann stellenweise doppelt und dreifach drin waren usw. Damals für mich total logisch und toll, aus heutiger Sicht eine Katastrophe. Das hat dann auch etliche Stunden gedauert, bis ich das alles modernisiert hatte. Grausam. Meine neuen Projekte sehen quasi komplett anders aus, sind viel schneller, übersichtlicher und logischer.

    Das ist aber alles total logisch. Man muss sich die Erfahrung ja erst einmal erarbeiten. Im ersten Schritt ist man total happy, dass es wirklich so funktioniert wie es soll, aber man lernt ständig dazu.

    Du machst das also in meinen Augen absolut richtig. Du hast eine Idee und setzt die um und nimmst auf dem Weg zum Ziel jede Menge Erfahrung mit. Die nutzt dir vielleicht in dem ersten Projekt dann wenig oder nichts mehr, aber wenn es mal eine neue Version 2 geben sollte oder du neue Projekte startest, fliesst die neue Erfahrung da mit ein. Du baust dir jetzt deine Erfahrung auf und ich bin mir jetzt schon sehr sicher, von dir wird noch viel richtig gutes Zeug kommen.

    Ich sag ja, meine Möglichkeiten oder mein Wissen ist begrenzt.

    Das wage ich mittlerweile zu bezweifeln. Was du noch nicht hast, ist Erfahrung. Das sehe ich an meinem grossen Projekt immer wieder. Heute baue ich vieles ganz anders, aber aufgrund der Erfahrung, die ich bis jetzt gesammelt habe. Das dürfte ja dein erster Installer in diesem Umfang sein. Ich sage voraus, solltest du noch einmal einen bauen, wirst du vieles anders machen, aufgrund der Erfahrung, die du jetzt sammelst. Aber, nachdem was du da auf die Beine stellst, könnte ich dir kein mangelndes Wissen mehr unterstellen. Du machst das noch nicht lange und deine Ergebnisse sind jetzt schon beeindruckend.

    mir würde nichts anders übrig bleiben als wirklich 2 Installer zu bauen

    Das hängt davon ab, wie dein Installer aufgebaut ist. Ich nehme an, der ist schrittweise aufgebaut und sammelt bei jedem Schritt Daten. Wenn dem so ist, könntest du für die einfache Variante einfach einige Schritte überspringen und die Daten mit Standardwerte füllen, die du selbst definierst.

    dann müsste ich einen Desktop und Programme vorgeben

    Genau. Siehe Mint. Das wäre ja die Variante für jemand, der sich eben einmal Linux überhaupt anschauen möchte. Ohne sich überhaupt mit Desktops und so auseinandersetzen zu müssen. Das ist ja mit ein Grund warum viele von Linux abgeschreckt werden, da auf einmal Dinge gewählt werden müssen, von denen man noch gar nichts weiss. Windows und MacOS geben ja auch keine Auswahlmöglichkeit. Da heisst es dann friss oder stirb und das erwarten geneigte Umsteiger.

    wie mach ich das dann beim Partitionieren

    Im Endeffekt so, wie du es jetzt auch machst. Nur intern, ohne Nachfrage. Der Nutzer soll die Festplatte angeben, dass wird ja auch unter Windows verlangt, dann klebst du da einfach das Filesystem deiner Wahl drauf mit entsprechender Partitionierung. Zum Beispiel Btrfs mit deinen Subvolumes.

    zuerst lass ich den in hell, nur um das optisch etwas freundlicher zu machen

    In meinen Augen eine gute Entscheidung. Dark-Mode wird bei vielen als aggressiv angesehen, obwohl es eigentlich besser ist für die Augen.

    bei Partitionierung gibt es einfach und selber machen und wer will auch mit gparted

    Da muss ich sagen, ich habe noch nie eine bessere GUI für die Partionierung in einem Installer gesehen. Klar, übersichtlich, funktional. Das gefällt mir wirklich sehr gut!

    ich denke das wird schon, war eine lange Nacht

    Das wird es auf jeden Fall! Gut, ich nutze nur selten Installer, aber aus eigenen Vorlieben heraus. Ich mache es eben sehr gerne von Hand. Auch will ich nichts gegen Calamares sagen. Was ich aber sagen kann, alleine von den Bildern finde ich deinen Installer einfach grossartig. Meiner Meinung nach wird dein Installer Void extrem aufwerten. Ich freue mich schon, den in Aktion zu erleben.

    Ich sehe nur die Gefahr

    Ich sehe das weniger als Gefahr. Wie ich schon geschrieben habe, ich glaube kaum, dass jemand mit Verstand eine KI mit eigenem Willen ausstattet. Zumindest nicht in einem unkontrollierten Umfeld, wo ein Abschalten unmöglich wird.

    Meine Wenigkeit sieht eher die Entwicklung hin zum Computer alla Star Trek. Man hat Daten, braucht eine Analyse und anstatt die selbst zu machen, lässt man es den Computer machen, um schnell an Ergebnisse zu kommen. Ähnliches wird ja derzeit auch in der Wettervorhersage gemacht. Mit dem Erfolg, zumindest bei uns hier im Eck kann man sich auf die Wettervorhersage bei weiter als 3 Tagen in der Zukunft nicht mehr verlassen. Als ich vor fünf Jahren hier her gezogen bin, war das Wetter noch präzise. Selbst über 14 Tage. Dann kamen über Newsletter die Ankündigung, dass ab jetzt die Wettervorhersage durch KI erstellt wird, was mit Sicherheit einige Mitarbeiter mit Erfahrung gekostet hat, seither ist die Wettervorhersage grauenhaft bei uns. Ein munteres Schwenken war vor fünf Jahren noch sehr gut planbar. Heute zittern wir noch ein Tag vorher, ob es nicht ins Wasser fällt.