Beiträge von diabolusUmarov

    wir werden ja sehen wie die Entwicklung weiter geht

    Im Trugschluss der verlorenen Kosten. Es ist schon so viel Entwicklungszeit in Wayland geflossen, alles wegwerfen und neu machen wird nicht passieren. Das Resultat am Ende wird ein Flickwerk sein, was vieles der schönen neuen Welt einfach kaputt macht.

    Neue Dinge brauchen immer Zeit

    Das ist absolut richtig. Es ist schon schwer, aus weniger komplexen Programmen die Kinderkrankheiten loszuwerden. Wenn man dann noch merkt, dass die schöne, neue Idee nicht von allen Seiten unterstützt wird, muss man anfangen zu basteln. Wayland wird sich durchsetzen. Nicht durch Akzeptanz, sondern durch Zwang. Irgendwann werden die Symptome der Probleme behoben sein, nicht aber die Probleme selbst. Was dazu führt, dass am Ende ein Programm bei raus kommt, was wieder viele unelegante Schlenker in sich vereint. Dann hat man letzten Endes nicht viel gewonnen.

    Ich bleibe bei meiner Meinung. X11 neu bauen und sauber halten ist ein sehr wichtiger Schritt. Dabei aber alles gängige über den Haufen werfen und einfach alles neu machen ist einfach Schrott. Wayland hätte von Anfang an zu X11 kompatibel sein müssen. Natürlich alles modern und schlank aufgebaut. In meinen Augen hätte man sich die ganzen Desktops nehmen sollen und das neue Wayland so aufbauen, dass diese einfach darauf laufen. Das hätte so viele Probleme von Start weg verhindert. Auch der Hinweis auf die Sicherheit fällt hier weg. Wie viele Programme nutzen denn die Netzwerktransparenz? Wenn, dann nur über den Parameter --display. Da aber, nach der Installation von xorg-server diese Transparenz ohnehin abgeschaltet ist weist das stark darauf hin, es wird eigentlich nicht genutzt. Von daher tut es auch in der Regel nicht weh, wenn der Parameter ins leere läuft.

    Die Idee von Wayland ist gut, die Umsetzung schlecht. Meiner Meinung nach.

    Mahlzeit!

    Heute Morgen dachte ich, ich bin nun auch ein Fall von Updateproblemen oder so von meinem Arch geworden. Gestern Abend lief mein Futro noch einwandfrei, heute konnte ich ihn nicht erreichen.

    Mein erster Gedanke war, aus und wieder einschalten. Das ist nicht meine bevorzugte Methode, aber da der Futro an nichts angeschlossen ist und wenn ich ihn dann mit ssh oder vnc nicht erreichen kann, ist das der schnellste Weg.

    Nichts. Keine Verbindung. Okay. Also Monitor dran geknüpfelt, Tastatur dran und über den HDMI Grabber dann auf den Computer geholt. Hmm. Läuft doch ganz normal. Eingeloggt und siehe da, kein Netzwerk. Sehr komisch. Kabel sind drin, Hub blinkt, warum funktioniert das denn nicht? Updateproblem? War eigentlich unwahrscheinlich, aber sicher ist sicher. Also mit dem WLan verbunden, was ein Glück das ich das Modul eingebaut habe, Update drüber, nichts.

    Ich habe gedoktort wie ein Grossen, dass Internet links gemacht und dabei dann auch ein paar Dinge gelernt. Aber nichts führte zum Ziel.

    Nach einiger Zeit war ich dann an dem Punkt wo ich dachte, vielleicht ist es ja wahr, dass Arch durchaus zicken kann, es ist Sonntag, gönne ich mir eine Neuinstallation. Dürfte ja bekannt sein, dass das kein Hobby von mir ist. Aber gut, wenn es sein muss. Also Stick rein, gebootet und mal aus Spass versucht meine Seite anzupingen. Ach, schau an. Auch mit dem Stick kein Internet? Merkwürdig.

    Nahe liegender Gedanke, Die Netzwerkkarte im Futro hat eine Macke. Schlecht, denn die kann man so schlecht ausbauen. Schnell geschaut, was eine USB-Lösung kosten würde und oh je. Paar Euronen mehr und ich kann mir einen besseren Futro kaufen. Gebraucht natürlich. Aber Ausgaben stehen bei mir aktuell nicht auf dem Programm, weil Weihnachten, Kinder und so ein Zeugs. Also Plan verworfen und geschaut, ob ich da nicht doch was regeln kann.

    Nach einigem Hin und Her kam ich dann mal auf die Idee, den Futro an meinen anderen Hub anzuschliessen und oh Wunder, funktioniert. Ich hab den erst genannten Hub dann mal gecheckt und siehe da, der ist das Problem. Der hat sich offensichtlich verabschiedet, warum auch immer.

    Fazit: Anstatt die Ursache erst einzugrenzen, dachte ich zuerst an ein Problem mit Arch. Wenn das Installationsmedium von Arch direkt eine WLan Verbindung aufgebaut hätte, hätte ich wohl unbegründet die Kiste neu gemacht.

    Ich sehe das mal so und stimme mit einigen Vorrednern ein. Wenn man sich anfängt Gedanken drum zu machen, ob eine Distribution wegen ihrer vielen Updates in kurzer Folge zu viel Strom verbraucht, sollte man da nicht halt machen und schauen, was da noch so alles Strom erbraucht. KI wurde schon genannt. Aber jede Suchanfrage über eine Suchmaschine verheizt ebenfalls Strom ohne Ende. So tolle Dinge wie Alexa, die den ganzen Tag tapfer den Gesprächen im Haus lauschen und per KI analysieren, ob da vielleicht mal das Wort Alexa fällt, sind jetzt auch nicht gerade ohne. Türkameras oder Hausautomation über Server frisst auch genug für wenig Gegenwert.

    Ja, Arch gibt jeden Tag sehr viele Updates frei. Wie ja aber auch schon gesagt wurde, die muss man ja nicht sofort installieren. An meinem Hauptrechner mache ich es 1x am Tag, mein Futro 1x am Wochenende und beide laufen ganz brav vor sich hin. Der Rechner meiner Frau irgendwann mal. Ob man nun die aktuellste Version von der Software braucht? Da ich selbst Software entwickle sage ich hier ja. Denn es gibt einen Grund für diese Update. Neue Funktionen, Bugfix usw. Die Leute, welche die Updates bereit stellen, machen das ja nicht aus Langeweile. In der Regel soll die eigene Software keine Fehler haben und immer besser werden. Von Nutzerseite kann man das selbst entscheiden.

    Ich bin nur der Meinung, wenn man anfängt da wegen Energieeffizienz den Rotstift anzusetzen, dann bitte nicht willkürlich. Dann bitte einmal durch alle unsinnigen Verbraucher gehen. Back to the 90, würde ich da mal sagen. Denn im Endeffekt müsste man das Internet weg kürzen, um konsequent zu bleiben.

    Das ist das selbe Spiel wie mit den Eletroautos wo als Argument gerne genannt wird, wenn auf einmal jeder seine Verbrenner gegen Elektro tauscht, wo soll denn der Strom herkommen? Da wird auch nicht dran gedacht, wie viel Strom für den Sprit drauf geht. Fängt bei den Pumpen fürs Öl an und geht bis zu den Raffinerien. Es gibt eine schöne Studie, die das berechnet hat und schau an. Keine Verbrenner, keine Raffinerie, mehr Strom für E-Autos, als gebraucht wird.

    Ich habe beim besten Willen nichts dagegen, wenn sich jemand über seinen Stromverbrauch Gedanken macht. Auch im Sinne von Arch oder Cloud oder Suchmaschinen oder KI. Das ist aber so willkürlich, wie ich finde. Das, was einem das Leben bequem macht, da ist es anscheinend in Ordnung. In anderen Punkten dann wieder böse.

    Von daher ist meine Meinung, wer Suchmaschinen und/oder KI nutzt, der braucht sich über den Verbrauch seines Betriebssystems keine Gedanken zu machen.

    Ich hab das mit dem appimage-builder gemacht. Aber eben für C++, wo ich das Programm erst kompiliert habe und dann daraus ein Appimage gebaut habe. Da waren dann sofort die benötigten Abhängigkeiten und das alles mit dabei. Wie das mit Python geht, da habe ich leider keine Ahnung. Mit C++ war es auf jeden Fall sehr simpel.

    Ich dachte eher an ein Git-Repositorie

    Denk dran, dass da hin und wieder die Rechte crashen können. Das ist mehr etwas für Bastler, die dann auch wissen was sie tun. Meiner Meinung nach.

    wenn es nur für eine Distro wäre

    Bin ich voll bei dir. Als ich mein WSC veröffentlich habe, stand ich vor dem gleichen Problem. War am Anfang total ambitioniert, da für alle grossen Distributionen ein Paket zu bauen und habe dann ganz schnell festgestellt, dass ist mehr Aufwand als das Programm selbst. Also ja, ich kann dich verstehen. Du kannst aber ein Paket für Void zusammen bauen und auf Git genau erklären, wie man dein Kassenbuch aus Git heraus installiert. Bei Programmen mit Mehrwert erscheinen die Installer in den Paketquellen dann oft von alleine.

    Appimage - daran habe ich noch gar nicht gedacht

    Das war schlussendlich auch meine Wahl. Keine Gedanken mehr an Abhängigkeiten, keine Installation, keine Pakete, kein Gedanke an entfernen.


    Ich hab es jetzt unter Arch installiert. Installation läuft sauber durch, Programm startet einwandfrei. Alles ist anwählbar, scheint also zu funktionieren.

    ich muss noch schauen wie ich das mit Updates machen kann, wenn jemand Ideen dazu hat - immer her damit,

    Da gäbe es verschiedene Möglichkeiten. Ideal wäre es, wenn es über den Paketmanager installiert wird. Dann könntest du es einfach in die Paketquellen packen, ich nehme an, die anderen Distributionen haben auch so etwas wie AUR und das würde dann automatisch auf Updates prüfen. Der Aufwand ist dann aber wahrscheinlich gross.

    Alternative wäre ein App-Image und du lässt das Kassenbuch selbst prüfen, ob es ein Update gibt. Dann lädt man sich das einfach runter und fertig.

    Ziemlich gering. Ja, es wäre durchaus möglich, wie hier ja schon in einem anderen Post besprochen wurde, über X11 in ein System einzubrechen. Dafür muss aber, manuell, die entsprechende Funktionalität in X11 auch aktiviert werden, die ist standardmässig aus. Zudem muss es auch, wie bei Claws beschrieben, auch eine entsprechende Anwendung eine Lücke aufweisen, die ausgenutzt werden kann.

    Aus meiner Sicht heisst das, wenn eine ganze Reihe ungünstiger Umstände zusammentreffen, wäre ein Angriff über X11 definitiv möglich. Da aber nur der, der auch wirklich das weiterleiten von Anwendungs-GUIs haben möchte, wie ich zum Beispiel, hat diese Funktion überhaupt aktiv. Es hat sich aber, soweit meine Erfahrung das hergibt, mittlerweile die Nutzung von VNC oder einer Alternative heute als Standard durchgesetzt. Warum auch immer man für die Milch immer die ganze Kuh übertragen will. Demnach sehe ich es bei nur einer Minderheit diese Funktion als aktiviert und demnach würde ich die Gefahr von X11 als sehr gering einschätzen.

    Demzufolge sehe ich in dieser Hinsicht keinen Vorteil von Wayland.

    Du hast aber überall das gleiche Problem. Entweder du lässt alles in seinem eigenen Container oder seiner Sandbox oder was auch immer werkeln und bist sicher oder du gewährst ihm dann doch Zugriff auf dein Home oder noch mehr und dann wars das wieder mit der Sicherheit.

    Das erinnert mich aber auch stark an einen OWU, den ich mal kannte. Er hatte die perfekte Lösung, um nie in irgendeiner Form gehakt werden zu können. Er hat einfach sein Netzwerkkabel aus dem Computer gezogen. Ich habe ihm versucht zu erklären, dass das wirklich eine der besten Verteidigungen gegen Angriffe ist, er dann aber eben nicht mehr im Internet ist. Ein paar Tage später hat er dann gefragt, ob ich ihm bei einem Problem helfen könnte. Denn seit ein paar Tagen könnte er seine E-Mails nicht mehr abrufen. Ich habe ihn dann gefragt, ob er denn das Netzwerkkabel wieder rein gesteckt hätte. Nein, schliesslich will er ja nicht ins Internet. Mein erklärungsversuch, ihm das dann nahe zu bringen, ist gescheitert, denn was hat denn E-Mail mit dem Internet zu tun?

    Oder auch ein kleines Spielchen bezüglich Spitzfindigkeiten. In der Kneipe, in der meine Frau gearbeitet hat, wurde immer laut nach W-Lan gerufen. Solchen Leuten kann ja geholfen werden. Ich habe dann dort einfach eine Fritzbox hin gestellt und das W-Lan frei zugänglich gemacht. Ach, was waren die Leute so happy. Allerdings haben sie dann schnell gemerkt, dass sie gar nicht ins Internet kommen. Tja, sie wollten ja nur W-Lan und das haben sie bekommen.

    Das ist so ein Containerdings, soll eben sehr sicher sein.

    Ist es von der Idee her ja auch. Ein Browser, der in seinem eigenen Container vor sich hin läuft, kann keine Daten vom System ausspionieren. Ein E-Mail Client in seinem Container kann noch so viele Viren und Trojaner einspielen und dennoch wird nichts verschlüsselt oder geht verloren. Zur Not den Container löschen und neu bauen und schon ist alles wieder Clean.

    Wäre da nicht das kleine aber feine Problem, dass man ja doch ganz gerne übergreifend mit den Containern arbeiten will. Was nützt es denn, wenn man über den Browser eine ISO runter lädt, eine virtuelle Maschine aber nicht drauf zugreifen kann usw. Also gibt es dann Wege, wie diese ganzen Container auch untereinander interagieren können und schon ist man genauso unsicher wie vorher.

    Ich habe jetzt die Lösung gefunden. EasyEffects. Einfach starten, die automatische Verstärkung aktivieren, fertig. Endlich Filme schauen, ohne dass einem entweder die Ohren wegfliegen oder man nichts versteht.

    Benötigt jedoch Pipewire, falls noch jemand, wie ich, noch mit Pulseaudio unterwegs ist.

    was wollte der dichter uns damit sagen

    Ich frage mich da gerne, ob die Drogen in dem Moment nicht genug oder zu viel gewirkt haben. Damals schien mir das ja eine gute Lösung für eine Aufgabe zu sein. Heute sieht das eher so aus, als hätte ich versucht ein Auto zu lenken, indem ich Rechts oder Links den Fuss zum bremsen raus stelle. Aber gut. Nennt sich Erfahrung.

    das script wurde so groß und unübersichtlich das ich mich entschieden habe einzelne "Module" zu bauen

    Du entwickelst dich immer mehr zum echten Entwickler. Warte mal ab, wenn eines deiner Projekte von heute die nächsten Jahre aktiv bleibt, wie dann der Code auf dich wirkt. Ich schüttle so oft den Kopf über mich, wenn ich meinen Code von vor 5 Jahren sehe.

    Wo wie ich es geschrieben habe, funktioniert es bei mir immer. Den NetworkManager muss man eben, nachdem man nach der Installation in Arch gebootet hat, noch starten. Ein Punkt, der mich gelinde gesagt bei meiner ersten Installation von Arch um den Verstand gebracht hat. Alles installiert, aber kein Netzwerk. Das hat mich dann wieder darauf gebracht, dass man klar im Vorteil ist, wenn man lesen kann. Ich hatte zwar brav mit systemctl den NetworkManager gestartet, aber noch unter chroot. Das sagt einem dann, dass es unter chroot aber nicht funktioniert. Nur hätte ich die Ausgabe auch lesen sollen anstatt anzunehmen, jetzt ist alles unter Dach und Fach.

    Ja gut, man lernt aus Fehlern. Vielleicht nicht beim ersten Mal, aber man lernt.