wir werden ja sehen wie die Entwicklung weiter geht
Im Trugschluss der verlorenen Kosten. Es ist schon so viel Entwicklungszeit in Wayland geflossen, alles wegwerfen und neu machen wird nicht passieren. Das Resultat am Ende wird ein Flickwerk sein, was vieles der schönen neuen Welt einfach kaputt macht.
Neue Dinge brauchen immer Zeit
Das ist absolut richtig. Es ist schon schwer, aus weniger komplexen Programmen die Kinderkrankheiten loszuwerden. Wenn man dann noch merkt, dass die schöne, neue Idee nicht von allen Seiten unterstützt wird, muss man anfangen zu basteln. Wayland wird sich durchsetzen. Nicht durch Akzeptanz, sondern durch Zwang. Irgendwann werden die Symptome der Probleme behoben sein, nicht aber die Probleme selbst. Was dazu führt, dass am Ende ein Programm bei raus kommt, was wieder viele unelegante Schlenker in sich vereint. Dann hat man letzten Endes nicht viel gewonnen.
Ich bleibe bei meiner Meinung. X11 neu bauen und sauber halten ist ein sehr wichtiger Schritt. Dabei aber alles gängige über den Haufen werfen und einfach alles neu machen ist einfach Schrott. Wayland hätte von Anfang an zu X11 kompatibel sein müssen. Natürlich alles modern und schlank aufgebaut. In meinen Augen hätte man sich die ganzen Desktops nehmen sollen und das neue Wayland so aufbauen, dass diese einfach darauf laufen. Das hätte so viele Probleme von Start weg verhindert. Auch der Hinweis auf die Sicherheit fällt hier weg. Wie viele Programme nutzen denn die Netzwerktransparenz? Wenn, dann nur über den Parameter --display. Da aber, nach der Installation von xorg-server diese Transparenz ohnehin abgeschaltet ist weist das stark darauf hin, es wird eigentlich nicht genutzt. Von daher tut es auch in der Regel nicht weh, wenn der Parameter ins leere läuft.
Die Idee von Wayland ist gut, die Umsetzung schlecht. Meiner Meinung nach.