Beiträge von diabolusUmarov

    eine Distro braucht nunmal gar keine Berechtigung

    Nein. Die Möglichkeit, sich was eigenes zu bauen und das anderen zur Verfügung zu stellen ist schon eine wirklich tolle Sache. Es kommt nur oft, wahrscheinlich unbeabsichtigt, egoistisches Verhalten hinzu. Die Distribution hat ein selbst entwickeltes Tool, was unter Umständen wirklich der Hammer ist, es gibt es aber nicht als Paket, sondern nur in dieser Distribution und das finde ich oftmals sehr schade.

    Leider weiss ich nicht mehr genau, welches Tool das damals war. Das habe ich aber bei einer Distribution entdeckt, wo ich noch Videos über eben solche gemacht habe. Das war spitzenklasse. Aber, fest in die Distribution geknotet. Sprich, kein Quellcode, nichts. Das hätte ich mir sofort in mein Arch gebastelt, aber ging eben nicht.

    Bedarf habe ich auf jeden Fall. Deshalb hab ich Weihnachten 2024 selbst schon so etwas gebaut. Mit E-Rechnung und ZugFerd. Ist auch jetzt schon in einer frühen Alpha bei mir im Einsatz. Leider im Moment stark vernachlässigt. Läuft nur für Kleingewerbe usw. Die Zeit eben.

    Deine Variante sieht aber echt toll aus.

    Ich schliesse mich der Meinung an, dass viele Distributionen Schrott im Sinne von Unsinn sind. Jemand oder eine Gruppe ist der Meinung, zu einer "Stamm"-Distribution könnte man doch hier da und dort was ändern, macht eine Distribution und haut die Raus. Es ist ja relativ einfach und ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, ein HirnfreiOS zu erstellen. Aber nicht als eigene Distribution für jedermann, sondern als Distribution zu meinen Videos wie das mit den Mikrocontrollern. Wo dann alles schon so installiert und konfiguriert ist, wie in den Videos und der geneigte Nachmacher sich da nicht mehr drum kümmern muss.

    Ich sehe allgemein darin aber ein Problem. Heute ist jemand Feuer und Flamme für seine eigene Distribution, bastelt viel dran rum und veröffentlicht diese. Beim Pinguin in den Videos habe ich viele sehr nützliche Tools bei verschiedenen Distributionen gesehen. das Problem ist dann, so nützlich wie die sind, was bringt es einem? Man muss dafür diese Distribution installieren, die aber vielleicht nicht dem gewünschten Unterbau entspricht oder der Rest einem nicht zusagt.

    Zum Einen wird dadurch der Wald von Distributionen immer unübersichtlicher und nahezu jede ist die beste, schönste, schnellste und am Besten fürs Gaming optimierte Distribution. Wie soll man sich da entscheiden, ausser Videos wie die vom Pinguin schauen?

    Zum Nächsten, wie oft kommt es vor, dass die Maintainer zu Beginn total Happy sind und ihre ganze Freizeit in ihre Distribution stecken, dann aber keine Lust mehr haben und das Ding verschimmelt? Ich will gar nicht wissen, wie viele nützliche Tools auf diese Weise schon untergegangen sind.

    Da kommt der Part mit dem "zu viele Köche verderben den Brei". Viele dieser Maintainer täten besser daran, für besehende und gepflegte Distributionen Tools, Designs und Co zu entwickeln und nur diese zu Pflegen. Oder noch besser, wie es ja bei den Desktops üblich ist, siehe Cinnamon, wenn etwas funktioniert, auch anderen Distributionen zur Verfügung stellen. Ich bin der Meinung, auf diese Weise wäre das Know-How dieser Leute weit besser angelegt, als mit einer eigenen Distribution.

    Selbstredend ist nicht jede Distribution unsinnig. Manjaro zum Beispiel habe ich auch schon lange benutzt, auf einem meiner Laptops und das lief ganz hervorragend. Nichts da mit händischem Einrichten. Es sah gut aus, hatte alles notwendige an Bord usw. Oder eben auch der Pinguin. Wie ich gerne sage, seine Arbeit ist in meinen Augen grandios. Void ist toll, keine Frage. Aber wenn selbst ich, der ja doch schon etwas Erfahrung mit Linux hat, bei viele Punkten erst einmal stöbern muss, wie man das nun in Void realisiert, dann ist das definitiv nichts für einen Anfänger. Denn ich bin der Meinung, Void setzt schon wissen voraus. Selbst die Installtion von Gentoo wird da besser erklärt und man lernt auch sofort dabei. Erst durch die Arbeit zum Beispiel vom Pinguin, wird Void für eine breitere Masse einsatztauglich. Der Unterschied in meinen Augen ist, da will nicht jemand von einer super funktionierenden Distribution jetzt seine eigene, beste, schönste, irgendwas Distribution bauen, da er das ja alles besser kann als die Anderen, sondern hier wird ein schwierig zum produktiven Einsatz zu bringendes OS zu einem Massentauglichen gemacht. Sollte ich mal etwas zu Void ergänzen wollen, würde ich auf jeden Fall erst beim Pinguin nachfragen, ob er das bei sich einbauen will. Was neues starten würde ich nicht.

    Bin halt noch am schauen bezüglich guter Filterlisten.

    Da stellt SemperVideo meines Wissens nach auch etwas zur Verfügung.

    Aber, ein Pi4 nur für PiHole? Das tut mir in der Seele weh :rolling_on_the_floor_laughing:. Wenn ich überlege, dass auf meinem 3B+ über lange Zeit Nextcloud, Homeassistant, Gitea, Whoogle, OctoPi und noch ein paar Dinger gelaufen sind.

    Okay, ist aber besser wie nur rumliegen.

    also da gibt's noch mehr die an void basteln

    Das wundert mich nicht. Leider ist es aber auch das, was ich oft bemängele. Viele haben echt was drauf, aber jeder kocht sein eigenes Süppchen. Dann hat der eine was wirklich gutes eingebaut, dann aber keinen Bock mehr und seine Leistung geht vor die Hunde.

    Wenn ich jetzt der Meinung wäre, Void muss ganz dringend dies oder das benötigen, würde ich mich mit dem Pinguin zusammen setzen, anstatt selbst was zu basteln.

    Das ist aber auch wieder nur meine Meinung zu der Geschichte.

    Ich würde den Vergleich etwas abändern. Man kann in einem voll eingerichteten Loft wohnen oder sich sein Haus selbst nach seinen Vorstellungen bauen und einrichten.

    Recht hast du mit der Aussage, dass es bei Rechnern heute egal ist. Reicht der Platz nicht, kauft man sich mehr.

    Um bei meinem Vergleich zu bleiben. Nimmt man ein voll ausgestattetes Loft ist zwar alles vorhanden, aber alles so wie man will? Man liest hier ja nicht selten, dass der eine diese Probleme hat, der andere wieder andere. Ich hab keine. Distributionen wie Manjaro, Mint und Co, da gibt es hier Anpassungen, da wurden Einstellungen geändert, dort was hinzugefügt usw. Das ist wie eine Blackbox. Es ist drin, man sieht es aber nicht. Wobei ich jetzt nicht von optischen Anpassungen spreche. Das ist nichts schlechtes. Nur ist die Fehlerbehebung, wenn es Fehler gibt, dann deutlich komplizierter.

    aber könnte es daran liegen, dass ubuntu ja heutzutage mit wayland läuft und arch oder manjaro evtl noch nicht?

    Undwahrscheinlich. Nicht die Distribution entscheidet über die Grafik, sondern, vereinfacht gesagt, der Desktop. Ich glaube auch nicht, dass es an Wayland liegt, denn als das Gnome-Update kam war ich zuerst wegen der merkwürdigen Schrift irritiert.

    Kann jemand mal ein Ausschnitt mit Schrift von einem Ubuntu Desktop schicken? Ich würde gerne vergleichen.

    zugegeben oft mühsam

    Nur, wenn man öfters neu installiert. Wie ja schon erwähnt, mein Arch läuft seit fast 6 Jahren. Da war nur einmal einrichten nötig und wenn ich es auf einen Laptop installiere, dann auch nur mit den Programmen, die ich darauf. Ich bin da weniger auf "Wohlfühl"-Umgebung aus als mehr auf gezielten Einsatz. Von daher habe ich mit dem Einrichten keine Probleme. Einmal und gut ist.

    Puh. Das könnte ich dir jetzt gar nicht beantworten. Ich installiere Arch, danach den Grafikkarten-Treiber, falls notwendig, setze die Auflösung und dann sieht alles prima aus. Egal jetzt auf meinen drei Monitoren oder den diversen Laptops. Unscharf ist da eigentlich nichts. Ich meine mich zu erinnern, dass ich irgendwann gaaaaaaanz am Anfang bei Fedora so ein Problem hatte, wo die Schriften verwaschen waren. Aber um eine Lösung habe ich mich da auch nicht gekümmert, da mir Fedora sehr schnell nicht zugesagt hat.

    Da wäre aber auch noch die Frage, welche Auflösung verwendest du? Ich maximal FullHD.

    Arch Linux mit minimalen Änderungen / Zusätzen.

    Das Spiel können wir wahrscheinlich endlos treiben :1f609:. Denn genau das will ich auch nicht. Wenn im System irgendwas geändert wird, dann mache ich das und weiss dann auch, was da wo geändert wurde. So ganz falsch kann das ja nicht sein, da meine Installation ja in Richtung 6 Jahre ohne einen Problemfall geht.

    Allerdings muss ich auch dazu sagen, meine Methode ist wohl eher die weniger vertretene. Die meisten Leute in meinem Umfeld, interessieren sich gar nicht wirklich für das OS. Es muss einfach nur laufen. Das die dann keine Lust haben, nach der Installation erst noch alles mögliche einrichten zu müssen, kann ich durchaus nachvollziehen.