Beiträge von Kirutin

    Wow, ich habe mir gestern endlich mal die PinguinTV XFCE Void ISO angeschaut.

    Und ja… was soll ich sagen, was noch nicht gesagt wurde? Das Ding ist einfach spitze. Für normale Alltagsdinge muss man da gefühlt wirklich nicht mehr ins Terminal abbiegen.

    Sehr rundes Ding. I like! 😄

    PS: tojacket langsam verstehe ich dich wegen xfce. :face_savoring_food:

    Ich habe bisher keine für mich funktionierende Anleitung gefunden.

    Meine Vorstellung Void base installieren und dann Hyprland installieren. Noctalia Shell, wofi, etc.

    Ich würde dir Hyprland auf Void ehrlich gesagt aktuell nicht unbedingt empfehlen.

    Ich habe bisher kein Repo gefunden, das wirklich einen aktuellen Hyprland-Stand anbietet. Vielleicht hast du da mehr Glück, aber das, was ich gefunden habe, wirkte eher veraltet.

    Was ich dir eher empfehlen würde: Schau dir mal Niri an. Das ist offiziell in den normalen Void-Repos verfügbar und dürfte deutlich weniger Kampf sein.

    Dazu könntest du dann Noctalia über das externe Noctalia-XBPS-Repo einbinden:

    Installation getting started for Noctalia v4 | Noctalia Docs
    Start here to set up and use Noctalia. Learn setup details, recommended options, and practical guidance for Installation in Noctalia v4.
    docs.noctalia.dev

    Darüber bekommst du "noctalia-shell" und "noctalia-qs". Einen extra Launcher wie wofi, rofi oder fuzzel brauchst du dann nicht zwingend, weil Noctalia selbst schon einen Launcher und auch Wallpaper-Funktionen mitbringt.

    Also vielleicht eher:

    Niri aus den offiziellen Repos

    Noctalia über das Noctalia-Repo

    gegebenenfalls noch eine Session für deinen Session Manager anlegen, falls das nicht automatisch passiert

    Ansonsten habe ich dir per PN den Link zu meinem Codeberg-Repo geschickt. Da habe ich meine Versuche von Mittwoch dokumentiert. Bitte aber wirklich nur als frühe Alpha/Übersicht verstehen und nicht blind aufs System werfen, soll für dich eher eine Übersicht über die Abhängigkeiten von Hyprland bietet.

    Und übrigens, freut mich dass die der Text gefallen hat.

    VOID ist wie ein Hund aus dem Tierschutz der geschlagen:thumbs-down: wurde...


    Ja, der Vergleich passt erschreckend gut 😄

    Ich glaube, mein Problem ist, dass ich immer direkt versuche, dem Tierschutz-Hund ein Raketenrucksack-Geschirr mit Hyprland und Noctalia anzuziehen. Dass er mich dann erstmal in die Hand beißt, ist vermutlich nicht völlig überraschend. 😅

    Was macht man, wenn das Auto einen neuen Zahnriemen und neue Stoßdämpfer braucht, deshalb in der Werkstatt hockt und man sich frei genommen hat, weil man keine Lust hat, 90 Minuten mit den Öffentlichen zu fahren, obwohl man mit dem Auto gerade mal 17 bis 20 Minuten braucht?

    Richtig.

    Man startet ein kleines Nebenprojekt.


    Ich habe mich vor einiger Zeit dazu entschlossen, auf meinem alten Laptop von 2011 statt Debian mal Void zu installieren. Irgendwie erschien mir das sinnvoller: lieber langsam rollend unterwegs sein, als den Kleinen alle paar Jahre mit einem größeren Versionssprung zu quälen.

    Also habe ich erstmal auf dem Main-Rechner Void auf eine externe Platte geklatscht, ganz klassisch mit der offiziellen Void-ISO mit XFCE. Soweit so gut. Die Installation lief brav durch, danach wurde Void entspannt aktualisiert.

    Und da war ich tatsächlich erstmal baff: Die ISO ist gefühlt fast anderthalb Jahre alt, ich habe sogar erst die lokale Version installiert und danach aktualisiert — und es lief einfach problemlos durch. Keine Explosion. Kein Paketmanager, der in Flammen aufgeht. Einfach Update. Frech.

    Da war ich natürlich erstmal hochmotiviert.

    Das Problem: Bei meinen letzten Void-Ausflügen bin ich öfter mal auf die Schnauze gefallen, weil Hyprland nicht offiziell in den Void-Repos liegt. Mit Fremdrepos hatte ich dann öfter das Vergnügen, dass normale Void-Updates plötzlich schwierig wurden, weil der Hyprland-Stack gerne mal Mischmasch macht. Vielleicht bin ich auch einfach zu dämlich für Paketmanager, will ich gar nicht ausschließen.

    Jedenfalls kam ich auf die glorreiche Idee:

    Bauste dir den Scheiß halt selber zusammen.

    Wie gesagt: Ich war noch motiviert.

    Also Hyprland-Repo geklont und angefangen zu basteln. Nur baut man bei Hyprland eben nicht „mal eben Hyprland“. Da hängen gefühlt 37 kleine Hypr*-Puzzleteile dran, die alle gerne in genau der richtigen Reihenfolge, mit genau den richtigen Versionen, genau den richtigen Patches und genau der passenden Laune gebaut werden möchten.

    Ein bisschen wie IKEA, nur dass die Anleitung aus CMake-Fehlern besteht.

    Zwischendurch durfte ich mich dann mit Dingen wie GCC-/libstdc++-Eigenheiten, fehlenden Funktionen, kleinen Source-Patches und dem üblichen „warum zur Hölle findet er diese Library jetzt wieder nicht?“-Ballett beschäftigen.

    Nach fast jedem Puzzleteil war irgendwo Handarbeit nötig. Ich bin dabei nur leicht wahnsinnig geworden.

    Aber naja: Was man anfängt, muss man auch zu Ende bringen.

    So oder so ähnlich.

    Ganz ehrlich: Es ist ein Wunder, wenn ich mal etwas zu Ende bringe. Passiert ungefähr so oft wie ein wirklich entspannter Kernel-Build bei Vollmond.

    Nach ungefähr fünf Stunden Hin und Her stand der Hyprland-Stack dann endlich. Fehlte nur noch eine einigermaßen vernünftige hyprland.lua.

    Zum Glück habe ich davon gefühlt eine Massentierhaltung. Also irgendeine genommen, etwas angepasst, in ~/.config/hypr/ geworfen und siehe da: Es funktionierte halbwegs.

    Aber ich sage es euch: Void hasst mich, glaube ich.

    Was bei Ubuntu ungefähr eine Stunde gedauert hat, hat bei Void fünf Stunden gedauert. Gut, sei’s drum. Ich wollte es ja so.

    Dann fehlte natürlich noch Noctalia.

    Und weil ich Hyprland ja schon selbst gebaut hatte, dachte ich mir: Wenn quälen, dann richtig.

    Also Noctalia auch noch selbst gebaut. Das war gar nicht mal so nervig wie Hyprland, aber gut, da hängen auch weniger Einzelteile dran. Trotzdem gab es wieder kleine Nettigkeiten: fehlende Qt-Abhängigkeiten, QuickShell/Noctalia-QS-Gedöns und dieses typische „ach, das Binary heißt jetzt hier anders als erwartet“-Gefühl.

    Danach kam noch der Runtime-Kleinkram. Portale, Polkit-Agent, PipeWire, LightDM-Session und dieser schöne Moment, wenn man von XFCE Richtung Hyprland wechseln will und plötzlich merkt: alte Sitzungsreste sind auch nur Geister mit Prozess-ID.

    Nach rund acht Stunden — nein, nicht komplett am Stück, um Gottes willen, dann wäre ich endgültig durchgedreht — hatte ich am Ende einen reproduzierbaren Hyprland-&-Noctalia-Baukasten für Void.

    Mit Build-Skripten, Runtime-Wrappern, LightDM-Session, Dotfiles, generischer Hyprland-Konfig und einer Kiru-NVIDIA-Konfig. Also nicht nur „läuft irgendwie lokal“, sondern eher „könnte man tatsächlich nochmal nachbauen“.

    Aber den Nerv, das Ganze heute noch auf den alten Laptop zu schaufeln, habe ich nicht mehr.

    Warum schreibe ich das alles?

    Wahrscheinlich, um mich abzureagieren und mir den Build-Frust von der Seele zu tippen. Funktioniert bei mir ganz gut.

    Wenigstens ist es mir gelungen, den XFCE- und Void-Geist farblich irgendwie nach Hyprland und Noctalia mitzunehmen. Dieses dunkle, grünlich-tealige Void-Gefühl ist geblieben, nur jetzt mit schickerer Shell und deutlich mehr selbstverschuldetem Schmerz im Hintergrund.

    Danke und sorry, falls ihr euch das wirklich bis zum Ende durchgelesen habt.

    Ich habe PikaOS auch mal kurz angeschaut, natürlich die Hyprland-Version. Leider hat mich der Installer schon am Anfang ziemlich genervt, sodass ich danach nicht mehr wirklich motiviert war, mich tiefer mit dem System zu beschäftigen. Am Ende hat es deshalb keine zwei Stunden auf meiner Platte überlebt. 😅.

    Hoffe du hast da mehr Spaß dran als ich HerrRossi 🙏

    Okay, da ich ja bekanntlich Ubuntu-User bin, gehöre ich dann wohl zur dunklen Seite von Open Source. :grinning_face_with_sweat:

    Oder wie Yoda sagen würde:

    „Kiru, der dunklen Macht du dich verschrieben hast. Kein gutes Ende das nehmen wird.“

    Ich spüre schon, wie irgendwo ein Debian-Jedi traurig den Kopf schüttelt. :1f644:

    Die Frage war mit einem Hintergrund von mir, mich hat ein Entwickler von Neko Void angeschrieben ob ich nicht Lust hätte bei ihnen mit zu machen. Das ist für mich zum überlegen, denn dann müsste ich selber keine ISO's mehr bauen, keine Webseite ständig anpassen und könnte mich ganz um meine Tools kümmern.

    zusätzlich gibt es ja von denen auch einiges was ich brauchen könnte

    Uff, das kann schon eine ziemlich harte Überlegung sein, bei der man verdammt viel berücksichtigen muss. :exploding_head:

    Ich wünsche dir einen klaren Kopf, damit du für dich die richtige Entscheidung triffst.

    Ich habe Neko-Void selbst noch nicht ausprobiert, aber dein Video dazu gesehen.

    Mein Eindruck ist: Das ist im Grunde Void Linux mit grafischem Installer, Software-Installer und etwas vorkonfiguriertem Komfort. Also schon irgendwie ähnlich wie deine Projekte, die versuchen, eine eher sperrige Basis etwas zugänglicher zu machen — nur hier eben auf die Otaku-/Katzen-Art.

    Und der Name ist mir als Katzenliebhaber natürlich direkt sympathisch. 😄

    Ich bin mir auch nicht ganz sicher, aber so wie ich das herausgelesen habe, gibt es neben der Xorg-Variante wohl auch eine XLibre-Edition. Das wäre für mich wahrscheinlich der interessanteste Teil dieser Distro, weil es zumindest etwas vom reinen „Void mit Komfortschicht“-Eindruck wegführt.

    Wirklich spannend finde ich das Projekt persönlich aber trotzdem nicht unbedingt, nützlich wirkt es aber schon. Die MATE-Version könnte ganz gut zu meinem alten Laptop passen. Vielleicht schaue ich mir das ja im Urlaub mal an.

    Insgesamt wirkt Neko-Void für mich daher wie ein nettes Nischenprojekt für Leute, die Void interessant finden, aber nicht direkt in den nackten Installer-Keller steigen wollen. Als Alternative zu deinen Sachen ist es auf jeden Fall einen Blick wert.

    Yay 13.0 bringt sinnvolle Neuerungen für Arch-Nutzer, besonders nach den letzten AUR-Sicherheitsdiskussionen.

    Das AUR wird dadurch natürlich nicht plötzlich zum Hochsicherheitstrakt mit Paket-Türsteher. Wer blind alles bestätigt, kann sich weiterhin einen kleinen Paketkobold ins System holen.

    Praktisch ist vor allem, dass Yay nun in Suchergebnissen und Upgrade-Menüs das Änderungsdatum von PKGBUILDs anzeigt. So fallen frisch geänderte AUR-Pakete schneller auf.

    Dazu kommen Lua-Konfigurationen über init.lua und neue Hooks wie UpgradeSelect, AURPreInstall und AURPostDownload, mit denen sich eigene Prüfungen oder Filter einbauen lassen.

    Den vollständigen Artikel von Arindas mit weiteren Details gibt es hier:

    Yay 13.0 für Arch Linux: Mehr Kontrolle nach AUR-Sicherheitsvorfällen - fosstopia
    Technik-Blog für Linux, Unix, Open Source, Cloud Computing, Nachhaltigkeit und Co.
    fosstopia.de

    joo...hab ich auch gemacht* :grinning_squinting_face:: *gemeint ist hier Desktop gestalten...rumspielen...Unfug treiben^^

    Dann bin ich ja wenigstens nicht der Einzige, der Blödsinn im Kopf hat 😁

    Man erkennt zwar nicht viel, aber es sieht definitiv nach Spaß aus. :thumbs-up:

    Oh das ist schon viel Arbeit. Und so ganz von null anfangen? Da wüsste ich jetzt nicht wie es am Besten funktioniert.

    Falls du Ubuntu 26.04 benutzt, warte noch ein bis zwei Wochen. Dann gibt es die erste Alpha der hybruntalia-desktop.deb, die dir den ganzen Kram bequem per Doppelklick über das Ubuntu Software-Center installiert.
    Ansonsten bleibt nur der klassische Weg: GitHub-Repos von Hyprland und Noctalia ziehen und nach Anleitung bauen. Die Anleitungen sind mehr oder weniger brauchbar 😅

    Gestern kam mein neues, na ja eher gebrauchtes Spielzeug an:
    Ein kleines feines Lenovo ThinkPad T14 Gen 2 AMD.

    Damit ich auch mal den Sommer genieße und draußen im Garten Linux-Unsinn treiben kann. :grinning_face_with_sweat:

    Da ich ja jetzt scheinbar Canonical-Anhänger geworden bin ... fiese Sekte, sag ich euch. :face_with_hand_over_mouth:
    Aber die funktioniert für mich halt. :face_savoring_food:

    Also momentan als Projekt-Knecht:

    Ubuntu 26.04 LTS mit Hyprland & Noctalia.


    PS: Kubuntu lebt jetzt schon seit vier Wochen auf meinem Rechner. Definitiv ein neuer Rekord, seitdem ich Linux nutze. :partying_face: