Aber will ich das? Ich möchte nicht rumfrickeln.
Ich verstehe total, wenn Du nicht rumfrickeln willst. Manchmal will man einfach ein System das läuft.
Nur da hat Dich jemand bei der Auswahl Deiner Distro schlecht beraten (oder Du bist vor den falschen Youtube Kanal gerannt):
Arch ist von Haus aus eine "Frickel-Distro".
Sie nennt sich nicht umsonst "Bleeding edge" - also der Vorsprung so weit vorne, dass es blutet.
Da kommen mit Updates Pakete mit, die Dir das System zersägen können.
Und wenn Du dann nicht weißt, wie Du das zurück frickelst, dann hast Du ein System, das nicht mehr läuft.
Noch mal, es ist okay, nur User zu sein. Bin ich zu 98% auch.
Doch dann machen Distros wie Linux Mint zum Beispiel viel mehr Sinn.
Ich nutze das seit 1,5 Jahren aktiv jeden Tag. Das hat einfach jeden Drucker und Scanner von selbst installiert, den ich da dran geworfen habe. Ich brauchte keine Treiber runterladen, nix. Das läuft einfach.
Du hast das größte Software Archiv ever - Mint ist schon riesig UND Du kannst alle debian Pakete nutzen.
Und: Da gibt es auch keine Updates, die Dir was zerhageln können.
Und wie wir ja einstimming in diesem Beitrag hier festgestellt haben: Am Ende ist die Distro ziemlich egal, wenn Du Dir mal Deine DE eingerichtet hast.
Es gibt im AUR keine Prüfung der hochgeladenen Pakete, weil das AUR kein Teil von Arch ist.
Es ist ein User Repository.
Da kann Onkel Helmut was programmieren und hochladen, wenn er lustig ist.
Du kannst Dir das AUR vorstellen, wie eine Linksammlung von kleinen Internet-Seiten, wo jeder seine eigene Software bastelt.
Und solch kritische Sachen wie 1Password würde ich persönlich IMMER von den Entwickler Seiten runter laden.
Denn Du weißt nie, was jemand da vielleicht noch mit reinprogrammiert.
Klar ist auch offizielle Software nicht immer 100% sicher, aber die Chance ist viel kleiner, dass da jemand zum Beispiel alle Deine Passwörter abgreift.
Darum wäre ja dann Mint - oder auch Fedora die viel bessere Wahl: Es gibt offizielle Pakete.
Denn nicht jeder mag sich eigene Pakete bauen. Verstehe ich total.
Doch wenn wir Anwender sind, sollten wir auch eine Anwender-Distro nehmen.
Sonst fahren wir mit einem F1 Auto zum Supermarkt und fragen uns, warum alle 300km irgendwas im Motor ersetzt werden muss. ![]()
Und ansonsten - egal, wie viel hate MacOs bekommt (ich bin ja selbst auch gewechselst von Mac zu Linux):
Was die Sicherheit (nicht die Privatsphäre) angeht, findest Du kaum ein sicheres Betriebssystem. Und da gibt es wirklich ALLE Software. Mit brew dann auch die Nerd-Sachen, wenn man will.
MacOs ist das ultimative "Anwender-OS".
Ansonsten läuft man mit Mint oder auch Fedora als reiner Anwender ziemlich gut.
Und Fedora kann mit wayland ja auch das ganze Chi-Chi, was immer alle so schick finden. ![]()
Nicht traurig und ratlos sein - sondern schauen:
Was will ich mit meiner Distro machen - und dann eine wählen, die für Dich Sinn macht.
Und dann ein fröhlicher Linuxer sein! ![]()
(Oder ein Mac-User wer weiß)