Beiträge von diabolusUmarov

    das Coreutil

    Ach herrje. Das ist, wie ja der Name schon sagt, ein Kernelement. Da darf, ich bin da voll auf deiner Seite, nichts schiefgehen. Hätte ich bislang auch noch bei keiner Distribution erlebt, denn die Maintainer achten in der Regel stark darauf. Ohne das funktioniert sehr viel nicht. Das ist aber auch kein Paket aus AUR. Wenn da also was knallt, haben die Maintainer irgendwas grundlegend falsch gemacht. Deine Meinung dazu ist also absolut Berechtigt. Das würde mich auch aufregen.

    Ich bezog mich aber wirklich auf Software aus AUR. Wie der Name schon sagt, ist es ein User-Repository. Der Maintainer kann zu Beginn feuern und flamme dafür gewesen sein, dann aber die Lust oder die Zeit daran verlieren, weil er es vielleicht selbst nicht mehr nutzt. Dann geht das gerne mal den Bach runter und da ist die Abhilfe damit geschaffen, es einfach zu deinstallieren. In der Regel installiert man auch keine essentiellen Bestandteile der Distribution aus einem UR, egal jetzt bei welcher Distribution. Das sollte auch überflüssig sein, denn solche Dinge gehören in die Hände der Distibutions-Entwickler, nicht in die der User. Da wäre schon das Sicherheitsrisiko viel zu hoch.

    Um ein aktuelles Beispiel zu nennen. Ich habe pamac-full auf meinem Hauptrechner installiert und das hat beim Update eine Abhängigkeit nicht auflösen können. Demnach, Update fehlgeschlagen. Da Pamac aber kein systemrelevantes Tool ist, habe ich es deinstalliert, mein System aktualisiert und danach wieder installiert. Läuft. Zeitlicher Mehraufwand ca. 5 Minuten. Solche Problemchen kann ich in 2025 an einer Hand abzählen.

    Würde so ein Problem jedoch bei pacman auftreten, wäre die Lage schon weitaus kritischer und die Lösung deutlich Zeitintensiver. Ich habe mir mal in meiner Bastel-VM mit Arch pacman geschrottet. Da musste ich dann vom Installationsmedium booten, Festplatte einhängen, mit pacstrap pacman neu drüber bügeln. Das frisst Zeit und wer nicht weiss wie es geht, der steht vor einer faktisch unlösbaren Aufgabe. So etwas darf also nicht passieren, wenn die Distribution für die breite Masse nutzbar sein soll. Passiert eigentlich auch nicht, wenn man nicht anfängt, in Config-Dateien herum zu schrauben nach dem Try&Error-Prinzip und dann bei der Aktualisierung etwas kaputt geht. Das machen normale Anwender ja in der Regel nicht. Würde ich auf meinen produktiven Geräten auch niemals machen, dafür habe ich ja diese VM, wenn mich mal wieder der Basteltrieb packt.

    Warum sollte ich mir dann nicht direkt Debian installieren?

    Da möchte ich mich gerne mal einschalten. Denn diese Frage stelle ich mir sehr oft bei vielen Distributionen auch. Bei Arch und Manjaro, um ein Beispiel zu nennen, ist es logisch. Arch ist roh, da muss man alles selber machen, bei Manjaro ist am Ende alles da und man kann es benutzen. Bei vielen Distributionen verstehe ich es aber nicht. Da ist dann eine, die hat als Unterbau zum Beispiel Ubuntu, da ist der eigentliche Unterbau Debian. Also eine Schicht auf einer Schicht. Warum dann nicht gleich Ubuntu oder Debian nehmen?

    Wenn ich mir die Videos vom Pinguin so anschaue ist die Antwort in vielen Fällen klar. Die Maintainer sagen, mit ihrer Distribution ist alles besser, schöner und natürlich perfekt für Gaming optimiert und in vielen Fällen ist es immer die Beste der Besten der Besten Distributionen. Ich habe da oft den Eindruck, dass viele Distributionen aus einer gewissen Art von Selbstüberschätzung oder Überheblichkeit entstehen.

    Ja, sehr schlechte. Vielleicht, weil ich es auf HDD Festplatten genutzt habe. Aber, die eine crashte und bedurfte einer Neuformatierung und die andere ist seither komplett hinüber. Da das Einzige, was bei denen anders war als bei meinen ganzen anderen Festplatten, eine Nutze ich seit 2007, war eben Btrfs und auf etwas anderes kann ich es auch nicht zurückführen. Die eine, die ich retten konnte, läuft seither mit ext4 und das problemlos.

    Das ist aber nicht schlecht gegen Btrfs geredet. Es ist nur meine Erfahrung damit.

    Das wäre möglich. Bürstet aber den Begriff tmp irgendwie gegen den Strich. Ich verwende in meinen Programmen ja auch so Ordner, aber da ist eben nie was lebensnotwendiges drin.

    Schlussendlich ist es ja auch kein Problem. Wenn man es weiss, lässt man den Ordner eben in Ruhe. Ich dachte aber, wenn ich diese Erfahrung schon gemacht habe, sollte ich sie mal teilen, bevor noch jemand auf die Idee kommt.

    Mahlzeit!

    Ich hatte am Wochenende ein mir bislang unbekanntes Problem. Auf meinem Futro lösche ich regelmässig verschiedene Ordner wie ~/.cache, /var/tmp, /var/log und noch ein paar. Das hat den simplen Grund, der Kleine hat nur 256 GB Festplatte. Das war bislang nie ein Problem und demnach habe ich mir da am Wochenende keine Gedanken darüber gemacht. Nun scheint sich aber in den letzten Wochen irgendwas bei Arch geändert zu haben. Denn, nachdem ich /var/tmp gelöscht habe, gingen erst die Updates nicht mehr, da das Filesystem nicht mehr beschreibbar war und nach einem Neustart blieb die Kiste im Notfallmodus hängen.

    Das war aber recht schnell behoben. Das Arch Installationsmedium gebootet, fsck -y /dev/sda3 laufen lassen, fertig.

    Bei meiner Recherche bin ich leider nur so weit gekommen, dass auch andere User das Problem seit neustem haben. Anscheinend nutzt Arch dieses Verzeichnis mittlerweile ziemlich aktiv, was wohl vorher nicht der Fall war. Ich habe also schön das Verzeichnis gelöscht, während das System da wohl irgendwas drin geschrieben hat und da hat das Filesystem dann irgendwann die Notbremse gezogen. Was genau da jetzt das Problem verursacht hat, kann ich leider nicht sagen. Ich weiss nur, in Zukunft lasse ich das lieber bleiben.

    Bei der Sache wird gerne übersehen, viel die Meisten ist ein PC, wenn überhaupt noch vorhanden, nur ein Werkzeug, was eben funktionieren soll. Das Din soll starten, man will seinen Kram damit machen und wieder ausschalten. Für die ist alles andere komplett uninteressant. Die wissen in der Regel auch gar nicht, was es mit Betriebssystemen und so auf sich hat und wollen es auch gar nicht wissen. Deshalb sage ich ja immer, es macht nur ganz wenig Sinn, den Leuten etwas von den Vorteilen von Linux zu erklären und zu beschreiben, warum ein Umstieg sinnvoll ist.

    Das grösste Interesse an einem Umstieg, zumindest in meinem Umfeld, hat Windows 11 erzeugt mit seinen Vorgaben für die Hardware. Viele wollten einfach keinen neuen PC haben, da ihrer ja noch gut läuft. Davon abgesehen war es bislang immer Perlen vor die Säue den Leuten irgendwas von Vorteilen zu erzählen. Solange der Browser läuft, sind die glücklich.

    Natürlich gibt es auch noch die Hardcore Windowsler. Aber denen kann man auch alles an Vorteilen aufzählen, die bleiben bei ihrem Windows. Ist das gleiche Spiel wie Verbrenner oder Elektro.

    Also, um deine Frage zu beantworten, ja. Den Meisten ist es wirklich egal, was da läuft und die haben kein Interesse, etwas von ihrer Lebenszeit auch nur an einen Gedanken zum Umstieg zu verschwenden.

    1. bin ich kein Entwickler

    Nein? Wenn ich es richtig verstehe, gibt es einen Installer, den es vorher nicht gab und ein Kassenbuch. Deutet für mich auf Entwickler hin, eben im Hobby Bereich.

    2. wer hat schon die Zeit anderen zu helfen

    Da habe ich durchaus positive Erfahrungen gemacht. Wenn man mal an den ganzen "Hast du die SuFu benutzt?" und "Ich goggle das mal für dich" vorbei gekommen ist.

    Ich auch. Aber wenn ich überlege, ich habe da wieder ein Problem, stelle dann meine Frage in einem Forum und muss unter Umständen länger warten, bekomme dann noch eine dämliche Antwort und in der Zeit geht nichts voran. Da hilft mir die KI. Wie ich aber schon geschrieben habe, einfach mal blindlinks dem vertrauen, was die KI so ausspuckt, taugt nichts. Da ist schon echte Intelligenz gefragt.

    Ich habe mittlerweile auch mit einigen KIs gespielt. Deepseek ist für mich mittlerweile komplett raus. Das erfindet mir einfach viel zu viel. Gerade bei Code, also C++, PHP und Javascript kommen da immer Lösungen mit Funktionen bei heraus, die es nicht gibt.

    Noch schlimmer finde ich aber die KI von WhatsApp. Meta oder wie die heisst. Was da ein Schrott raus kommt ist schon ziemlich krass.

    Grok habe ich auch schon versucht. Ist gar nicht mal so schlecht, auch wenn der Ton irgendwie übertrieben ist. Dauernd mit Bro, Buddy und so angesprochen zu werden, ist gewöhnungsbedürftig. Letzten Endes nicht schlimm, aber trotzdem merkwürdig. Auch ist die Einleitung zu den Antworten immer sehr überheblich. Ich kann das, ich bin da Profi usw. Was heraus kommt ist tatsächlich aber ganz gut, auch wenn Grok auch gerne mal Funktionen erfindet, die es nicht gibt. Nein, auch mit Bibliotheken nicht. Das ist ein wenig nervig, lässt sich aber benutzen.

    Dann Gemini. Das ist überraschend gut, auch wenn es auch gerne mal Dinge erfindet. Aber, Code ist da doch ziemlich brauchbar, wenn man weiss, was man tut. Gemini ist allerdings, in meinen Augen, äusserst patriotisch. Ich nutze ganz gerne mal, um Objektivität zu prüfen, den Vergleich F-22 mit Su-57. Da kommt man dem Ding nicht bei. Die F-22 ist top, die Su-57 so na ja. Doch während man bei ChatGPT dann diskutieren kann wenn man darauf hinweist, dass Schwächen auf Seiten der Su-57, wie kein realer Kampfeinsatz usw. auch bei der F-22 gilt, lässt Gemini da keine Kritik zu. Ja, die F-22 hatte auch noch keine echten Kampfeinsätze aber... Also eine objektive Meinung kann ich persönlich da nicht erwarten.

    Mein Fazit bislang ist, ChatGPT hat bei mir die Nase weiterhin vorne, auch wenn das Ding irgendwie an Qualität verloren hat und auch ganz gerne mal was erfindet. Trotzdem kommt der Code, in meinem Fall vorwiegend Javascript, in lauffähiger Version da raus. Das muss ich nur in mein Projekt packen und es läuft. Beim kontrollieren habe ich dabei auch nie irgendwelchen Schwampf gefunden. Das tut was es soll. Besonders gut sind aber die Canvas. Damit vermeidet man einfach, dass bei einer Nachbesserung der ganze Code neu geschrieben wird und wirklich nur das umgebaut wird, was man auch umgebaut haben will.

    Gemini ist da aber auch echt ziemlich gut. Auch da konnte ich bislang den Code immer 1:1 verwenden. Auch bei PHP für mich sehr hilfreich an einigen Ecken. Bei C/C++ hingegen muss man schon aufpassen. Sich da also mal schnell ein Programm zusammen klöppeln lassen, was brav compiliert und einfach funktioniert kann man vergessen. Aber, wenn man nur bestimmte Funktionen haben will, die ein Problem lösen, da schlägt sich auch Gemini wirklich gut. Selbst wenn es um C für das AmigaOS 3.2 geht. Gemini hat mir da schon wirklich helfen können.

    Mahlzeit!

    Ich habe gerade ein wenig Zeit übrig, eigentlich nicht aber ich brauche mal eine Pause und da dachte ich mir, komme ich doch endlich der Bitte meine Tochter nach und baue einen ARK Server. Dazu sei gesagt, ich habe seit einigen Jahren einen VPS-Server, der aber seit einigen Monat ungenutzt ist, aber tapfer bezahlt wird. Dort will ich jetzt schon ewig einen ARK Server drauf packen, da ich ihn für meine Zwecke im Moment eigentlich nicht brauche. Da liefen früher unsere Minetest-Server, Tinc und so drauf, aber das ist mittlerweile alles auf einen deutlich stärkeren Server gewandert.

    So. Server also vom Anbieter neu installieren lassen, natürlich mit Arch, es soll ja stabil sein, Benutzer eingerichtet, free eingegeben und dann, scheisse. Der hat ja nur 6GB. Ich weiss aus Erfahrung, unter 8 GB kann man das vergessen. Mods und die grossen Maps laufen dann nicht.

    Okay. Jetzt ist da ein frischer Server und ich weiss nicht, was ich damit machen soll. Also kam mir die Idee, ich könnte ja endlich mal das testen, was ich seit Jahren testen will.

    Lässt sich ein Headless-Server doch per GUI betreiben, indem man einfach TigerVNC nutzt? Okay. Die Antwort war jetzt nicht ganz so schwer zu erragen. Ja, geht auf jeden Fall. Aber, wie performant ist das dann am Ende? Lässt sich damit überhaupt was anfangen oder ist das eine Totgeburt?

    Das ist das Ergebnis. Ich habe TDE genommen, da der ja doch überraschend schonend und schnell ist. Wie man sehen kann, hier läuft Vivaldi und das nicht gerade langsam. Okay, Youtube und so macht da wenig Sinn, aber es funktioniert und das überhaupt nicht schlecht!

    Ich will jetzt nicht behaupten, dass man keinen Unterschied zum normalen PC merkt. Das wäre auch ziemlich krass. Aber so, nachdem, was ich so die letzte Stunde damit gemacht habe kann ich nur sagen, man kann wirklich damit arbeiten.

    Hier mal neofetch. Ich weiss ich mögt das :winking_face:

    Zocken kann man damit natürlich sofort vergessen. Das wäre ja auch der Hammer. Was ich aber jetzt damit versuchen werde, ich kopiere eine meiner Entwicklerumgebungen da drauf und arbeite damit. Also mit so Zeug wie VSCodium, FreeOffice, Vivaldi, Nextcloud, Teams usw. Ich bin echt mal sehr gespannt, wie das Teil sich damit schlägt. Das wäre dann ein PC für 10€ im Monat.

    Ich werde weiter berichten.