Das kenne ich doch irgendwo her. Ich bin ja auch bekennender Arch-Liebhaber, finde aber auch grossen Gefallen an Void. Ich schliesse nicht aus, dass wenn ich damals statt Arch Void genommen hätte, gab es da aber noch nicht, dass ich heute Void nutzen würde.
Beiträge von diabolusUmarov
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Das ist immer alles eine Sache der Denkweise. Ubuntu, Fedora, SuSe sind das Böse, weil etwas kommerzielles dahinter steckt. Genauso wie jeder proprietäre Software böse ist, da man nicht in den Code schauen kann. Desktops sind böse, weil man da mit der Mouse arbeitet. Jedes Tool, welches nicht dem Linux-Gedanken entspricht ist böse usw.
Es kommt hier immer darauf an, wen man schlussendlich fragt.
Ich zum Beispiel bin da ziemlich gechillt und auch bemüht, den positiven Aspekt von etwas zu sehen. Dann steckt eben hinter Ubuntu und Co eine Firma und teilweise muss man für Versionen auch Geld bezahlen. Dafür hat man da oft einen 24/7 Telefonsupport, was gerade bei unerfahrenen Nutzern helfen kann.
Open Source vs Proprietär. Ja, man kann bei Open Source in den Code schauen. Wie viele Leute tun das? Wenn grosse Gruppen mit Ahnung wie der CCC sich solchen Code anschauen ist dann auch wieder die Frage, was genau haben die sich angeschaut? Wie tief haben sie gegraben usw. Das ist ein Indiz, kein Beweis. Zudem ist da auch noch die Sache, man schreibt ein wirklich gutes Programm, veröffentlicht es mit Code, kurz darauf gibt es ein Fork, weil irgendjemand denkt, er kann es besser. Oder auf einmal hängt sich eine riesige Community dran und das Programm läuft auf einmal in eine Richtung, die man so nicht haben wollte.
Das konnte ich erst kürzlich bei einem Spiel für das AmigaOS 3.2 erleben. Der Entwickler hat viel Herzblut da rein gesteckt, dass es auf hoch gezüchteten Amigas richtig gut aussieht. 32 Bit Grafik, FullHD usw. Das Spiel war noch nicht aus der Beta-Phase raus, gab es schon Forks für OCS und AGA Amigas. Miese Auflösung, wenig Farben, die meisten Details weg. Das war aber nicht das Ansinnen des Entwicklers. Der wollte eben ein Spiel entwickeln, welches mal die "grosse", neue Hardware für die 68k Amigas nutzt.
Zudem ist hier auch die Frage, wie viele Abstriche will man machen? Hat man eine Nvidia-Karte, will man dann nouveau benutzen? Soll ich mein NetBook wegwerfen, weil LibreOffice darauf keine 100 Seiten rendern kann?
Ich würde solche Etiketten wie Evil und so nicht ernst nehmen. Wenn du damit klar kommst, nutze es.
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So sehe ich das auch. Ich kann das ganze Zeug selbst hosten und gängig machen. Ich bin aber auch ein Bastler der daran riesen Spass hat.
Gerade wenn ich mir aber die Jungs vom CCC anschauen, was ich gerne mache, leben die eben auch in ihrer ganz eigenen Welt. Die wissen, wie man mit dem ganzen Kram umgeht. Ja, in einer schönen, neuen Welt ist alles Open Source, alles frei von Datenverkauf und alles transparent. Das es für diese schöne, neue Welt aber auch notwendig wäre, Geld abzuschaffen, wird dabei gerne mal ignoriert.
Wenn ich mir WhatsApp anschaue. Vor vielen Jahren kamen die auf die Idee, ihren Dienst kostenpflichtig zu machen. Ganzer 1€ im Jahr. Da hat meine Frau noch in der Kneipe gearbeitet und das war über eine ganze Zeit dort das Hauptthema. Wohin soll man denn jetzt wechseln, wenn die von WhatsApp so geldgierig sind. Bei 1€ im Jahr, wo die für ein einziges Bier am Abend schon das Doppelte ausgegeben haben.
Das grosse Problem ist einfach, alles soll kostenlos sein und es dürfen keine Daten verkauft werden. Nur, wie soll das bitte gehen? Diese ganzen Dienste sind ja nicht gerade günstig im Betrieb. Irgendwo muss das Geld ja herkommen. Wenn man sich mit solchen Systemen auskennt, was die für eine Infrastruktur brauchen, wie viele Leute sich darum kümmern müssen wird einem schnell klar, kostenlos geht nur dann, wenn man das Geld auf anderem Weg hereinholen kann. Von daher sehe ich das mit den Datenkraken etwas differenzierter. Was nicht heisst, dass Daten sammeln und verkaufen jetzt eine gute Sache ist. Ich kann nur den Gedanken dahinter verstehen.
Seien wir mal ehrlich. Wer würde Google als Suchmaschine nutzen, wenn man dafür Monatlich Geld abdrücken müsste? Die dafür aber keine Daten sammeln und verkaufen?
Mein ganzes Gerümpel mit Servern und das alles kostet mich auch über 30€ im Monat. Dafür weiss ich aber, dort spioniert keiner.
Von daher kann ich zwar den Traum der CCC Leute sehr gut verstehen, aber es wird ein Traum bleiben, solange Geld ein Faktor ist.
Ich weiss noch gut damals, als die Piraten so stark im kommen waren. Kostenloses Internet für alle, ÖPNV Kostenlos und mit was die nicht alles geworben haben. Die Idee ist gut, aber wer bezahlt das?
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Das mit der Abhängigkeit ist immer so eine Sache. Auf der einen Seite kann es einem das Leben schön leicht machen, aber man ist immer von der Gunst des Anbieters abhängig. Hmm. Kommt daher der Begriff Abhängigkeit?
Ich kann da ein schönes Beispiel nennen. Einer meiner Nachbarn hat vor zwei oder drei Jahren seine ganze Beleuchtung im Haus Smart gemacht. Hat dafür auch wirklich lange nach einem Anbieter gesucht, dem man eine weisse Weste unterstellen kann. Rund ein halbes Jahr nach dem Umbau musste der Anbieter dicht machen. Jetzt hat er überall teure Leuchtmittel drin und kann sie nicht mehr steuern, da kein Server mehr da ist.
Bei mir läuft das alles über ZigBee, welches von meinem Pi über einen Dongle gesteuert wird. Die Leuchtmittel tauschen und einbinden war kein Problem. Nur eben, hier und da klappt mal die Verbindung nicht richtig, weil mein Dongle verrutscht ist, von ausserhalb komme ich nur mit Tricks dran, da mein netter Provider ja nur gegen Aufpreis eine Verbindung von aussen zu lässt usw. Aber, solange mein Pi+Dongle mitspielen, geht mir kein Server flöten und, da man eben von aussen nicht dran kommt, kann sich auch keiner einfach so einklinken.
Witzig finde ich ja VPN. Man möchte gesichert durchs Internet reisen. Nimmt man aber einen Dienst, weil man das nicht selbst aufbauen möchte, dann muss man mit der Tatsache leben, dass alles, was man tut, durch diesen Dienst läuft und ob/was da mit den Daten passiert, kann man nicht einsehen.
Ich habe das mit Tinc über meinen eigenen Server laufen. Das ist auf der einen Seite vielleicht sicherer, aber versuch mal mit Andoid eine Verbindung zu Tinc aufzubauen oder Windows und wirklich witzig wird es mit Mac.
Immer alles ein Für und Wider.
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Wie heißt dein YouTube Kanal?
hab jetzt bei KDE nichts gefunden
Ich schaue morgen mal. Vielleicht finde ich das ja wieder.
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Ich muss da ins Blaue feuern. Wenn mich aber nicht alles täuscht, hat KDE für die Lüfter ein eigenes Tool an Board und wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich lässt habe ich schon einmal irgendwo gelesen, es wäre zu sensibel eingestellt. Ist jetzt keine Lösung, aber vielleicht bringt es dich ja auf den richtigen weg.
Firefox verwende ich eigentlich nur für Youtube. Um meine Videos hochzuladen und Videos unterstützenswerter Kanäle zu schauen. Da geht bei mir aber nichts hoch. Auch die Temperatur nicht.
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Wie ich gesehen habe, ist Cosmic jetzt auch beim Arch-Installer mit dabei.
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Threadtripper Pro 7995WX
Der Prozessor alleine kostet ja mehr als alles, was ich hier stehen habe. Den habe ich zwar auch im Auge, aber wenn ich überlege, was da Prozessor, Speicher, Mainboard und Netzteil kostet, dafür kaufen sich andere Autos. Dann will man da natürlich auch schnelle NVMes drin haben und die Grafikkarte soll auch mithalten können.
Klar, wenn man so etwas hat, dann ist kompilieren lächerlich. Aber eben, wenn man so einen hat. Ich kann mich über meinen Xeon mit seinen 14 Kernen da eigentlich nicht beschweren. Wenn ich jeden Tag meine Updates durchziehe, ist das auch eine überschaubare Zeit. Wenn du dann aber mal Wochen den Kram aus dem AUR ignorierst, dauert es eben etwas länger.
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Dem sollte nichts im Weg stehen, sollten da nicht irgendwelche Abhängigkeiten kollidieren. Allgemein sind es aber ja zwei eigenständige Tools und sollten sich bei der Ausführung, ausser du versuchst sie parallel zu starten, nicht in die Quere kommen. Getestet habe ich es allerdings nicht.
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Kommt immer drauf an was. Wenn das erst kompiliert wird kann es dauern.
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war ja schnell zu beheben
Ich war nur blöd und hab vergessen AUR in den Einstellungen zu aktivieren. Dachte mir die ganze Zeit, dass Arch aber wenig Updates hat in letzter Zeit. Bis mir dann mein Versäumnis aufgefallen ist. Junge, Junge, danach war einiges zu aktualisieren

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Ich finde überhaupt nicht, dass Haiku kacka aussieht. eher im Gegenteil. Auch die Möglichkeit, verschiedene Fenster zusammenzuführen finde ich grossartig.
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Bin ich voll bei dir. So war ich auch super erfreut, als Hyperion bekannt gab, dass Amiga OS 3 weiterzuentwickeln. Das ist ja absolut mein Betriebssystem. Da hingt es aber massiv an Browser, also fürs Internet kaum zu gebrauchen. Aber ansonsten nach wie vor super.
Haiku ist da deutlich voraus. Ist ja auch nicht auf 68k Hardware beschränkt. Die machen das super und ich könnte mir auch vorstellen, dass wenn da irgendwann mal Grafikkarten Treiber für auftauchen, da für viele das Interesse steigen könnte.
reactOS finde ich klasse. Habe ich auch in einer VM. Ich wollte das mal nutzen, um meine Retro-Spiele zu spielen. Das kannst du dann aber leider doch vergessen. Anno 1602 läuft ein bisschen, Rebell Assault schmiert dauernd ab. Da ist noch Arbeit fällig. Aber generell finde ich das Projekt sehr interessant und schaue immer mal wieder rüber.
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Haiku
Haiku habe ich in einer VM und bin immer wieder überrascht, wie gut das funktioniert. Der Browser ist überraschend kompatibel, es gibt für alle Belangen Software und das Ding ist so fies schnell. Aber eben, kein Drucker, keine Grafikkartentreiber, da wird es dann schon blöd. Ich habe sogar schon eines meiner Programme dorthin portiert und das ohne wirkliche Anpassungen. Das ist ohnehin portabel geschrieben. Ich entwickle es unter Linux und muss es nur unter Windows kompilieren. Gleiches dann auch fast für Haiku. Das hat mich echt beeindruckt.
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brauch' man dies so?!
Braucht man strikt die Tools, welche eine Desktop Umgebung mitbringen? Ich bin zum Beispiel kein Fan vom Dateimanager von Gnome. Also habe ich mir einfach einen anderen genommen. Das ist ja im Endeffekt das schöne. Nimm das, was am Besten zu dir passt.
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Ich finde die konsequente Nutzung von Rust ziemlich cool. Aber ich bin raus bei dem Thema.
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Ich will hier auch mal wieder was schreiben.
Was benutze ich aktuell? Folgendes:
- Haupt-PC: Arch
- Thinkpad: Arch
- Lifebook: Arch
- Futro: Arch
- Vaio: Debian 12
- VM: Void
Arch geht dabei auf meinem Hauptrechner in das 6. Jahr ohne Neuinstallation und läuft einfach wunderbar. Jeden Tag Updates, nie Probleme. Ganz am Anfang mit Cinnamon, danach Gnome (dank dem Pinguin) und da Gnome ja nur noch Wayland mag jetzt wieder Cinnamon. Da sind sowohl Programme von AUR drauf wie auch hier und da ein Flatpak und irgendwas von Snap läuft auch noch, glaube ich zumindest, müsste ich mal nachschauen.
Grösstes Problem dieses Jahr, kürzlich hat Pamac gemeckert, es könnte die Abhängigkeiten nicht auflösen, was das Update abgebrochen hat. Die Lösung war einfach. Pamac deinstallieren mit "pacman -Rs", danach Update machen, Pamac mit yay wieder installieren, läuft wieder. Das System selbst war davon nicht wirklich beeinträchtigt, lediglich das updaten wollte eben nicht. Ansonsten startet mein Arch seit seinem Beginn jeden Morgen problemlos. Auch den Umstieg damals, von der 9800 GT hin zur 1015Ti erforderte lediglich das entfernen des Legacy-Treiber und die Installation des aktuellen Nvidia-Treibers. Auch der Umstieg von AMD ähm ich meine Athlon II zum Intel i5 und jetzt zum Xeon verliefen problemlos.
Thinkpad und Lifebook kriegen immer mal wieder ihre Updates. Thinkpad läuft mit TDE, Lifebook mit Cinnamon. Egal wie lange ich die liegen habe, ohne etwas daran zu machen, ich muss sie nur starten und aktualisieren und das geht immer problemlos. Je nachdem, wie lange ich keine Updates gemacht habe, ist ein "sudo pacman -Sy archlinux-keyring" vor dem Update fällig, mehr aber auch nicht.
Der Futro hatte ja kürzlich erst seine Probleme. Wenn man unbedarft Verzeichnisse löscht, kann das ja schon einmal passieren. Das liess sich jedoch simpel beheben, einfach einmal mit dem Installationsmedium "fsck" drüber laufen lassen, läuft wieder tadellos. Hausgemachtes Problem gerade auf dem Gerät, welche ich ja als sicherer Hafen für meine Arbeit haben will. Habe ich gut gemacht oder?
Der Vaio mit Debian 12 dient eigentlich nur zum Spass. Hin und wieder krame ich den raus, mache die Update und verwende Mate darauf. Läuft soweit prima, hat aber effektiv keinen wirklichen Nutzen mehr. In der Regel liegt der in seiner Tasche im Auto, falls ich dann doch mal von irgendwo aus mal schnell an meine Entwicklerumgebung muss. Da tut er seinen Dienst aber ausgezeichnet.
Was nun die VM angeht. Die habe ich deshalb aufgeführt, weil ich einige Dinge meines alltäglichen Lebens darüber regele. Müsste ich nicht, aber so bleibt mein Bezug zu Void bestehen und hier kann ich auch nur sagen, es läuft und läuft und läuft. Es ist fast jeden Tag im aktiven Einsatz, kriegt seine Updates und hat mir noch nie Schwierigkeiten bereitet.
Zu Void kann ich in dem Zusammenhang auch noch sagen, mein Bekannter mit seiner Firma nutzt es ja jetzt auch schon eine ganze Zeit aktiv in seinem Laden auf allen Rechnern und ist ebenfalls mehr als zufrieden. Wie er gerne betont, alleine die Kosten für neue Lizenzen und was eben bei Windows so anfällt, fallen weg und sparen ihm mächtig Geld. Zudem spart er auch jede Menge Zeit, da er die Updates über ssh von seinem Platz aus durchführt, quasi parallel. Das mag unter Windows mit Fernzugriff auch funktionieren, aber einfach nur ein Terminal mit entsprechend vielen Unterteilungen zu haben, wo die Updates durchlaufen, findet er persönlich deutlich angenehmer. Auch er konnte zu Void bislang nie etwas negatives berichten. Von dem Sammeln der Kernel abgesehen, aber da gibt es ja eine sehr einfache und bequeme Lösung von Hause aus. Der hat sich auch von einem absoluten Neuling zu einem kleinen Fuchs entwickelt und musste sich schon lange nicht mehr melden, um mich um eine Erklärung oder Hilfe zu bitten.
So. Dann habe ich hier auch mal wieder meinen Senf dazu gegeben. Das ist jetzt auch keine Werbung für Arch oder Void.
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Wie ist dein Plan, wenn zB alle für dich relevanten Desktops auf Wayland umgestellt wären?
Dem sehe ich entspannt entgegen, da ich mit Cinnamon wohl die nächsten Jahre kein Wegfall von X11 zu befürchten habe. Wayland wird dort kommen und wahrscheinlich auch irgendwann zum Standard werden, aber eine Absicht, die X11-Sitzung zu entfernen habe ich noch nirgendwo gesehen. Demnach sollte mir Cinnamon da noch eine ganze Zeit gute Dienste leisten.
Falls dann aber doch der Tag kommen sollte und Cinnamon kein X11 mehr bereitstellen, wechsle ich zu TDE. Ich habe mittlerweile viel damit gearbeitet und bin so überzeugt davon, dass auf meinem Laptop schon TDE zum Standard geworden ist. Was dort anfangs altbacken wirkt, zeigt in der Nutzung aber oft tatsächlich Vorteile. Davon abgesehen ist das Ding einfach richtig schnell und klein. Um das zu verdeutlichen. Ich habe, für meine Tochter, deren Entwicklungsumgebungen auf meinem Futro mit Xfce ausgestattet. Wenn sie beide Umgebungen im Betrieb hat und ich meine mit AwesomeWM, kommt der Futro übel ins schwitzen. Der Speicher läuft voll, die Kerne laufen unter hoher Last. Ich habe deshalb auf TDE umgestellt. Nicht nur ihre, sondern auch eine von meinen. Das Resultat ist spürbar. Sie kann beide betreiben, ich meine beiden mit AwesomeWM und die dritte mit TDE und die CPU Auslastung wie auch der Speicherbedarf liegen im grünen Bereich.
Demnach, wenn Cinnamon wirklich umstellen sollte, geht es einfach zu TDE. Da sehe ich nicht einmal einen Hinweis darauf, dass die überhaupt etwas mit Wayland übernehmen. Dazu kommt noch der Vorteil von Arch. Die Wahrscheinlichkeit, dass da X11 aus den offiziellen Repositories fliegt halte ich für äusserst unwahrscheinlich und falls doch ist die Wahrscheinlichkeit extrem gross, dass es einfach nur ins AUR wandert. Also auch da sehe ich keinen Grund zur Veranlassung.
Es kommt aber noch ein Punkt ins Spiel. Da ist davon ausgehen kann, dass ich die nächsten Jahre nicht zu Wayland gezwungen werde, heisst das aber auch, sowohl Wayland und vielleicht auch einige Tools erreichen in der Zeit einen Stand, in dem es für mich nutzbar ist. Dann würde ich X11 zumindest aus Nostalgie nachweinen, aber dann wäre ein Umstieg für mich letzten Endes auch machbar. Ich mag vielleicht störrisch rüber kommen, aber schlussendlich muss es einfach nur laufen und wenn es das dann unter Wayland tut, kann ich damit leben.
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das du schon spezielle Abläufe hast.
Na ja, was heisst spezielle Abläufe? Ich habe eben meine Entwicklerumgebungen und diverse andere Dinge nicht auf meinem Hauptrecher, sondern zum Beispiel auf meinem Futro und greife mittels TigerVNC darauf zu. Das hat diverse Gründe. Einmal will ich, dass ich auch mal an meinem Arch basteln kann ohne Angst haben zu müssen, dass was kaputt geht und ich dadurch nicht mehr arbeitsfähig bin. So kann ich dann einfach meinen Laptop nehmen und auf dem weiter arbeiten, bis mein Rechner wieder geht. Ist bislang noch nie so passiert, aber sicher ist sicher. Dann ist da noch die Sache mit dem Datenschutz. In meinen Entwicklerumgebungen sind die ganzen Passwörter für die Datenbanken gespeichert. Da sind tausende von sensiblen Datensätzen gespeichert. Um da dran zu kommen muss man also erst einmal wissen, wo meine Entwicklerumgeungen überhaupt liegen, wie man die startet, dass Passwort dafür kennen usw. Das ist jetzt kein grosser Nerd-Hack oder so. Es macht es für potentiell neugierige Personen nur einfach schwieriger.
Da ging es bei Gnome mit Wayland bei mir schon los. Um die Umgebungen zu starten verwende ich Guake, um nicht immer einen Terminal starten zu müssen. Guake und Wayland scheint aber nicht wirklich lauffähig zu sein. Es startet nicht mehr über die Taste, wenn es startet, kann ich nicht zwischen den Tabs wechseln. Schon schwierig. Tilix oder Kitty streiken auch. Terminator hingegen geht. Okay, aber wenn ich dann einen VNC aktiviere, geht dort die rechte Mousetaste nicht. Mit TDE ist das nicht dramatisch, mit AwesomeWM kriege ich kein Programm mehr gestartet, wenn ich eines brauche.
Das ist ein grundsätzliches Problem die mit den richtigen Treibern zu versorgen.
Das ist ein Punkt, den ich nicht nachvollziehen kann. Mit der 9800GT musste ich einen Legacy-Treiber verwenden. Welchen das war, konnte ich auf der Nvidia-Seite ermitteln. Den habe ich dann installiert und es gab nie Probleme damit. Mit einem Kernel-Update war auch immer quasi sofort ein Update vom Treiber vorhanden. Einfach installieren, lief.
Sie 1050ti und die RTX 2060 Super verwenden die aktuellen Treiber. Auch nur installieren, fertig. Ich hatte tatsächlich noch nie irgendwelche nennenswerte Probleme mit Nvidia. Auch unter Gentoo nicht. Als ich von der 1050ti auf die 2060 Super bin, habe ich die Karte gewechselt, sonst war nichts zu machen.Keine nenneswerte Probleme schreibe ich deshalb, da es mit der 9800 GT hin und wieder vor kam, dass der Kernel ein Update hatte und der Legacy-Treiber, noch ein halbes oder ganzes Stündchen auf dich warten liess. Wenn ich aber überlege, die 9800 GT ist ja eine umbenannte 8800 GT und die kam raus, als meine zweite Tochter auf die Welt kam, also vor 18 Jahren. Das würde ich jetzt also nicht mehr als aktuelles Problem ansehen. Die liegen mittlerweile auch als Andenken im Schrank.